Tag: stromverbrauch
Clubs und Diskotheken reduzieren Energiekosten mit dem Green Club Index
Energieeffizienz im Clubbereich, Quelle: Green Club Index Kürzlich hatte ich geschrieben, dass Energieeffizienz nicht nur eine Sache von Privathaushalten ist, auch in Industrie, Handel und Gewerbe steckt ein großes Potential zur Reduzierung des Energieverbrauchs, wie zum Beispiel in Supermärkten. Es gibt aber auch weitere Bereiche unseres Lebens mit großem Potential für mehr Energieeffizienz. Mich erreichte gestern ein Hinweis auf die Energieeffizienz in Clubs und Diskotheken, den ich hier gerne weiterempfehle. Die Idee zum klimafreundlichen Ausgehen und Feiern stammt aus dem Projekt Green Club Index der EnergieAgentur.NRW und der Green Music Initiative. Ein Club oder eine Diskothek durchschnittlicher Größe hat einen jährlichen Stromverbrauch von etwa 120.000 kWh. Das entspricht dem Jahresverbrauch von über30 Drei-Personen-Haushalten oder einem CO2-Ausstoß von knapp 67 Tonnen pro Club. Die bundesweit mehr als 5.500 Clubs und Diskotheken sind insofern nicht nur für guten Groove verantwortlich, sondern auch für deutliche Mengen an Treibhausgas-Emissionen. “Der Green Club Index liefert Clubbetreibern Know-how, wie sie ihren Energieverbrauch senken können und wo sie kompetente Ansprechpartner in ihrer Nähe finden”, so Verena Müller von der EnergieAgentur.NRW. weiterlesen ›
Supermärkte können Energieverbrauch um 25 Prozent reduzieren
Tageslichtkuppeln im Dach reduzieren den Strombedarf für Beleuchtung.
© Ralph Kensmann, StartDesign GmbH Besonders freue ich mich, wenn ich über gute Beispiele aus dem Bereich der Energieeffizienz berichten kann. Diese Beispiele zeigen uns wie hoch das Einsparpotential ist. Dabei müssen wir uns nicht auf Privathaushalte beschränken, auch in der Industrie, im Gewerbe und im Handel gibt es noch großes Potential zur Verringerung des Energieverbrauchs – und damit der Energiekosten. Mir scheint es, dass man dies allzu oft vergisst bei der Diskussion über die Energiekosten. Unternehmen, die aber aktiv ihre Energiekosten reduzieren durch mehr Energieeffizienz im Betrieb, erhöhen damit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Kalte Luft strömt aus den langen Regalreihen mit Wurst, Milchprodukten und Fisch. Zahlreiche Lampen erhellen den Raum, in den kaum Tageslicht fällt. Supermärkte verbrauchen bis zu zehnmal mehr Energie als ein normaler Haushalt. Forscher am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben nun Alternativen geschaffen. »Zusammen mit Bauherr, Planungsteam und Herstellern haben wir ein ganzheitliches Konzept erstellt – so möchten wir den Energieverbrauch gegenüber dem eines Standard-Supermarkts um 25 Prozent reduzieren«, sagt Nicolas Réhault, Gruppenleiter am ISE. weiterlesen ›
Tagesaktuelle Werte für Stromproduktion erneuerbarer Energien im Vergleich zum Stromverbrauch

Daten zur Stromerzeugung, Quelle: Agora Energiewende
Einige der Leserinnen und Leser werden vielleicht die Daten der Stromerzeung von der EEX-Transparenzplattform der Leipziger Strombörse kennen. Dort sind tagesaktuell und stundenweise die Daten für die geplante Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie, sowie in konventionellen Kraftwerken im Vergleich zur tatsächlichen Produktion zu sehen. Man kann sich auch ansehen wieviel Strom welcher Netzbetreiber einspeist und die Daten runterladen.
Vollständig ist die Übersicht damit nicht, denn es fehlen noch die Wasserkraft und Strom aus Biomasse oder Biogas. Und wieviel Strom wird in der gleichen Zeit verbraucht in Haushalten, Industrie und Gewerbe? Und wie viel Energie exportiert Deutschland in seine Nachbarländer oder wieviel Strom muss importiert werden? Diese Fragen beantwortet Agora Energiewende seit gestern tagesaktuell im überarbeiteten Internetauftritt.
Variable Stromtarife und Smart-Meter müssen attraktiver werden
Der Einbau von Smart-Meter ist in Deutschland nicht vorgeschrieben, nur bei Neubauten und Totalsanierungen müssen laut § 21b Abs. 3 EnWG seit Januar 2010 intelligente Zähler für den Strom- und Gasverbrauch kostenneutral eingebaut werden . Hierfür ist der Netzbetreiber zuständig, der nun zudem allen Kunden gesetzeskonforme Mindestlösungen anbieten muss (§ 21b Abs. 3b EnWG). Die gesetzliche Mindestlösung beinhaltet nur die Grundfunktionen, um den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln zu können. Eine Fernauslesung ist hier nicht notwendig. (Auszug aus Wikipedia zu Intelligente Stromzähler)
Wie kann man aber intelligente Stromzähler attraktiver und vor allem wirkungsvoller machen? Vor einem halben Jahr habe ich von einer Studie berichtet, dass innerhalb eines Jahres gerade einmal knappe 3 Prozent des Stromverbrauchs eingespart werden konnte. Damit wird man sicher keine kostenneutrale und auch keine attraktive Lösung für den Kunden erreichen können. Auf andere Sorgen der Verbraucher möchte ich hier gar nicht erst eingehen.
Ein Problem, das intelligente Stromzähler genauso haben wie die herkömmlichen Zähler, ist dass sie versteckt im Keller eingebaut sind oder auch hinter einer Tür und für den Nutzer kaum sichtbar sind oder kaum bis gar nicht beachtet werden. Vielleicht braucht es also eine neue Art der Visualisierung. Wenn der aktuelle Verbrauch sichtbar ist und man diesen wahrnimmt, bzw. beachtet, ohne dass er stört, wäre vielleicht einiges erreicht.
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MVV belohnt ihre Kunden für geringeren Stromverbrauch
Warum Stromversorger immer nur in neue Kraftwerksleistung und nicht in Einsparungen investieren, war mir schon länger ein Rätsel. Geht man als großes Unternehmen immer nur weiter gerade aus, auch wenn man dabei durch Wand gehen muss? Wirtschaftlich betrachtet können Investitionen in Energieeffizienz durchaus günstiger sein, als Investitionen in neue Kraftwerke. Oder gibt es doch den Rebound-Effekt, wie der Klimaretter.info heute berichtet und es kann maximal der Anstieg des Energieverbrauchs gebremst werden?
Schön, wenn es andere Beispiele gibt, und ein Energieversorger mal die ausgetretenen Pfade verlässt. Man kann nicht sagen, welche Rolle das Marketing dabei spielt, aber nicht nur auf der Erzeugerseite ist die Energieeffizienz von Bedeutung, auch beim Verbraucher kann der Stromversorger ansetzen und ihn zum Sparen von Strom motivieren.
Einen solchen Ansatz verfolgt jetzt die Mannheimer MVV Energie und bietet sparsamen Verbrauchern Prämien für geringeren Stromverbrauch und den Kauf neuer Haushaltsgeräte:
Neben der Investition in regenerative Energien und hocheffiziente Heizkraftwerke mit Fernwärme bietet die MVV Energie ihren Kunden Dienstleistungen, Beratung, Lösungen und Produkte zur Verringerung ihres Energieverbrauchs – sowohl für Industrie und Gewerbe als auch für die privaten Haushalte. “Stromsparen ist die beste Energiequelle”, betonte daher auch der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Georg Müller, am Freitag bei der Vorstellung der neuen Energiesparkampagne der MVV Energie. “Wir wollen direkte Anreize geben, damit Mannheim Strom spart.” weiterlesen ›
