Tag: klimaschutz

Große Bedeutung von Energieeffizienz für den Klimaschutz

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Manchmal komme ich mir vor wie ein einsamer Rufer in der Wüste, den keiner hört. Wenn ich wieder mal einen Beitrag schreibe über Energieeffizienz, in Haushalten oder in der Industrie, hält sich das Interesse an diesem Beitrag meistens in Grenzen. Effizienz oder Einsparung ist völlig unattraktiv, wie ich schon im letzten Artikel zur Aussicht auf die IFA 2013 beschrieben hatte. Wir befassen uns viel lieber mit der Stromerzeugung und interessieren uns kaum dafür, dass Effizienz und Einsparung vielleicht wirtschaftlicher sind. Solarstrom und Windenergie sind eben attraktiver und vor allem immer sichtbar und greifbar. Ohne Energieeffizienz keine Energiewende Es gibt Stimmen, die sagen, wenn wir Solarstrom im Überfluss haben, brauchen wir keinen effizienten Energieeinsatz. Das ist aber sehr optimistisch und davon sind wir noch weit entfernt. Um da hin zu kommen, gehört auch ein bewusster Umgang mit Energie, der mehr Energieeffizienz zur Folge hat. Wenn wir genau wissen wofür wir Energie verbrauchen, können wir bewusster und effizienter damit umgehen. Letztlich können wir die Energie dann auch gezielter einsetzen wann sie günstig und aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist. Wer Marktwirtschaft und Wirtschaftlichkeit fordert, muss auch Energieeffizienz sagen. Denn wenn man mit weniger Energieeinsatz am Ende das gleiche Ergebnis erhält, egal ob es ein Waschvorgang oder ein Produktionsprozess in der Industrie ist, spart man Kosten. Bei steigenden Energiepreisen, ich rede bewusst nicht nur von den Strompreisen, wird die Bedeutung der Energieeffizienz immer größer. weiterlesen ›

Mit Innovativen Ideen und Netzwerken zum Vorreiter bei Klimaschutz und Energieeffizienz

Auszeichnung als Klimaschutz-Unternehmen mit Herren Rösler, Vogelsang und Driftmann, Foto: Fa. Weidmüller Energieeffizienz in der Industrie kann man am besten an praktischen Beispielen zeigen. Da kann man heute schon erkennen, was machbar ist, technologisch und wirtschaftlich. Es gibt zum Beispiel zahlreiche Unternehmen, die sich in Netzwerken zusammen schließen und ihre Erfahrungen austauschen. Jeder hat seine eigenen Beispiele und Ideen wie Energie effizienter genutzt werden kann. Energieeffizienz-Erfolg durch gute Netzwerk-Arbeit Eines dieser Unternehmen, das schon sehr oft an Energieeffizienz-Netzwerken teilgenommen hat, ist der Detmolder Hersteller von elektrotechnischen Verbindungselementen, die Weidmüller Interface GmbH & Co. KG. Dieses Engagement für den Klimaschutz wurde Anfang März belohnt mit der Auszeichnung als Klimaschutz-Unternehmen. Den Titel Klimaschutz-Unternehmen tragen in Deutschland nur Unternehmen, die durch herausragende Innovationen eine Vorreiterrolle bei Klimaschutz und Energieeffizienz einnehmen. Diese werden im Rahmen einer Selbstverpflichtung kontinuierlich verfolgt, ausgewertet und bei Bedarf angepasst: „Dadurch ist es uns gelungen, die CO2-Emissionen innerhalb von wenigen Jahren um rund 20 Prozent zu senken“, erklärt Weidmüller Finanzvorstand Harald Vogelsang, der den eingeschlagenen Weg unbedingt weiter verfolgen will. Der Zusammenschluss der Klimaschutz-Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Einfluss auf Wirtschaft und Politik zu nehmen, um ambitionierte Klimaziele umzusetzen: weiterlesen ›

Wirkungsvoller Klimaschutz mit konkreten Maßnahmen in Entwicklungsländer finanziert durch Kompensationszahlungen

myclimate.orgGastbeitrag von Lisa Heinrich

Die non-profit Organisation myclimate entstand im Jahre 2002 als ein gemeinsames Projekt von Professoren und Studenten der ETH Zurüch. In nur kurzer Zeit entwickelte sich dieses einst als Studentenprojekt gedachte Konzept jedoch zu einer hoch professionell geführten, sowie kreativen und innovativen Klimaschutzorganisation. Myclimate fungiert heute in zahlreichen Ländern weltweit und gilt als einer der führenden Anbieter von freiwilligen Kompensationsmaßnahmen bei strenger Einhaltung strikter Kriterien (CDM, Gold Standard).

Um die konkreten Maßnahmen und ihre Auswirkungen ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen, werden im Folgenden einige der in den vergangenen Jahren durchgeführten  Projekte vorgestellt und erörtert.

Biomasseboiler für Papierfabrik in Sao Paolo

Die Zellstoff- und Papierfabrik in Caeiras, Brasilien produziert jährlich etwa 100 000 Tonnen Papierartikel sowie  Servietten, Taschen- und Hygienetücher. Der Austausch des ursprünglichen Gasboilers mit einem neuen Biomasseboiler bringt Verbesserung auf ganzer Linie. Für die benötigte Produktion von Wärmeenergie kann nun Biomasse aus verschiedenen Quellen verarbeitet werden. Biomasseabfälle aus nahegelegener Land- und Forstwirtschaft, Industrien sowie bei  Prozessen der Papierproduktion entstandener Schlamm können nun wiederverarbeitet und in Energie umgewandelt werden. Außerdem werden somit Methanemissionen die früher aus Deponien der sonst ungenutzten Biomasseabfälle ausgetreten wären verhindert und eliminiert. Durch die kontrollierte Verbrennung der Abfälle können Waldbrände verhindert werden.

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Mobiler Konsum-Check zeigt Auswirkungen von Produkten auf das Klima vor dem Kauf

Im Vorfeld der Konferenz Ecosummit hatte ich bereits das Unternehmen Get-Neutral vorgestellt. Mit Hilfe einer App wird der CO2-Ausstoss aus einer Datenbank gelesen und Sponsoren sorgen für einen Ausgleich oder eine Neutralisierung dieses Produktes. Weitere Informationen zu Get-Neutral gibt es in einem Interview mit dem CEO Holger Rupp bei cleanthinking.de.

Einen anderen Ansatz verfolgt die bereits viel bekanntere App barcoo. Diese App soll, nach eigenen Angaben, der größte Produkt-Guide Europas sein. In Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen co2online GmbH können Verbraucher den Barcode einzelner Produkte scannen und erhalten umgehend alle relevanten Informationen zum Produkt. Die CO2-Info ist neben Preisinformationen und User-Bewertungen ein wichtiger Bestandteil der App. Mit einem Klick erhalten Nutzer wertvolle Informationen zur Klimafreundlichkeit der gescannten Produkte. „Für Konsumenten wird es immer wichtiger zu wissen, wie sich ihre Kaufentscheidung auf den Klimaschutz auswirkt“, sagt Benjamin Thym, Geschäftsführer von checkitmobile. Im Zuge der jetzt gestarteten Kooperation mit co2online wurden Informationen und Tipps zu den einzelnen Klimabilanzen optimiert.

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Emissionshandel und Klimaschutz hängen stark voneinander ab

Quelle: Michael Staudinger  / pixelio.de

Quelle: Michael Staudinger / http://www.pixelio.de

Zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen wie z.B. die energetische Gebäudesanierung oder die Förderung der Elektromobilität hat die Bundesregierung den “Energie- und Klimafonds” eingerichtet. Dieser wird aus den Einnahmen von der Steuer auf Kernbrennstoffe und aus den Erlöses aus dem Emissionshandel gespeist. Nun gibt es in diesen Förderprogrammen aber erhebliche Finanzierungsprobleme (ich berichtete schon Anfang Februar), da die Einnahmen für den Fonds deutlich geringer ausfallen als geplant.

Laut Zeit-Online stehen fast vier Milliarden Euro weniger zur Verfügung für Gebäudesanierung, Elektromobilität und andere  Maßnahmen für den Klimaschutz, da die Einnahmen aus dem Emissionshandel deutlich geringer ausfallen. Schuld ist ein Preisverfall bei den CO2-Zertifikaten. Eigentlich sollte der Emissionshandel zum Klimaschutz beitragen, mit dieser Ausgestaltung sind aber viele Klimaschutz-Maßnahmen gefährdet. Denn es ist schon so weit gekommen, dass die KfW mittlerweile keine Zuschüsse zur energetischen Gebäudesanierung mehr auszahlt. Sie hat dafür keine Freigabe vom Haushaltsausschuss des Bundestages, wie das Magazin enbausa.de berichtet.

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Kölner Haushalte zeigen wie Klimaschutz in den Alltag passt

80 Kölner Haushalte haben seit Mai 2011 als „KlimaHaushalt“ gelebt. Dabei haben sie Tipps und Maßnahmen zum Klimaschutz in den Bereichen Ernährung, Energie und Mobilität in ihrem Alltag umgesetzt. Der Feldversuch lief im Forschungsprojekt KlimaAlltag und ist jetzt erfolgreich abgeschlossen.

Viele wollten ein „KlimaHaushalt“ werden: Ingesamt 240 Bewerbungen erhielt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW), die den Feldversuch betreut. „Wir waren sehr überrascht, dass so viele bereit waren, an unserem aufwendigen Feldversuch teilzunehmen. Das zeigt ein hohes Interesse, aktiv etwas für das Klima zu tun“, sagt Frank Waskow von der VZ NRW. Der Feldversuch mit schließlich 80 Haushalten war Teil des Forschungsprojekts KlimaAlltag, das vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung geleitet wird.

Im Feldversuch hatten sich die „KlimaHaushalte“ aus verschiedenen Milieus und Schichten freiwillig verpflichtet, ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Dabei ging es um die Bereiche Wohnen und Energienutzung im Haushalt, Ernährung und Mobilität. Die Haushalte wurden über ein halbes Jahr von der VZ NRW gezielt dazu beraten und der Versuch wissenschaftlich begleitet. Das ISOE hat die KlimaHaushalte während des Versuchs unter anderem nach ihren positiven Erfahrungen und Hemmnissen bei der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen befragt.

Bereits jetzt lässt sich sagen, dass der Versuch ein Erfolg war und viele die Beratung angenommen haben. So sagt ein Teilnehmer: „Wenn wir aus dem Haus gehen, werden alle Elektrogeräte abgeschaltet, inklusive Stand-by. Das hat sich schon in den Alltag integriert.“ Die Studien werden nun ausgewertet, abschließende Veröffentlichungen liegen noch im Frühjahr vor. Erste Ergebnisse finden Sie in unserem Hintergrundpapier auf www.klima-alltag.de.

Projektleiter Dr. Immanuel Stieß vom ISOE stellt fest: „Der Feldversuch hat gezeigt, dass es quer durch die Bevölkerung eine große Bereitschaft gibt, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun. Aber vor allem Haushalte mit geringem Einkommen befürchten, durch Klimaschutzmaßnahmen finanziell oder zeitlich überfordert zu sein. Da sind individuelle Lösungen und Beratung nötig.“

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