Schlagwort: stromnetz

Was sagen uns wetterbedingte Stromüberschüsse? Die vorhandenen Ausgleiche müssen zügig durchgesetzt, gebaut und belohnt werden.

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In den vergangenen Tagen wurde von überschüssigem Strom berichtet, der über die Bundesgrenzen geleitet werden musste. Das IWR hat errechnet, dass am frühen Nachmittag des 16. Juni erstmals über 60 Prozent der gesamten Stromerzeugung von Wind- und Sonnenenergie bestritten wurden. In der Mittagshitze kamen gut zwei Drittel von Solaranlagen. Ebenso können bei starken Winden Überschüsse entstehen, die ausgeglichen werden müssen, um das Netz stabil zu halten. Da diese Schwankungen auch die Nachbarstaaten tangieren, ist es für den europäischen Verbund wichtig, bereits vor Ort möglichst viel auszugleichen – dezentral. An der Pariser Börse hat man in diesem heißen Moment für den Stromverbrauch Geld erhalten – wenn wir nur in diesen Momenten ausreichend speichern könnten! Der Ausgleich dieser Schwankungen ist eine der größten Herausforderungen in der Energiewende. In meinen Recherchen für diesen Gastartikel zeigte sich, dass Andreas Kühl hier bereits ein halbes Kompendium zum Thema geschrieben hat. Ergänzend dazu beschreibe ich heute eine passende Studie vom Bundesverband Erneuerbare Energien, in welcher ausreichende technische Ausgleichsmöglichkeiten festgestellt worden sind – es muss nur gemacht werden. … den ganzen Artikel lesen »

Diskussionsbeitrag zur Kritik am Netzausbauplan der Bundesregierung

Stromleitungen
Frühling-Sonnenuntergang Nahe Snowden Wales, Quelle: Pixabay

Der Ausbau der deutschen Stromnetze war am 15.04.2013 Gegenstand einer öffentlichen Anhörung des Bundestags-Ausschusses für Wirtschaft und Technologie mit elf Sachverständigen. Die Übertragungsnetzbetreiber begrüßten dabei den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Zweiten Gesetzes über Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus Elektrizitätsnetze (17/12638).

Grundsätzliche Kritik übte dagegen der Wirtschaftswissenschaftler Lorenz Jarass in der Anhörung: Der Gesetzentwurf und die Netzausbauplanung seien überdimensioniert, die Planung berücksichtige zudem nicht die Kosten des Leitungsausbaus – der müsse von den Verbrauchern bezahlt werden, behindere dadurch die weitere Reduzierung von CO2 und bedrohe die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende insgesamt.

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Wer kennt seinen Strommix aus der Steckdose?

Strommix bei mix.stromhaltig.deWir können ein Vertrag mit einem Anbieter von Ökostrom abschliessen, dann wissen wir – je nach Angebot – dass die Menge Strom, die wir verbrauchen, zur gleichen Zeit mit regenerativen Energien erzeugt wird. Aber der Strom, der an unserer Steckdose ankommt, wird aus dem einem großen Stromsee geliefert und hängt ab von Erzeugungskapazitäten in der Nähe, die gerade Strom erzeugen.

Der Strom aus unserer Steckdose ist also recht anonym, wir wissen nicht wo er wirklich herkommt. Was wir bisher sagen konnten, war nur die stündliche Zusammensetzung des gesamten Strommixes in Deutschland entsprechend der Daten von der Leipziger Strombörse oder seit kurzem auch bei der Website der Agora Energiewende. Aber was aus der Steckdose kommt, ist nicht grün und auch nicht gelb, eher grau. Der individuelle Strommix aus der Steckdose hängt ab von der Entfernung zu Kraftwerken, Windräder und PV-Anlagen. Hinzu kommt die schwankende Verfügbarkeit der einzelnen Stromerzeuger.

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Intelligente Stromversorgung kann auch einfach erklärt werden

Die Umstrukturierung der Energieversorgung mit dezentralen Stromerzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien verändert die gesamte Struktur der Stromversorgung. Von zentralen, verbrauchsnahen Erzeugern muss die Stromwirtschaft umgestellt auf dezentrale,, teilweise verbrauchsferne und variable Erzeugungseinheiten.

Diese Veränderung ist eine sehr große und umfassende Herausforderung, wahrscheinlich die größte Herausforderung der Energiewende. Dies konnten wir in der vergangen Woche beim ABB Bloggertreffen in einem Vortrag und in der anschließenden Diskussion gut erkennen. In dieser Diskussion ging es auch um die Frage, wie man Smart-Grids, also intelligente Stromnetze den Verbrauchern nahe bringen und erklären kann. Daraus resultierte auch die Frage, die zu der Überschrift des Beitrags führte.

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Weitere Stimmen zu den Plänen zum Ausbau der Stromnetze

Abendstille, Quelle: Jetti Kuhlemann / pixelio.de
Abendstille, Quelle: Jetti Kuhlemann / pixelio.de

Wenn man nach der aktuellen öffentlichen Diskussion um die Energiewende geht, ist der Ausbau der Übertragungsnetze momentan die vordringlichste Aufgabe der Energiewende. Die Übertragungsnetze sind jedoch nur ein Teil der Stromversorgung, auch die Verteilnetze gehören dazu, doch von diesen ist kaum die Rede. Der Ausbau der Übertragungsnetze ist vor allem wichtig, um den Strom der Windenergie aus dem Norden in den energiehungrigen Süden Deutschlands zu transportieren, was den Verband Eurosolar zur Kritik veranlasst, dass die zentralen Strukturen gefestigt werden.

Für Stephan Kohler von der deutschen Energie-Agentur dena ist der Netzentwicklungsplan hingegen auf dem richtigen Weg:  „Der Netzentwicklungsplan ist eine gute Grundlage für den Netzausbau. Er bestätigt die Ergebnisse der dena-Netzstudie und geht sogar noch darüber hinaus, weil der Ausbau der erneuerbaren Energien Jahr für Jahr die Erwartungen übertrifft. Jetzt kommt es darauf an, den Netzausbau zügig voranzutreiben und vor allem den Ausbau der erneuerbaren Energien daran anzupassen.“

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Netzentwicklungsplan soll zentralistische Strukturen konservieren

Strommast Überlandleitung, Quelle: Joachim Hahne / pixelio.de
Strommast Überlandleitung, Quelle: Joachim Hahne / pixelio.de

Guter Kommentar von  Eurosolar zum Netzentwicklungsplan, der in keiner Weise die neue dezentrale Ausrichtung der erneuerbaren Energien berücksichtigt. Kann man den Netzausbau überhaupt für sich betrachten, ohne andere Lösungen einzubeziehen? Eine breite Diskussion und eine große Bürgerbeteiligung ist aber in jedem Fall wichtig für eine hohe Akzeptanz neuer Stromleitungen.

Die deutsche Bundesregierung, die Bundesnetzagentur und die Übertragungsnetzbetreiber suggerieren den deutschen Bürgern, dass der Bau von 4.000 km neuen Stromtrassen eine unausweichliche Notwendigkeit sei, ohne die die Energiewende nicht zu realisieren ist. Doch dem ist nicht so.

Was als unvermeidbar dargestellt wird, ist in Wirklichkeit eine ganz bewusste Entscheidung, genau diejenigen Versorgungs- und Machtstrukturen zu bewahren und sogar auszubauen, die durch den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren zurückgedrängt worden sind. Aber schon der Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan im vergangenen Jahr war ganz auf zentralistische Strukturen ausgerichtet. Es ist sehr bedauerlich, dass schon damals berechtigte Kritik nicht aufgenommen wurde und reale Entwicklungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien einfach übersehen wurden.

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