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Die Technik der energieautarken Mehrfamilienhäuser in Cottbus

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Technik der energieautarken Mehrfamilienhäuser
Baubeginn für zwei energieautarke Mehrfamilienhäuser mit Pauschalmiete und Energie-Flatrate für ein ganzes Jahrzehnt , Grafik: Timo Leukefeld

In Cottbus entstehen zur Zeit die ersten energieautarken Mehrfamilienhäuser, die den Mietern über zehn Jahre konstante Kosten für Wärme und Strom versprechen. Das heißt die Mieten enthalten eine konstante Pauschale, die Strom und Wärme bereits abdeckt. An den Gebäuden werden mit Solarwärme- und Solarstrom-Anlagen ein großer Teil der benötigten Energie für Wärme, Strom und Mobilität erzeugt. Dieses Konzept gibt es bereits für Einfamilienhäuser, doch im Mehrfamilienhaus ist dieses Konzept neu. Die Idee der Häuser stammt von dem Solar-Experten Timo Leukefeld, der hier zusammen mit der Cottbusser Wohnungsgenossenschaft eG  und der  HELMA Eigenheimbau AG arbeitet. In einem ersten Beitrag über dieses Projekt möchte ich die Technik der Häuser vorstellen. … den ganzen Artikel lesen »

Energieeffiziente Gebäudehülle sollte Vorrang vor Anlagentechnik haben

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Passivhaus in Darmstadt, Quelle: Johannes Gerstenberg/ pixelio.de
Passivhaus in Darmstadt, Quelle: Johannes Gerstenberg/ pixelio.de

Es gibt glücklicherweise selten Meldungen, die bei mir heftige Widersprüche auslösen. Aber wenn ich selbst erkenne, dass zwei Branchen gegeneinander ausgespielt werden, um selbst Aufmerksamkeit für ein scheinbar vergessenes Thema zu erreichen, dann kann ich eine solche Meldung nicht unkommentiert lassen. Konkret geht es um die Presseinformation des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. zu Sonnenhäuser, die besser für das Klima sein sollen als Passivhäuser.

Die Nutzung der Solarthermie ist, durch den Erfolg der Photovoltaik in den vergangenen Jahren, in der öffentlichen Wahrnehmung fast in Vergessenheit geraten. Dabei hat auch dieser Sektor ein Wachstum zu verzeichnen und die Anzahl der thermischen Solaranlagen auf den Hausdächern übersteigt in manchen Region die Anzahl der Photovoltaik-Anlagen.

Doch jetzt möchte die Solarwirtschaft einen Schritt weiter gehen und das solare Heizen im Sonnenhaus als Standard etablieren. Dazu wurde eine Studie angefertigt, die besagt, dass Gebäude mit einem hohen Anteil an Solarenergie zur Heizung klimaschonender seien als Gebäude mit mehr Wärmedämmung. Als Beispiel wird dann folgende Aussage gemacht:

Ein Effizienzhaus 70 mit einer kombinierten Pellet- und Solarheizung, bei dem die Solarwärme-Anlage mindestens 60 Prozent des Raumwärme- und Warmwasserbedarfs abgedeckt, stößt nur 2 Kilogramm pro Quadratmeter Nutzfläche im Jahr aus. Der CO2-Ausstoß von einem Passivhaus vergleichbarer Größe mit Gastherme und Trinkwasser-Solaranlage liegt bei 6 Kilogramm – das ist die dreifache Menge.

Dass die Gebäudehülle und die Anlagentechnik gegeneinander ausgespielt werden können, liegt nun mal in der Natur der Energieeinsparverordnung (EnEV), die solche Rechenspiele zulässt. Im Einzelfall sind diese Abwägungen auch sehr sinnvoll für den Planer oder Bauherrn, aber in einer Verallgemeinerung halte ich dies für kritisch und nicht zielführend.

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