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Schlagwort: nachhaltig

Heizen mit Pellets – (k)eine Frage der Nachhaltigkeit?

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Gastbeitrag von Marie Lingner, KWB Deutschland – Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH als Austausch zum Interview im KWB Blog.

Holzpellets
Heizen mit Pellets, Foto: KWB

Mit Biomasse zu heizen, senkt die CO2-Emissionen bei der Wärmeversorgung so stark wie mit keiner anderen energetischen Maßnahme. Deshalb werden Heizungssanierungen mit staatlichen Zuschüssen gefördert. Aber mit der steigenden Nachfrage an Pelletheizungen nehmen auch die Zweifel an der nachhaltigen Herstellung des Holzbrennstoffs zu. Wie wird also sichergestellt, dass die energetische Nutzung von Holz keine Gefahr für den Bestand des Waldes birgt?

Nachhaltigkeit ist ein sehr vielschichtiges Thema, das im Umfang dieses Beitrags nur als Teilbereich behandelt werden kann. Es soll in diesem Zusammenhang nicht der Beitrag von Holzbrennstoffen zur CO2-Senkung, sondern die nachhaltige bzw. langfristige Sicherung des deutschen Waldes im Vordergrund der Betrachtung stehen. … den ganzen Artikel lesen »

Energie-Wendezeit

Quantensprung in der energetischen Sanierung im Gebäude-Bestand

Effektiv Strom und Wärme sparenHeizen zum direkten Sonnen-Nulltarif konnten bisher nur Betreiber von Wärmepumpen oder einer Photovoltaik/Solarthermie-Hybridanlage. Doch diese Anlagen führten vor der Energiewende beim ökologischen Heizen wegen technischen Kinderkrankheiten, hohen Investitionskosten, einer meist auf unausgereifter Technik und teurem Strom basierenden Winter-Zusatzheizung und unwirtschaftlichen Energieeinsparquoten ein Schattenleben. Manche Wärmepumpen verbrauchten mehr elektrische Energie, als Wärmeenergie einzusparen.

Durch die finanziell hoch attraktive Einspeisung von Ökostrom in das öffentliche Stromnetz nutzte ein Hausbesitzer den Ökostrom vom Dach selten. Stromspeicher kamen erst vor wenigen Jahren zu astronomischen Preisen in den Handel und Elektroheizungen, beispielsweise Nachtspeicheröfen, arbeiten mit extrem hohem Stromverbrauch, teilweise über 3 kW pro Gerät. Mieter waren komplett von Ökostromnutzung ausgeschlossen.

Auf Basis von thermodynamischen Wärmegesetzen basierende Elektroheizungen arbeiten immer noch ineffektiv und verursachen ökologische Schäden. Zudem sind diese unwirtschaftlich und im Betrieb die teuerste Methode, um Heizungswärme zu erzeugen. … den ganzen Artikel lesen »

Erster Öko-Computer mit europäischem Umweltlabel ausgezeichnet

Der umweltschonende Touchscreen-PC iameco fällt aus dem Rahmen – der ist nämlich aus Holz. © MicroPro
Der umweltschonende Touchscreen-PC iameco fällt aus dem Rahmen – der ist nämlich aus Holz. © MicroPro

Stundenlanges Surfen im Internet verbraucht viel Strom und belastet die Umwelt. Energiesparend arbeitet hingegen ein neuer Öko-PC: Er erzeugt etwa 70 Prozent weniger CO2 als herkömmliche Rechner und lässt sich zu 98 Prozent recyceln. Als erster Computer seiner Klasse erhielt er das europäische Umweltlabel »EU Ecolabel«.

Arbeitsgerät, Freizeitbeschäftigung, persönlicher Assistent – Computer sind allgegenwärtig. Die Umweltbilanz der Rechner lässt jedoch zu wünschen übrig: Sie veralten schnell, enthalten oftmals giftige Stoffe zur Flammhemmung und ihre einzelnen Komponenten lassen sich nur schwer wiederverwerten. Zudem verbrauchen sie einiges an Strom, bei dessen Erzeugung wiederum CO2 in die Atmosphäre entweicht.

Mitarbeiter der Firma MicroPro in Irland haben nun in Zusammenarbeit mit Kollegen des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM in Berlin einen Computer mit Holzrahmen entwickelt, der die Umwelt schont. Der iameco, gesprochen »I am eco«, wurde als erster Computer seiner Klasse mit dem europäischen Umweltlabel »EU Ecolabel« ausgezeichnet.

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Nachhaltig! Grün! Machbar!? – Richtfest für das Londoner Stadtentwicklungszentrum „Crystal“

Gastbeitrag, was denken  Sie über ein solches Projekt?

Der fassbare Blick in die grüne Zukunft der Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit hat seit diesem Herbst einen Namen: „The Crystal“. In einer bemerkenswerten Verbindung von Architektur und Umwelttechnik ist es Siemens gelungen, in London die Pläne für eine imposante Forschungs- und Konferenzstätte mit interaktiver Ausstellung umsetzen. Zwar ist die Fertigstellung des ökologischen Zentrums für Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit erst für Mitte 2012 geplant. Doch das Richtfest fand schon jetzt im feierlichen Rahmen unter Anwesenheit des Londoner Bürgermeisters, Boris Johnson, statt.

Erlebniswelt, Expertenwissen und Laienempfinden unter einem Dach

Mit einer Investition von etwa 30 Millionen englischen Pfund gehört „The Crystal“ momentan zu einem der größten Siemensprojekte in Großbritannien. Die charakteristische Architektur, die in ihrer Form und reflektierenden Fassade stark an die Beschaffenheit von Kristallen erinnert, fügt sich auf sehr aufsehenerregende Weise in die Royal Victoria Docks am Londoner Hafen ein.

Als Dialog- und Kompetenzzentrum für Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit soll „The Crystal“ nicht nur das Londoner Stadtbild in seiner Attraktivität erweitern. Vielmehr dient es nach den Vorstellungen seines Gründerteams dazu, passende Rahmenbedingungen für Vorhaben der Stadtentwicklung und stadtökologischer Forschung zu bieten. Denn diese stellen für Siemens und seine Partner eine wichtige Grundlage dar, um Großstädte weltweit lebenswerter und umweltfreundlicher zu gestalten. Auch interessierte Besucher können sich ab Sommer 2012 interaktiv mit Bildern und Konzepten der urban-umweltverträglichen Zukunft auseinandersetzen und ihre Ideen für nachhaltig-grüne Konzepte zur Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit einbringen. … den ganzen Artikel lesen »

Nachhaltigkeitsstudie zur Photovoltaikindustrie mit Überraschungen

Die Photovoltaik ist im Kern eine Halbleitertechnologie und daher ebenso energie- und rohstoffintensiv. Bei der Bewertung der Nachhaltigkeit eines Herstellers und seiner Produkte muss die gesamte Kette der eingesetzten Herstellungsverfahren berücksichtigt werden. Auf Grund der Heterogenität der Prozesse ist die Transparenz der PV-Hersteller ein entscheidendes Kriterium.

Die Murphy&Spitz-Studie betrachtet die gängigen Herstellungsprozesse vom Sandkorn bis zum Endprodukt Solarmodul. Dabei erörtert sie den Energieeinsatz und verwendete Materialien und beantwortet die Frage nach der Technologie mit der energetisch günstigsten Bilanz.

Die abschließende Bewertung der untersuchten Unternehmen kommt zu einigen überraschenden Resultaten: Insgesamt führen SolarWorld und First Solar das Ranking an, gefolgt von dem chinesischen Hersteller Yingli. Generell punkteten alle untersuchten chinesischen Unternehmen mit dem Nachweis eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001-Norm. Der amerikanische Hersteller First Solar bekam die besten Noten auf Grund der hohen Transparenz, der Qualität der Informationen, dem Recycling-Ansatz und der Umweltrelevanz von Zulieferern. Das deutsche Unternehmen SolarWorld lieferte ein ähnliches Bild. Allerdings mussten Abstriche gemacht werden, weil nur ein Teil der Produktion nach ISO 14001 zertifiziert ist. Der amerikanische Hersteller Sunpower bildete in der Untersuchung das Schlusslicht und glänzte nur mit dem Marketing seiner Produkte als umweltfreundlich. Die eigenen Produktionsprozesse blieben gänzlich undokumentiert.

„Die Annahme, chinesische Hersteller produzierten nicht umwelt- und sozialverträglich, kann nicht allgemein getroffen werden. Die breite Implementierung der ISO 14001-Norm beweist, dass die Hersteller ein Umweltbewusstsein entwickelt haben und über Instrumente verfügen, Umweltschutzziele zu definieren, umzusetzen und zu dokumentieren. Die Lücken beim Nachweis der Zuliefererkette geben allerdings Anlass für Kritik. Hier ist die Transparenz bei den Chinesen noch verbesserungswürdig“, erläutert Nicole Vormann, Leiterin Sustainability bei Murphy&Spitz Research, das Resultat.

Murphy&Spitz ist seit 1999 erfolgreich im Bereich nachhaltigen Investments aktiv und gehört zu den wenigen Experten im deutschsprachigen Raum, die ein eigenes Researchteam mit Schwerpunkt auf nachhaltiges Investment unterhalten. Murphy&Spitz Research berät den Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland (WKN:A0QYL0) und den Murphy&Spitz Umweltfonds Welt (WKN:A0Q632).

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Brauchen wir mehr Zertifizierungen für Gebäude?

Im letzten Jahr wurde mit viel Mühe der Gebäude-Energieausweis eingeführt, ist aber auf dem Wohnungsmarkt noch nicht sehr bekannt. Dann gibt es das amerikanische Zertifizierungssystem LEED, das nicht nur den Energieverbrauch erfasst, sondern auch den gesamten Ressourcenverbrauch des Gebäudes einbezieht. Und fast gleichzeitig wurde, kaum bemerkt von der Öffentlichkeit, ein deutsches Gütesiegel für nachhaltiges Bauen von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. eingeführt. Ach ja, jetzt will die dena mit einem Energielabel energieeffiziente Gebäude mit dem Qualitätssiegel „Effizienzhaus“ sichtbar machen.

Wer blickt da denn noch durch? Langsam wird es kompliziert mit den vielen Gütesiegeln, selbst für Fachleute wird es schwierig da den Überblick zu behalten.

Im Grunde sind es jedoch nur zwei verschiedene Qualitätssiegel. Der Energieausweis und die Sonderform Qualitätssiegel  „Effizienzhaus“ betrachten nur den Energiebedarf oder den Energieverbrauch des Gebäudes. Richtig schwierig wird es, wenn das Gebäude umfassend betrachtet wird, mit seinem ökologischen Rucksack – bei den Zertifizierungen nach LEED oder der DGNB. Nicht nur der Energieverbruch im Betrieb wird betrachtet, auch der Wasserverbrauch, die Flächenversiegelung und die eingesetzten Materialien am Bau. Ich kenne mich nicht genau aus mit den Zertifizierungen, aber sinnvoll ist es alles einzubeziehen in die Betrachtung – auch weitere Ressourcen, die gebraucht werden und auch die Energie, die benötigt wird um das Gebäude zu errichten.

Beim jetzigen Stand mit dem Energieausweis kann man nicht stehen bleiben, der kann nur ein Anfang sein. Warum man aber den Energieausweis komplizierter machen muss, als er ist, kann ich nicht nachvollziehen. Wie soll man einem Mieter den Unterschied erklären zwischen einem verbrauchsabhängigen Energieausweis und einem zertifizierten Effizienzhaus? Eine Sicherheit hat der Mieter in beiden Fällen nicht, im Alltag auf genau diesen Energieverbauch zu kommen – eher noch beim verbrauchsabhängigen Energieausweis.