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Geschirrspüler unterscheiden sich vor allem im Strom- und Wasserverbrauch

Siemens speedMatic 6l , Quelle: Siemens-Home Die Hauptaufgabe eines Geschirrspülers erledigen heute fast alle Geschirrspüler mit der Testnote “gut”, wie die Stiftung Warentest in ihrer neuesten Untersuchung von 30 voll- und teilintegrierten Einbaugeräten ermittelt hat. Aber beim Strom- und Wasserverbrauch unterscheiden sich die Geräte doch erheblich, so verbraucht der Testsieger in zehn Jahren Strom und Wasser für 710 Euro, andere über 1.000 Euro. Insgesamt reichten die Ergebnisse von „Gut“ bis „Befriedigend“ und sind in der August-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht. Die Sparprogramme der Geräte dauern zwar lange, erzielten im Test aber oft das beste Reinigungsergebnis, und das mit dem geringsten Strom- und Wasserverbrauch. Geduld zahlt sich hier aus. Die Kurzprogramme dagegen verbrauchen meist deutlich mehr. Im Sparprogramm benötigen die Geschirrspüler zwischen 6,5 und 14, 6 Liter Wasser pro Spülgang, im Kurzprogramm rund ein Drittel mehr. Ähnlich ist der Abstand zwischen dem besten und schlechtesten Gerät beim Stromverbrauch. weiterlesen ›

Nicht alle Ökostromtarife sorgen für mehr Ökostrom im Stromnetz

Gruenspar.de

Bei einem Test von 19 Ökostromtarifen hat die Stiftung Warentest ermittelt, dass Ökostrom sogar häufig günstiger ist als Normalstrom. Doch nur zwei von drei Angeboten haben auch einen Nutzen für die Umwelt. Der entsteht erst, wenn der Ökostromtarif konventionellen Strom vom Markt verdrängt, der Anbieter also den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringt. Wer einen Ökostromtarif wählt, der möchte seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und die Energiewende vorantreiben. Doch nur 13 der 19 Ökostromtarife sorgen dafür, dass die Anbieter z. B. in neue Wind- oder Wasserkraftanlagen investieren. “Sehr stark“ ökologisch engagiert und zusätzlich mit „guten“ Vertragsbedingungen sind die Tarife der unabhängigen Ökostromanbieter EWS Schönau (Tarif Sonnencent 0,5), Lichtblick (Lichtblick-Strom) und Naturstrom (naturstrom). Greenpeace Energy (Privatkundentarif) ist ebenfalls „stark engagiert“, die Tarifbedingungen sind „befriedigend“. Nur bei diesen vier unabhängigen Ökostromanbietern geht das Geld nicht an ein Unternehmen, das auch Atom- und Kohlestrom verkauft. Dennoch gibt es auch bei konventionellen Energieversorgern Tarife, die ein „sehr starkes“ oder „starkes“ ökologisches Engagement des Anbieters erkennen lassen, sieben engagieren sich hingegen nur „schwach“. weiterlesen ›

Wäschetrockner mit Wärmepumpe verbrauchen am wenigsten Strom

Trockner mit Wärmepumpe erobern den Markt. Zu Recht, urteilt die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test. Die Technik spart gegenüber herkömmlichen Kondenstrocknern mehr als die Hälfte an Strom und ist mittlerweile kaum noch teurer. Der billigste „gute“ Trockner mit Wärmepumpe ist bereits für 500 Euro zu haben.

Über die gesamte Lauf­zeit rechnen sich Wäschetrockner mit Wärmepumpe ohnehin, selbst wenn sie in der Anschaffung ein biss­chen teurer sind. Das Trocknen einer 7-Kilo-Trommel kostet im Wärmepumpentrockner etwa 40 Cent, bei klassischen Trock­nern rund 90 Cent.

Addiert man Anschaffungs­preis und Strom­kosten für 10 Jahre, zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Die sieben Wärmepumpentrockner im Test verursachen Kosten zwischen gut 860 Euro und knapp 1150 Euro, die neun herkömm­lichen Trockner dagegen zwischen rund 1030 und 1430 Euro. Bei weiter steigenden Strom­kosten ist die Differenz noch größer. weiterlesen ›

Neuer Härtetest von Photovoltaikmodulen bringt Transparenz für Käufer

Die Fachleute von TÜV Rheinland haben gemeinsam mit der Berliner Solarpraxis AG einen neuen Vergleichstest für Photovoltaik-Module zur Stromerzeugung aus Sonnenenergie gestartet: „PV+Test“ soll künftig Antwort auf die Frage nach dem „guten“ Solarmodul geben, das auch nach zwanzig Jahren noch die Leistung bringt, die in der Renditerechnung veranschlagt ist. Gestartet ist PV+Test jetzt mit acht Modultypen in der Prüfung. Das neue Prüfsystem ist offen für alle Hersteller und wird ständig erweitert.

„Dadurch entsteht dank der unabhängigen und umfassenden Prüfung von TÜV Rheinland Schritt für Schritt eine verlässliche, genau vergleichbare Übersicht der qualitativ hochwertigen Solarmodule am Markt“, so Dr. Michael Fuhs, Chefredakteur der Fachzeitschrift „photovoltaik“, die die Testergebnisse regelmäßig veröffentlicht. Da PV+Test auch über den deutschen Markt hinaus Wirkung entfalten wird, werden die Ergebnisse zusätzlich in der internationalen Zeitschrift pv-magazine veröffentlicht, die ebenfalls von der Solarpraxis AG herausgegeben wird.

Gekauft werden die Module anonym im normalen Handel und anschließend einer mehrmonatigen Prüfung im Testlabor von TÜV Rheinland in Köln unterzogen. Wilhelm Vaaßen, Geschäftsfeldleiter Regenerative Energien und Solarexperte von TÜV Rheinland: „Wesentliche Aspekte im Test sind die Leistungsfähigkeit, Alterungsbeständigkeit, elektrische Sicherheit, Verarbeitung, Dokumentation und Installationsanleitung sowie Montagefreundlichkeit und Gewährleistung.“ Die Alterungsbeständigkeit der Module wird beispielsweise in Klimakammern mit 85 Prozent Luftfeuchtigkeit bei 85 Grad Celsius geprüft: 1.500 Stunden werden die Module unter diesen Bedingungen getestet – internationale Normen schreiben lediglich 1.000 Stunden vor. Auch ein Temperaturwechseltest über knapp 40 Tage ist Pflicht: Dabei wird die Temperatur in 200 Zyklen zwischen 85 Grad Celsius und -40 Grad Celsius variiert, eine extreme Anforderung an Qualität und Verarbeitung der Module.

Hinzu kommen unter anderem ein mechanischer Belastungstest (bis maximal 540 Kilogramm pro Quadratmeter), der beispielsweise extreme Schneelasten simuliert, sowie Prüfungen zur elektrischen Sicherheit. Schäden an den Modulen werden unter anderem dank verschiedener Isolationstests auch unter Bewässerung sowie durch Einsatz der Elektrolumineszenz aufgedeckt – einer Methode, die im Ergebnis vergleichbar mit Röntgenbildern genau zeigt, wo kleinste Schäden in den Solarzellen aufgetreten sind oder einzelne Zellen nicht mehr die Leistung bringen, die sie sollten. weiterlesen ›

Nachtlichter müssen nicht langweilig sein

Nachtlichter waren die ersten Leuchtmittel in meinem Haus mit LED, macht ja auch Sinn wenn sie die ganze Nach an sind. Aber müssen Nachtlichter langweilig sein? Sie müssen sicher nicht langweilig sein, aber Nachtlichter müssen auch nicht durch einen ständigen Farbwechsel auffallen oder nerven.

Es gibt aber auch eine Ausnahme, nein zwei Ausnahmen, die BEETLED und die ORBIS von Osram, Nachtlichter mit Marienkäfer- und Mondraketen-Taschenlampe. Beides ist mehr als nur ein Nachtlicht. Ich durfte die BEETLED testen, und bin sehr angetan von den Funktionen und dem Design. Diese Nachtleuchten haben gleich drei Funktionen, bei der BEETLED leuchten im dunkeln das Blatt in grün und der Käfer in rot, der Marienkäfer kann als mobile Taschenlampe mit 5 Stunden Akkulaufzeit verwendet werden und im Falle eines Stromausfalles schalten sie automatisch ein.

Auf die Technik muss ich nicht groß eingehen, LED-Nachtlichter verbrauchen kaum Strom, in diesem Fall 1,5 W, und die Helligkeit der innovativen Nachtleuchten von Osram ist nicht zu stark für ein Nachtlicht.

Handel verkauft lieber Glüh- als Energiesparlampen

Kunden in Bau- und Elektromärkten werden, wenn sie einen Ersatz für Glühlampen kaufen wollen, nur selten gut beraten. Wer nicht ausdrücklich nach energiesparenden Leuchtmitteln fragt, bekommt meist stromfressende Glüh- oder Halogenlampen angeboten. Eine umfangreiche Beratung über mögliche Alternativen bekommen Verbraucher fast nie. Das ist das Ergebnis einer Recherche des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest. Gegenstand der Recherche waren Sortimente und Beratungsangebote bei Ikea, Conrad Elektronik, MediaMarkt und Saturn sowie den Baumärkten Obi, Bauhaus und Praktiker.

Klaus Brunsmeier, stellvertretender BUND-Vorsitzender: „Der Handel spielt eine Schlüsselrolle, damit energieeffiziente Leuchtmittel in die Haushalte kommen. Deshalb müssen die Kunden auf stromsparende Alternativen zu Glühlampen hingewiesen werden. Die derzeit völlig unzureichende Beratung führt außerdem leicht zu Fehlkäufen, denn nicht jede Energiesparlampe eignet sich für jeden Zweck. In der Folge kann es passieren, dass enttäuschte Verbraucherinnen und Verbraucher eine Abwehrhaltung gegenüber Energiesparlampen aufbauen. Das schadet dem Ziel, Energie zu sparen und klimaschädliche Treibhausgase zu verringern.“

Erforderlich wäre, dass die Verkäufer von sich aus Details wie Farbtemperatur, Aufhellzeit oder Unempfindlichkeit gegenüber häufigem Schalten erläuterten. Testkunden bei MediaMarkt und Ikea trafen in keinem einzigen Fall auf Verkäufer, die sie bei diesen Themen aktiv berieten. Der BUND kritisierte das schwedische Möbelhaus auch dafür, verstärkt Halogenleuchten in Glühlampenform anzubieten. Die von den Herstellern als „energy saver“ beworbenen Leuchtmittel verbrauchten mehr als dreimal soviel Strom wie eine vergleichbar helle Energiesparlampe.

Bei den angebotenen Sortimenten sei positiv, dass Ikea bereits im Oktober 2009 auch 75-, 60- und 40-Watt-Glühlampen ausgelistet habe. Alle anderen getesteten Märkte führten hingegen weiterhin Glühlampen, teilweise sogar Restbestände der 100-Watt-Lampen, die seit September 2009 nicht mehr verkauft werden dürften. In einigen Märkten der Ketten Conrad und Praktiker werde sogar mit Aufstellern dafür geworben, veraltete Glühlampen auf Vorrat zu kaufen.

Der BUND forderte die Handelsunternehmen auf, die alten Glühlampen schnell auszulisten und mittels einer intensiven Personalschulung die Standards der Beratung zu verbessern. Außerdem sollten in den Verkaufsstellen gut sichtbare Informationstafeln zu Energiesparlampen aufgestellt werden. Da diese Quecksilber enthalten, dürften sie am Ende ihrer Lebensdauer auf keinen Fall im Hausmüll entsorgt werden. Händler sollten den Kunden offensiv die Rücknahme ausgedienter Lampen anbieten, die Hersteller seien aufgefordert, umgehend schadstoff- und strahlungsfreie Leuchten zu entwickeln und anzubieten.

Verbraucherinnen und Verbraucher finden unter www.bund.net/lampencheck wichtige Tipps, worauf sie beim Lampenkauf achten sollen. Dort ist auch die vollständige Recherche verfügbar.

Die Rechercheergebnisse zur Beratungsqualität erscheinen auch in der Zeitschrift test 2/2010 sowie online unter www.test.de/energiesparlampenberatung. Das Heft ist online am 28. Januar 2010 und einen Tag später im Handel erhältlich.