Tag: stromspeicher

Wo stehen die Energiespeicher-Technologien?

Aufbau der Audi e-gas-Anlage. Quelle: Audi Im Bereich der Energiespeicher gibt es viele verschiedene Ansätze und Technologien. Da viele davon noch in der Forschung sind, ist es noch ein offener Wettbewerb, welche Technologien sich durchsetzen werden. Man kann heute nur sagen, dass wir eine Mischung verschiedener Technologien haben werden. Dass sich nur eine Technologie durchsetzen wird, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Es wird ja auch verschiedene Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle geben, zudem gibt es Kurzzeit- und Langzeitspeicher. Eine gute Analyse über den aktuellen Stand der Energiespeicher gibt es im Energiespeicher-Blog von Eduard Heindl, dem Entwickler des Lageenergiespeichers. Er hat in seinem neuesten Beitrag von der Energiespeicher-Konferenz des VDI berichtet, und bietet dabei einen guten Überblick über aktuell diskutierte Technologien und Geschäftsmodelle. Er sieht auch einen offenen Wettbewerb der Technologien, freut sich aber, dass die Idee der Schwerkraftnutzung einen immer größeren Raum einnimmt. Wenn Vertreter einer Technologie von ihrem Produkt als Schlüsseltechnologie, sollte man daher eigentlich kritisch sein. Batteriespeicher haben aber meines Erachtens den Vorteil, dass sie heute schon am Markt platziert werden können. Kleine Speicher für Haushalte und große Batterieparks sind heute schon verfügbar oder werden noch installiert, wie der WEMAG Batteriepark mit 5 MW Anschlussleistung in 2014. Allerdings gibt es hier die Einschränkung, dass eine preisliche Lernkurve notwendig ist, denn ohne staatliche Förderung geht es bei den Batteriespeichern noch nicht. weiterlesen ›

Erhöhung des Eigenverbrauchs aus Photovoltaik-Anlagen mit Wärmepumpe und Batteriespeicher

Optimale Ausnutzung einer Dachfläche, Foto: Andreas Kühl Der Eigenverbrauch des Stroms aus der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird immer wichtiger bei steigenden Strompreisen. Die Einspeisevergütung spielt gleichzeitig eine immer geringere Rolle, je weiter sie gesenkt wird. Technische Hilfsmittel können den Eigenverbrauch des Solarstroms deutlich, dazu gehören gesteuerte Verbraucher und Stromspeicher. Welche Eigenverbrauchspotenziale Hausbesitzern mit Wärmepumpen und Batterien offen stehen, haben die Forscher des Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ermittelt. Bei kleineren Solaranlagen steigt mit einer Wärmepumpe für die Brauchwassererwärmung der selbst genutzte Solarstrom von 30 auf 45 Prozent. Kommt eine Batterie für den nicht nutzbaren Strom hinzu, erhöhen sich die Zahlen auf 70 Prozent. Größere Solaranlagen erlauben bei der Nutzung eines Speichers einen noch höheren Eigenverbrauch in absoluten Werten. Zu den weiteren großen Vorteilen des Eigenverbrauchs gehörtet die Entlastung der Stromnetze durch geringere Einspeisung und die Verringerung der EEG-Förderkosten. weiterlesen ›

Solarstrom-Batteriespeicher für höheren Eigenverbrauch werden vom Markt gut angenommen

Schema Eigenverbrauch PV-Anlage mit Batteriespeicher, Grafik: IBC Solar AG Im letzten Jahr war das Interview mit dem Produktmanager der IBC Solar AG, Marco Siller, über die Erhöhung des Eigenverbrauchs aus Photovoltaik-Anlagen, der beliebteste, bzw. meistgelesene, Beitrag. Das ganze Thema Batteriespeicher schien letztes Jahr der große Hoffnungsträger für die Photovoltaik in Deutschland zu sein, alle Beiträge zu diesem Thema kamen gut an bei den Leserinnen und Lesern. Ist das heute noch so? Die Speicher-Beiträge vom vergangenen Jahr werden jedenfalls nicht mehr so gut gelesen. Mit der neuen Förderung müsste das Interesse doch größer sein. Also wird es nach mehr als 1,5 Jahren doch mal Zeit für ein Update und so habe ich Marco Siller, Abteilungsleiter Produktmanagement, bei der IBC SOLAR AG, wieder befragt zur aktuellen Situation und auch ein paar Fragen von Leserinnen und Lesern aufgenommen. Wie ist Ihre Erfahrung der letzten 2 Jahre als einer der ersten Anbieter von Batteriespeichern auf dem Markt? Das Produkt Speichersystem wird vom Markt sehr gut angenommen. Jedoch ist auch klar geworden, dass es zu einem großen Umdenken bei allen Beteiligten kommen muss: Weg vom Renditegedanken, hin zum Einsparungsgedanken. Außerdem ist die Installation eines Speichers anspruchsvoller als die einer reinen PV-Anlage, deswegen ist es wichtig, die Installateure über Schulungen auf das neue System gut vorzubereiten. Leider ist es jedoch auch zutreffend, dass  die lange Zeit zwischen politischen Ankündigungen und dem tatsächlichen Start eines Förderprogramms den Markt ein halbes Jahr lang nahezu still gelegt hat. weiterlesen ›

Thermische Speicherung von günstigem Strom für Flensburger Fernwärmenetz

Start des Elektrodenheizkessls in Flensburg

Inbetriebnahme des Elektrodenheizkessels, Foto: Stadtwerke Flensburg

Über Energiespeicher habe ich hier schon so viele Beiträge veröffentlicht. Dazu gehören hauptsächlich Batteriespeicher, zum Beispiel kleine Batterien für private Haushalte oder große Batterieparks in großen Hallen zur Sicherung der Netzstabilität. Von anderen Technologien ist allenfalls die Power-to-Gas Technik ein Thema. Alle anderen Speicherformen werden vielleicht in einem Beitrag erwähnt, dann ist aber wieder Ruhe.

Wasser als Energiespeicher

Was ist mit Wasser als Energiespeicher? Wir kennen Pumpspeicherkraftwerke, die sich heute kaum noch lohnen, oder den Felsen hebenden Lageenergiespeicher, der fasziniert, aber den man sich nicht wirklich vorstellen kann. Es gibt ja auch noch eine weitere Möglichkeit, den überschüssigen  Strom kann man auch thermisch speichern. In Dänemark wird diese Speicherform schon länger genutzt.

Passend zur räumliche Nähe zu Dänemark gibt es in Flensburg seit Januar diesen Jahres einen thermischen Speicher zur Aufnahme überschüssigen Stroms aus dem Netz. Der Wasserspeicher umfasst 29 Millionen Liter Wasser, das in einem Elektrodenheizkessel der Stadtwerke Flensburg auf fast 100 Grad Celsius erhitzt wird. Von dort wird das heiße Wasser in die Fernwärmeversorgung von Flensburg geführt. Das lohnt sich auch, denn die 91.000 Flensburger Bürgerinnen und Bürger sind zu 98 Prozent an das Fernwärmenetz angeschlossen.

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Start der Förderung für Solarstrom-Batteriespeicher in Privathaushalten

Förderprogramm Batteriespeicher, eza!

Mit Batteriespeichern kann der auf dem eigenen Dach produzierte Solarstrom besser genutzt werden. Jetzt gibt es ein Förderprogramm dafür. Foto: eza!

Seit gestern gibt es das neue Förderprogramm für die Nutzung von Batteriespeichern. Bei der Anschaffung solcher Systeme, mit deren Hilfe Photovoltaikanlagen besser ins Stromnetz integriert werden können, bekommt man jetzt einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent oder ein zinsgünstiges KfW-Darlehen. Der Thematik Solarstromspeicher haben sich auch das Energie- & Umweltzentrum Allgäu eza! und das Allgäuer Überlandwerk GmbH (AÜW) mit dem EU-geförderten Projekt „AlpStore“ angenommen. Derzeit wählen das eza! und AÜW im Rahmen dieser grenzübergreifenden Initiative geeignete Haushalte für einen Praxistest mit Batteriespeichern aus.

Im Allgäu gibt es immer mehr Hausbesitzer, die mit Photovoltaikanlagen ihren eigenen Strom produzieren. Es lohnt sich finanziell, ist aber  ökologisch sinnvoll und gibt ein gutes Gefühl. „Das Problem ist“, erklärt Felix Geyer von eza!, „dass Solarstrom nicht immer dann zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird, was den Eigenverbrauch auf rund 30 Prozent beschränkt.“ Durch den Einsatz von Batterien lässt sich die Nutzung des selbst produzierten Solarstroms jedoch deutlich steigern. Teile des untertags erzeugten Ökostroms können dadurch abends oder in der Nacht verbraucht werden. weiterlesen ›

Erster kommerzieller Batteriepark zur Sicherung der Netzstabilität wird Mitte 2014 in Betrieb gehen

Technologie des Speicherparks

Younicos-Gründer Clemens Triebel (l.) zeigt Wemag-Vorstand Thomas Pätzold (r.) die Technologie, Foto: WEMAG AG

In der vergangenen Woche hatte ich schon über die Bedeutung großer Batterieparks als Schlüssel zur Netzintegration von Wind- und Solarstrom geschrieben. Aufhänger dieses Beitrags war die verkündete Zusammenarbeit des jungen Berliner Unternehmens Younicos mit Samsung für den Bau von Batterieparks. Antworten auf meine Fragen habe ich im Kommentar über den Beitrag von WiWo Green zu diesem Thema erhalten.

Jetzt beginnt die Partnerschaft gleich mit einem ersten großen Projekt. Den ersten europäischen Batteriepark, der kommerziell betrieben wird, will der Schweriner Ökostromversorger WEMAG zum Ausgleich kurzfristiger Netzschwankungen errichten. Die Younicos AG, die sich auf derartige Speichertechnologien spezialisiert hat, wird diesen großen Speicherpark bauen.

Der Großspeicher, der größer als eine Sporthalle sein wird, mit einer Kapazität von 5 Megawattstunden (MWh) soll ab Jahresmitte 2014 helfen, die Netzfrequenz auf der Übertragungsnetzebene zu stabilisieren und Wind- und Sonnenstrom sicher in das bestehende Netz zu integrieren. Der Lieferant für die Batteriemodule, das koreanische Unternehmen Samsung SDI, garantiert die Leistung der verwendeten Lithium-Ionen-Zellen 20 Jahre lang.

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