Was bringt die neue BHKW-Förderrichtlinie?

Am 18. Januar 2012 wurden die „Richtlinien zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kW“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlicht. Gemäß dieser Richtlinien erhalten Mikro-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 20 kW eine einmalige Investitionsförderung, die ab dem 1. April 2012 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden kann. Diese Förderung beträgt für eine Mikro-KWK-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 1 KW, wie dies zum Beispiel in einem Einfamilienhaus eingesetzt werden kann, 1.500,- Euro. Eine 20 kW-Anlage erhält eine Förderung in Höhe von 3.500,- Euro.

Indes – nicht alle Mikro-KWK-Anlagen erhalten eine Investitionsförderung. Eine längere Liste von Bedingungen muss hierfür erfüllt werden. Wichtigste Einschränkung ist der Wegfall der Förderung für alle Mikro-KWK-Anlagen in Neubauten sowie in Gebieten, in denen ein Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme vorliegt.

Insbesondere für BHKW-Hersteller im Leistungsbereich bis 20 kW dürften die nächsten Monate zur wirtschaftlichen Herausforderung werden. Aufgrund der nun in Aussicht gestellten Förderung werden die meisten Kunden die Realisierung einer Mikro-KWK-Anlage auf einen Termin nach dem 01.04.2012 verschieben. Dies wird voraussichtlich zu einem Einbruch der Umsätze sowie angesichts der laufenden Kosten bei einigen BHKW-Herstellern ggf. auch zu Liquiditätsengpässen führen.

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RWE steigt in den Markt kleiner Blockheizkraftwerke für Privatkunden ein

Nach dem Zuhause-Kraftwerk von Lichtblick bietet jetzt mit RWE ein weiterer Stromversorger Blockheizkraftwerke für Privatkunden an. Im Gegensatz zu dem BHKW von Lichtblick hat RWE mit Vaillant einen etablierten Partner aus der Heizungsindustrie, der deutlich kleinere BHKW mit 4,7 kWel anbietet, die sich auch noch für größere Ein- oder Zweifamilienhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser eignen. Bei Lichtblick werden, wenn ich es richtig gesehen habe, die BHKW nach dem Strombedarf geführt und bei RWE wohl nach dem Strom-und Wärmebedarf. Ansonsten ähnelt sich das Konzept der beiden Angebote.

Mit dem HomePower Mikro-KWK-System steigt RWE Effizienz in Zusammenarbeit mit Vaillant Deutschland in den Markt für die dezentrale Energieversorgung von Privatkunden ein. Die Kernelemente der stromerzeugenden Heizung sind ein Vaillant ecoPOWER 4.7 Blockheizkraftwerk sowie eine von RWE entwickelte ControlBox, die das intelligente Energiemanagement für den Kunden übernimmt.

Die Anlage wird nach dem Strom- und Wärmebedarf des Kunden gesteuert. Außerdem ist sie bereits dafür ausgelegt, künftig überschüssigen Ökostrom aus dem Netz in Form von Wärme zu speichern und zu nutzen. Die Regeltechnik dafür wurde gemeinsam mit der Fraunhofer Gesellschaft Duisburg entwickelt. Stromspitzen, die nicht aus der Mikro-KWK-Anlage gedeckt werden können, werden durch den Bezug von Ökostrom ergänzt.

Insgesamt lässt sich auf diese Weise der Primärenergieverbrauch eines Gebäudes um mehr als ein Drittel verringern und der CO2-Ausstoss um bis zu 50 Prozent reduzieren. Zum Marktstart will RWE Effizienz zunächst bis zu 50 Anlagen in Nordrhein-Westfalen installieren. Die Anlage eignet sich typischerweise für Kunden mit einem Wärmebedarf ab 60.000 Kilowattstunden pro Jahr. Kunden können die Anlage entweder als Contracting-Lösung oder komplett erwerben. RWE Effizienz plant, ab 2012 auch kleinere Mikro-KWK-Anlagen speziell für Einfamilienhäuser anzubieten. weiterlesen ›

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