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Woche der Sonne wirbt für mehr Solarenergie

Woche der Sonne 2012Morgen beginnt wieder die Woche der Sonne, die in vielen Veranstaltungen vor Ort für die Nutzung der Sonnenenergie wirbt. Tausende Veranstaltungen in ganz Deutschland zeigen auf, dass sich mit Solarstrom oder Solarwärme in Haushalten Energie sparen lässt und diese zur Unabhängigkeit von Preissteigerungen, ob Öl, Gas oder Strom, beitragen.

Mehr Informationen zur Nutzung von Solarstrom und Solarwärme gibt es bei den bundesweit über 5.000 Veranstaltungen während der Woche der Sonne vom 4. bis 13. Mai 2012. Handwerksbetriebe, Kommunen, Vereine, Verbraucherzentralen, Energieberater, Schulen und Solarbegeisterte bieten ein vielfältiges Programm, z. B. Beratertage, Besichtigungen von Sonnenkraftwerken, Tage der offenen Tür, Probefahrten mit Solarmobilen, Erlebnisausflüge zu Erneuerbare-Energie-Projekten, bunte Solarfeste in Städten und Gemeinden sowie viele weitere Aktionen. Schirmherr der Aktionswoche ist Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

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Solarstrom hat entlastende Preiseffekte

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Es gibt immer weniger  Argumente für die Kritik am teuren Solarstrom, der angeblich die Preise für Strom erhöht.

Solarstrom senkt die durchschnittlichen Preise an der EPEX-Strombörse um bis zu zehn Prozent, zur Mittagszeit sogar um bis zu 40 Prozent. Das belegt eine Kurzstudie des Instituts für ZukunftsEnergiesysteme (IZES gGmbH), Saarbrücken, die im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) erstellt worden ist. Insgesamt beläuft sich der Preissenkungseffekt für das Jahr 2011 demnach auf 520 bis 840 Millionen Euro – was einer Preisminderung von vier bis sechs Euro pro Megawattstunde entspricht. „Es wird viel über die Kosten des Solarstroms geredet“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Die IZES-Studie zeigt, dass Solarstrom bereits heute auch entlastende Preiseffekte hat.“

Grund für den Preissenkungs-Effekt: Solarstrom wird zu Spitzen-Nachfragezeiten erzeugt – tagsüber, wenn Strom an der Börse am teuersten ist. Die IZES-Studie belegt, dass mit dem wachsenden Zubau an Solarstrom die Preise für sogenannten Peak-Strom (Peak = Spitze) in den Jahren 2007 bis 2011 kontinuierlich gesunken sind. Peak-Strom wird im Spothandel an der EPEX-Börse gehandelt, in der Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr. Der Spothandel setzt den Preis für den gesamten Stromhandel in Deutschland, also auch für den Terminmarkt und OTC („Over the counter“)-Geschäfte.

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War 2011 wirklich der Durchbruch für Solarstrom?

Die Entwicklung der Photovoltaik in den letzten Jahren in  Deutschland überraschte auch Fachleute und hat die kühnsten Erwartungen übertroffen. Das Rekordjahr 2010 wurde noch übertroffen (siehe Beitrag), die neu installierten PV-Anlagen haben in 2011 einen Rekordwert von 7,5 GW erreicht und sorgen damit für eine schnellere Absenkung der Einspeisevergütung. Die Branche jammert aber nicht mehr über die Reduzierung der Einspeisevergütung für Strom aus PV-Anlagen, konnten doch die Kosten in mindestens gleichem Maße reduziert werden.

War das der Druchbruch für Solarstrom?

In einem Gastbeitrag für den Ökoenergie-Blog schreibt Olaf Achilles, dass 2011 ein großer Schritt zur Energiewende von unten gelungen ist und die Solarenergie (in Form der Photovoltaik) nicht mehr aufzuhalten ist. Als Beleg wird angegeben, dass Solaranlagen in 2011 mehr als 18 Milliarden kWh Strom erzeugt haben, was ungefähr dem Stromverbrauch von 5,1 Millionen Haushalten im Jahr entsprechen würde. Weiter wird berichtet, dass Solarstrom den Spitzenstrompreis für mehrere Stunden auf das Niveau von Nachtstrom (an der Strombörse?) drücken konnte.

Auch der Aufruf des IPPNW zur Energiewende mit Solarstrom in Bürgerhand und die beschleunigte Energiewende werden als Thesen angegeben.

Aber ist das schon ausreichend für einen Durchbruch für Solarstrom in Deutschland, dem nach wie vor größten Markt für Solarstrom weltweit? Wird die Entwicklung so weitergehen wie 2010 und 2011?  Der Anteil Erneuerbarer Energien wird sicher weiter rasant zunehmen, aber ob der Solarstrom weiter so wachsen wird, ist fraglich. Denn es gibt einige Punkte, die wiederum dagegen sprechen könnten.

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IPPNW ruft zu Volksbewegung für Solarstrom in Bürgerhand auf

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert das aktuelle Vorhaben der Regierungskoalition, den Ausbau der Solarstromerzeugung „in Bürgerhand“ mit einer maximalen Zubaurate von einem Gigawatt nahezu zum Stillstand zu bringen und die stromintensive Industrie immer stärker zu privilegieren. „Interessierte Kreise in Politik und Wirtschaft verschleiern sittenwidrige Extrem-Renditen der Atomindustrie von 280 Prozent – Renditen von wenigen Prozenten einfacher Bürger, kleiner Unternehmen und der Kommunen werden hingegen skandalisiert“, so IPPNW-Energieexperte Henrik Paulitz.

„Nicht thematisiert wird zudem, dass mit den geringfügigen Renditen kleiner Solardachanlagen der so genannte kleine Mann auf der Straße Geld verdienen kann, während er für die 280%-Gewinne der Konzerne umgekehrt durch überhöhte Strompreise nur draufzahlt. Seit Jahren schon werden willkürlich steigende Strompreise, die nachweislich allein der Steigerung der Milliarden-Gewinne der großen Energiekonzerne dienen, in haltloser Weise beständig den erneuerbaren Energien in die Schuhe geschoben.“ weiterlesen

Der Photovoltaik-Förderung soll es weiter an den Kragen gehen

Eigentlich nicht neu, die Diskussion um die Förderung der Photovoltaik, aber jetzt hat sich selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Diskussion eingeschaltet und weitere Kürzungen, der ohnehin geplanten Kürzungen, bei der Einspeisevergütung für Solarstrom gefordert. Laut der Zeitung RP-Online hält Angela Merkel Strom aus Sonenenergie nicht für rentabel und sieht darin mehr eine Förderung von Modul-Herstellern aus China. Sie befürworte mehr einen Import von Sonnenenergie aus Griechenland und die Förderung von Windenergie, die rentabler sei.

Daher weht also der Wind, es sollen also wieder nur einige wenige Unternehmen profitieren, von denen man sich gerne weiter abhängig machen möchte, wie sogar Spiegel Online auch vermutet. Oder will sie vielleicht doch nur von anderen Problemen ablenken?

Vergisst sie dabei wissentlich oder unwissentlich, dass Solarstrom in wenigen Jahren schon günstiger ist als Strom aus der Steckdose? Das könnte noch gefährlich werden für die Kritiker von heute. Und was war eigentlich noch mal mit der Energiewenden? Wie soll die Energiewende geschafft werden? Diese Antwort bleibt die Bundesregierung bis heute schuldig. weiterlesen

Kommunen sind Vorreiter bei der Verbreitung von Photovoltaik in Deutschland

Die Bedeutung von  Strom aus der Sonne wächst in Deutschland rasant. Insbesondere infolge des Engagements von immer mehr Kommunen überflügelte der Beitrag an Sonnenstrom zur nationalen Stromversorgung mit 3,5 Prozent im ersten Halbjahr 2011 erstmals den der Wasserkraft (3,3 Prozent). Mit ihrer Kampagne „20%-Solarkommune“ zeigt die Initiative SolarLokal der Deutschen Umwelthilfe und der SolarWorld AG was in Zukunft möglich ist: Auf den entsprechenden Aufruf von SolarLokal meldeten binnen weniger Wochen mehr als 70 der 400 SolarLokal-Kommunen ihren Solarstromanteil, gemessen am eigenen Verbrauch. Die Gesamtergebnisse der Umfrage „20%-Solarkommune“ finden Sie auf der Internetseite der Kampagne SolarLokal unter http://www.solarlokal.de/umfrage.htm

Aktueller Spitzenreiter ist Markt Neukirchen-Balbini im Landkreis Schwandorf (Bayern). Der Ort mit seinen 1.300 Einwohnern und einem Stromverbrauch von fast 2,5 Mio. kWh im Jahr 2010 erzeugt mehr als 1,5 Mio. kW solarelektrisch und damit einen Anteil am Gesamtverbrauch von 64,2 Prozent. In der selben Liga spielen die Kommunen Alheim (Hessen) und Ascha (ebenfalls Bayern). Die 5.300-Einwohner-Kommune Alheim kommt auf einen Solarstromanteil von 62,5 Prozent. Dort wurden im Jahr 2010 mehr als 3,7 Mio. KWh eingespeist. In Ascha leben 1.540 Menschen; sie verbrauchen 4,25 Mio. KWh Strom und haben im vergangenen Jahr 2,53 Mio. produziert. weiterlesen