Solarstrom intelligent speichern und Netze entlasten, Quelle: BSW-Solar Was für ein hin und her, aber jetzt soll das bereits angekündigte Förderprogramm für Batteriespeicher doch zum 01. Mai starten. Im März noch sah es so aus, als könnte das Programm nicht zustande kommen, zumindest konnte Bundesumweltminister Peter Altmaier zur Konferenz in Düsseldorf keine positive Nachricht mitbringen. Die Solarbranche begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, ab dem 1. Mai 2013 die Markteinführung von Batteriesystemen zur Solarstromspeicherung zu fördern. Die Finanzierung des neuen Förderprogramms ist gesichert, wie heute vom Bundesumweltministerium bestätigt wurde. Künftig wird der Staat den Kauf neuer Batteriespeicher für Solarstromanlagen mit bis zu 660 Euro pro Kilowatt Solarstromleistung bezuschussen. Im ersten Jahr werden Fördermittel in einem Umfang von 25 Millionen Euro bereitgestellt und von der KfW Bankengruppe vergeben. Die Nutzung dezentraler Energiespeicher gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Batteriespeicher helfen, das sonnenscheinabhängige Solarstromangebot mittels Zwischenspeicherung an die individuelle Stromnachfrage anzupassen. Sie verringern so auch den Bedarf, die lokalen Stromnetze für die Aufnahme größerer Anteile Erneuerbarer Energien auszubauen. weiterlesen ›
Tag: solarwirtschaft
Wer es ernst meint mit der Energiewende muss sie weiter entwickeln anstatt abzuwürgen
Solare Spitzenforschung in Deutschland, wie lange noch? Foto: BSW-Solar Die aktuelle Diskussion um das EEG muss man wohl in zwei Teile aufspalten. Es gibt die kurzfristige Diskussion, die für den Wahlkampf so schnell wie möglich eine Lösung zur Senkung der Strompreise, insbesondere über die EEG-Umlage, sucht. Auf der anderen Seite gibt es die weitergehenden Vorschläge für eine für eine Neugestaltung des EEG, bzw. für Änderungen im EEG. Bei den Vorschlägen mit kurzfristigen Änderungen sind naturgemäß überwiegend die politischen Parteien und Mandatsträger zu finden. Schließlich ist in diesem Jahr noch eine Bundestagswahl und Geschenke kommen bei den Wählern immer gut an, auch wenn eine Heizkostenbremse oder eine Benzinpreisbremse mehr Geld in das Portmonnaie der Wählerinnen und Wähler spülen würden. In meinem letzten Beitrag zum Thema EEG habe ich schon ausführlich erläutert, dass einiges verändert werden muss, um einen Fördermechanismus zu haben, der fit ist für den nächsten Schritt im Ausbau der erneuerbaren Energien. Es geht ja nicht nur um den Anstieg der EEG-Umlage und dem Rechenverfahren für die Höhe der EEG-Umlage. Wir alle, auch die Bundesregierung (zumindest auf dem Papier), haben ja größere Ziele. Es geht darum das Stromnetz und die Stromversorgung im allgemeinen fit zu machen für eine Zukunft mit allen Aufgaben, die dazu gehören. weiterlesen ›
Energieeffiziente Gebäudehülle sollte Vorrang vor Anlagentechnik haben
Solarwärme und Solarstrom machen unabhängiger von steigenden Energiepreisen
Die Preise für Strom und fossile Brennstoffe wie Öl und Gas steigen stetig. Vor diesem Hintergrund bietet die Selbstversorgung mit Solarstrom und Solarwärme ein wachsendes Sparpotenzial für Haushalte.
Dies unterstreicht eine Studie des Ingenieurbüros für neue Energien (IfnE), die der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Donnerstag anlässlich des Auftakts zur bundesweiten Woche der Sonne (4. bis 13. Mai) in Berlin vorstellte. An der Veranstaltung nahmen auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Ursula Heinen-Esser, Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel und Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie der Verbraucherzentrale NRW, teil.
Mehr Energieunabhängigkeit für Verbraucher: Mit Solarstrom und Solarwärme können Haushalte schon heute einen erheblichen Teil ihres Energieverbrauchs selbst produzieren. Wie die IfnE-Studie ergab, kann ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt auf Jahressicht bis zu 40 Prozent seines Strombedarfs mithilfe der eigenen Solaranlage decken.
Woche der Sonne wirbt für mehr Solarenergie
Morgen beginnt wieder die Woche der Sonne, die in vielen Veranstaltungen vor Ort für die Nutzung der Sonnenenergie wirbt. Tausende Veranstaltungen in ganz Deutschland zeigen auf, dass sich mit Solarstrom oder Solarwärme in Haushalten Energie sparen lässt und diese zur Unabhängigkeit von Preissteigerungen, ob Öl, Gas oder Strom, beitragen.
Mehr Informationen zur Nutzung von Solarstrom und Solarwärme gibt es bei den bundesweit über 5.000 Veranstaltungen während der Woche der Sonne vom 4. bis 13. Mai 2012. Handwerksbetriebe, Kommunen, Vereine, Verbraucherzentralen, Energieberater, Schulen und Solarbegeisterte bieten ein vielfältiges Programm, z. B. Beratertage, Besichtigungen von Sonnenkraftwerken, Tage der offenen Tür, Probefahrten mit Solarmobilen, Erlebnisausflüge zu Erneuerbare-Energie-Projekten, bunte Solarfeste in Städten und Gemeinden sowie viele weitere Aktionen. Schirmherr der Aktionswoche ist Bundesumweltminister Norbert Röttgen.
Bundesrat sorgt für Hoffnungsschimmer am Photovoltaik-Himmel
Die Solarbranche darf hoffen, dass die im Deutschen Bundestag am 29.03.2012 beschlossenen, drastischen Einschnitte bei der Solarstrom-Förderung über ein Vermittlungsverfahren zwischen Bundesrat und Bundestag nun doch noch nachgebessert werden. Der federführende Umweltausschuss der Länderkammer empfahl heute mehrheitlich, in Verhandlung mit dem Bund zu treten, um Nachbesserungen am Erneuerbare Energien-Änderungsgesetz (EEG ÄG) zu erzielen. Am 11. Mai 2012 entscheidet sich im Bundesrat, ob tatsächlich ein Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat in dieser Frage eingeleitet wird.
Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) sieht sich durch das Votum der Umwelt- und Energieminister der Länder in seinen Forderungen bestärkt, die Fördersätze weniger schnell zurück zu fahren. Der Branchenverband hatte in den letzten Monaten gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Umweltverbänden, Gewerkschaften und wissenschaftlichen Einrichtungen wiederholt vor zu drastischen Einschnitten bei der Solarstrom-Förderung gewarnt und für einen weiteren kraftvollen Ausbau der Solarenergie geworben, um die Energiewende und die Existenz tausender Solarjobs in Deutschland nicht zu gefährden.
