Tag: strompreis

Jedes Jahr das gleiche Spiel mit der EEG-Umlage, wirklich?

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Es ist schon ein Ritual geworden in den Medien, wenn jedes Jahr Mitte Oktober die EEG-Umlage für das kommende Jahr bekannt gegeben wird. Dann stürzen sich viele Medien auf dieses publikumswirksame Thema und bereiten die Verbraucher auf steigende Strompreise vor. Das hat sich schon eingespielt und ist wahrscheinlich zu einem Automatismus geworden. So ist für den Verbraucher klar geworden eine steigende EEG-Umlage bedeute auch steigende Strompreise. Doch wie es bei Gewohnheiten nun mal sehr häufig ist, man beginnt darüber nicht mehr nachzudenken und übernimmt dieses Verhalten Jahr für Jahr. Was im letzten Jahr richtig war, wird doch dieses Jahr nicht falsch sein, werden sich viele Redakteure deutscher Qualitätsmedien sagen. Die Stromversorger freuen sich darüber, dass damit der Boden bereitet wird für höhere Strompreise. Die Strompreise wurden aber von einigen Anbietern stärker als der Anstieg der EEG-Umlage erhöht, was in der allgemeinen Debatte kaum noch bemerkt wurde. Man sollte ruhig mal bei alten Gewohnheiten diese hinter sich lassen und genauer hinsehen. Immerhin haben in diesem Jahr schon viele Medien auf den Zusammenhang von sinkenden Preisen an der Strombörse und Anstieg der EEG-Umlage hingewiesen. Aber, dass gesunkene Börsenstrompreise auch bei langfristigen Lieferverträgen irgendwann zu gesunkenen Einkaufspreisen führen, hat dann doch noch kaum einer bemerkt. Immerhin war dies ein Thema in dem vermutlich besten Beitrag von Spiegel Online zur Energiewende. In dem Artikel wird jedoch betont, dass die Versorger ihre gesunkenen Einkaufspreise nicht weiter geben an die Verbraucher. weiterlesen ›

Strompreise müssen nicht steigen

Seit der Verkündung der neuen EEG-Umlage für 2013  überbieten sich die Stromversorger gegenseitig in den Preissteigerungen fürs nächste Jahr. Laut Preisvergleichsportal Verivox werden haben 468 Stromversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 12 Prozent angekündigt. Ein Musterhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 kWh muss künftig rund 120 Euro mehr pro Jahr bezahlen. Von unterdurchschnittlichen Preiserhöhungen habe ich bisher nur bei Greenpeace Energy gelesen, die aufgrund gesunkener Kosten bei der Strombeschaffung die Erhöhungen bei EEG-Umlage und Netzentgelten nicht in vollem Umfang an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben werden. Heute hat Care-Energy angekündigt ihre Preise für 2013 stabil zu halten, so kann es wohl auch gehen. Man wolle sich nicht daran beteiligen, wenn die Kosten einer fehlgeleiteten Energiepolitik auf die Verbraucher abgewälzt werden sollen. Bereits heute seien erneuerbare Energien gemessen am Börsenpreis von den Produktionskosten her konkurrenzfähig, so CEO der mk-Group, Martin Richard Kristek. weiterlesen ›

Wechsel zu Ökostrom kann die Stromkosten reduzieren

Verivox Ökostrompreisindex, Stand Juli 2012

Verivox Ökostrompreisindex, Stand Juli 2012

Über den Strompreis wird sehr viel diskutiert zur Zeit, so auch hier im Blog. Die Stromkosten werden bei vielen Diskussionen über die Energiewende als eine Belastung gesehen. Dabei ist heute mehr denn je der einfachste Weg zur Reduktion der Stromkosten der Wechsel des Stromanbieters. Dennoch hat bisher nur ein kleiner Teil der deutschen Stromverbraucher, ca. 10%, ihren Stromlieferanten gewechselt.

Der Wechsel zu Ökostrom wird von vielen Verbrauchern mit höheren Kosten verbunden. Das muss aber nicht sein, denn das Verpraucherportal Verivox hat herausgefunden, dass gute Ökostromtarife günstiger sind als die herkömmlichen Stromtarife. Was ein gutes Ökostromangebot ist, wird weiter unten näher definiert, aber ein gutes Ökostromgütesiegel ist ein wichtiges Verkaufsargument. Verbraucher können also Kosten sparen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun.

Der zunehmenden Bedeutung der Ökostromtarife auf dem Strommarkt trägt Verivox nun mit der Berechnung eines bundesweiten Ökostrompreisindexes Rechnung.

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Diskussion um Strompreise nimmt immer mehr Fahrt auf

Strompreise steigen, Quelle: Dieter Schütz  / pixelio.de

Strompreise steigen, Quelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Es geht eine neue Angst um in Deutschland, mit reißerischen Überschrift wird vor riesigen Preiserhöhungen beim Strom gewarnt, ausgelöst allein durch die Energiewende. Auf die großen Überschriften wollte ich gar nicht eingehen, aber jetzt gab es auch einige recht gute Artikel, auf die ich gerne hinweisen möchte. Aber es verwundert mich doch sehr, dass kaum ein Artikel, der sich mit dem Strompreis befasst, zurück blickt auf die Preisentwicklung vor der Energiewende oder überlegt, wie sich der Strompreis entwickeln würde ohne erneuerbare Energien.

Es ist zu einfach nur den erneuerbaren Energien die höheren  Strompreise in die Schuhe zu schieben. Schon vor der Energiewende ist der Strompreis innerhalb von acht Jahren um 45 Prozent angestiegen, durch höhere Preise für Kohle und Öl. Wer weiss heute schon, wie sich die Preise für Kohle und Öl in den nächsten Jahren entwickeln werden? Strom aus Kohle wird kaum so günstig bleiben wie heute, woran übrigens ausgerechnet der Emissionshandel die Schuld trägt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg Ende Mai berichtet hat.

Für wen wird der Strom teurer? Alle Strombezeiher in einen Topf werfen funktioniert nicht, denn für die Großverbraucher wird Strom kaum teurer werden, bzw. ist in den letzten 12 Monaten sogar gesunken. Lediglich für private Abnehmer und kleine Betriebe werden die Stromkosten steigen. Dies hat das Verbraucherportal Verivox in einer Untersuchung der letzten 12 Monate ermittelt. Große Stromverbraucher profitieren zudem von sinkenden Preisen an der Strombörse, kleine Verbraucher hingegen nicht.

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Debatte um Energiekosten muss transparenter und ehrlicher geführt werden

Stromkosten, Quelle: birgitH  / pixelio.de

Stromkosten, Quelle: birgitH / pixelio.de

Zur Debatte um die Kosten der Energiewende wollte ich mich eigentlich hier nicht beteiligen, aber da das Thema immer präsenter wird,   und auch andere Energie-Blogs sich dazu äußern, möchte ich dazu noch meinen Standpunkt erläutern. Wer die Energiekosten insgesamt begrenzen möchte, kommt meines Erachtens nicht an dem Thema Energieeffizienz vor, wie ich schon ausführlich dargestellt habe. Leider ist dieses Thema den Personen, die von den Kosten reden, scheinbar nicht wichtig. Sonst würden sie mehr nach Lösungen für eine effizientere Energienutzung suchen und die EU-Energieeffizienzrichtlinie nicht länger blockieren. Was flexible oder freiwillige Lösungen bringen, haben wir schon oft festgestellt: leider so gut wie gar nichts.

Dass die Energiekosten pro kWh künftig steigen werden, egal ob für Strom, Wärme oder Kälte, kann man nicht leugnen. Aber wenn die Steigerung der Strompreise die Erhöhung von EEG-Umlage und Netzumlage bei weitem übersteigen, dann stimmt die Argumentation nicht mehr, dass die Erneuerbaren Energien die Strompreise in die Höhe treiben würden. Die Argumentation ist leider unvollständig und nicht nachvollziehbar, daher schiebt man einfacherweise den Erneuerbaren Energien die Schuld in die Schuhe. Bei einer offenen und transparenten Begründung, worauf die Mehrkosten für den Strom beruhen, würde die Argumentation vielleicht anders aussehen und die Akzeptanz erneuerbarer Energien wäre vielleicht höher.

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Durch Photovoltaik gib es keinen teuren Spitzenlaststrom mehr

 Raiffeisen in Tauberbischofsheim , Quelle: SMA Solar Technology AG

Raiffeisen in Tauberbischofsheim , Quelle: SMA Solar Technology AG

Die vermehrte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen beschert der Strombörse Epexspot einen weiteren denkwürdigen Tag. Am heutigen Freitag drücken die niedrigen Strompreise zur Mittagszeit den Strompreis für die Spitzenlastzeit (Peakload, 8 bis 20 Uhr) auf den niedrigen Wert für die Grundlast (Baseload, 0-24 Uhr). Mit 4,715 Cent pro Kilowattstunde liegt der Preis in der Spitzenlastzeit nur noch 0,5 Prozent über dem der Grundlastzeit (4,690 Cent pro Kilowattstunde).

Während der niedrigste Preis des Tages nachts in der Stunde ab 3 Uhr mit 3,501 Cent ermittelt wurde, steigt der Strompreis bis zur Stunde ab 8 Uhr auf 6,259 Cent an. Bis zur Stunde ab 13 Uhr fällt der Preis dann wieder auf 3,597 Cent in etwa auf nach Nachtniveau zurück um zum Abend hin in der Stunde ab 18 Uhr wieder auf 5,690 Cent anzusteigen.

Der Abstand zwischen dem Peakloadpreis und dem Baseloadpreis verringert sich seit ein paar Jahren aufgrund der preissenkenden Effekte der Photovoltaik zunehmend. Betreiber konventioneller Grundlastkraftwerke, die bisher mit teurem Spitzenlaststrom hohe Gewinne eingefahren haben, geraten durch den Preisverfall zunehmend unter Druck.

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