Tag: verbraucher

Energieeffizienz bei den Verbrauchern auf der IFA 2013

Dieser Beitrag wird unterstützt von AEG Großes Interesse an der sparsamsten Waschmaschine am AEG-Stand der IFA 2013, Foto: Andreas Kühl Die vielen Beiträge der letzten Wochen hier zur Energieeffizienz von Haushaltsgeräten sollten informieren über das Energielabel und vor allem aufzeigen, wie sparsam die neueste Generation der Haushaltsgeräte mittlerweile ist. Doch durch die Gestaltung des Energielabels und der schnellen technischen Entwicklung muss man sich langsam fragen, ob diese Veränderungen beim Verbraucher ankommen. Um dieser Frage nachzugehen, war ich auf der IFA am Stand der AEG und habe mit meinem Mikrofon und Smartphone einige Endkunden befragt. Ich wollte wissen, wie wichtig die Energieeffizienz bei der Kaufentscheidung für ein neues Haushaltsgerät ist und auch, ob die befragten Personen wissen, welche Energieeffizienzklasse derzeit die sparsamsten Geräte haben. Was mich ebenfalls interessiert hat, war der alltägliche Umgang mit Haushaltsgeräten. Wie kann man seine Haushaltsgeräte am sparsamsten nutzen? Muss ich dabei auf andere Leistungen der Geräte verzichten und welche Funktionen, bzw. Programme, sind bei Waschmaschine, Trockner und Geschirrspüler am besten geeignet? Um diese Fragen zu beantworten bin ich mit Frau Uta Bischoff über den AEG-Messestand gelaufen und sie konnte diese Fragen sehr ausgiebig beantworten. weiterlesen ›

Energiewende ja aber bitte nicht so

Gruenspar.de

Die Unterstützung für die Energiewende in der Bevölkerung ist immer noch sehr groß. 82 Prozent der Deutschen befürworten den Ausstieg aus der Atomenergie und einen verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien. Aber die Umsetzung wird mit großer Skepsis betrachtet, denn 48 Prozent der Befragten sehen die Umsetzung kritisch und nur 40 Prozent unterstützen sie.  Das liegt vor allem an den steigenden Energiekosten. Dies zeigt eine repräsentative Studie, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) durchgeführt hat. Verbraucher sehen Nachbesserungsbedarf an der Energiewende „Die Energiewende ist richtig und wichtig. Das sehen auch die Verbraucher. Die Akzeptanz darf aber nicht verspielt werden. Damit die Stimmung nicht kippt, sind jetzt Korrekturen in der Umsetzung nötig. Die Energiekosten dürfen nicht weiter steigen“, sagt Gerd Billen, Vorstand des vzbv. Mehr als die Hälfte der befragten Personen (52 Prozent) gab die steigenden Energiekosten als Nachteil der Energiewende an. Übertroffen wurde dies aber durch die Vorteile der Energiewende, die noch für 69 Prozent der Verbraucher überwiegen. Als Gründe wurden hier Klima- und Umweltschutz (38 Prozent), gefolgt von höherer Sicherheit durch den Atomausstieg (23 Prozent) genannt. weiterlesen ›

Ökostrom ist Vertrauenssache

Dass Ökostrom nicht immer Ökostrom ist, das wissen mittlerweile viele, und nicht jedes Ökostrom-Angebot ist vergleichbar. Zu den bekanntesten und vertrauenswürdigsten Zertifikaten für Ökostrom gehören die Zertifikate des TÜV Süd.

Windkraftanlage Huell Stade2, Quelle: Naturstrom

Windkraftanlage Huell Stade2, Quelle: Naturstrom

Mit seinen Zertifikaten und Prüfzeichen leistet TÜV SÜD einen wichtigen Beitrag für Transparenz und Glaubwürdigkeit auf dem Ökostrom-Markt. Der internationale Dienstleister hat die Kriterien für die Zertifikate EE01 und EE02 noch klarer gefasst und weiter verschärft. Die Prüfzeichen mit dem blauen Oktagon sind laut einer Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes die bekanntesten Ökostrom-Nachweise in Deutschland.

Die Begriffe “Ökostrom” oder “Grüner Strom” sind nicht verbindlich definiert. Um vor zweifelhaften Angeboten sicher zu sein, können sich Verbraucher an entsprechenden Gütesiegeln orientieren. “Wegen des fehlenden gesetzlichen Standards gibt es allerdings erhebliche Unterschiede zwischen den Zertifikaten bzw. den Kriterienkatalogen der verschiedenen Anbieter”, sagt Klaus Nürnberger, Ökostromexperte bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH in München.

Auch die Überblicke von Verbraucher- oder Label-Portalen sind nicht immer aussagekräftig, weil die Informationen häufig nicht auf dem aktuellen Stand sind. Der Rat von Klaus Nürnberger: “Umweltbewusste Verbraucher sollten sich selbst einen Überblick verschaffen, um eine bewusste Entscheidung für ein bestimmtes Ökostrom-Produkt treffen zu können.” Um die Information über die TÜV SÜD-Zertifikate zu erleichtern, hat TÜV SÜD die entsprechenden Kriterienkataloge unter www.tuev-sued.de/oekostrom  hinterlegt.

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Wie grün ist der Verbraucher wirklich?

Beim Thema nachhaltiger Konsum tritt die Umwelt häufig zugunsten von Kosten-NutzenÜberlegungen der Verbraucher in den Hintergrund. In anderen Bereichen wie der nationalen Energieversorgung oder Abfall/Recycling besitzen die Deutschen dagegen ein deutlich höheres Umweltbewusstsein. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse des GfK Global Green Index, einer neuen repräsentativen Befragung der GfK Marktforschung aus dem Oktober 2011.

Nicht zuletzt seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist das Thema Umweltbewusstsein wieder stärker in den Fokus vieler deutscher Verbraucher gerückt. Die GfK ermittelt seit August 2011 mit dem GfK Global Green Index das Umweltbewusstsein in zentralen Dimensionen. Neben generellen Einstellungen wird auch beleuchtet, ob und in welchem Ausmaß Verbraucher bereit sind, anfallende Kosten für umweltbewusstes Verhalten zu tragen. Die Einzelergebnisse wurden zum GfK Global Green Index zusammengefasst, dem neuen Maß der GfK für das Umweltbewusstsein der deutschen Bevölkerung. weiterlesen ›

Hohe Strompreise – wie sich Verbraucher wehren können

Gastbeitrag von Martin Sohn, Sohn Finanzberatung

Die hohen Strompreise in Deutschland sind derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Die Ursachen dafür sind vielschichtig – und für den Verbraucher daher kaum überschaubar. Seit dem Jahr 2000 sind die Preise für Haushaltsstrom um etwa 50% gestiegen, für Industriestrom sogar um 60%. In Haushalten mit geringeren Einkommen haben die Stromkosten bereits einen erheblichen Teil der Fixkosten eingenommen. Viele Verbraucher können schon jetzt ihre Stromrechnungen micht mehr pünktlich zahlen.

Verbraucherschützer und das Stromportal Verivox gehen für das Jahr 2011 von einem weiteren Preisanstieg um etwa 10% aus. Ein Grund für den Strompreisanstieg ist der hohe Zuwachs an Solaranlagen, der sich auch im nächsten Jahr ungebremst fortsetzen wird. Kritiker fordern deshalb schon länger eine deutliche Kürzung der Einspeisevergütungen für Photovoltaikanlagen-Betreiber.

Die vielen Photovoltaikanlagen sind aber nur zum Teil für die Strompreisentwicklung verantwortlich. Als weitere Ursachen gelten die hohe Besteuerung, steigende Rohstoffpreise an den Weltmärkten, sowie der fehlende Wettbewerb am deutschen Strommarkt. Die steigenden Rohstoffpreise werden von den Stromkonzernen gerne als Argument für die Notwendigkeit von Strompreiserhöhungen angeführt. Aber insbesondere die für die Stromerzeugung verwendete Stein- und Braunkohle kommt zu einem Großteil aus dem Inland. Auch die insgesamt hohen Steuern und Abgaben auf Strom lassen sich nur zum Teil als Argument heranziehen. Die Steigerung der Abgaben der letzten 10 jahre fällt deutlich geringer aus als die gesamten Strompreissteigerungen im gleichen Zeitraum.

Verbraucherschützer führen die Hauptgründe der Preissteigerungen auf den schlecht funktionierenden Wettbewerb am Strommarkt zurück. Dort teilen sich “die großen vier”, das sind die Konzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall, zusammen etwa 80% des Strommarktes. Demnach gehen nur 20% auf das Konto kleinerer Anbieter. Diese Vormachtstellung der vier Konzerne kommt aber auch durch die “Wechselfaulheit” der Stromkunden zustande. Obwohl Stromkunden bereits seit 1998 die Möglichkeit haben, ihren Stromanbieter selbst auszuwählen, bleiben die meisten Stromkunden Ihrem Grundversorger, wie z.B. der Eon, treu. Die Konzerne haben die Wechselfaulheit der Kunden daher längst “eingepreist”. weiterlesen ›

Neue Energiespar-Pläne sollen Haushalte um hunderte Euro entlasten

Mit einer neuen Energiespar-Initiative aus dem Bundeswirtschaftsministerium sollen Verbraucher ihre jährlichen Stromkosten um mehr als 300 Euro senken können. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt verbrauche im Jahr Strom für 800 bis 900 Euro Strom, sagte Stephan Kohler von der Deutschen Energie-Agentur am Mittwoch in Berlin. Mit Hilfe der neuen Energiesparpläne lasse sich die Stromrechnung um bis zu 340 Euro drücken. Kohler gehört der Expertengruppe PEPP an, die im Auftrag von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) 21 Vorschläge für mehr Energieeffizienz erarbeitete.

Konkret sehen die Vorschläge ein Bonusprogramm vor, das Verbraucher für den Kauf besonders energiesparender Kühlschränke oder Waschmaschinen mit einer Prämie von bis zu 150 Euro belohnen soll. Bislang seien etwa Kühlschränke in den Haushalten 14 Jahre alt, hier könnten neue Geräte deutliche Energieeinsparungen bringen, erläuterten die Experten. Ein sehr sparsamer Kühlschrank könne die Stromrechnung um 80 Euro im Jahr entlasten. Allerdings liege der Anteil der verkauften hocheffizienten Kühlschränke hierzulande noch immer unter drei Prozent – das müsse sich ändern, sagte Kohler.

Damit Verbraucher die Gerätekosten – also Anschaffung und Betrieb – besser vergleichen können, sollen zudem neben den Energieklassen künftig auch die Stromkosten der Geräte ausgewiesen werden. So könnten Kunden auf einen Blick die Vorteile energiesparender Geräte erkennen.

“Die Elektroindustrie unterstützt die Pläne der Bundesregierung, die Verbraucher zum Einsatz besonders energiesparender Kühl- und Gefriergeräte mit einem finanziellen Zuschuss gezielt anzuregen”, teilte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) mit. Der ZVEI habe die Internationale Funkausstellung genutzt, um in Gesprächen mit Beteiligten etwa aus Industrie und Politik die Umsetzung vorzubereiten. Vergleichbare Förderungen in Italien und den Niederlanden zeigten, dass der Zuschuss den Markt für hoch-energieeffiziente Kühl- und Gefriergeräte angekurbelt und nachweislich nicht zu Preiserhöhungen geführt habe. (siehe diesen Artikel)

Die PEPP-Fachleute machen sich auch für ein “Aktionsprogramm Stromsparberatung” stark, das Stromanbieter verpflichten soll, ihre Kunden kostenlos über Energiesparmöglichkeiten aufzuklären, und regen eine Informationskampagne zum Wechsel des Energieanbieter an. Sie schlagen zudem ein “Aktionsbündnis Energieeffizienz” vor, um die Bürger besser über Energiesparprogramme aufzuklären. Beteiligen sollen sich nach dem Willen der Fachleute Wirtschaft, Wissenschaft, Verbraucher- und Umweltverbände.

Nach Ministeriumsangaben summierten sich die Energieausgaben der Privathaushalte Ende 2007 auf mehr als 95 Milliarden Euro. Damit seien auf einen einzelnen Haushalt rund 2300 Euro entfallen. Glos sagte, er könne “keine Prognose” geben, wann die PEPP-Vorschläge womöglich im Kabinett behandelt würden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte Glos am Dienstag in scharfen Worten eine jahrelange Blockade der Bemühungen um mehr Energieeffizienz und Klimaschutz vorgeworfen.

Knapp die Hälfte der Energiesparpläne steht in Zusammenhang mit den Themen Kraftwerke und der Forderung nach verlängerten Laufzeiten für Atomreaktoren. Die an PEPP beteiligte Volkswirtschaftlerin Claudia Kemfert vom DIW plädierte für den Bau neuer fossiler Kraftwerke – also etwa Kohlekraftwerke – und längere Laufzeiten für die noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke von derzeit 32 auf mindestens 40 Jahre. Sie argumentierte, durch den bereits beschlossenen Atomausstieg sei in den kommenden Jahren mit zunehmend höheren Strompreisen zu rechnen.

Quelle: AFP/ Google

Es wurde oft genug aufgezeigt, dass bei konsequenter Nutzung der Stromsparpotentiale Kraftwerke überflüssig werden. Dass mit diesen Aktionsplänen das Potential genutzt werden soll, kann ich bis jetzt noch nicht erkennen.