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Verbände-Initiative für dezentrale Stromerzeugung in Mietwohnungen

PV-Anlage auf einer Kaserne in Doberlug-Kirchhain in Brandenburg, Foto: Milk the Sun Im Rahmen der Energieblogger-Aktion zum Aktionstag für die dezentrale Energiewende gestern hatte ich über die Energiewende für Mieter geschrieben. Mehr Menschen sollten von der Energiewende profitieren anstatt nur dafür zu bezahlen. Das Beispiel in Berlin-Hellersdorf von Lichtblick und dem Wohnungsunternehmen Stadt und Land sollte Schule machen. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Beitrags habe ich genau diese Forderung entdeckt in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und vom Deutschen Mieterbund (DMB). Sie fordern, dass auch nach der aktuell anstehenden Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Projekte möglich sind, bei denen Strom dezentral erzeugt und von den Mietern direkt verbraucht werden kann. weiterlesen ›

Falsche oder fehlende Energielabel schaden den Verbrauchern

Gruenspar.de

Logo der Kampagne Markt Checker von vzbv und BUND Zur Einordnung des Stromverbrauchs von Elektrogeräten gibt es für zahlreiche Haushaltsgeräte das Energielabel. Es gibt beim Kauf eines Fernsehers, einer neuen Waschmaschine, Trockners oder Kühlschrank eine wichtige Entscheidungshilfe. Denn die Energiekosten können im Laufe des Lebens eines Gerätes die Kosten für die Investition deutlich übersteigen. Da sollte man sich doch bei der Entscheidung auf dieses Label verlassen können. Dass man sich jedoch nicht immer auf das Energielabel verlassen kann, hat eine Stichprobe des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ergeben. Jeder sechste Fernseher im Handel hat bei der Probe kein oder ein fehlerhaftes Energielabel getragen. Das neue Projekt „MarktChecker“ von vzbv und BUND will das ändern. weiterlesen ›

Energiewende ja aber bitte nicht so

PV+Wind HavellandDie Unterstützung für die Energiewende in der Bevölkerung ist immer noch sehr groß. 82 Prozent der Deutschen befürworten den Ausstieg aus der Atomenergie und einen verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien. Aber die Umsetzung wird mit großer Skepsis betrachtet, denn 48 Prozent der Befragten sehen die Umsetzung kritisch und nur 40 Prozent unterstützen sie.  Das liegt vor allem an den steigenden Energiekosten. Dies zeigt eine repräsentative Studie, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) durchgeführt hat.

Verbraucher sehen Nachbesserungsbedarf an der Energiewende

„Die Energiewende ist richtig und wichtig. Das sehen auch die Verbraucher. Die Akzeptanz darf aber nicht verspielt werden. Damit die Stimmung nicht kippt, sind jetzt Korrekturen in der Umsetzung nötig. Die Energiekosten dürfen nicht weiter steigen“, sagt Gerd Billen, Vorstand des vzbv.

Mehr als die Hälfte der befragten Personen (52 Prozent) gab die steigenden Energiekosten als Nachteil der Energiewende an. Übertroffen wurde dies aber durch die Vorteile der Energiewende, die noch für 69 Prozent der Verbraucher überwiegen. Als Gründe wurden hier Klima- und Umweltschutz (38 Prozent), gefolgt von höherer Sicherheit durch den Atomausstieg (23 Prozent) genannt. weiterlesen ›

EU-Energieeffizienzrichtlinie droht an der Haltung Deutschlands zu scheitern

Strom sparen, Quelle: Petra Bork  / pixelio.de

Strom sparen, Quelle: Petra Bork / pixelio.de

Ein breites Bündnis aus Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden, Unternehmen und Gewerkschaften macht Druck für mehr Energieeffizienz. In einem Offenen Brief appellieren die Verbände an Bundeskanzlerin Angela Merkel, die europäischen Energiesparziele endlich umzusetzen. Vor wenigen Tagen hatte der ZVEI erst eine größere Rolle der Energieeffizienz im Rahmen der Energiewende gefordert.

„Erst treibt die Bundesregierung ehrgeizige Klimaschutz- und Energiesparziele voran, dann aber, wenn es um die Umsetzung dieser Ziele geht, werden wirkungsvolle Maßnahmen und Gesetze verhindert“, heißt es in dem Brief, der unter anderem vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz DENEFF, dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der IG Bauen-Agrar-Umwelt unterzeichnet wurde.

Anlass für den Offenen Brief ist der Streit über die EU-Energieeffizienzrichtlinie, über die morgen in Brüssel zwischen der EU-Kommission, der dänischen Ratspräsidentschaft und Vertretern des EU-Parlaments verhandelt wird.

Die EU-Energieeffizienzrichtlinie ist eines der zentralen Vorhaben, um die europäischen Klimaziele zu erreichen – und gleichzeitig das umstrittenste. Die von Deutschland und den Mitgliedsstaaten im EU-Rat eingebrachten Änderungsvorschläge lassen die europäischen Energiesparziele in unerreichbare Ferne rücken. Erst kürzlich warnten die EU-Kommission und die dänische Ratspräsidentschaft vor einem Scheitern der Richtlinie.

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Ökostrom ist Vertrauenssache

Dass Ökostrom nicht immer Ökostrom ist, das wissen mittlerweile viele, und nicht jedes Ökostrom-Angebot ist vergleichbar. Zu den bekanntesten und vertrauenswürdigsten Zertifikaten für Ökostrom gehören die Zertifikate des TÜV Süd.

Windkraftanlage Huell Stade2, Quelle: Naturstrom

Windkraftanlage Huell Stade2, Quelle: Naturstrom

Mit seinen Zertifikaten und Prüfzeichen leistet TÜV SÜD einen wichtigen Beitrag für Transparenz und Glaubwürdigkeit auf dem Ökostrom-Markt. Der internationale Dienstleister hat die Kriterien für die Zertifikate EE01 und EE02 noch klarer gefasst und weiter verschärft. Die Prüfzeichen mit dem blauen Oktagon sind laut einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes die bekanntesten Ökostrom-Nachweise in Deutschland.

Die Begriffe “Ökostrom” oder “Grüner Strom” sind nicht verbindlich definiert. Um vor zweifelhaften Angeboten sicher zu sein, können sich Verbraucher an entsprechenden Gütesiegeln orientieren. “Wegen des fehlenden gesetzlichen Standards gibt es allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den Zertifikaten bzw. den Kriterienkatalogen der verschiedenen Anbieter”, sagt Klaus Nürnberger, Ökostromexperte bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH in München.

Auch die Überblicke von Verbraucher- oder Label-Portalen sind nicht immer aussagekräftig, weil die Informationen häufig nicht auf dem aktuellen Stand sind. Der Rat von Klaus Nürnberger: “Umweltbewusste Verbraucher sollten sich selbst einen Überblick verschaffen, um eine bewusste Entscheidung für ein bestimmtes Ökostrom-Produkt treffen zu können.” Um die Information über die TÜV SÜD-Zertifikate zu erleichtern, hat TÜV SÜD die entsprechenden Kriterienkataloge unter www.tuev-sued.de/oekostrom  hinterlegt.

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Einigung bei Energieeffizienz ist auch eine verpasste Chance

Über die Einigung von den Herren Rösler und Röttgen zum Thema Energieeffizienz hatte ich noch nicht berichtet. Das einzig Positive ist, dass sich wohl nichts zum negativen ändern wird, weil sich – wenn ich es richtig verstanden habe – nichts ändern wird.

Heute stimmt der Industrieausschuss des EU-Parlaments über die Energieeffizienzrichtlinie ab. Morgen will das Bundeskabinett final die Einigung letzter Woche zwischen Wirtschaftsminister Philip Rösler und Umweltminister Norbert Röttgen zu dieser EU-Richtlinie behandeln.

Für Wirtschafts-, Verbraucher- und Arbeitnehmervertreter sowie Umweltverbände reiht sich die Blockadehaltung der Bundesregierung gegen EU-weite verlässliche Anreizinstrumente in eine Kette fahrlässig verpasster Chancen bei der Förderung von Energieeinsparmaßnahmen. Dazu zählt insbesondere, dass für die KfW-Gebäudesanierungsprogramme im laufenden Jahr statt der zugesagten 1,5 Milliarden Euro vorerst nur 900 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Um die Energiewende volkswirtschaftlich erfolgreich zu schaffen, Verbraucher und Unternehmen vor steigenden Energiekosten zu schützen und Beschäftigungschancen nicht zu verspielen, fordern die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF), der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Bundesregierung auf, jetzt robuste Fortschritte einzuleiten.

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