Tag: klimaschutz

Noch eine Klimaschutz-Kampagne

Gesprächsrunde mit Umweltministerin Barbara Hendricks auf Augenhöhe, Foto: Andreas Kühl Viele Leser haben es vielleicht schon mitbekommen, es gibt eine neue Klimaschutzkampagne des BMUB. In meinem letzten Beitrag zum Bericht des IPCC habe ich aufgezeigt, dass Klimaschutz heute wichtiger ist denn je. Daher ist jeder Schritt und jede Werbung für mehr Klimaschutz sehr zu begrüßen. Aber angesichts dem starren Festhalten des Bundeswirtschaftsministers an Kohlekraftwerken muss man sich auch fragen, warum dann die Verantwortung auf die Bürger geschoben wird. Schade auch, dass die einstige Klimakanzlerin der Vergangenheit angehört und heute andere Prioritäten hat. Und wie viele Kampagnen für mehr Klimaschutz gab es eigentlich schon? Brauchen wir also wirklich eine neue Kampagne, die für Klimaschutz bei den Bürgern wirbt? Positiv ist eine Kommunikation auf Augenhöhe Positiv und anders ist dieses mal eine Kommunikation auf Augenhöhe. Die Ministerin diskutierte vor der offiziellen Eröffnung mit 12 unterschiedlichen Bloggern, die sich mit den vielfältigen Themen des Klimaschutzes befassen – von Energie über nachhaltigen Lebensttil bis hin zu veganer Mode. Jeder von den eingeladenen Bloggern durfte wenigstens eine Frage stellen. Barbara Hendricks wirkte persönlich überzeugend. Man nimmt es ihr ab, dass sie privat relativ nachhaltig lebt. Sie fährt seit vielen Jahren mit dem Fahrrad in ihren Urlaub und ausschweifender Konsum ist auch nicht ihre Sache. Ihr Einsatz für Klimaschutz ist glaubwürdig, aber ausreichend? Immerhin verkündete gleichzeitig Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, dass ein Ausstieg aus der Kohleverstromung blanker Populismus sei. Da wirkt eine Kampagne des Umweltministeriums leider etwas hilflos. Manch einer fragte sich auf der Auftaktveranstaltung, was bringen Verhaltensänderungen im privaten, wenn die größten CO2-Schleudern weiter arbeiten dürfen – abgesehen von finanziellen Einsparungen oder Komfortgewinne. weiterlesen ›

Eine neue Zeit für den Klimaschutz muss kommen

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Hochwasser, ein Zeichen für den Klimawandel? Es wird politisch gesehen immer schwerer Klimaschutz-Maßnahmen durchzusetzen. Die Zeiten für eine zentrale Rolle in der Politik scheint für Klimaschutz vorbei zu sein. Die Reaktionen auf die europäischen Klimaziele für 2030 waren durchweg negativ – wenn man mal nicht die Interessenvertreter der Industrie befragt. Ein Beitrag im Klimaschutz-Netz hat die Reaktionen der Umweltverbände gesammelt und kam zum Fazit, der EU-Klimagipfel war ein Flop. Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC verdeutlicht Handlungsdruck im Klimaschutz Heute hat nun der Weltklimarat IPCC eine Zusammenfassung seines Sachstandsberichts zu allen Bereichen der Klimawissenschaft vorgelegt. Umweltverbände wie der BUND fordern wieder mehr Konsequenz beim Klimaschutz. Dieser Synthesebericht ist der vierte und letzte Teil des 5. Sachstandberichts, den der IPCC seit Herbst 2013 vorgelegt hat. Die ersten drei Teilberichte hatten sich mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, seinen Folgen und Anpassungsmöglichkeiten sowie den Klimaschutz-Optionen befasst. Der vierte Teil führt nun die ersten drei Teile zusammen und bietet eine integrierte Aufarbeitung der wesentlichen Aussagen. Seit 2010 arbeiteten mehr als dreitausend Experten aus mehr als 70 Ländern am Gesamtbericht, davon mehr als 100 aus Deutschland. Die Kernbotschaften des Berichts sind in einem kurzen pdf-Dokument zusammengefasst. weiterlesen ›

LED Beleuchtung im Aktionspreis und mit persönlicher Beratung in Radolfzell

LED Verkauf in Fußgängerzone in Radolfzell, Foto: Gerald Thom In der Beleuchtung hört und liest man immer noch viel von der alten Glühbirne. Wer von seinem Lager an Glühbirnen berichtet, erhält mehr Beifall als Buhrufe. Die Skepsis gegenüber neuen LED Leuchtmittel scheint immer noch groß zu sein. Ich habe mich selbst viel mit LED befasst, 5 Tipps für den Kauf von LED Leuchtmittel zusammen gestellt und für den Online-Shop Grünspar auch schon getestet. Die LED Leuchtmittel müssen sich heute nicht mehr gegenüber der Glühbirne verstecken und sind, nicht nur beim Stromverbrauch, den Energiesparlampen deutlich überlegen. Aber für die Akzeptanz der LED in der breiten Bevölkerung wird es mehr brauchen als technische Daten oder das Verbot anderer Leuchtmittel. Die persönliche Erfahrung spielt da mit Sicherheit eine große Rolle. Bündnis “Wir leben 2000 Watt” mit 10 Städten am Bodensee Vor diesem Hintergrund gefällt mir die Aktion in Radolfzell am Bodensee, die ich hier vorstellen möchte. Ein lokales Bündnis für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung hatte sich dort vor bereits zwei Jahren gebildet. Mit Investition in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparmaßnahmen sollte die regionale Wirtschaft gestärkt werden. Das langfristige Ziel ist die 2000 Watt Gesellschaft, denn wir verbrauchen heute deutlich mehre als die Umwelt dauerhaft verträgt. weiterlesen ›

Enspire Award für nachhaltige Energieprojekte in Entwicklungsländern

Regenwasser und Photovoltaik Südafrika

Regenwasser-Sammlung und Photovoltaik-Anlage in Südafrika, Foto: SuSanA Secretariat, on Flickr

Im Rahmen der Zertifizierung für das Grüner Strom Label Gold vergibt die bundesweit tätige Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, Enspire Energie, eine Projektförderung in Höhe von € 5.000,- an ein ausgewähltes Energie-Projekt aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit. Die Ausschreibung für diese Förderung läuft als Enspire Award noch bis zum 31. Oktober 2014 und wird Ende des Jahres in Konstanz verliehen.

Erneuerbare Energien unterstützen nachhaltige Entwicklung

Für einen wirksamen globalen Klimaschutz sind nicht nur Investitionen in erneuerbare Energien bei uns in Deutschland notwendig. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern können Photovoltaik-Anlagen den Betrieb von Stromgeneratoren mit Diesel ersetzen oder zumindest deren Betriebsdauer deutlich reduzieren.

Mit erneuerbaren Energien wird eine Elektrifizierung im ländlichen Raum erst möglich, ohne dass Stromnetze verlegt werden müssen.Teure Infrastruktur ist dazu nicht zwingend notwendig. Die Kosten können damit niedriger sein, als bei klassischen zentralen Kraftwerken mit weiten Leitungswegen. Erneuerbare Energien ersetzen oder verringern den Bedarf von teuren fossilen Energieträgern. weiterlesen ›

Energieeffizienz Branche enttäuscht von schwachen Zielen der EU-Kommission für 2030

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com

In der vergangen Woche hatte ich schon vom möglichen Rückschritt in der europäischen Energieffizienz-Politik geschrieben. Trotz des Votums des EU-Parlaments für ein verbindliches Ziel von einer Steigerung der Energieeffizienz um 40% bis zum Jahr 2030, gegenüber dem Basisjahr 1990, und dem Einsatz verschiedener nationaler Minister, plant die EU-Kommission ein unverbindliches Ziel von 28% einzuführen. Die im letzten Beitrag erwähnten positiven Folgen eines ambitionierten Ziels für Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum bleiben leider unberücksichtigt.

Für Martin Bornholdt, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), wäre diese Entscheidung sogar verantwortungslos:

„Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge der EU-Kommission für lasche und unverbindliche Energieeinsparziele bis zum Jahr 2030 sind in der aktuellen sicherheits- und energiepolitischen Situation schlicht verantwortungslos. Dass der zuständige Energiekommissar Günther Oettinger hier nicht zu seinem Wort steht, ist enttäuschend. Er gefährdet damit nicht nur die deutsche Energiewende“.

Ohne Energieeffizienz bleibt Europa länger abhängig von Energieimporten

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Große Bedeutung von Energieeffizienz für den Klimaschutz

EB-DieRichtigenLeute

Manchmal komme ich mir vor wie ein einsamer Rufer in der Wüste, den keiner hört. Wenn ich wieder mal einen Beitrag schreibe über Energieeffizienz, in Haushalten oder in der Industrie, hält sich das Interesse an diesem Beitrag meistens in Grenzen. Effizienz oder Einsparung ist völlig unattraktiv, wie ich schon im letzten Artikel zur Aussicht auf die IFA 2013 beschrieben hatte. Wir befassen uns viel lieber mit der Stromerzeugung und interessieren uns kaum dafür, dass Effizienz und Einsparung vielleicht wirtschaftlicher sind. Solarstrom und Windenergie sind eben attraktiver und vor allem immer sichtbar und greifbar.

Ohne Energieeffizienz keine Energiewende

Es gibt Stimmen, die sagen, wenn wir Solarstrom im Überfluss haben, brauchen wir keinen effizienten Energieeinsatz. Das ist aber sehr optimistisch und davon sind wir noch weit entfernt. Um da hin zu kommen, gehört auch ein bewusster Umgang mit Energie, der mehr Energieeffizienz zur Folge hat. Wenn wir genau wissen wofür wir Energie verbrauchen, können wir bewusster und effizienter damit umgehen. Letztlich können wir die Energie dann auch gezielter einsetzen wann sie günstig und aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist.

Wer Marktwirtschaft und Wirtschaftlichkeit fordert, muss auch Energieeffizienz sagen. Denn wenn man mit weniger Energieeinsatz am Ende das gleiche Ergebnis erhält, egal ob es ein Waschvorgang oder ein Produktionsprozess in der Industrie ist, spart man Kosten. Bei steigenden Energiepreisen, ich rede bewusst nicht nur von den Strompreisen, wird die Bedeutung der Energieeffizienz immer größer. weiterlesen ›