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Neue innovative Konzepte zur Integration von erneuerbaren Energien in das Stromnetz

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Dezentrale Energiespeicher von Bosch vereinfachen die Eingliederung der erneuerbaren Energien in das bestehende Stromnetz. Grafik: Robert Bosch GmbH Während die Politik diskutiert, streitet und immer wieder mit abstrusen neuen Vorschlägen zur Reform des EEG um die Ecke kommt, bewegt sich der Markt für die Integration der erneuerbaren Energien. Wie Markt? Die diskutiert doch noch, wie kann der Markt da schon handeln? In den letzten Tage scheint große Bewegung in den Markt gekommen zu sein, vielleicht durch E-World in Essen oder durch den politischen und wirtschaftlichen Druck auf die erneuerbaren Energien. Mir sind vier fünf Beispiele untergekommen, die alle sehr spannende Konzepte haben zur Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz bieten. Ich stelle sie hier nur kurz vor. Betriebssystem für die Energiewende Auf der Energiemesse E-World in Essen hat Lichtblick eine neue Software vorgestellt zur Vernetzung und Optimierung von dezentralen Kraftwerken und Speichern. Dieser sogenannte SchwarmDirigent soll das Betriebssystem der Energiewende werden. Es soll die ganzen verstreut liegenden Photovoltaikanlagen, Windenergieanlagen, die Lichtblick-ZuhauseKraftwerke, Batteriespeicher und Elektroautos werden damit vernetzt und gesteuert um für eine sichere Versorgung, stabile Netze und einen wirtschaftlich optimalen Betrieb zu sorgen. weiterlesen ›

Gegenwind für Strompreisbremse auch aus der Energiewirtschaft

Windenergie im Havelland, Fot:o: A. Kühl Dass auf den Vorschlägen des Bundesumweltministers zu einer Strompreissicherung im EEG viel Kritik von Seiten interessierter Verbände und Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien folgt, war zu erwarten. Die beiden Beiträge zur Bedeutung des EEG in der Energiewende und zum günstigeren Weg einer Energiewende vorwärts waren eigentlich länger geplant, aber haben da perfekt dazu gepasst. Aber wer hat da schon mit Kritik von der Energiewirtschaft gerechnet,die auch noch konstruktiv reagiert und die Energiewende voran bringen möchte? Daher war ich heute überrascht von zwei nicht gerade unbedeutenden Unternehmen der Energiewirtschaft zu lesen, die beide die Vorschläge von Peter Altmaier für nicht zielführend halten. Das EEG müsse reformiert werden, aber die Vorschläge seien bisher nicht vollständig durchdacht. Den Anfang machte der Energieversorger EWE, für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Werner Brinker gehen die Vorschläge an den eigentlichen Notwendigkeiten vorbei. Für ihn müssen erneuerbare Energien zügig in den Markt integriert werden. Es sei zwar richtig und wichtig die Kosten zu stabilisieren und gerecht zu verteilen, aber die aktuellen Vorschläge sind jedoch wenig geeignet, die erneuerbaren Energien erfolgreich an den Markt zu führen. weiterlesen ›

Kommunale Versorgungsunternehmen errichten in der Nordsee den Offshore-Windpark “Borkum West II”

Langsam muss es ja mal losgehen mit der Offshore-Windenergie in Deutschland, das BMU berichtet von der Präsentation des Windparkprojektes:

Die Windenergie wird auf lange Sicht eine zentrale Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien spielen. Das betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, bei der Präsentation des ersten großen gewerblichen Nordsee-Windparkprojekts. “Der Bau dieses Offshore-Windparks trägt nicht nur zum Schutz unseres Klimas bei, sondern gibt auch der Wirtschaft innovative Impulse. Zudem machen wir uns damit ein Stück unabhängiger von Energieimporten aus politisch instabilen Regionen.”

Rund 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum soll der Windpark “Borkum West II” errichtet werden, bestehend aus 80 Anlagen der 5-Megawatt-Klasse des Herstellers Multibrid. Der Standort des Windparks liegt in einem vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie festgelegten Eignungsgebiet für die Errichtung solcher Anlagen. Die Umsetzung des Projektes erfolgt unter der Leitung der Firmengruppe Prokon Nord sowie der Trianel-Gruppe, unter deren Federführung sich rund 40 Stadtwerke am Bau dieses Windparks beteiligen. Das Investitionsvolumen liegt bei ca. 1 Mrd. Euro. Die Windenergieanlagen werden ab 2010 in Betrieb gehen und ca. 1,2 Mrd. Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern. Damit kann der jährliche Strombedarf von mehr als 300.000 Haushalten gedeckt werden. Per Unterseekabel soll der produzierte Strom über die Insel Norderney in das Hochspannungsnetz der E.ON Netz GmbH eingespeist werden.

Müller: “Mit diesem Projekt wird eindrucksvoll die Behauptung widerlegt, dass Offshore-Windenergieparks in Deutschland nur von den großen Energieversorgern gebaut werden könnten. Wir bekommen mit der Trianel-Gruppe einen von kommunalen Versorgungsunternehmen gebildeten konzernunabhängigen Stromproduzenten in der Nordsee. Ich erwarte, dass neben den großen Energiekonzernen weitere unabhängige Investoren auf die Offshore-Windenergie in Deutschland setzen werden. Das führt zu mehr Wettbewerb im deutschen Strommarkt, der sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher auszahlt.”

Die Entscheidung für den Bau dieses Nordsee-Windparks wertete Müller auch als ein Beleg dafür, dass die Bundesregierung mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die geeigneten Rahmenbedingungen geschaffen hat: “Unsere Energie- und Klimapolitik, wie wir sie im Meseberg-Paket beschlossen haben, greift.”

Um die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen, ist neben der Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung auch der verstärkte Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig. Hierbei wird die Windenergie auf lange Sicht eine zentrale Rolle spielen. Windenergieanlagen an Land und auf See sollen allein bis zum Jahr 2030 ca. 25 % des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland decken. Michael Müller: “Von den Investitionen in einer Größenordnung von mehr als 50 Mrd. Euro an Land und auf See profitieren insbesondere die strukturschwachen Küstenräume, in denen sich neue Unternehmen ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen.”

Weitere Informationen von Prokon Nord Energiesysteme GmbH und von der Trianel European Energy Trading GmbH:

Die Trianel-Gruppe erweitert gemeinsam mit Stadtwerken ihr Eigenerzeugungsportfolio um Strom aus Windenergie. Unter Federführung der Trianel European Energy Trading GmbH beteiligen sich rund 40 Stadtwerke an der Entwicklung des Offshore Windparks Borkum-West II, der von der PROKON Nord Energiesysteme GmbH, Leer, geplant wurde. Trianel und die an dem Projekt beteiligten Stadtwerke verfolgen damit das Ziel, das eigene Erzeugungsportfolio weiter zu diversifizieren und über die Erhöhung des Anteils von CO2-freiem Strom einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten.

Der Standort des Windparks befindet sich rund 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der Nordsee und wird ab dem Jahr 2010 in Betrieb gehen. Hier entstehen insgesamt 80 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 5 Megawatt. Per Unterseekabel wird der produzierte Strom über die Insel Norderney in das Hochspannungsnetz der E.ON Netz GmbH eingespeist. Die Gesamtinvestition beläuft sich für Trianel und die beteiligten Stadtwerke auf rund 1 Mrd. Euro. [...]

Über die Zusammenarbeit beim Aufbau eines Portfolios Erneuerbarer Energien hatten die Stadtwerke Bochum schon im Jahr 2000 Kontakt mit PROKON Nord aufgenommen. „Wir hatten frühzeitig die Absicht, in die Offshore-Technologie zu investieren. Allerdings waren die Technik und die Genehmigungsverfahren damals noch nicht so weit. Nachdem wir detaillierte Gespräche in 2007 mit PROKON Nord über eine Beteiligung der Stadtwerke Bochum geführt haben, waren wir vom Nutzen, den ein Investment in Windenergie für unser Stadtwerk bringt, überzeugt“, erläutert Dietmar Spohn, Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum. „Durch die Bündelung von Interessen weiterer Partner lassen sich in diesem Projekt zusätzliche Vorteile erzielen. Der richtige Ansatzpunkt hierfür ist die Stadtwerke-Kooperation Trianel, mit der wir nun gemeinsam dieses Projekt verfolgen“.

„Stadtwerke tragen mit der verstärkten Nutzung von Windenergie der energiepolitisch gewünschten langfristigen Ausrichtung an eine umweltgerechte und nachhaltige Energieversorgung Rechnung. Dies wird erreicht durch einen ausgewogenen Energieträgermix aus konventionellen und erneuerbaren Energien und den Einsatz modernster und hocheffizienter Technologien“, hebt Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel European Energy Trading GmbH, hervor. „Damit haben Stadtwerke auch gute Argumente im Wettbewerb um umweltbewusste Kunden. Wenn alles nach Plan läuft, kann Mitte bis Ende 2010 der erste Strom aus dem Projekt Borkum-West II fließen. Mit einer Fertigstellung des gesamten Parks ist im Herbst 2011 zu rechnen.“

„Für die Umsetzung unserer strategischen Ziele haben wir mit der Trianel-Gruppe den passenden Partner ausgewählt.“, so Ingo de Buhr, geschäftsführender Gesellschafter der PROKON Nord Energiesysteme GmbH. „Beide Unternehmen passen gut zusammen. Wir haben umfangreiche Erfahrungen mit der Nutzung der Windenergie und der Realisierung entsprechender Projekte. Trianel verfügt über ein hervorragendes Netzwerk mit leistungsfähigen kommunalen Partnern. Die besten Voraussetzungen, um mit CO2-freiem Strom Zeichen im Energiemarkt zu setzen. Darüber hinaus zeichnen sich beide Unernehmen durch schlanke Strukturen und schnelle Entscheidungswege aus, was in der Zusammenarbeit ein klarer Vorteil ist“.