Tag: rwe

Neue Forschungsprojekte für neue Power-to-Gas Technologien

Enertrag 2 MW Elektrolyse-Stack In diesem Jahr wird die Bedeutung von Speichertechnologien weiter zunehmen. Mit steigendem Anteil an erneuerbaren Energien im Stromnetz werden auch immer mehr Speicher gebraucht. Alleine an der zunehmenden Präsenz des Themas in den Medien kann man dies gut erkennen, auch wenn das nicht unbedingt ein Beweis sein muss. Die Meldung von RWE mit dem Test neuer Elektrolyse-Technik passt gut dazu. Ein innovatives Elektrolyse-System von Siemens mit einer sogenannten Protonenaustauschmembran (PEM) wird am Kraftwerksstandort Niederaußem im Innovationszentrum Kohle getestet. Allerdings sind sonst keine interessanten Angaben in der Meldung enthalten und einen PEM-Elektrolyseur hat das Lübecker Unternehmen H-Tec Systems im letztem Jahr bereits auf der Hannover Messe vorgestellt. Wie sich die beiden Technologien unterscheiden, abgesehen von der Größe, kann ich aber nicht beurteilen. Ausführlicher und damit interessanter ist für mich die Meldung des ZSW, das zusammen mit Solar-Fuel und Enertrag ein neues Forschungsprojekt für die kommende Power-to-Gas(P2G)-Anlagen-Generation gestartet hat. weiterlesen ›

Macht es Sinn Nachtspeicherheizungen für überschüssigen Strom aus Windenergie zu nutzen?

Gruenspar.de

Windräder in Brandenburg, Foto: Andreas Kühl Kürzlich erregte ein Vorstoß von RWE großes Aufsehen in vielen Medien. Es ging um die Idee Strom aus Windenergie in Nachtspeicheröfen zu speichern. Damit könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, überschüssiger Windstrom wird genutzt und die Nachtspeicheröfen müssen nicht außer Betrieb genommen, bzw. können wieder belebt werden. Mit moderner Regeltechnik kann der Strom aus Windenergie zu Heizzwecken genutzt werden und geht damit nicht verloren. Klingt eigentlich gut, denn allein im Jahr 2010 sind, laut Bundesverband WindEnergie, bis zu 150 Gigawattstunden Windstrom verloren gegangen, da die Netzbetreiber die Anlagen abschalten mussten. Einige Windparks hatten dadurch Ausfälle von nahezu einem Viertel ihres gesamten Jahresenergieertrags. Laut dem ftd-Artikel zu diesem Thema hat sich die Anzahl der zwangsstillgelegten Windräder im Jahr 2011 verdreifacht und es gingen so 407 Gigawattstunden Strom verloren. Diese Strommenge hätte ausgereicht um eine Stadt mit 100.000 Haushalten mit Strom zu beliefern. weiterlesen ›

RWE steigt in den Markt kleiner Blockheizkraftwerke für Privatkunden ein

Nach dem Zuhause-Kraftwerk von Lichtblick bietet jetzt mit RWE ein weiterer Stromversorger Blockheizkraftwerke für Privatkunden an. Im Gegensatz zu dem BHKW von Lichtblick hat RWE mit Vaillant einen etablierten Partner aus der Heizungsindustrie, der deutlich kleinere BHKW mit 4,7 kWel anbietet, die sich auch noch für größere Ein- oder Zweifamilienhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser eignen. Bei Lichtblick werden, wenn ich es richtig gesehen habe, die BHKW nach dem Strombedarf geführt und bei RWE wohl nach dem Strom-und Wärmebedarf. Ansonsten ähnelt sich das Konzept der beiden Angebote.

Mit dem HomePower Mikro-KWK-System steigt RWE Effizienz in Zusammenarbeit mit Vaillant Deutschland in den Markt für die dezentrale Energieversorgung von Privatkunden ein. Die Kernelemente der stromerzeugenden Heizung sind ein Vaillant ecoPOWER 4.7 Blockheizkraftwerk sowie eine von RWE entwickelte ControlBox, die das intelligente Energiemanagement für den Kunden übernimmt.

Die Anlage wird nach dem Strom- und Wärmebedarf des Kunden gesteuert. Außerdem ist sie bereits dafür ausgelegt, künftig überschüssigen Ökostrom aus dem Netz in Form von Wärme zu speichern und zu nutzen. Die Regeltechnik dafür wurde gemeinsam mit der Fraunhofer Gesellschaft Duisburg entwickelt. Stromspitzen, die nicht aus der Mikro-KWK-Anlage gedeckt werden können, werden durch den Bezug von Ökostrom ergänzt.

Insgesamt lässt sich auf diese Weise der Primärenergieverbrauch eines Gebäudes um mehr als ein Drittel verringern und der CO2-Ausstoss um bis zu 50 Prozent reduzieren. Zum Marktstart will RWE Effizienz zunächst bis zu 50 Anlagen in Nordrhein-Westfalen installieren. Die Anlage eignet sich typischerweise für Kunden mit einem Wärmebedarf ab 60.000 Kilowattstunden pro Jahr. Kunden können die Anlage entweder als Contracting-Lösung oder komplett erwerben. RWE Effizienz plant, ab 2012 auch kleinere Mikro-KWK-Anlagen speziell für Einfamilienhäuser anzubieten. weiterlesen ›

RWE Werbespot erweckt schönen Schein der intelligenten Energie

Was haltet Ihr von dem RWE Werbespot zu “Intelligenter Energie”? Ich glaube der geht weit an der Realität vorbei und zeigt nur eine schöne neue Welt. Wäre aber schon toll, wenn sich das Unternehmen an diesen Spot anpassen würde.


In dem Spot heißt es:

Habt Ihr schon mal über Strom nachgedacht? Energie ist intelligent geworden und wird vieles verändern: Technologien, Angebote und Services werden dafür sorgen, dass wir Energie deutlich effizienter nutzen können.
Intelligente Energie bietet uns allen die Chance, bewusster mit unseren Ressourcen umzugehen. Denn Klimaschutz bedeutet nicht nur, Energie umweltfreundlich zu erzeugen, sondern auch, sie möglichst effizient einzusetzen.

Was tut RWE aber wirklich in Sachen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien? Werbewelt und Realtiät sind hier leider immer noch völlig unterschiedliche Welten.

Windenergie soll Elektro-Speicherheizungen wiederbeleben

Ist das die neue Speichertechnologie für Windstrom und die Lösung des Speicherproblems?

Die RWE Effizienz GmbH, ein Tochterunternehmen des Essener Energieversorgers RWE, startet in Zusammenarbeit mit der Siemens Energy und der tekmar GmbH ein Forschungs- und Entwicklungs-Projekt mit 50 Kunden der RWE Vertrieb AG in Essen. Ziel ist die Erprobung der technischen und wirtschaftlichen Einsatzreife eines innovativen Lademodells zur verbesserten Integration von fluktuierenden Ökostromspitzen in Elektro-Speicherheizungen.

Die Energiewirtschaft sucht heute nach Möglichkeiten, regenerativen Strom, der auch in Zeiten geringen Verbrauchs erzeugt wird, zu speichern. Vor diesem Hintergrund hat die RWE Effizienz zusammen mit der Siemens Energy und der tekmar GmbH ein innovatives Steuerungskonzept für Elektro-Speicherheizungen entwickelt.

„Mit dem innovativen Modell der Windheizung lassen sich die heute starren Ladezeiten der elektrischen Speicherheizung aufheben und flexibel an die nicht planbare Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom anpassen. Damit wird regenerativ erzeugter Strom besser als bisher im Stromnetz integriert und die Effizienz der Energieversorgung in Deutschland weiter erhöht“, so der technische Geschäftsführer der RWE Effizienz, Dr. Norbert Verweyen. „Auch die Kunden profitieren damit durch mehr Komfort und geringere CO2-Emissionen.“ weiterlesen ›

Denkmalgeschütztes Hörsaalgebäude der Uni Marburg wird energieeffizient

Solche Meldungen von RWE über erfolgreiche Energieeffizienz-Maßnahmen möchte ich gerne öfters lesen:

Zusammen mit seiner Tochtergesellschaft KEVAG und den Stadtwerken Marburg ermöglicht RWE der Philipps-Universität Marburg eine energetische Sanierung der Spitzenklasse. Bis zu 84 Prozent der jährlichen Energiekosten kann die Hochschule dadurch am zentralen Hörsaalgebäude einsparen.

Unter dem Motto „Beim Klimaschutz gemeinsam VoRWEg gehen“ haben die Unternehmen für das zum Teil denkmalgeschützte Bauwerk ein energieeffizientes Modernisierungskonzept erstellt. Darin sind die Erneuerung der Glasfassade, umfangreiche Wärmedämm-Maßnahmen sowie der Einsatz von moderner Lüftungstechnik und eines innovativen Heizsystems vorgesehen. Die CO2-Emissionen des Gebäudes können auf diesem Wege um rund 75 Prozent gesenkt werden. Ferner lässt sich der Wärmebedarf um 88 und der Strombedarf um rund 55 Prozent reduzieren. Die Kosten der Maßnahmen in Höhe von rund 10 Millionen Euro werden aus Mitteln des Konjunkturpakets II des Bundes finanziert.

„Wir haben die Herausforderung angenommen, den Charakter des Gebäudes zu bewahren und es gleichzeitig zu erneuern und energieeffizient zu machen. Was hier entsteht, hat für zukünftige Umbauten, aber auch Neubauten – in Marburg und darüber hinaus – Modellcharakter“, sagt Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH.

In enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde haben die Planungsgesellschaft Hascher Jehle und das Ingenieurbüro für Bauklimatik Hausladen+Meyer das Effizienz-Konzept miterarbeitet. Dabei war auch zu berücksichtigen, dass ein Teil der Arbeiten während des regulären Vorlesungsbetriebs durchgeführt werden soll. Für die Sanierungsmaßnahmen, die von März 2010 bis Oktober 2011 laufen, wird das im Jahre 1962 erbaute Hörsaalgebäude lediglich in den Semesterferien gesperrt werden.

„Die Machbarkeitsstudie ist ein herausragender Meilenstein auf dem Weg zur CO2-neutralen Universität“, lobt Dr. Volker Nienhaus, Präsident der Philipps-Universität Marburg. Die Kosten der Studie haben RWE und KEVAG im Rahmen ihres Energie-Effizienz-Programms zu 85 Prozent übernommen. Den Rest hat die Universität Marburg selbst finanziert. „Wir waren von Anfang an als Energieberater gefragt und haben an verschiedenen Stellen, zum Beispiel im Bereich der Messtechnik, unser Know-how bereit gestellt“, ergänzt Rainer Kühne, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg. Der lokale Energieversorger beliefert das Hörsaalgebäude auch künftig mit Fernwärme aus dem Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk am Ortenberg.

„Klimaschutz in der Praxis muss immer im Team geschehen. Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen ist so ein hervorragendes Ergebnis möglich“, sagt Helmut Schütz, Leiter des Geschäftsbereichs Energie der KEVAG, mit Blick auf das gemeinsam ermittelte Einsparpotenzial bei den CO2 -Emissionen. Durch das Modernisierungskonzept schrumpfen diese von bislang 614 Tonnen im Jahr auf künftig 152. Das entspricht einer Reduzierung um 75 Prozent.

Die Sanierungsmaßnahmen im Einzelnen: Der Wärmeverlust des Hörsaalgebäudes im Winter wird durch die Erneuerung der Glasfassade, Wärmedämm-Maßnahmen an Dach, Kellerdecke und Außenwänden sowie die Installation einer modernen Lüftungstechnik drastisch reduziert. Durch eine ausgewogene Kombination von natürlicher Lüftung und Sonnenschutzelementen kann in den warmen Monaten zudem auf eine Klimatisierung der Foyerbereiche weitgehend verzichtet werden.

Sowohl die Raumheizung als auch die Raumkühlung wird nach der Sanierung von großflächigen Deckenelementen übernommen. Diese sollen von den nahe liegenden Brunnen der ehemaligen Marburger Brauerei versorgt werden.