Solarwärme und Solarstrom machen unabhängiger von steigenden Energiepreisen

Öl und Gas immer teurer, Quelle: BSW-Solar

Öl und Gas immer teurer, Quelle: BSW-Solar

Die Preise für Strom und fossile Brennstoffe wie Öl und Gas steigen stetig. Vor diesem Hintergrund bietet die Selbstversorgung mit Solarstrom und Solarwärme ein wachsendes Sparpotenzial für Haushalte.

Dies unterstreicht eine Studie des Ingenieurbüros für neue Energien (IfnE), die der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Donnerstag anlässlich des Auftakts zur bundesweiten Woche der Sonne (4. bis 13. Mai) in Berlin vorstellte. An der Veranstaltung nahmen auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Ursula Heinen-Esser, Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel und Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie der Verbraucherzentrale NRW, teil.

Mehr Energieunabhängigkeit für Verbraucher: Mit Solarstrom und Solarwärme können Haushalte schon heute einen erheblichen Teil ihres Energieverbrauchs selbst produzieren. Wie die IfnE-Studie ergab, kann ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt auf Jahressicht bis zu 40 Prozent seines Strombedarfs mithilfe der eigenen Solaranlage decken.

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Woche der Sonne wirbt für mehr Solarenergie

Woche der Sonne 2012Morgen beginnt wieder die Woche der Sonne, die in vielen Veranstaltungen vor Ort für die Nutzung der Sonnenenergie wirbt. Tausende Veranstaltungen in ganz Deutschland zeigen auf, dass sich mit Solarstrom oder Solarwärme in Haushalten Energie sparen lässt und diese zur Unabhängigkeit von Preissteigerungen, ob Öl, Gas oder Strom, beitragen.

Mehr Informationen zur Nutzung von Solarstrom und Solarwärme gibt es bei den bundesweit über 5.000 Veranstaltungen während der Woche der Sonne vom 4. bis 13. Mai 2012. Handwerksbetriebe, Kommunen, Vereine, Verbraucherzentralen, Energieberater, Schulen und Solarbegeisterte bieten ein vielfältiges Programm, z. B. Beratertage, Besichtigungen von Sonnenkraftwerken, Tage der offenen Tür, Probefahrten mit Solarmobilen, Erlebnisausflüge zu Erneuerbare-Energie-Projekten, bunte Solarfeste in Städten und Gemeinden sowie viele weitere Aktionen. Schirmherr der Aktionswoche ist Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

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Solarstrom hat entlastende Preiseffekte

Gruenspar.de

Es gibt immer weniger  Argumente für die Kritik am teuren Solarstrom, der angeblich die Preise für Strom erhöht.

Solarstrom senkt die durchschnittlichen Preise an der EPEX-Strombörse um bis zu zehn Prozent, zur Mittagszeit sogar um bis zu 40 Prozent. Das belegt eine Kurzstudie des Instituts für ZukunftsEnergiesysteme (IZES gGmbH), Saarbrücken, die im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) erstellt worden ist. Insgesamt beläuft sich der Preissenkungseffekt für das Jahr 2011 demnach auf 520 bis 840 Millionen Euro – was einer Preisminderung von vier bis sechs Euro pro Megawattstunde entspricht. „Es wird viel über die Kosten des Solarstroms geredet“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Die IZES-Studie zeigt, dass Solarstrom bereits heute auch entlastende Preiseffekte hat.“

Grund für den Preissenkungs-Effekt: Solarstrom wird zu Spitzen-Nachfragezeiten erzeugt – tagsüber, wenn Strom an der Börse am teuersten ist. Die IZES-Studie belegt, dass mit dem wachsenden Zubau an Solarstrom die Preise für sogenannten Peak-Strom (Peak = Spitze) in den Jahren 2007 bis 2011 kontinuierlich gesunken sind. Peak-Strom wird im Spothandel an der EPEX-Börse gehandelt, in der Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr. Der Spothandel setzt den Preis für den gesamten Stromhandel in Deutschland, also auch für den Terminmarkt und OTC („Over the counter“)-Geschäfte.

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War 2011 wirklich der Durchbruch für Solarstrom?

Die Entwicklung der Photovoltaik in den letzten Jahren in  Deutschland überraschte auch Fachleute und hat die kühnsten Erwartungen übertroffen. Das Rekordjahr 2010 wurde noch übertroffen (siehe Beitrag), die neu installierten PV-Anlagen haben in 2011 einen Rekordwert von 7,5 GW erreicht und sorgen damit für eine schnellere Absenkung der Einspeisevergütung. Die Branche jammert aber nicht mehr über die Reduzierung der Einspeisevergütung für Strom aus PV-Anlagen, konnten doch die Kosten in mindestens gleichem Maße reduziert werden.

War das der Druchbruch für Solarstrom?

In einem Gastbeitrag für den Ökoenergie-Blog schreibt Olaf Achilles, dass 2011 ein großer Schritt zur Energiewende von unten gelungen ist und die Solarenergie (in Form der Photovoltaik) nicht mehr aufzuhalten ist. Als Beleg wird angegeben, dass Solaranlagen in 2011 mehr als 18 Milliarden kWh Strom erzeugt haben, was ungefähr dem Stromverbrauch von 5,1 Millionen Haushalten im Jahr entsprechen würde. Weiter wird berichtet, dass Solarstrom den Spitzenstrompreis für mehrere Stunden auf das Niveau von Nachtstrom (an der Strombörse?) drücken konnte.

Auch der Aufruf des IPPNW zur Energiewende mit Solarstrom in Bürgerhand und die beschleunigte Energiewende werden als Thesen angegeben.

Aber ist das schon ausreichend für einen Durchbruch für Solarstrom in Deutschland, dem nach wie vor größten Markt für Solarstrom weltweit? Wird die Entwicklung so weitergehen wie 2010 und 2011?  Der Anteil Erneuerbarer Energien wird sicher weiter rasant zunehmen, aber ob der Solarstrom weiter so wachsen wird, ist fraglich. Denn es gibt einige Punkte, die wiederum dagegen sprechen könnten.

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IPPNW ruft zu Volksbewegung für Solarstrom in Bürgerhand auf

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert das aktuelle Vorhaben der Regierungskoalition, den Ausbau der Solarstromerzeugung “in Bürgerhand” mit einer maximalen Zubaurate von einem Gigawatt nahezu zum Stillstand zu bringen und die stromintensive Industrie immer stärker zu privilegieren. „Interessierte Kreise in Politik und Wirtschaft verschleiern sittenwidrige Extrem-Renditen der Atomindustrie von 280 Prozent – Renditen von wenigen Prozenten einfacher Bürger, kleiner Unternehmen und der Kommunen werden hingegen skandalisiert“, so IPPNW-Energieexperte Henrik Paulitz.

„Nicht thematisiert wird zudem, dass mit den geringfügigen Renditen kleiner Solardachanlagen der so genannte kleine Mann auf der Straße Geld verdienen kann, während er für die 280%-Gewinne der Konzerne umgekehrt durch überhöhte Strompreise nur draufzahlt. Seit Jahren schon werden willkürlich steigende Strompreise, die nachweislich allein der Steigerung der Milliarden-Gewinne der großen Energiekonzerne dienen, in haltloser Weise beständig den erneuerbaren Energien in die Schuhe geschoben.“ weiterlesen ›

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Der Photovoltaik-Förderung soll es weiter an den Kragen gehen

Eigentlich nicht neu, die Diskussion um die Förderung der Photovoltaik, aber jetzt hat sich selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Diskussion eingeschaltet und weitere Kürzungen, der ohnehin geplanten Kürzungen, bei der Einspeisevergütung für Solarstrom gefordert. Laut der Zeitung RP-Online hält Angela Merkel Strom aus Sonenenergie nicht für rentabel und sieht darin mehr eine Förderung von Modul-Herstellern aus China. Sie befürworte mehr einen Import von Sonnenenergie aus Griechenland und die Förderung von Windenergie, die rentabler sei.

Daher weht also der Wind, es sollen also wieder nur einige wenige Unternehmen profitieren, von denen man sich gerne weiter abhängig machen möchte, wie sogar Spiegel Online auch vermutet. Oder will sie vielleicht doch nur von anderen Problemen ablenken?

Vergisst sie dabei wissentlich oder unwissentlich, dass Solarstrom in wenigen Jahren schon günstiger ist als Strom aus der Steckdose? Das könnte noch gefährlich werden für die Kritiker von heute. Und was war eigentlich noch mal mit der Energiewenden? Wie soll die Energiewende geschafft werden? Diese Antwort bleibt die Bundesregierung bis heute schuldig. weiterlesen ›

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Kommunen sind Vorreiter bei der Verbreitung von Photovoltaik in Deutschland

Die Bedeutung von  Strom aus der Sonne wächst in Deutschland rasant. Insbesondere infolge des Engagements von immer mehr Kommunen überflügelte der Beitrag an Sonnenstrom zur nationalen Stromversorgung mit 3,5 Prozent im ersten Halbjahr 2011 erstmals den der Wasserkraft (3,3 Prozent). Mit ihrer Kampagne „20%-Solarkommune“ zeigt die Initiative SolarLokal der Deutschen Umwelthilfe und der SolarWorld AG was in Zukunft möglich ist: Auf den entsprechenden Aufruf von SolarLokal meldeten binnen weniger Wochen mehr als 70 der 400 SolarLokal-Kommunen ihren Solarstromanteil, gemessen am eigenen Verbrauch. Die Gesamtergebnisse der Umfrage „20%-Solarkommune“ finden Sie auf der Internetseite der Kampagne SolarLokal unter http://www.solarlokal.de/umfrage.htm

Aktueller Spitzenreiter ist Markt Neukirchen-Balbini im Landkreis Schwandorf (Bayern). Der Ort mit seinen 1.300 Einwohnern und einem Stromverbrauch von fast 2,5 Mio. kWh im Jahr 2010 erzeugt mehr als 1,5 Mio. kW solarelektrisch und damit einen Anteil am Gesamtverbrauch von 64,2 Prozent. In der selben Liga spielen die Kommunen Alheim (Hessen) und Ascha (ebenfalls Bayern). Die 5.300-Einwohner-Kommune Alheim kommt auf einen Solarstromanteil von 62,5 Prozent. Dort wurden im Jahr 2010 mehr als 3,7 Mio. KWh eingespeist. In Ascha leben 1.540 Menschen; sie verbrauchen 4,25 Mio. KWh Strom und haben im vergangenen Jahr 2,53 Mio. produziert. weiterlesen ›

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Solarverbände legen Programm für zügigen Solarstrom-Ausbau in Europa vor

Um den Ausbau von Solarstrom in ganz Europa zügig voranzubringen, haben sich Photovoltaikverbände aus zwölf EU-Staaten auf ein Beschleunigungs-Programm verständigt. Im Zentrum der Forderungen, die sich an Politiker und Netzbetreiber richten, stehen konkrete Empfehlungen zur Vereinfachung von Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren. Das Programm wurde von der international besetzten Projektgruppe “PV LEGAL” erarbeitet, die vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) koordiniert wird.

“Durch die Vorschläge könnten deutliche Kostenreduktionen für Investoren, aber auch Entlastungen für Behörden und Bürger erzielt werden”, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar.

Für das Programm wurden die rechtlich-administrativen Rahmenbedingungen für die Installation von Solaranlagen analysiert sowie die praktischen Erfahrungen der Industrie in Bezug auf Kosten, Zeit und Aufwand quantifiziert.

Eine der größten Wachstumsbremsen für Solarstrom sind demnach die Genehmigungsverfahren. So müssen Anlagenbetreiber oft mehrere Jahre auf eine Lizenz warten, bevor mit der Planung der Anlage begonnen werden kann. Nachdem auf Betreiben von PV LEGAL dieses Hindernis im vergangenen Jahr beispielsweise für Aufdachanlagen in Griechenland schon deutlich verbessert werden konnte, fordert das Projekt jetzt eine breite Genehmigungsfreiheit für alle kleinen Solaranlagen auf Dächern in Europa. weiterlesen ›

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Diskussion um Photovoltaik-Förderung bremst Nachfrage nach Solarstromanlagen

Wenn die EEG-Umlage wirklich die Ursache für höhere Strompreise ist, müssten jetzt die Strompreise gesenkt werden. Noch ist davon nichts zu lesen oder hören.

In diesem Jahr werden in Deutschland voraussichtlich erheblich weniger neue Solarstromanlagen ans Netz gehen als angenommen. Nach übereinstimmenden Informationen des Bundesumweltministeriums und des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) hat sich die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen im Frühjahr dieses Jahres deutlich abgekühlt. Das Bundesumweltministerium beziffert den Zubau an neu installierten Solarstromanlagen für die Monate März bis Mai auf 700 Megawattpeak (MWp) – das wären auf das gesamte Jahr 2011 hochgerechnet lediglich 2,8 Gigawattpeak. Vor diesem Hintergrund warnt der Bundesverband Solarwirtschaft vor weiteren Einschnitten bei der Solarstromförderung, wie sie aktuell im Bundestag diskutiert werden. Aufgrund des geringen Marktwachstums stehen den Verbrauchern zudem Gutschriften für zu viel gezahlte Stromkosten in Höhe von 800 Millionen Euro zu.

„Der deutliche Marktrückgang in den vergangenen Monaten zeigt, dass keinerlei Spielraum mehr für eine noch schnellere Absenkung der Solarstromförderung besteht“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Wir warnen die Bundesregierung ausdrücklich davor, der Solarwirtschaft jetzt weitere Kürzungen aufzuerlegen. Das könnte großen Teilen der Branche das Genick brechen und würde die Energiewende ausbremsen“, so Körnig. In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist die Solarstromförderung für Neuanlagen von der Bundesregierung in fünf Schritten bereits nahezu halbiert worden. Im Rahmen der aktuellen Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werden gegenwärtig im Bundestag weitere Kürzungen erwogen. weiterlesen ›

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Kommunen als Betreiber von Solarstromanlagen

München ist nicht nur Standort der Intersolar Europe. Die Stadt tut auch einiges für den Einsatz erneuerbarer Energien. So hat sich Bayerns Landeshauptstadt auf Initiative des rot-grünen Rathausbündnisses ein großes Ziel gesetzt: Bis 2015 soll der städtische Energieversorger so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, dass er damit alle 800.000 Münchner Haushalte versorgen kann. Bis 2025 sollen die Stadtwerke München den gesamten Bedarf der Stadt mit umweltfreundlichem Strom decken. Damit wäre München die erste deutsche Großstadt mit einer vollständig erneuerbaren Stromversorgung. Bei ihrer Ausbauoffensive setzen die Stadtwerke auf ein breites Spektrum an erneuerbaren Energien. Dazu gehören Beteiligungen an einem Geothermie-Kraftwerk im Süden Münchens, an Wasserkraftwerken in der Stadt und der Region sowie an Photovoltaikkraftwerken im Süden Deutschlands. Den größten Teil des Ökostroms werden Windkraftparks auf See und ein Parabolrinnenkraftwerk in Andalusien liefern.

Lokales Potenzial nutzen
Außerdem haben die Stadtwerke und die Landeshauptstadt im vergangenen Jahr mit der Solarinitiative München GmbH & Co. KG eine rechtlich selbständige Gesellschaft gegründet, die Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe zum Bau von Solarstromanlagen informieren soll. Mit eigens für Dachflächenbesitzer zugeschnittenen Dienstleistungen will sie diese motivieren, ihre Flächen zur Verfügung zu stellen. Oftmals blockieren komplizierte Eigentumsverhältnisse beispielsweise in Mehrfamilienhäusern die Entscheidung für eine Solarstromanlage oder der Denkmalschutz verursacht Mehrkosten. Hemmnisse wie diese soll die Solarinitiative München so weit wie möglich beseitigen. Eine Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass die Gesellschaft ein Potenzial von 300 Megawatt in der Stadt mobilisieren kann. Derzeit sind in München Solarstromanalgen mit einer Gesamtleistung von 21 Megawatt installiert.

Die Nutzung der Solarenergie in Kommunen greift auch das Seminar Thema „Sonnenstrom in die Stadtkasse – Kommunen als Betreiber von Solarstromanlagen“ im Rahmen der Intersolar Europe Conference auf. Das Seminar soll das notwendige Basiswissen vermitteln, um die Situation für eine Kommune besser einschätzen zu können. Und  es wird der Frage nachgegangen, ob sich der Betrieb einer Anlage auch nach den ab 1.7.2011 noch geltenden Bedingungen der Erneuerbare-Energien-Gesetzes  noch rentiert.

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