Tag: politik

#NAPE ist nur ein erster Schritt für mehr Energieeffizienz in der Energiewende

In der vergangenen Woche hatte ich mich nicht geäußert zur Verabschiedung des Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) durch die Bundesregierung. Dabei hätte ich das Thema ausführlicher begleiten können, die Stärkung der Energieeffizienz in der Energiewende ist immerhin mein Schwerpunktthema hier. Mir fehlte einfach die Zeit, zurückhalten wollte ich mich nicht. Ich bin seit Mitte November an einer anderen Stelle mit dem Aktionsplan Energieeffizienz beschäftigt. Für das Bündnis #effizienzwende habe ich die #Aufgabe bekommen dieses redaktionell zu unterstützen und zu begleiten. Da war noch viel Vorarbeit zu leisten, damit rechtzeitig zur Verküdung des NAPE die neue Website starten konnte. Dann kamen noch andere Schreibaufträge hinzu, so dass deutlich weniger Zeit übrig blieb zum bloggen. Dieses Bündnis ist ein loser Zusammenschluss von Umwelt-, Wirtschafts-, Verbraucher- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften. Sie begrüßen den Kabinettsbeschluss zum Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) als ersten Schritt in die richtige Richtung, kritisieren aber die enthaltenen Maßnahmen als unzureichend. weiterlesen ›

Bringt #NAPE den Durchbruch der Energieeffizienz?

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

dena-Niedrigenergiehaus Darmstadt nach Sanierung mit 97 Prozent Energieeinsparung, Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Seit Mittwoch sind erste Inhalte aus dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung bekannt. Mit diesem Aktionsplan hat die Bundesregierung das ambitionierte Ziel die Energieeffizienz zur zweiten Säule der Energiewende zu machen. Das ist auch dringend notwendig, denn zur Erreichung der Effizienz-Ziele der EU gehört auch eine Steigerung der Energieeffizienz um 20 Prozent bis zum Jahr 2020. Da hinkt Deutschland noch hinterher, der NAPE soll helfen diese Lücke zu füllen. Mittlerweile befindet sich der Aktionsplan in der Abstimmung zwischen den Ressorts und es wird schon öffentlich über Inhalte diskutiert, damit die andere Seite nicht mehr davon abweicht. Herdan @BMWi_Bund #NAPE ist Startschuss, um Energieeffizienz zur 2. Säule der Energiewende zu machen. #denakongress — dena (@dena_news) 12. November 2014 Die Leserinnen und Leser werden sich sicher nun dafür interessieren, was genau im NAPE steht. Werden die hochgesteckten Erwartungen erfüllt? Werden wir damit endlich Fortschritte im Gebäudesektor erzielen können? Und wird die Lücke zur Erfüllung des Effizienzzieles geschlossen werden können? Erste Skepsis macht sich breit zwischen den optimistischen Ankündigungen beim dena Energieeffizienzkongress: #NAPE soll 460 PJ Energieeinsparung bringen, das füllt leider nur ein Drittel der Lücke zum 2020 Ziel. Aber guter Anfang! — Swantje Küchler (@Swannich) 12. November 2014 weiterlesen ›

Regenerative Energien als politische Waffe einsetzen?

Für die Ukraine ist es eine einmalige Chance. Die Rahmenbedingungen ermöglichen es der Ukraine auf die russischen Erpressungen durch die Wirtschaftswaffe Gas mit einem radikalen energiepolitischen Paradigmenwechsel wirkungsvoll zu reagieren. Der rettende Strohhalm heißt: Regenerative Energien. Für die Energieversorgung reduzieren hoch effektive Strohalme wie vertikale Kleinwindanlagen / Photovoltaik mit Stromspeicher und Solarthermie/Wärmepumpen/BHKW/Pelletheizungen mit Wärmepufferspeicher die Gas-und Stromabhängigkeit um mindestens 50% – pro Haushalt. Auch Mietwohnungen profitieren von dieser neuen Stufe in der Energiewende. Wenn dann noch technisch ausgereifte und auch für Ukrainer wirtschaftlich sinnvolle Wärmewellenheizungen eingesetzt werden, entlasten die Gegenmaßnahmen das Strom- und Gasnetz erheblich. Dazu kommen noch Hybridsysteme, Energiesparfarben für Innen- und Außenbereiche, programmierbare Thermostate, notwendige Teildämmungen, hydraulischer Abgleich und andere sinnvolle, aber nicht teure Einsparmaßnahmen.
Wirtschaftlichkeit bedeutet in diesem Sonderfall: sehr hohe Einsparquoten von Strom und Heizungswärme bei möglichst niedrigen Investitionskosten und schneller Inbetriebnahme. Die technische Alternativen sind längst im europäischen Markt etabliert. Die Bürger in der Ukraine kaufen aktuell energetisch gesehen unverantwortliche Elektroheizungen mit extrem hohen Kilowatt-Nennleistungen. Das Stromnetz wird dadurch besonders in kalten Tagen stark belastet und könnte wie im Jahrtausendsommer 2003 in halb Europa durch Überbelastung teilweise zusammenbrechen. Wie bei uns schon länger bekannt, reduzieren technisch geeignete, energetisch anspruchslose, und damit wirtschaftlich vertretbare Wärmewellenheizungen den Stromverbrauch gegenüber stromfressenden Elektroheizungen weit über der 60% – Marke. Mit Kleinwindkraft/Photovoltaikeinsatz inklusiver Stromspeicher erhöht sich dieser Wert erneut, so dass im Ökostrombetrieb praktisch zum Nulltarif geheizt wird. Auf jeden Fall ohne Gas und die Gefahr, dass das Stromnetz mit alten Elektroheizungen zusammenbricht. Für Klitschko bietet sich folgender Ausweg: 1)  er bittet die EU um Kredithilfen für Kauf und Installation von den wirtschaftlichsten Einsparmaßnahmen – mit den Schwerpunkten erneuerbaren Energien.
2) Die Heizungsbetreiber erhalten pro Haushalt für die individuellen Einsparmaßnahmen Auszahlungen aus dem Kredittopf. Die Energienutzer zahlen dem Staat Ukraine diese Förderungssummen aus den Einsparungen in Raten locker zurück, was zudem die Kaufkraft erhöht. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die zukünftig ausgegebenen Gelder für Öl, Kohle oder Flüssiggas für immer ausgegeben und nicht gegenfinanziert sind, keine wirtschaftlichen Impulse auslösen und anders als mit dem Fördersummenmodell perspektivlos weiter die Umwelt verschmutzen. Regenerativen Energien liefern ein dreifaches Einsparpotential an fossilen Brennstoffen, Heizungs- und Stromkosten sowie Schadstoffen. Nach dem energetischen Umstieg stehen auf der Verliererliste: 1. russische Gaskonzerne
2. Putin
3. Kohle- und Flüssiggasexporteure auf der Gewinnerliste: 1. die Energieversorgung der Bürger wird gesichert. Niemand muss unnötigerweise frieren
2. politische Stabilität vom Staat Ukraine
3. die Entspannung der Weltlage, da das Druckmittel russisches Importgas kleiner wird
4. Mieter und Heizungsbetreiber, durch erheblich kleinere Heizungs- und Stromkosten
5. regionale Handwerker und Installationsbetriebe vor Ort, welche die Maßnahmen umsetzen
6. internationale Hersteller und Lieferanten der technischen Komponenten, auch deutsche Unternehmen
7. die Strom- und Gasnetze in der Ukraine, aber auch im Transitverkehr
8. die Umwelt durch erhebliche Schadstoffreduzierung wegen wegfallender Kohle- und Gasverschwendung in den Haushalten und Kraftwerken
9. alle erneuerbare Energien, welche die wirtschaftliche und politische Kraft demonstrieren. Die Höhe einer finanziellen EU-Beihilfesumme liegt pikanterweise weit unter den fortlaufenden Milliarden Euro für weitere Zwangsimporte für Kohle, Öl und Flüssiggas. Mit einem Schlag lösen sich gleich mehrere Probleme. Jahrzehntelange Abhängigkeiten werden gemildert oder komplett beendet. Volkswirtschaftlich gesehen ist dieses Konjunkturförderkonzept ein Traum für jeden Demokraten. Somit bietet sich ein Ausweg für die bedrohliche politische Lage an. Die Welt, und vor allen Europa, sollten sich intensiv um eine politische und energetische Stabilität in der Ukraine bemühen.
Zumindest in der Ukraine besteht erstmals die Chance, dass regenerative Energien zur Lösung eines politischen Konflikts eingesetzt werden. Bezug: Artikel im Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/wirtschaft-handel-und-finanzen-ukraine-neue-runde-im-gasstreit-klitschko-warnt-vor-kalten-wohnungen/10754560.html

Energieeffizienz Branche enttäuscht von schwachen Zielen der EU-Kommission für 2030

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com

In der vergangen Woche hatte ich schon vom möglichen Rückschritt in der europäischen Energieffizienz-Politik geschrieben. Trotz des Votums des EU-Parlaments für ein verbindliches Ziel von einer Steigerung der Energieeffizienz um 40% bis zum Jahr 2030, gegenüber dem Basisjahr 1990, und dem Einsatz verschiedener nationaler Minister, plant die EU-Kommission ein unverbindliches Ziel von 28% einzuführen. Die im letzten Beitrag erwähnten positiven Folgen eines ambitionierten Ziels für Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum bleiben leider unberücksichtigt.

Für Martin Bornholdt, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), wäre diese Entscheidung sogar verantwortungslos:

„Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge der EU-Kommission für lasche und unverbindliche Energieeinsparziele bis zum Jahr 2030 sind in der aktuellen sicherheits- und energiepolitischen Situation schlicht verantwortungslos. Dass der zuständige Energiekommissar Günther Oettinger hier nicht zu seinem Wort steht, ist enttäuschend. Er gefährdet damit nicht nur die deutsche Energiewende“.

Ohne Energieeffizienz bleibt Europa länger abhängig von Energieimporten

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Verbände fordern von Bundesregierung mehr Einsatz für Energieeffizienz

Könnte auch von mir sein #hea #ForumWP #energieeffienzEnergieeffizienz wird oft als schlafender Riese oder gestern von Energiereporter Jan Oliver Löfken als Stiefkind der Energiewende bezeichnet. Nach den Berichten und Kommentaren in manchen Medien scheint Energieeffizienz wohl eher die böse Stiefmutter zu sein. Dabei bietet Energieeffizienz in allen Bereichen die Chance die Energiekosten zu senken und unabhängiger von steigenden Preisen zu werden.

Energieeffizienz spielt nur eine Nebenrolle in Politik

Trotz dieser Chancen wird Energieeffizienz von der Politik vernachlässigt. Ein breites Bündnis von Verbänden aus Industrievereinigungen, Umwelt- und Sozialverbänden und Gewerkschaften hat nun an die Bundesregierung appelliert, die Verbesserung der Energieeffizienz nicht länger zu vernachlässigen. Sie kritisieren, dass die Bundesregierung im Vorfeld der morgen endenden Frist zur Umsetzung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie nur unzureichende Maßnahmen zur Energieeinsparung auf den Weg gebracht habe. weiterlesen ›

Gibt es auch positive Seiten für die Energiewende im Eckpunktepapier der Bundesregierung?

Infografik SchwarmStrom und ZuhauseKraftwerk, Grafik: LichtBlick SE

Infografik SchwarmStrom und ZuhauseKraftwerk, Grafik: LichtBlick SE

Das Eckpunktepapier des neuen Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel hat viel Kritik hervor gerufen in der Branche der erneuerbaren Energien und aus den Reihen der Unterstützer. Auch ich habe mich gefragt, was damit erreicht werden soll und habe vom neuen Bündnis Bürgerenergie berichtet, das die Interessen der Energiebürger vertreten möchte.

Den Kommentaren nach ist die Energiewende damit am Ende. Stimmt das wirklich oder ist nur die Förderung am Ende? Es gibt da einen innovativen Ökostromanbieter, einer der Top 4, die immer wieder als vertrauenswürdig empfohlen werden, der  sieht das anders und kann dem Eckpunkte-Papier durchaus einige positive Seiten abgewinnen. weiterlesen ›