Tag: wärmepumpe

Erhöhung des Eigenverbrauchs aus Photovoltaik-Anlagen mit Wärmepumpe und Batteriespeicher

Optimale Ausnutzung einer Dachfläche, Foto: Andreas Kühl Der Eigenverbrauch des Stroms aus der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird immer wichtiger bei steigenden Strompreisen. Die Einspeisevergütung spielt gleichzeitig eine immer geringere Rolle, je weiter sie gesenkt wird. Technische Hilfsmittel können den Eigenverbrauch des Solarstroms deutlich, dazu gehören gesteuerte Verbraucher und Stromspeicher. Welche Eigenverbrauchspotenziale Hausbesitzern mit Wärmepumpen und Batterien offen stehen, haben die Forscher des Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ermittelt. Bei kleineren Solaranlagen steigt mit einer Wärmepumpe für die Brauchwassererwärmung der selbst genutzte Solarstrom von 30 auf 45 Prozent. Kommt eine Batterie für den nicht nutzbaren Strom hinzu, erhöhen sich die Zahlen auf 70 Prozent. Größere Solaranlagen erlauben bei der Nutzung eines Speichers einen noch höheren Eigenverbrauch in absoluten Werten. Zu den weiteren großen Vorteilen des Eigenverbrauchs gehörtet die Entlastung der Stromnetze durch geringere Einspeisung und die Verringerung der EEG-Förderkosten. weiterlesen ›

Neues aus der Heizungstechnik: meine Eindrücke von der ISH 2013

Überblick Halle 8.0, ISH 2013, Quelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel Nach vielen Jahren bin ich gestern wieder mal nach Frankfurt zur größten Sanitär- und Heizungsmesse ISH gefahren. Nachdem bisher mein Interesse ausschließlich der kontrollierten Wohnungslüftung galt, habe ich mich jetzt das erste Mal auf die Heizungstechnik konzentriert. Wer hier die letzten Wochen aufmerksam mitgelesen hat, wird gemerkt haben, dass die Energiewende im Heizungskeller momentan mein Schwerpunktthema ist. Neue Technologien und Innovationen sind natürlich bei einem Messebesuch immer von Interesse, genauso wie Kontakte zu Unternehmen. Aber meine große Frage, die ich immer im Hinterkopf hatte war wie die Industrie den Modernisierungsstau abbauen möchte um zu einer nachhaltigen Energieversorgung beizutragen. Vor Beginn der Messe hieß es in einer Pressemitteilung, die ich in einem Beitrag übernommen hatte, dass Unwissenheit und Unsicherheit die Energiewende im Heizungskeller behindern. Die Unsicherheit bezog sich dabei nur auf das unstete Förderangebot des Staates, wenn ich es richtig verstanden habe. Bei mir kam jedoch auch der Eindruck auf, dass mit der zunehmenden Anzahl an Technologien auch die Verunsicherung der Verbraucher steigt. Die größere Auswahl macht die Sicht auf die für den einzelnen Konsumenten richtige Heizungsanlage schwieriger und man beginnt sich zu fragen ob man nicht noch auf die nächste Toptechnologie warten sollte. Um die Unwissenheit beim Verbraucher abzubauen, ist es ganz wichtig mehr Aufklärung anzubieten, zu zeigen für wen welches Heizsystem sich am besten eignet. weiterlesen ›

Zweite Kooperation von SMA zur Speicherung von Solarstrom in Wärme

Zu den Angeboten der Woche

Kooperation von Vaillant Group und SMA Solar Technology AG zur Speicherung von Solarstrom in Wärme, Quelle: Vaillant Group Am Sonntag habe ich erst berichtet von der Kooperation von Stiebel Eltron und SMA zur Einbindung von Wärmepumpen in das Energiemanagement der Photovoltaik-Anlage. Heute wurde auf der ISH in Frankfurt die nächste Kooperation bekannt gegeben. Die SMA Solar Technology AG wird gemeinsam mit den Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnikspezialisten der Vaillant Group ebenfalls  ein Energie-Managementsystem, das den Anteil selbst erzeugter Elektrizität am Gesamtstromverbrauch eines Haushaltes maximiert. Ziel ist es auch hier mit dem Energie-Managementsystem die Stromerzeugung aus der Photovoltaik-Anlage und die Wärmeerzeugung mit der Vaillant Wärmepumpe zu verbinden und optimal aufeinander abzustimmen. Strom, der sonst an das Netz abgegeben werden muss, kann so zu günstigeren Konditionen als zusätzliche Wärmequelle selbst genutzt werden. weiterlesen ›

Intelligentes Energiemanagement in Wohngebäuden verbindet Strom- und Wärmeerzeugung mit dem Verbrauch

SMA und STIEBEL ELTRON gemeinsam aktiv / Energiemanagement im 'Haus der Zukunft'

Geräte und Bauteile von STIEBEL ELTRON und SMA ermöglichen Betreibern von Photovoltaikanlagen eine noch effizientere Nutzung des selbst erzeugten Stroms. Quelle: “obs/STIEBEL ELTRON”

Zur Weltleitmesse für Heizungs-Technologie ISH in der kommenden Woche in Frankfurt am Main hatte ich eine Aufgabe mitbekommen von Stromhaltig-Blogger Thorsten Zoerner. Ich sollte bei Herstellern von Wärmepumpen anfragen ob es Regelungen von Wärmepumpen anhand der Wettervorhersage gibt. Bei viel Strom aus Sonnen- oder Windenergie im Netz oder auch vom eigenen Dach könnte dann die Wärmepumpe sich automatisiert einschalten. Wärme die dann nicht benötigt wird, könnte zum Beispiel in einem Pufferspeicher zwischengelagert werden.

Nur wenige Tage vor der Messe erfahre ich dann aus einer Pressemitteilung, dass auch andere sich darüber Gedanken gemacht haben. Im letzten November hatte in einer Podcast-Ausgabe mich über den Sunny Home Manager von SMA informiert. Mit dieser Steuerung des Stromverbrauchs im Haushalt entsprechend dem Angebot von Strom aus der Photovoltaik-Anlage kann der Eigenverbrauch optimiert werden. Was aber bislang fehlt war die Anbindung an die Heizung, anbieten würde sich da die Wärmepumpe.

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Sieht aus wie ein normales Haus – ist aber ein modernes Plusenergiehaus

M1 Energieplus-Massivhaus, Foto: Andreas Kühl

M1 Energieplus-Massivhaus, Foto: Andreas Kühl

Über Plusenergiehäuser habe ich mich bisher nicht besonders positiv geäußert, obwohl das Thema eigentlich faszinierend ist für mich. Mich stört die Bilanzziehung über die Primärenergie, denn diese ist nur ein theoretischer Wert. Der Nutzer kann mit der Primärenergie nichts anfangen, er sieht nur die Endenergie bei der Stromrechnung oder bei der Rechnung des Brennstofflieferanten. Die Definition des Plusenergiehauses sagt dem Nutzer nicht aus, wie viel Heizenergie er benötigt.

Da ich aber offen bin und mich für diese Gebäude interessiere, habe ich mich gefreut die Baustelle eines Plusenergiehauses ansehen zu dürfen. Die Baustelle des M1 Energieplus-Massivhauses ist zum Glück nicht weit weg von mir und am Mittwoch war es endlich so weit.

Das Projekt M1 Energieplus-Massivhaus

Das Projekt M1  Energieplus-Massivhaus ist ein Gemeinschaftsprojekt des Baustoff-Herstellers Xella, des Massivbau-Unternehmens Elbe-Haus, der Haustechnik-Unternehmen Multitherm und Multiwatt, sowie der Planungsbüros Form Nord und WT Planungsgesellschaft mbH. Man will gemeinsam das Haus der Zukunft finden:

Ein Haus zu bauen, dass den Anforderungen der Zukunft entspricht und dabei vor allem anderen eine bezahlbare Lösung für durchschnittliche Bauherren bietet.

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Potentiale und Chancen der Wärmepumpe in der Energiewende

Vergleich der Heizungssysteme im Altbau mit Heizungserneuerung in 2011, Quelle: Bundesverband Wärmepumpe

Vergleich der Heizungssysteme im Altbau mit Heizungserneuerung in 2011, Quelle: Bundesverband Wärmepumpe

In der vergangenen Woche fand das 10. Forum Wärmepumpe statt, dort präsentierte der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e. V.  erste Ergebnisse einer Studie der TU München. Im Rahmen ihrer „energiewirtschaftlichen Bewertung der Wärmepumpe in der Gebäudeheizung“ untersuchen die beauftragten Wissenschaftler, welche Auswirkungen der (vermehrte) Einsatz von Wärmepumpen auf CO2-Emissionen und Primärenergieverbrauch in Deutschland hat.

Die Studie gliedert sich in zwei Teile. Der erste zeigt, dass Wärmepumpen im Vergleich zu einem alten Ölkessel bereits mit dem derzeitigen Strommix 42 bis 52 Prozent der nicht-regenerativen Primärenergie sparen. Im Neubau nach EnEV-Standard beträgt die Ersparnis 32 bis 43 Prozent gegenüber einer Öl-Brennwertheizung mit Solarer Trinkwassererwärmung. Dieses Verhältnis verschiebt sich mit dem immer „grüneren“ Strommix weiter zu Gunsten der Wärmepumpe. So liegen 2030 die Primärenergie-Einsparungen im Alt- und Neubau bereits bei rund 80 Prozent und auch die CO2-Emissionen werden im Vergleich zum Referenzsystem um rund 70 Prozent geringer ausfallen.

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