Tag: politik

Gibt es auch positive Seiten für die Energiewende im Eckpunktepapier der Bundesregierung?

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Infografik SchwarmStrom und ZuhauseKraftwerk, Grafik: LichtBlick SE Das Eckpunktepapier des neuen Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel hat viel Kritik hervor gerufen in der Branche der erneuerbaren Energien und aus den Reihen der Unterstützer. Auch ich habe mich gefragt, was damit erreicht werden soll und habe vom neuen Bündnis Bürgerenergie berichtet, das die Interessen der Energiebürger vertreten möchte. Den Kommentaren nach ist die Energiewende damit am Ende. Stimmt das wirklich oder ist nur die Förderung am Ende? Es gibt da einen innovativen Ökostromanbieter, einer der Top 4, die immer wieder als vertrauenswürdig empfohlen werden, der  sieht das anders und kann dem Eckpunkte-Papier durchaus einige positive Seiten abgewinnen. weiterlesen ›

Wird die Energiewende von der Politik oder von den Bürgern gemacht?

Energiewende ist eine Aufgabe für jeden von uns, Foto: pixabay.de Seit dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen für die große Koalition in der Bundesregierung ist immer wieder vom Ende der Bürger-Energiewende zu lesen. Dabei geht es vor allem um den Bereich, den wir bisher hauptsächlich unter der Energiewende verstanden haben. Und zwar die Transformation der Stromversorgung von zentralen Groß-Kraftwerken hin zu dezentralen, fluktierender Klein-Kraftwerke – angetrieben vor allem durch die Energie des Windes und der Sonne – überwiegend in den Händen einzelner Bürger oder von Bürger-Genossenschaften. Auf die Details sind zahlreiche andere Energieblogs eingegangen in den letzten Tagen. Besonders ausführlich war dabei Kilian Rüfer in seinem Beitrag “Pflichtlektüre: Energieteil des Koalitionsvertrages“, der detailliert auf einzelne Passagen eingegangen ist. Mit Hilfe von vielen weiteren Kommentaren hat er nahezu jeden einzelnen Absatz zur Energiepolitik bewertet. Wer es kürzer und zusammen gefasst mag, der findet eine übersichtliche Zusammenstellung der geplanten Änderungen im Blog von energieheld.de unter dem schönen Titel “Die GroKo frisst die Energiewende“. weiterlesen ›

Verpasste Chance für Energieeffizienz im Koalitionsvertrag

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Vertrag, Quelle: pixabay.com

Heute ist der Tag der großen Nachrichten und meine Planung wird fast komplett geändert. Leider geht dabei auch unter, dass der Ökostrom-Anbieter Lichtblick den Strompreis für 2014 senken wird, um seine Kunden von der Energiewende profitieren zu lassen. Denn die Diskussionen heute werden dominiert von der jetzt wohl endgültigen Fassung für den Koalitionsvertrag.

Die Energiewende steht nach den Worten im Koalitionsvertrag, der z.B. beim Handelsblatt zum Download erhältlich ist, nach wie vor im Fokus der Bundesregierung, genauso wie der Klimaschutz. Die neue Bundesregierung möchte einen “engagierten Klimaschutz zum Fortschrittsmotor (zu) entwickeln und dabei Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit (zu)  stärken”. Dabei muss sie sich an ihren Taten messen lassen. Den nachfolgenden Satz

“Wir wollen die Entwicklung zu einer Energieversorgung ohne Atomenergie und mit stetig wachsendem Anteil Erneuerbarer Energien konsequent und planvoll fortführen.”

kann man auf viele verschiedene Arten interpretieren und umsetzen. Er lässt alle Spielräume offen. Allerdings gibt es ein paar Zeilen weiter unten in der Einleitung schon den Hinweis, dass Klimaschutz nicht zum Nachteil energieintensiver und im internationalen Wettbewerb stehender Unternehmen führen darf. Ist das ein Zeichen dafür, dass Energiewende und Klimaschutz nur bei schönem Wetter umgesetzt werden sollen? weiterlesen ›

Strategie für Gebäudemodernisierung fehlt noch immer in der Politik

Partner der Gebäude-Allianz

Partner der Gebäude-Allianz

Von den Inhalten der Arbeitsgruppe Energie in den Koalitionsverhandlungen hatte ich bereits von den Bereichen Wärme und Energieeffizienz ausführlich berichtet. Doch noch immer ist die Bremse der Stromwende das Thema Nummer eins, besonders wenn es darum geht angeblich Kosten zu sparen – dabei liegen die größeren Kostensenkungspotentiale in ganz anderen Bereichen. Für die Themen Wärme und Energieeffizienz gibt es bis jetzt nur schöne Aussagen, die aufgrund des Finanzierungsvorbehaltes Lippenbekenntnisse bleiben können.

Spardiktat gefährdet Energiewende im Wärmemarkt

Anfang nächster Woche sollen die abschließenden Koalitionsgespräche stattfinden. Ob dabei Wärme und Energieeffizienz auf der Tagesordnung stehen, darf bezweifelt werden. Daher fordert nun die Gebäude-Allianz, der unter anderem der NABU (Naturschutzbund Deutschland), der BDH (Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik), die IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) und die DENEFF (Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V.) angehören, von den Verhandlungspartnern der Großen Koalition eine Gesamtstrategie für die energetische Gebäudemodernisierung, um das bislang ungenutzte Klimaschutzpotenzial umfassend auszuschöpfen.

Die im bisherigen Entwurf für den Koalitionsvertrag vorgesehenen Finanzierungsinstrumente sind dafür aus Sicht der Gebäude-Allianz eine unverzichtbare aber noch nicht ausreichende Grundlage für die Energiewende im Wärmemarkt, die nicht dem Spardiktat der Abschlussverhandlungen zum Opfer fallen dürfe. Dazu zählten insbesondere die geplante Aufstockung der KfW-Fördermittel, die Einführung von steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für Sanierungsmaßnahmen sowie die geplante Fortentwicklung des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien. weiterlesen ›

Warum dominiert die Kostendebatte den Diskurs über die Energiewende?

Gastbeitrag von Stefan Preiß, verantwortlicher Redakteur bei EUWID Neue Energien, auch veröffentlicht bei experts-top50-solar.de als passende Ergänzung zum Beitrag über das Bewusstsein für das Thema Energie.

IMG_7305Über den französischen Diplomaten Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord, der zu den wichtigsten Beratern Napoleons zählte, wird eine interessante Anekdote erzählt. Als Napoleon ihm im Vorfeld von Friedensverhandlungen vorschlug, eine weitere Schlacht zu führen, um die Verhandlungsposition zu stärken, entgegnete ihm Talleyrand: „Das ist nicht erforderlich: Man hat mir erlaubt, die Agenda für die Verhandlungen festzulegen.“

Talleyrand, die Agenda und die Energiewende in Deutschland

Die Debatte um die Energiewende in Deutschland zeigt auf einer anderen Ebene die Bedeutung der Agenda. Spätestens seit den Vorschlägen von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) für eine Strompreisbremse im Frühjahr 2013 wird die Energiewende immer weniger als Chance denn als Bedrohung wahrgenommen. Die gebetsmühlenartige Warnung vor den „explodierenden Kosten der Energiewende“ hat zunehmend die Agenda der Debatte bestimmt. Von den vormals gerühmten Chancen und Vorteilen eines zügigen Umstiegs der Energieversorgungsstrukturen auf erneuerbare Energien ist kaum mehr die Rede. Vielmehr ist mit dem „Kostenargument“ eine Angstspirale in Gang gesetzt worden, an deren aktuellem Rand von Industrieseite die Sorge vor der „Zerstörung des industriellen Kerns Deutschlands“ als Superlativ eingebracht wurde.

Die von der Kostendebatte geprägte Agenda wirkt erwartungsgemäß in die laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD hinein. Man werde die Umsetzung der Energiewende planbarer, berechenbarer und „dauerhaft bezahlbar“ gestalten, erklärte der Bundesumweltminister. Sein sozialdemokratisches Pendant in den Verhandlungen, die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, erklärte schon zu Beginn der Koalitionsgespräche, dass der Erhalt der Industriearbeitsplätze wichtiger als eine schnelle Energiewende sei. Die zwischenzeitlich bekannt gewordenen Ergebnisse der Arbeitsgruppe Energie bestätigen, dass ein kraftvoller Ausbau der erneuerbaren Energien in der kommenden Legislaturperiode nicht die höchste Priorität besitzt: Der Bioenergieausbau soll gedrosselt, die Onshore-Windkraft auf gute Standorte beschränkt und Photovoltaik-Selbstversorger stärker zur Kasse gebeten werden. „Unser Ziel war es die Kostenexplosion in den Griff zu bekommen. Das haben wir erreicht“, erklärte CDU-Vize Armin Laschet. weiterlesen ›

Energieeffizienz ist eine wichtige Kommunikationsaufgabe

3 Jahre DENEFF

Geburtstagstorte der DENEFF, Foto: Andreas Kühl

Veranstaltungen von Fachverbänden sind immer sehr angenehm. Man ist unter sich, alle haben das gleiche Interesse am Thema und viele andere Teilnehmer kennt man schon oder man kann neue Kontakte knüpfen. So erging es mir gestern beim parlamentarischen Abend der DENEFF, der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. im prächtigen Bärensaal des alten Stadthauses in Berlin-Mitte.

Kaum treffe ich ein, steht Professor Jochem neben mir, der mir vor allem als Begründer der Energieeffizienz-Netzwerke in der Industrie bekannt ist. Weitere bekannte Gesichter sehe ich dann gleich nach der Anmeldung. So lernte ich bald darauf den sehr sympathischen Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender von B.A.U.M. e. V., kennen und auch Patrick Mijnals, den Gründer von bettervest. Nennen möchte ich auch noch den sehr umtriebigen Bernhard Köhler, Energiemanager bei Weidmüller Interface GmbH & Co. KG in Detmold, der seit dem Interview im letzten Jahr ein treuer Leser ist und  mir immer wieder hilft neue Kontakte zu knüpfen. weiterlesen ›