Schlagwort: strommarkt

Blick über den Atlantik: Wie sind die Energiemärkte in den USA aufgebaut?

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Gastbeitag von Andreas Jahn und Raffaele Piria, The Regulatory Assistance Project

Energiemärkte USA
Gastbeitrag über die Energiemärkte in den USA, Foto: pexels.com/ Pok Rie

Deutschland – wie auch Europa – hat sich ambitionierte Energiewendeziele gesetzt, die auf Basis eines wettbewerblichen Energiemarkts erreicht werden sollen. Bezüglich der Frage des Marktdesigns befindet sich Europa mit dem sogenannten Winterpaket sowie Deutschland mit dem „Energy-Only-Markt“ (EOM) 2.0 (plus verschiedene Reserven) weiterhin in einem Diskussions- und Anpassungsprozess. Daher ist es zweckmäßig sich anzuschauen, wie andere Energiemärkte strukturiert sind und diese funktionieren. Die USA können dabei auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken. Da sie im Vergleich zu Deutschland zudem Ähnlichkeiten, aber auch fundamentale Unterschiede bezüglich des Energiemarktdesigns aufweisen, bietet sich ein Blick über den Atlantik geradezu an. … den ganzen Artikel lesen »

Hybridstrommarkt – erstes Crowdfunding für ein Strommarktdesign

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Warum soll man nicht den Stromverbraucb entsprechend des Marktpreises steuern können? Grafik: hybrdistrommarkt.de
Warum soll man nicht den Stromverbraucb entsprechend des Marktpreises steuern können? Grafik: hybridstrommarkt.de

In der aktuellen Debatte um die Energiewende geht es in diesem Jahr vor allem um die künftige Gestaltung des Strommarktes. Bleibt es bei einem Strommarkt, bei dem der Preis durch die Brennstoffkosten bestimmt wird – so wie es heute ist? Oder wird künftig das Vorhalten von Kraftwerkskapazitäten – vermutlich konventionelle Kraftwerke mit fossilen Energien – in einem Kapazitätsmarkt belohnt? Das scheinen, nach den Medienberichten, die einzigen Alternativen zu sein.

Alternativen in Diskussion um Strommarkt

Ok, jetzt wird ein weiterer Vorschlag mit einer besonders flexiblen Preisgestaltung diskutiert. Doch zum Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“, das vom Bundeswirtschaftsministerium im Oktober 2014 als Diskussiongrundlage vorgelegt wurde und in diesem Jahr ausführlich diskutiert wird, gibt es noch weitere Kommentare und Vorschläge für die künftige Gestaltung der Stromversorgung.

Während die üblichen Verbände und Institute meist den Strommarkt aus der Sicht der Anbieter betrachten, wird bei dem ehrenamtlichen Strommarkt-Designer und Energieblogger Thorsten Zoerner im Hybridstrommarkt der Verbraucher zu einem mündigen Partner auf dem Strommarkt. … den ganzen Artikel lesen »

Energiespeicher brauchen einen neuen Strommarkt

Solarpark im Havelland, Foto: Andreas Kühl
Solarpark im Havelland, Foto: Andreas Kühl

Gestern fand ein Parlamentarischer Abend von Eurosolar und der parteiübergreifenden Eurosolar-Parlamentariergruppe in der Berliner Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen statt. Thema des Abends waren Energiespeicher, bzw. Speichertechniken als Baustein der Energiewende.

Laut Einladung benötigt die Energiewende für die Beschleunigung politische Weichenstellungen, insbesondere für den Ausbau von Energiespeichern, ein wichtiger Baustein in einer vollständigen regenerativen Energieversorgung. Ein politisches Loblied auf NRW, den Gastgeber eines beeindruckenden Gebäudes, das einen eigenen Beitrag hier Wert wäre, wollte ich daher eigentlich nicht hören. Ansonsten bemühte man sich um politische Neutralität und Geschlossenheit, wovon abwesende Parteien jedoch ausgenommen waren. Es wird vermutlich auch kein Abgeordneter der FDP bei Eurosolar Mitglied sein.

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Gestaltung des Strommarktes unter den veränderten Bedingungen

380 kV-Leitung und Windräder, Nachtaufnahme westlich von Berlin an der Autobahn A10, Quelle: 50Hertz
380 kV-Leitung und Windräder, Nachtaufnahme westlich von Berlin an der Autobahn A10, Quelle: 50Hertz

Wer 100% erneuerbare Energien haben will, muss auch sagen wie sich auf dem Weg dahin der nicht-erneuerbare Anteil am Strommix rechnen soll. Wie sollen sich flexible Kraftwerke rechnen? Es muss Klarheit herrschen, damit die Investitionsblockade gelöst werden kann. Brauchen wir überhaupt neue Kraftwerke?

Vor einigen Wochen hatte ich bereits die Idee des Kapazitätsmarktes vorgestellt und war von der Idee recht angetan. Bei einem Kapazitätsmarkt wird die Fähigkeit in Zeiten hohen Bedarfs schnell Strom anbieten zu können bezahlt – also die Vorhaltung von Leistung. Der bisherige Strommarkt ist hingegen ein sogenannter Energy-Only Markt, bei dem nur die gelieferte Arbeit bezahlt wird.

Gestern durfte ich an einer Handelsblatt-Veranstaltung zu diesem Thema teilnehmen. Es ging um das Strommarktdesign der Zukunft, wie muss sich der Strommarkt den veränderten Bedingungen anpassen. Zahlreiche Vertreter von Kraftwerksbetreibern, Stromhändler und Netzbetreibern haben ihre Vorstellungen in die Diskussion eingebracht.

Einig war man sich über die Notwendigkeit des Netzausbaus und neuer flexibler Kraftwerke, vor allem für Süddeutschland. Engpässe in windschwachen Zeiten im Winter müssen vermieden werden. Interessant war aber die Aussage des Geschäftsführers von 50Hertz, einer der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland, dass selbst am 13.02.2012 – der Tag mit dem größten Leistungsdefizit im letzten Winter – es noch keine Knappheitssignale am Spotmarkt gab und mindestens 4 GW Leistung noch verfügbar waren. Die Gründe dafür liegen an Abweichungen im Standardlastprofil und an EEG-Prognosefehlern.

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Wie wird der künftige Strommarkt mit Reserven gestaltet sein?

Hochspannung auch in der Diskussion über die künftige Stromversorgung
Hochspannung auch in der Diskussion über die künftige Stromversorgung

Mit dem weiteren Ausbau des Anteils von erneuerbaren  Energien an der Stromversorgung muss man sich auch Gedanken machen über die Sicherung der Stromversorgung in Zeiten schlechten Wetters, in dem auch nicht ausreichend Wind weht. Wie kann ein Strommarkt aussehen mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien, der gleichzeitig eine sichere Stromversorgung gewährleistet? Kann der Markt so gestaltet sein, dass der Anteil an Strom aus nicht-erneuerbaren Energieträgern auch wirtschaftlich betrieben werden kann und Reserven immer vorhanden sind? Wie soll dieser Markt aussehen?

Diese Fragen werden momentan viel diskutiert, daher habe ich sie auf Anregung eines Lesers aufgenommen. Wer erneuerbare Energien sagt, muss auch die auch die Frage der Reserven beantworten.

Hintergrund der Diskussion

Hintergrund dieser Frage ist laut dem Beratungsunternehmen A.T. Kearney eine drohende Versorgungslücke, insbesondere in Süddeutschland:

Bis zum Jahr 2040 müssen in Deutschland mehr als 50 Gigawatt (GW) an Kraftwerksleistung zugebaut werden. Insbesondere in Süddeutschland gibt es aber bereits heute akuten Handlungsbedarf: Bis 2020 ist dort mit einer Versorgungslücke von 6 GW zu rechnen – selbst dann, wenn die verfügbaren Importkapazitäten genutzt werden. In Norddeutschland hingegen besteht bis nach 2020 noch kein Bedarf an zusätzlichen Erzeugungskapazitäten. Der Ausbau der Stromnetze, verfügbare wirtschaftliche Stromspeichermöglichkeiten und Maßnahmen zum Demand-Side-Management werden den Bedarf beim derzeitigen Marktdesign nicht kompensieren können. Hinzu kommt, dass der Ausbau der Wind- und Solarenergie die derzeitige Situation sogar noch verschärfen wird. Flexible Erzeugungskapazitäten wie Gas- und Dampf-Kombikraftwerke (GuD), die die Lücke schließen könnten, sind derzeit nicht wirtschaftlich. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Die Einführung eines wettbewerblichen Kapazitätsmarktes schafft neue Investitionsanreize und trägt so maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei.

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