Tag: Kraft-Wärme-Kopplung

Auszeichnung für Energieeffizienz in schwäbischen Unternehmen

Die Preisträger von den Unternehmen Molkerei Gropper, Interquell, Solarzentrum Allgäu und Firmengruppe Unger mit Vertretern der Jury und Franz Josef Pschierer (3.v.l.), Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Foto: LEW/Bleier Gute und besonders vorbildliche Projekte zu zeigen sind mir besonders wichtig, das habe ich sicher schon häufig erwähnt. Aber Beispiele zeigen immer wieder gut, was alles gemacht wird und wo Energie effizienter eingesetzt werden kann. Für Unternehmen und bei öffentlichen Einrichtungen ergibt sich als weiteren Vorteil, dass sie damit in der Regel Energiekosten einsparen können Die Molkerei Gropper aus Bissingen, der Getreideveredler Interquell aus Großaitingen, der Solarmodulehersteller Solarzentrum Allgäu und das Baustoffunternehmen Unger aus Donauwörth sind als Gewinner des diesjährigen LEW Innovationspreises Klima und Energie solche Beispiele, die es Wert sind gezeigt zu werden. Mir ist es nicht wichtig, wer die Auszeichnung vergibt, wichtiger sind die prämierten Projekte, die zeigen, was alles machbar ist in Unternehmen zur Einsparung von Energie und damit zur Reduzierung der Kosten und des CO2-Ausstoßes. Aktive Energieeinsparung und Klimaschutz in Unternehmen Die mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Auszeichnung prämiert Projekte aus der Region, die mit innovativen Ansätzen nachhaltig zu Klimaschutz und Energieeffizienz beitragen. Aus mehr als 70 Bewerbungen hat eine hochrangig besetzte Fachjury die vier ausgezeichneten Energiekonzepte ausgewählt. weiterlesen ›

Kraft-Wärme-Kopplung sorgt für Strom und Wärme aus dem Heizungskeller

Gruenspar.de

Strom- und Wärmeproduktion mit Kraft-Wärme-Kopplungstechnik, Grafik: Berliner Energieagentur Das Angebot hat Heizungen hat sich in den letzten Jahren stark verändert, viele neue Technologien sind hinzu gekommen für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Besonders effizient ist dabei die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom mit Kraft-Wärme-Kopplung in Blockheizkraftwerken (BHKW) und Mini-Blockheizkraftwerken (Mini-BHKW). Gerade wenn sowohl Wärme als auch Strom abgenommen werden können, ist der Einsatz Technologie interessant. Es spricht viel für die gekoppelte Erzeugung von Wärme und Strom vor Ort: Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK) verwenden den eingesetzten Brennstoff „doppelt“. Dadurch sind sie besonders effizient. Zu 90 Prozent wird der eingesetzte Brennstoff in einer dezentralen KWK-Anlage genutzt. Diese hohe Effizienz bedeutet rund 40 Prozent weniger Energieverbrauch und entsprechend niedrige Energiekosten im Vergleich zur konventionellen Strom- und Wärmegewinnung. Zudem leisten KWK-Anlagen einen erheblichen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen. Ein weiterer Pluspunkt: Strom und Wärme werden dort erzeugt, wo sie gebraucht werden. Leitungsverluste werden vermieden. KWK-Anlagen können mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden, mit Erdgas, Erdöl sowie erneuerbaren Energien. Wie funktioniert Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)? Das technische Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung basiert auf der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und mechanischer Energie, also „Kraft“. Ein motorgetriebener Generator wandelt diese Kraft in Strom um. Bei den dezentralen, kleinen Anlagen entkoppelt ein Wärmespeicher die Produktion von Strom und Wärme. weiterlesen ›

Potentiale für Energieeffizienz in der chemischen Industrie

Rohstoff- und Energieeffizienz in der deutschen Chemie-Industrie

Energie- und Rohstoffeffizienz der deutschen Chemie bis 2030, Grafik: Verband der Chemischen Industrie e.V.

Bisher hatte ich versucht mit mich der Energieeffizienz in verschiedenen Branchen zu befassen nachdem ich die Bedeutung der Energieeffizienz für den Klimaschutz aufgezeigt habe. So habe ich bei Lackieranlagen ein enormes Potential zur Energieeinsparung entdeckt, in der Papier-Industrie konnte ich Einsparmöglichkeiten nur durch die verstärkte der Herstellung von Recyclingpapier entdecken, im Maschinenbau werden effiziente Anlagen zu einem wichtigen Faktor auf dem Weltmarkt und bei Gießereibetrieben gibt es gute Beispiele zur Verbesserung der Energieeffizienz. Es bleiben aber noch viele Branchen offen und von guten Beispielen berichte ich immer wieder gerne.

Chemiebranche gehört zu größten Energieverbrauchern

Eine der größten Energieverbraucher ist die Chemie- und Pharma-Branche, der drittgrößte Industriezweig in Deutschland. Bei diesen Unternehmen sind über 30 Betriebe auf der Karte mit den Unternehmen, die von der EEG-Umlage befreit sind, wobei vermutlich die ganz großen und bekannten Namen der Chemieindustrie nicht dabei sein werden. Ich habe keine Informationen finden können, aber ich gehe davon aus, dass Bayer, BASF & Co. ihren Strom direkt beziehen werden und zu einem Teil auch selbst produzieren.

Nach den Angaben der VCI-Prognos-Studie zu den Entwicklungspfaden der deutschen Chemie bis 2030 ist mehr Effizienz in der Produktion eine der Wege, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Immerhin hat die deutsche Chemieindustrie bereits seit 1990 den Energieeinsatz um ein Fünftel reduzieren können, während die Produktion ein Anstieg um fast 60 Prozent gestiegen verzeichnen konnte. Die Ressourceneffizienz bleibt jedoch im Blickpunkt der Unternehmen durch steigende Energie- und Rohstoffkosten. Bis 2030 soll die Produktion um 40 Prozent ansteigen, der Rohstoffverbrauch jedoch nur um 15 Prozent und der Energieverbrauch nur um 8 Prozent. Aber es wird auch vor einer vollständigen Entkopplung von Wachstum und Primärenergieeinsatz, sowie vor einer absoluten Begrenzung des Energieverbrauchs gewarnt. weiterlesen ›

Gebäudesanierung verringert Energiebedarf um 80 Prozent und hält Warmmiete konstant

Wohngebäude der Charlottenburger Baugenossenschaft in Spandau-Hakenfelde

Wohngebäude der Charlottenburger Baugenossenschaft in Spandau-Hakenfelde, Quelle: bea

Die Charlottenburger Baugenossenschaft hat in Kooperation mit der Berliner Energieagentur (BEA) und anderen Partnern ein weiteres Vorzeigeprojekt zur energetischen Gebäudemodernisierung abgeschlossen. Im Berliner Stadtteil Spandau-Hakenfelde hat sie sieben Wohnblöcke mit 146 Wohnungen so umgebaut, dass in Zukunft über 80 Prozent weniger Energie zur Beheizung und Warmwasserbereitung benötigt werden.

Aufgrund der Einsparungen in den 1959/1960 errichteten Häusern bleibt die Warmmiete für die Bewohner nahezu konstant. Das gesamte Investionsvolumen beträgt ca. zehn Mio. Euro.

Anlässlich des Bauabschlussfestes lobte Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, das Engagement der “Charlotte” für bezahlbaren Wohnraum bei gleichzeitiger Aufwertung des Gebäudebestandes. „Wir brauchen in Berlin solche positiven Beispiele. Sie zeigen, dass Investitionen in Klimaschutz, in Energiesparen und in erneuerbaren Energien nicht zwangsläufig zu höheren Belastungen für die Bewohner führen müssen, sondern dass sie unter bestimmten Bedingungen sogar kostenneutral für die Bürgerinnen und Bürger realisiert werden können.“

Die vier Gebäude in der Cautiusstraße und im Michelstadter Weg erhielten eine umfassende Wärmedämmung der Fassade, Dachböden und Kellerdecken. Außerdem wurden in den Wohnungen Fenster mit Dreifachverglasung, in den Treppenhäusern Fenster mit Zweifachverglasung eingesetzt. Auf diese Weise konnte der Wärmebedarf in den Gebäuden erheblich reduziert werden. Die restliche Wärmebereitstellung erfolgt aus modernisierten Heizzentralen, deren Herzstück zwei neue Blockheizkraftwerke (BHKW) sind. In vier Gebäuden mit 104 angeschlossenen Wohnungen erzeugt ein erdgasbetriebenes BHKW der Berliner Energieagentur die Wärmegrundlast. Den vom BHKW erzeugten Strom können die Bewohner als sogenannten „Kiezstrom“ direkt bei der BEA beziehen. In weiteren drei Gebäuden mit 42 Wohnungen liefert ein BHKW der Vattenfall Europe Wärme AG Wärme und Strom ebenfalls nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

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KWK-Förderung wird in einigen Bundesländern wieder reduziert

Aufgrund des Mini-KWK-Impulsprogramms passen einige Bundesländer ihre Förderbedingungen für KWK-Anlagen an. (N-Media-Images / Fotolia)

Aufgrund des Mini-KWK-Impulsprogramms passen einige Bundesländer ihre Förderbedingungen für KWK-Anlagen an. (N-Media-Images / Fotolia)

Seit dem 01. April 2012 erhalten Mini-BHKW-Betreiber für BHKW-Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 20 KW eine Investitionsförderung vom Bundesministerium für Umwelt. Die ersten Bundesländer haben nun auf dieses neue Mini-KWK-Impulsprogramm reagiert.

“Bedauerlicherweise kommt es in diesen Fällen jeweils zu Einschränkungen der Landesförderungen”, so Markus Gailfuß vom BHKW-Infozentrum. So wurde in Baden-Württemberg das neue Klimaschutz-Plus-Programm auf eine BHKW-Anlagengröße ab 20 kW eingeschränkt. Im Vorjahr lag die Mindestgröße noch bei 15 kW. Auch in Sachsen können nur noch KWK-Anlagen ab 20 kW durch das Landesprogramm gefördert werden.

Dies ergab eine aktuelle Auswertung der Förderprogramme für BHKW-Betreiber in Deutschland, die vom BHKW-Infozentrum anlässlich der Workshopreihe „Neue rechtliche Rahmenbedingungen für BHKW-Anlagen“ realisiert wurde.

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Mit einer neuen Heizung im eigenen Haus Wärme und Strom erzeugen

Mini-BHKW: Intelligenter Kraftprotz, Quelle: BHW Bausparkasse /Senertec

Mini-BHKW: Intelligenter Kraftprotz, Quelle: BHW Bausparkasse /Senertec

Energieeffizienz ist das Schlagwort der Energiewende. Seit diese im letzten Jahr von der Bundesregierung beschlossenen wurde, macht sich jeder zweite deutsche Hausbesitzer (51 Prozent) mehr Gedanken darüber, wie er seinen Energieverbrauch, und damit die Heizkosten, aktiv durch mehr Energieeffizienz senken kann.1 Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung kann beim modernen Heizen maßgeblich zu Klimaschutz und Ressourcenschonung beitragen. Genutzt wird die Effizienztechnik zum Beispiel durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken (BHKWs). Sie arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, indem sie aus einem Primärenergieträger gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen.

Die Mikro-KWK-Technik ist nun auch für den Einbau in Ein- und Zweifamilienhäusern erhältlich. Mikro-KWK-Anlagen – gekoppelt mit einem modernen Brennwertkessel oder Zusatzbrenner – können den Wärmebedarf und einen Großteil des Strombedarfs des Gebäudes abdecken. Die Effizienz einer solchen Mikro-KWK-Anlage hängt wesentlich von der Dimensionierung sowie dem Wärme- und Stromverbrauch des Gebäudes ab. Deshalb sollte im Vorfeld ein Fachhandwerker zu Rate gezogen werden.

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