Tag: klimaschutz

LED Beleuchtung im Aktionspreis und mit persönlicher Beratung in Radolfzell

LED Verkauf in Fußgängerzone in Radolfzell, Foto: Gerald Thom In der Beleuchtung hört und liest man immer noch viel von der alten Glühbirne. Wer von seinem Lager an Glühbirnen berichtet, erhält mehr Beifall als Buhrufe. Die Skepsis gegenüber neuen LED Leuchtmittel scheint immer noch groß zu sein. Ich habe mich selbst viel mit LED befasst, 5 Tipps für den Kauf von LED Leuchtmittel zusammen gestellt und für den Online-Shop Grünspar auch schon getestet. Die LED Leuchtmittel müssen sich heute nicht mehr gegenüber der Glühbirne verstecken und sind, nicht nur beim Stromverbrauch, den Energiesparlampen deutlich überlegen. Aber für die Akzeptanz der LED in der breiten Bevölkerung wird es mehr brauchen als technische Daten oder das Verbot anderer Leuchtmittel. Die persönliche Erfahrung spielt da mit Sicherheit eine große Rolle. Bündnis “Wir leben 2000 Watt” mit 10 Städten am Bodensee Vor diesem Hintergrund gefällt mir die Aktion in Radolfzell am Bodensee, die ich hier vorstellen möchte. Ein lokales Bündnis für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung hatte sich dort vor bereits zwei Jahren gebildet. Mit Investition in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparmaßnahmen sollte die regionale Wirtschaft gestärkt werden. Das langfristige Ziel ist die 2000 Watt Gesellschaft, denn wir verbrauchen heute deutlich mehre als die Umwelt dauerhaft verträgt. weiterlesen ›

Enspire Award für nachhaltige Energieprojekte in Entwicklungsländern

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Regenwasser-Sammlung und Photovoltaik-Anlage in Südafrika, Foto: SuSanA Secretariat, on Flickr Im Rahmen der Zertifizierung für das Grüner Strom Label Gold vergibt die bundesweit tätige Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, Enspire Energie, eine Projektförderung in Höhe von € 5.000,- an ein ausgewähltes Energie-Projekt aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit. Die Ausschreibung für diese Förderung läuft als Enspire Award noch bis zum 31. Oktober 2014 und wird Ende des Jahres in Konstanz verliehen. Erneuerbare Energien unterstützen nachhaltige Entwicklung Für einen wirksamen globalen Klimaschutz sind nicht nur Investitionen in erneuerbare Energien bei uns in Deutschland notwendig. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern können Photovoltaik-Anlagen den Betrieb von Stromgeneratoren mit Diesel ersetzen oder zumindest deren Betriebsdauer deutlich reduzieren. Mit erneuerbaren Energien wird eine Elektrifizierung im ländlichen Raum erst möglich, ohne dass Stromnetze verlegt werden müssen.Teure Infrastruktur ist dazu nicht zwingend notwendig. Die Kosten können damit niedriger sein, als bei klassischen zentralen Kraftwerken mit weiten Leitungswegen. Erneuerbare Energien ersetzen oder verringern den Bedarf von teuren fossilen Energieträgern. weiterlesen ›

Energieeffizienz Branche enttäuscht von schwachen Zielen der EU-Kommission für 2030

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com In der vergangen Woche hatte ich schon vom möglichen Rückschritt in der europäischen Energieffizienz-Politik geschrieben. Trotz des Votums des EU-Parlaments für ein verbindliches Ziel von einer Steigerung der Energieeffizienz um 40% bis zum Jahr 2030, gegenüber dem Basisjahr 1990, und dem Einsatz verschiedener nationaler Minister, plant die EU-Kommission ein unverbindliches Ziel von 28% einzuführen. Die im letzten Beitrag erwähnten positiven Folgen eines ambitionierten Ziels für Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum bleiben leider unberücksichtigt. Für Martin Bornholdt, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), wäre diese Entscheidung sogar verantwortungslos: „Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge der EU-Kommission für lasche und unverbindliche Energieeinsparziele bis zum Jahr 2030 sind in der aktuellen sicherheits- und energiepolitischen Situation schlicht verantwortungslos. Dass der zuständige Energiekommissar Günther Oettinger hier nicht zu seinem Wort steht, ist enttäuschend. Er gefährdet damit nicht nur die deutsche Energiewende“. Ohne Energieeffizienz bleibt Europa länger abhängig von Energieimporten weiterlesen ›

Große Bedeutung von Energieeffizienz für den Klimaschutz

EB-DieRichtigenLeute

Manchmal komme ich mir vor wie ein einsamer Rufer in der Wüste, den keiner hört. Wenn ich wieder mal einen Beitrag schreibe über Energieeffizienz, in Haushalten oder in der Industrie, hält sich das Interesse an diesem Beitrag meistens in Grenzen. Effizienz oder Einsparung ist völlig unattraktiv, wie ich schon im letzten Artikel zur Aussicht auf die IFA 2013 beschrieben hatte. Wir befassen uns viel lieber mit der Stromerzeugung und interessieren uns kaum dafür, dass Effizienz und Einsparung vielleicht wirtschaftlicher sind. Solarstrom und Windenergie sind eben attraktiver und vor allem immer sichtbar und greifbar.

Ohne Energieeffizienz keine Energiewende

Es gibt Stimmen, die sagen, wenn wir Solarstrom im Überfluss haben, brauchen wir keinen effizienten Energieeinsatz. Das ist aber sehr optimistisch und davon sind wir noch weit entfernt. Um da hin zu kommen, gehört auch ein bewusster Umgang mit Energie, der mehr Energieeffizienz zur Folge hat. Wenn wir genau wissen wofür wir Energie verbrauchen, können wir bewusster und effizienter damit umgehen. Letztlich können wir die Energie dann auch gezielter einsetzen wann sie günstig und aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist.

Wer Marktwirtschaft und Wirtschaftlichkeit fordert, muss auch Energieeffizienz sagen. Denn wenn man mit weniger Energieeinsatz am Ende das gleiche Ergebnis erhält, egal ob es ein Waschvorgang oder ein Produktionsprozess in der Industrie ist, spart man Kosten. Bei steigenden Energiepreisen, ich rede bewusst nicht nur von den Strompreisen, wird die Bedeutung der Energieeffizienz immer größer. weiterlesen ›

Mit Innovativen Ideen und Netzwerken zum Vorreiter bei Klimaschutz und Energieeffizienz

Auszeichnung als Klimaschutz-Unternehmen

Auszeichnung als Klimaschutz-Unternehmen mit Herren Rösler, Vogelsang und Driftmann, Foto: Fa. Weidmüller

Energieeffizienz in der Industrie kann man am besten an praktischen Beispielen zeigen. Da kann man heute schon erkennen, was machbar ist, technologisch und wirtschaftlich. Es gibt zum Beispiel zahlreiche Unternehmen, die sich in Netzwerken zusammen schließen und ihre Erfahrungen austauschen. Jeder hat seine eigenen Beispiele und Ideen wie Energie effizienter genutzt werden kann.

Energieeffizienz-Erfolg durch gute Netzwerk-Arbeit

Eines dieser Unternehmen, das schon sehr oft an Energieeffizienz-Netzwerken teilgenommen hat, ist der Detmolder Hersteller von elektrotechnischen Verbindungselementen, die Weidmüller Interface GmbH & Co. KG. Dieses Engagement für den Klimaschutz wurde Anfang März belohnt mit der Auszeichnung als Klimaschutz-Unternehmen.

Den Titel Klimaschutz-Unternehmen tragen in Deutschland nur Unternehmen, die durch herausragende Innovationen eine Vorreiterrolle bei Klimaschutz und Energieeffizienz einnehmen. Diese werden im Rahmen einer Selbstverpflichtung kontinuierlich verfolgt, ausgewertet und bei Bedarf angepasst: „Dadurch ist es uns gelungen, die CO2-Emissionen innerhalb von wenigen Jahren um rund 20 Prozent zu senken“, erklärt Weidmüller Finanzvorstand Harald Vogelsang, der den eingeschlagenen Weg unbedingt weiter verfolgen will. Der Zusammenschluss der Klimaschutz-Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Einfluss auf Wirtschaft und Politik zu nehmen, um ambitionierte Klimaziele umzusetzen:

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Wirkungsvoller Klimaschutz mit konkreten Maßnahmen in Entwicklungsländer finanziert durch Kompensationszahlungen

myclimate.orgGastbeitrag von Lisa Heinrich

Die non-profit Organisation myclimate entstand im Jahre 2002 als ein gemeinsames Projekt von Professoren und Studenten der ETH Zurüch. In nur kurzer Zeit entwickelte sich dieses einst als Studentenprojekt gedachte Konzept jedoch zu einer hoch professionell geführten, sowie kreativen und innovativen Klimaschutzorganisation. Myclimate fungiert heute in zahlreichen Ländern weltweit und gilt als einer der führenden Anbieter von freiwilligen Kompensationsmaßnahmen bei strenger Einhaltung strikter Kriterien (CDM, Gold Standard).

Um die konkreten Maßnahmen und ihre Auswirkungen ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen, werden im Folgenden einige der in den vergangenen Jahren durchgeführten  Projekte vorgestellt und erörtert.

Biomasseboiler für Papierfabrik in Sao Paolo

Die Zellstoff- und Papierfabrik in Caeiras, Brasilien produziert jährlich etwa 100 000 Tonnen Papierartikel sowie  Servietten, Taschen- und Hygienetücher. Der Austausch des ursprünglichen Gasboilers mit einem neuen Biomasseboiler bringt Verbesserung auf ganzer Linie. Für die benötigte Produktion von Wärmeenergie kann nun Biomasse aus verschiedenen Quellen verarbeitet werden. Biomasseabfälle aus nahegelegener Land- und Forstwirtschaft, Industrien sowie bei  Prozessen der Papierproduktion entstandener Schlamm können nun wiederverarbeitet und in Energie umgewandelt werden. Außerdem werden somit Methanemissionen die früher aus Deponien der sonst ungenutzten Biomasseabfälle ausgetreten wären verhindert und eliminiert. Durch die kontrollierte Verbrennung der Abfälle können Waldbrände verhindert werden.

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