Tag: politik

Energieeffizienz als Wirtschaftsfaktor wird mit dem ersten Branchenmonitor sichtbar

Pressekonferenz zur Vorstellung des DENEFF Branchenmonitors Energieeffizienz, Foto: Andreas Kühl Das große Manko vom Themenfeld Energieeffizienz ist, dass es nicht sichtbar ist. Wir können energieeffiziente Produkte und Technologien, sowie deren Erfolge nicht sehen und nicht anfassen. Das macht es für die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Energieeffizienz schwer ihre Erfolge und die Wirksamkeit zu zeigen. Energieeffizienz ist auch so vielfältig und betrifft viele unterschiedliche Bereiche der Wärme-, Kälte und Stromnutzung. Dazu gehören Gebäude mit privaten Haushalten und gewerblicher Nutzung, die industrielle Produktion, die Mobilität und nicht zuletzt auch die Energieerzeugung. Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ist ein junger Verband, der unabhängig und branchenübergreifend als Sprachrohr für die Energieeffizienz  auftreten möchte. Ziel dieses Netzwerkes von über 70 Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen und Größen ist der Einsatz für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik. weiterlesen ›

Verbände, Forscher und Industrie warnen vor Aus für Energieeffizienzprogramme

Während sich alle Augen auf die drohende Strompreisbremse des Bundesumweltministers richten, und den damit verbundenen Investitionsstopp für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor, droht ein weiteres Projekt der Energiewende zu scheitern. Im Gegensatz zum Ausbau der erneuerbaren Energien konnte man bei der Energieeffizienz bisher noch keine großen Fortschritte verzeichnen, dennoch kann die zarte Pflanze “Energieeffizienz” in manchen Bereichen jetzt völlig zum Erliegen kommen. Warnung vor Rückschritten in der Energiewende Über 40 Persönlichkeiten aus Forschung, Industrie und Verbänden wandten sich heute in einem offenen Brandbrief an die Bundesregierung. Darin heißt es: „Mit gemeinsamer Stimme aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft möchten wir Sie um Ihr dringendes Eingreifen bitten, um massive Rückschritte in der Energiewendepolitik und damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden abzuwenden.“ weiterlesen ›

Energieeffizienz saß nur am Katzentisch des Energiegipfels

Beim heutigen Spitzentreffen der Bundeskanzlerin mit Wirtschaftsverbänden und Zivilgesellschaft soll es vor allem um Energieerzeugung und Netzausbau gehen. Energieeinsparungen in der Industrie und Stromeinsparungen in Haushalten werden allenfalls Randthema sein, befürchtet die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF). Der geschäftsführende Vorstand der DENEFF Christian Noll: „Alle wissenschaftlichen Szenarien belegen: die Kosten der Energiewende werden explodieren, wenn nicht schnell zusätzliche Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz unternommen werden.“ Die Szenarien der Bundesregierung zum Energiekonzept setzten deutliche Fortschritte bei der Energieeffizienz voraus, damit die Energiewende wirtschaftlich gelingt. Die aktuelle politische Umsetzung steht, so die DENEFF-Analyse, steht weit hier dahinter zurück. Im Fall der Steuerförderung von Gebäudesanierungen haben sogar Rückschläge stattgefunden. weiterlesen ›

Deutschland kann und muss mehr tun für die Energieeffizienz

Rohrleitungen in einem Industriebetrieb, Quelle: http://freerangestock.com/

Rohrleitungen in einem Industriebetrieb, Quelle: http://freerangestock.com/

Man bekommt mittlerweile den Eindruck, dass die einstige Klimakanzlerin und ehemalige Bundesumweltministerin Angela Merkel sich nicht mehr um Klimaschutz schert. Es war fast zu befürchten, die einstigen Ankündigungen im Klimaschutz waren reine Schönwetter-Politik. Wenn es darauf ankommt zu handeln, passiert meistens gar nichts.

So ist es auch beim Thema Energieeffizienz, hier hat die Politik wieder eine große Chance verpasst. Auch wenn man bei diesem Thema als Politiker keine Bänder durchschneiden darf oder etwas anderes vorzeigbares hat, gibt es gerade bei der Energieeffizienz die Chance unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten den Energieverbrauch zu verringern. Ob durch mehr Energieeffizienz sich der Energieverbrauch wirklich verringert, hängt natürlich auch von anderen Faktoren ab.

Aber es Bedarf viel mehr Anstrengungen, um die Energiesparziele der EU zu erreichen, momentan liegen wir weit zurück. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Ecofys, die im Auftrag der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) erstellt und letzte Woche in Berlin vorgestellt wurde (Download der Studie), werden bestehende Förderprogramme und Vorgaben jährlich voraussichtlich nur 0,7 Prozent Energieeinsparung statt der von der EU geforderten 1,5 Prozent bewirken. Diese Lücke entspricht in etwa dem Endenergieverbrauch zweier Großstädte oder der Stromerzeugung zehn Großkraftwerken im Jahr (379 Billiarden Joule).

Nach der Veröffentlichung der neuen Energieeffizienzrichtlinie im Amtsblatt der EU, am 25.10., bleiben der Bundesregierung noch etwas mehr als 18 Monate Zeit, zusätzliche Maßnahmen zum Aufholen dieses Rückstands beim Energiesparen vorzulegen. Andernfalls droht Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren, wobei dies vermutlich eine neue Bundesregierung betreffen würde und erfahrungsgemäß dabei nicht viel passiert.

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Unter der Energiewende kann man so vieles verstehen

Seitdem die Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima die 180-Grad Kehrtwende vollzogen hat, und mit dem Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie die Energiewende ausgerufen hat, ist dieses Wort in aller Munde. Es wird sehr viel diskutiert in den Medien, und auch hier in diesem Blog, wird der Begriff der Energiewende immer wieder verwendet. Aber mir drängt sich immer häufiger auf, dass es völlig unterschiedliche Vorstellungen von der Energiewende gibt – immerhin gibt es keine genaue Definition der Energiewende.

Erst kürzlich hatte ich hier einen Gastbeitrag über die unterschiedlichen Ansichten zur Energiewende veröffentlicht, bei dem es um unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Energiewende geht. Für Mathias Gössling, wie vielen anderen auch, geht es bei der Energiewende um weit mehr als nur um den Atomausstieg, es geht um die vollständige Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien. Aber auch hier kann es wieder unterschiedliche Vorstellungen geben, wenn es um Offshore-Windenergie und um große, zentrale Einheiten vs. kleinteiliger Erzeuger geht.

Für die Bundesregierung und viele andere in der Energiewirtschaft geht es jedoch lediglich um den Ausstieg aus der Atomenergie und dem Ersatz dieser Kraftwerkskapazitäten. Eine zukunftsfähige Stromversorgung ist demnach nur nachrangig, zudem heute die erneuerbaren Energien noch teurer sind und für die Schwankungen von Wind und Sonne keine Lösung gefunden ist. In diesen Kreisen will man die erneuerbaren Energien in das bestehende System der Energieversorgung einpassen. Der rasante Ausbau von Wind- und Sonnenenergie, zumeist auch dezentral, passt da natürlich nicht rein und wird dementsprechend jetzt immer mehr blockiert. weiterlesen ›

10 Stimmen zu den 10 Punkten des Umweltministers zur Energiewende

Bundespressekonferenz mit Peter Altmaier, Quelle: BMU

Bundespressekonferenz mit Peter Altmaier, Quelle: BMU

In der letzten Woche hat der Bundesumweltminister Peter Altmaier seine zehn Punkte für eine Energie- und Umweltpolitik mit Ambition und Augenmaß als Arbeitsprogramm für die laufende Legislaturperiode bekannt gegeben. Man muss ja inhaltlich nicht immer übereinstimmen, aber für die ruhige und sachliche Art des Herrn Altmaier habe ich viel Respekt. An das Projekt der Energiewende, das die zentrale Aufgabe seiner Amtszeit ist, geht er mit viel Bedacht und Gelassenheit, wohlwissend, dass es es sich um eine große Aufgabe handelt, während aber andere, deren Namen ich nicht nennen muss, sich mit viel Gepolter und nicht zielführend äußern.

Dennoch gab es anschließend, wie nicht anders zu erwarten war, viel Kritik an den einzelnen Punkten, wie sich der Bundesumweltminister die weitere Entwicklung der Energiewende vorstellt. Passend zu den zehn Punkten für eine neue Energie-und Umweltpolitik möchte ich hier zehn sehr unterschiedliche Kommentare aus Medien und Verbänden zu Wort kommen lassen.

Drosselung des Windenergieausbaus würde deutsche Windindustrie gefährden

Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) wertet die Vorlage des Zehn-Punkte-Plans durch den Bundesumweltminister als Versuch, die gegenwärtige Diskussion um die Energiewende wieder in geordnete und sachliche Bahnen zurückführen. Dennoch ist der Verband bezüglich der Ausgestaltung einiger Punkte skeptisch. „Die Erklärung des Bundesumweltministers, er halte nichts von Schnellschüssen, ist eine klare Absage an die Erneuerbare Energienpolitik des Bundeswirtschaftsmisters und der FDP. Der BWE ist ebenfalls für eine geordnete Weiterentwicklung des EEG im Rahmen der im Gesetz selbst vorgesehen Fristen. Wir begrüßen, dass die Länder und die Kommunen intensiv in diesen Prozess miteinbezogen werden sollen. Dennoch offenbart das Papier des Umweltministers, dass hier noch intensiver Diskussionsbedarf besteht“, erklärt BWE-Präsident Hermann Albers. Quelle und weiterlesen

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