Tag: politik

Energieeffizienz Branche enttäuscht von schwachen Zielen der EU-Kommission für 2030

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com In der vergangen Woche hatte ich schon vom möglichen Rückschritt in der europäischen Energieffizienz-Politik geschrieben. Trotz des Votums des EU-Parlaments für ein verbindliches Ziel von einer Steigerung der Energieeffizienz um 40% bis zum Jahr 2030, gegenüber dem Basisjahr 1990, und dem Einsatz verschiedener nationaler Minister, plant die EU-Kommission ein unverbindliches Ziel von 28% einzuführen. Die im letzten Beitrag erwähnten positiven Folgen eines ambitionierten Ziels für Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum bleiben leider unberücksichtigt. Für Martin Bornholdt, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), wäre diese Entscheidung sogar verantwortungslos: „Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge der EU-Kommission für lasche und unverbindliche Energieeinsparziele bis zum Jahr 2030 sind in der aktuellen sicherheits- und energiepolitischen Situation schlicht verantwortungslos. Dass der zuständige Energiekommissar Günther Oettinger hier nicht zu seinem Wort steht, ist enttäuschend. Er gefährdet damit nicht nur die deutsche Energiewende“. Ohne Energieeffizienz bleibt Europa länger abhängig von Energieimporten weiterlesen ›

Verbände fordern von Bundesregierung mehr Einsatz für Energieeffizienz

Gruenspar.de

Energieeffizienz wird oft als schlafender Riese oder gestern von Energiereporter Jan Oliver Löfken als Stiefkind der Energiewende bezeichnet. Nach den Berichten und Kommentaren in manchen Medien scheint Energieeffizienz wohl eher die böse Stiefmutter zu sein. Dabei bietet Energieeffizienz in allen Bereichen die Chance die Energiekosten zu senken und unabhängiger von steigenden Preisen zu werden. Energieeffizienz spielt nur eine Nebenrolle in Politik Trotz dieser Chancen wird Energieeffizienz von der Politik vernachlässigt. Ein breites Bündnis von Verbänden aus Industrievereinigungen, Umwelt- und Sozialverbänden und Gewerkschaften hat nun an die Bundesregierung appelliert, die Verbesserung der Energieeffizienz nicht länger zu vernachlässigen. Sie kritisieren, dass die Bundesregierung im Vorfeld der morgen endenden Frist zur Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie nur unzureichende Maßnahmen zur Energieeinsparung auf den Weg gebracht habe. weiterlesen ›

Gibt es auch positive Seiten für die Energiewende im Eckpunktepapier der Bundesregierung?

Infografik SchwarmStrom und ZuhauseKraftwerk, Grafik: LichtBlick SE

Infografik SchwarmStrom und ZuhauseKraftwerk, Grafik: LichtBlick SE

Das Eckpunktepapier des neuen Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel hat viel Kritik hervor gerufen in der Branche der erneuerbaren Energien und aus den Reihen der Unterstützer. Auch ich habe mich gefragt, was damit erreicht werden soll und habe vom neuen Bündnis Bürgerenergie berichtet, das die Interessen der Energiebürger vertreten möchte.

Den Kommentaren nach ist die Energiewende damit am Ende. Stimmt das wirklich oder ist nur die Förderung am Ende? Es gibt da einen innovativen Ökostromanbieter, einer der Top 4, die immer wieder als vertrauenswürdig empfohlen werden, der  sieht das anders und kann dem Eckpunkte-Papier durchaus einige positive Seiten abgewinnen. weiterlesen ›

Wird die Energiewende von der Politik oder von den Bürgern gemacht?

Energiewende ist eine Aufgabe für jeden von uns, Foto: pixabay.de

Energiewende ist eine Aufgabe für jeden von uns, Foto: pixabay.de

Seit dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen für die große Koalition in der Bundesregierung ist immer wieder vom Ende der Bürger-Energiewende zu lesen. Dabei geht es vor allem um den Bereich, den wir bisher hauptsächlich unter der Energiewende verstanden haben. Und zwar die Transformation der Stromversorgung von zentralen Groß-Kraftwerken hin zu dezentralen, fluktierender Klein-Kraftwerke – angetrieben vor allem durch die Energie des Windes und der Sonne – überwiegend in den Händen einzelner Bürger oder von Bürger-Genossenschaften.

Auf die Details sind zahlreiche andere Energieblogs eingegangen in den letzten Tagen. Besonders ausführlich war dabei Kilian Rüfer in seinem Beitrag “Pflichtlektüre: Energieteil des Koalitionsvertrages“, der detailliert auf einzelne Passagen eingegangen ist. Mit Hilfe von vielen weiteren Kommentaren hat er nahezu jeden einzelnen Absatz zur Energiepolitik bewertet. Wer es kürzer und zusammen gefasst mag, der findet eine übersichtliche Zusammenstellung der geplanten Änderungen im Blog von energieheld.de unter dem schönen Titel “Die GroKo frisst die Energiewende“. weiterlesen ›

Verpasste Chance für Energieeffizienz im Koalitionsvertrag

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Vertrag, Quelle: pixabay.com

Heute ist der Tag der großen Nachrichten und meine Planung wird fast komplett geändert. Leider geht dabei auch unter, dass der Ökostrom-Anbieter Lichtblick den Strompreis für 2014 senken wird, um seine Kunden von der Energiewende profitieren zu lassen. Denn die Diskussionen heute werden dominiert von der jetzt wohl endgültigen Fassung für den Koalitionsvertrag.

Die Energiewende steht nach den Worten im Koalitionsvertrag, der z.B. beim Handelsblatt zum Download erhältlich ist, nach wie vor im Fokus der Bundesregierung, genauso wie der Klimaschutz. Die neue Bundesregierung möchte einen “engagierten Klimaschutz zum Fortschrittsmotor (zu) entwickeln und dabei Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit (zu)  stärken”. Dabei muss sie sich an ihren Taten messen lassen. Den nachfolgenden Satz

“Wir wollen die Entwicklung zu einer Energieversorgung ohne Atomenergie und mit stetig wachsendem Anteil Erneuerbarer Energien konsequent und planvoll fortführen.”

kann man auf viele verschiedene Arten interpretieren und umsetzen. Er lässt alle Spielräume offen. Allerdings gibt es ein paar Zeilen weiter unten in der Einleitung schon den Hinweis, dass Klimaschutz nicht zum Nachteil energieintensiver und im internationalen Wettbewerb stehender Unternehmen führen darf. Ist das ein Zeichen dafür, dass Energiewende und Klimaschutz nur bei schönem Wetter umgesetzt werden sollen? weiterlesen ›

Strategie für Gebäudemodernisierung fehlt noch immer in der Politik

Partner der Gebäude-Allianz

Partner der Gebäude-Allianz

Von den Inhalten der Arbeitsgruppe Energie in den Koalitionsverhandlungen hatte ich bereits von den Bereichen Wärme und Energieeffizienz ausführlich berichtet. Doch noch immer ist die Bremse der Stromwende das Thema Nummer eins, besonders wenn es darum geht angeblich Kosten zu sparen – dabei liegen die größeren Kostensenkungspotentiale in ganz anderen Bereichen. Für die Themen Wärme und Energieeffizienz gibt es bis jetzt nur schöne Aussagen, die aufgrund des Finanzierungsvorbehaltes Lippenbekenntnisse bleiben können.

Spardiktat gefährdet Energiewende im Wärmemarkt

Anfang nächster Woche sollen die abschließenden Koalitionsgespräche stattfinden. Ob dabei Wärme und Energieeffizienz auf der Tagesordnung stehen, darf bezweifelt werden. Daher fordert nun die Gebäude-Allianz, der unter anderem der NABU (Naturschutzbund Deutschland), der BDH (Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik), die IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) und die DENEFF (Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V.) angehören, von den Verhandlungspartnern der Großen Koalition eine Gesamtstrategie für die energetische Gebäudemodernisierung, um das bislang ungenutzte Klimaschutzpotenzial umfassend auszuschöpfen.

Die im bisherigen Entwurf für den Koalitionsvertrag vorgesehenen Finanzierungsinstrumente sind dafür aus Sicht der Gebäude-Allianz eine unverzichtbare aber noch nicht ausreichende Grundlage für die Energiewende im Wärmemarkt, die nicht dem Spardiktat der Abschlussverhandlungen zum Opfer fallen dürfe. Dazu zählten insbesondere die geplante Aufstockung der KfW-Fördermittel, die Einführung von steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für Sanierungsmaßnahmen sowie die geplante Fortentwicklung des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien. weiterlesen ›