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EU-Energieeffizienzrichtlinie droht an der Haltung Deutschlands zu scheitern

Ein breites Bündnis aus Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden, Unternehmen und Gewerkschaften macht Druck für mehr Energieeffizienz. In einem Offenen Brief appellieren die Verbände an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die europäischen Energiesparziele endlich umzusetzen. Vor wenigen Tagen hatte der ZVEI erst eine größere Rolle der Energieeffizienz im Rahmen der Energiewende gefordert.
„Erst treibt die Bundesregierung ehrgeizige Klimaschutz- und Energiesparziele voran, dann aber, wenn es um die Umsetzung dieser Ziele geht, werden wirkungsvolle Maßnahmen und Gesetze verhindert“, heißt es in dem Brief, der unter anderem vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz DENEFF, dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der IG Bauen-Agrar-Umwelt unterzeichnet wurde.
Anlass für den Offenen Brief ist der Streit über die EU-Energieeffizienzrichtlinie, über die morgen in Brüssel zwischen der EU-Kommission, der dänischen Ratspräsidentschaft und Vertretern des EU-Parlaments verhandelt wird.
Die EU-Energieeffizienzrichtlinie ist eines der zentralen Vorhaben, um die europäischen Klimaziele zu erreichen – und gleichzeitig das umstrittenste. Die von Deutschland und den Mitgliedsstaaten im EU-Rat eingebrachten Änderungsvorschläge lassen die europäischen Energiesparziele in unerreichbare Ferne rücken. Erst kürzlich warnten die EU-Kommission und die dänische Ratspräsidentschaft vor einem Scheitern der Richtlinie.
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Ökostrom ist Vertrauenssache

Dass Ökostrom nicht immer Ökostrom ist, das wissen mittlerweile viele, und nicht jedes Ökostrom-Angebot ist vergleichbar. Zu den bekanntesten und vertrauenswürdigsten Zertifikaten für Ökostrom gehören die Zertifikate des TÜV Süd.
Mit seinen Zertifikaten und Prüfzeichen leistet TÜV SÜD einen wichtigen Beitrag für Transparenz und Glaubwürdigkeit auf dem Ökostrom-Markt. Der internationale Dienstleister hat die Kriterien für die Zertifikate EE01 und EE02 noch klarer gefasst und weiter verschärft. Die Prüfzeichen mit dem blauen Oktagon sind laut einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes die bekanntesten Ökostrom-Nachweise in Deutschland.
Die Begriffe “Ökostrom” oder “Grüner Strom” sind nicht verbindlich definiert. Um vor zweifelhaften Angeboten sicher zu sein, können sich Verbraucher an entsprechenden Gütesiegeln orientieren. “Wegen des fehlenden gesetzlichen Standards gibt es allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den Zertifikaten bzw. den Kriterienkatalogen der verschiedenen Anbieter”, sagt Klaus Nürnberger, Ökostromexperte bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH in München.
Auch die Überblicke von Verbraucher- oder Label-Portalen sind nicht immer aussagekräftig, weil die Informationen häufig nicht auf dem aktuellen Stand sind. Der Rat von Klaus Nürnberger: “Umweltbewusste Verbraucher sollten sich selbst einen Überblick verschaffen, um eine bewusste Entscheidung für ein bestimmtes Ökostrom-Produkt treffen zu können.” Um die Information über die TÜV SÜD-Zertifikate zu erleichtern, hat TÜV SÜD die entsprechenden Kriterienkataloge unter www.tuev-sued.de/oekostrom  hinterlegt.
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Einigung bei Energieeffizienz ist auch eine verpasste Chance

Über die Einigung von den Herren Rösler und Röttgen zum Thema Energieeffizienz hatte ich noch nicht berichtet. Das einzig Positive ist, dass sich wohl nichts zum negativen ändern wird, weil sich – wenn ich es richtig verstanden habe – nichts ändern wird.
Heute stimmt der Industrieausschuss des EU-Parlaments über die Energieeffizienzrichtlinie ab. Morgen will das Bundeskabinett final die Einigung letzter Woche zwischen Wirtschaftsminister Philip Rösler und Umweltminister Norbert Röttgen zu dieser EU-Richtlinie behandeln.
Für Wirtschafts-, Verbraucher- und Arbeitnehmervertreter sowie Umweltverbände reiht sich die Blockadehaltung der Bundesregierung gegen EU-weite verlässliche Anreizinstrumente in eine Kette fahrlässig verpasster Chancen bei der Förderung von Energieeinsparmaßnahmen. Dazu zählt insbesondere, dass für die KfW-Gebäudesanierungsprogramme im laufenden Jahr statt der zugesagten 1,5 Milliarden Euro vorerst nur 900 Millionen Euro bereitgestellt werden.
Um die Energiewende volkswirtschaftlich erfolgreich zu schaffen, Verbraucher und Unternehmen vor steigenden Energiekosten zu schützen und Beschäftigungschancen nicht zu verspielen, fordern die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Bundesregierung auf, jetzt robuste Fortschritte einzuleiten.
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Verbraucherschützern fordern Einigung bei Gebäudesanierung und niedrigere Rendite der Netzbetreiber

Mehr Kostentransparenz und einen stärkeren sozialen Ausgleich bei der Energiewende fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) bei der Umsetzung der Energiewende. “Um die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung zur Energiewende zu erhalten, muss diese auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter mitgenommen werden”, sagte Vorstand Gerd Billen bei dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel einberufenen Energiegipfel. Wesentliche Kriterien für die privaten Energieverbraucher seien Kosteneffizienz und soziale Gerechtigkeit. Die rege Beratungsnachfrage rund um die Themen Energiesparen und Gebäudesanierung zeige, dass die Verbraucher bereit sind, mitzuwirken.

“Wir unterstützen die Ziele der Energiewende und werden aktiv an der Umsetzung mitwirken”, versprach Gerd Billen beim Gipfel. Als aktuell kritischen Punkt sieht der vzbv die Gebäudesanierung. “Die steuerlichen Erleichterungen für die Gebäudesanierung müssen dringend auf den Weg gebracht werden”. Der vzbv fordert eine zügige Einigung im Vermittlungsausschuss. “Wir erwarten, dass auch die Länder ihren Beitrag leisten, um den Investitionsstau aufzulösen.” Die Kosten der Gebäudesanierung könnten nicht alleine von den Mietern und Privateigentümern aufgebracht werden. Der vzbv schlägt vor, die Steuererleichterungen an Einkommensgrenzen zu koppeln und maximale Förderbeträge festzusetzen.  weiterlesen ›

Einzelfall ist wichtig für optimalen Betrieb von Brennwertheizungen

Dieser Beitrag des Zentralverband Sanitär Heizung Klima wurde mir zur Verfügung gestellt vom Fachverband SHK Land Brandenburg als Erwiderung auf die Untersuchung von Brennwertheizungen in der “Aktion Brennwertcheck” der Verbraucherzentrale.

Die von der Verbraucherzentrale Bundesverband vorgestellten Ergebnisse der „Aktion Brennwertcheck“ zeichnen nach Auffassung des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) nur ein sehr verzerrtes Bild von den tatsächlichen Gegebenheiten in den deutschen Heizungskellern. „Diese ungerechtfertigte Vereinfachung führt zu Verunsicherung bei den Anlagenbetreibern und Unverständnis bei den Heizungsbauern“, erklärt Elmar Esser, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. Die von der Studie aufgelisteten Mängel an modernen Brennwertgeräten berechtigten nicht zu einer pauschalen Kritik an den handwerklichen Leistungen.

„Um die Effizienzpotenziale eines modernen Heizkessels bestmöglich auszunutzen, reicht der Kesseltausch allein nicht aus.“ Notwendig dafür sei ferner eine zusätzliche Optimierung der Wärmeverteilung. Das gelte etwa für den hydraulischen Abgleich oder für den Einbau einer Hocheffizienzpumpe. „Die Energieberater der Verbraucherschützer haben unter anderem das Fehlen dieser Leistungen als mangelhafte handwerkliche Arbeit gewertet, ohne zu klären, ob der Anlagenbetreiber mit seinem Heizungsbauer hierüber überhaupt verhandelt hat“, beanstandet Elmar Esser. Entscheidend für die Rechtmäßigkeit von Kritik und Reklamation sei daher immer, was im Einzelfall beauftragt worden sei. weiterlesen ›

Auf welchem Weg ist die Energieeffizienz in Europa?

Mein wichtigstes Anliegen ist auf die Bedeutung und das Potential der Energieeffizienz hinzuweisen und diese zu unterstützen. Bisher scheint es, als würde Energieeffizienz zu wenig unterstützt und zu wenig auf die Bedeutung hingewiesen. Es sieht auch so, als wäre die neueste Energieeffizienzrichtlinie der EU nicht ambitioniert genug, so vzbv und deneff, aber der nabu wünscht sich dennoch die Zustimmung :

Die Energieeffizienzrichtlinie, die am Mittwoch von der EU Kommission vorgestellt wird, droht durch eine Blockadehaltung Deutschlands zur Luftnummer zu werden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) fordern EU-Kommission und Bunderegierung auf, ambitioniertere Einsparziele und konsequente Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Deutschland müsse eine europäische Vorreiterrolle beim Thema Energieeffizienz einnehmen statt zu blockieren. Sonst drohe die jüngst ausgerufene Energiewende zur Farce zu werden. Als “deplatziert” bezeichnen vzbv und DENEFF Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, der -Medienberichten zufolge – die EU-Pläne zur Energieeffizienz kritisiert und unverbindliche Ziele zur Effizienzverbesserung fordert. Für vzbv und DENEFF geht der für morgen angekündigte Kommissionsvorschlag hingegen nicht weit genug. weiterlesen ›