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KfW gibt dem Plusenergiehaus statt dem Passivhaus eine Zukunft

Passivhaus
Neues Einfamilienhaus in Passivhaus-Bauweise, Foto: KfW-Bildarchiv/ Thomas Klewar
Über viele Jahre war das Passivhaus die effizienteste Form eines Gebäudes. Es war weltweit anerkannt, es gibt ein eigenes Forschungsinstitut für den Standard des Passivhauses und es wird von der KfW gfördert. Doch so richtig durchgesetzt auf dem Markt hatte es sich bislang nie, trotz einzelner bemerkenswerten Erfolge - in Frankfurt am Main setzt das städtische Wohnungsunternehmen ABG auf den Passivhaus-Standard. Seit wenigen Jahren steht das Passivhaus im Schatten des Plusenergie- oder Aktivhauses. Im kommenden Jahr soll dann das Passivhaus aus der KfW-Förderung fallen, wie in den letzten Tagen bekannt wurde. Hat das Passivhaus noch eine Zukunft?

Was ist eigentlich ein Passivhaus?

Wer sich nicht genau auskennt, fragt sich jetzt, was macht ein Haus zum Passivhaus? Eigentlich war die Idee mal ganz einfach. Das Passivhaus hat so wenig Wärmeverluste, dass die internen Wärmegewinne durch die Personen und Abwärme der elektrischen Geräte ausreicht, um das Haus warm zu halten. Damit sollte die übliche Heizung eingespart und die Mehrkosten der Gebäudehülle finanziert werden. Doch mittlerweile haben Passivhäuser meistens doch eine Heizung. weiterlesen

Attraktivere Förderungen für Energieeffizienz in Produktionsanlagen von Unternehmen

Foto: pixabay.com/ PublicDomainPictures
Foto: pixabay.com/ PublicDomainPictures
In diesem Jahr müssten wir eigentlich viele neue Initiativen sehen, die Energieeffizienz voran bringen. Die Bundesregierung hat mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) zumindest einen großen Plan vorgelegt, wie die Effizienz-Ziele noch erreicht werden können. Auch zum Klimaschutz kann Energieeffizienz noch einiges beitragen und es macht uns unabhängiger von den Energiepreisen.

KfW erweitert und verbessert ihr Förderangebot für Energieeffizienz in Unternehmen

Für Unternehmen, egal ob es um eine Produktion, ein Handwerk oder ein Handel geht, kann Energieeffizienz Vorteile im Wettbewerb mit sich bringen. Als ein Teil der Umsetzung des NAPE verbessert die KfW ab dem 01.07.2015 ihr Förderangebot für Investitionen in energieeffiziente Produktionsanlagen und -prozesse durch besonders zinsgünstige Darlehen aus dem "KfW-Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse". weiterlesen

Energieberatung in Unternehmen hilft Kosten zu reduzieren

Energieberatung in Unternehmen, Foto: E.ON
Energieberatung in Unternehmen, Foto: E.ON
Ein kaum beachtetes Feld in der Öffentlichkeit hat sich zu einer Wachstumsbranche innerhalb der Energiewende entwickelt. Die Energieberatung für Unternehmen wird immer häufiger nachgefragt, wenn auch noch nicht oft genug. Durch die steigenden Energiepreise - damit meine ich vor allem auch die Gas- und Ölpreise, nicht nur wie sonst immer die Strompreise, ist das Interesse in vielen Unternehmen ihre Energiekosten zu reduzieren deutlich angestiegen. Natürlich gibt es auch noch die Möglichkeit, die Steuern und diversen Umlagen zu reduzieren, aber das betrifft nur besonders große Unternehmen und nur den Stromsektor. Von Unternehmen, die ihre Energiekosten erfolgreich reduzieren, berichte ich hier immer wieder mal, genauso über die Technologien, die eingesetzt werden können. Besonders bekannt und erfolgreich in diesem Bereich sind die Energieeffizienz-Netzwerke. Die 30 Pilot-Netzwerke haben große Erfolge vorzuweisen. Durch die Zusammenarbeit und der Kommunikation der Unternehmen untereinander konnten deutlich höhere Einsparungen erzielt werden als ohne diese Netzwerke. Der Energieversorger EnBW betriebt derzeit die meisten dieser Netzwerke, natürlich mit dem Hintergedanken die beteiligten Unternehmen auch als Energiekunde zu gewinnen. weiterlesen

Weitere Stimmen zur Wirtschaftlichkeit von energetischen Gebäudemodernisierungen

Sanierungskosten und Einsparungen
Sanierungskosten und Einsparungen. Quelle: DENEFF e.V.
Meine Stellungnahme zu den schlecht recherchierten Medienberichten über die angeblich fehlende Wirtschaftlichkeit von energetischen Gebäudemodernisierungen kam sehr gut an. Ich freue mich über die gute Verbreitung und die positiven Kommentare. Daran kann man gut erkennen wie wichtig eine Korrektur der irreführenden Berichterstattung mancher Medien notwendig ist. Es gibt leider immer noch zu viele Menschen, die diesen Medien vertrauen. Auch mein Beitrag war keine vollständige Analyse, daher gebe ich gerne weiteren Stimmen den Platz, wie z.B. von der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF):

Fehlerhafte Interpretation der Studie in den Medien

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) kritisiert die fehlerhafte Interpretation der Studienergebnisse durch den Autor des Welt-Artikels sowie die unkritische Übernahme durch eine Vielzahl von Medien. Die Aussage, „energetische Sanierungen verschlingen mehr Geld, als durch sie eingespart wird“ lasse sich aus der Vielzahl der Studien der letzten Zeit alles andere als bestätigen (siehe Vergleich des DIW aus 2011). In der Studie selbst lässt sich diese Aussage als Ergebnis nicht finden. Die eigentliche Kernaussage der Studie ist, dass sich „deutlich spürbare, positive gesamtwirtschaftliche Wirkungen“ ergeben. weiterlesen

Irreführende Kampagne deutscher Medien gegen energetische Gebäudesanierungen mit falschen Zahlen

dena-Niedrigenergiehaus Darmstadt nach Sanierung
Das Mehrfamilienhaus von 1949, das im dena-Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ hocheffizient saniert wurde, überzeugt mit 97 Prozent Energieeinsparung nach der Sanierung. Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Während der Anstieg der Strompreise ein heiß diskutiertes Thema ist, wird der Anstieg der Heizkosten von Politik und Medien immer wieder kleingeredet. Heizkosten machen jedoch einen größeren Anteil der Energiekosten im Haushalt aus und der Anstieg war in den letzten Jahren schon deutlich und wird sich auch weiter fortsetzen. Günstigere Kosten für die Raumwärme wird man sich ohne eine Sanierung abschminken müssen. Aber insbesondere die Medien scheinen geradezu eine Kampagne gegen energetische Gebäudemodernisierungen zu betreiben, wobei die Sanierung regelmäßig allein mit einer Dämmung der Außenfassade gleichgesetzt wird. Dass es auch andere Maßnahmen gibt, wird dabei immer wieder vernachlässigt. Anhand der scheinbar verhassten Wärmedämmverbundsysteme wird die gesamte energetische Sanierung von Gebäuden in Mißkredit gebracht. Innerhalb von wenigen Tagen haben gleich drei große Medien sich diese Studie auf diese Art zu Nutzen gemacht, leider überwiegend ohne große Fachkenntnis. Von Spiegel Online weiß man, dass alles was nach Öko riechen könnte, schlecht gemacht wird und auch bei der Wirtschaftswoche weiß man das spätestens seit dem Auftritt von Roland Tichy bei Maybritt Illner in der vergangenen Woche, wobei dieser Artikel noch am besten recherchiert war - nur die Überschrift hätte eher zu einer Zeitung mit großen Buchstaben und vielen Bildern gepasst. Auch die Welt hat hat heute nachgezogen mit ähnlich reißerisch und schlecht recherchiertem Wortlaut. Mit Links möchte ich diese Medien nicht belohnen, das haben sie einfach nicht verdient, daher spare ich mir die Verlinkung.

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Positive Zwischenbilanz von den Energieeffizienz Impulsgesprächen

Technische Details Heizzentrale
Technische Details Heizzentrale, Quelle: Berliner-Energieagentur
In den Energieeffizienz Impulsgesprächen haben mittlerweile über 2.500 kleine und mittlere Unternehmen erste Hinweise zur Senkung der Energiekosten erhalten. Informationen zur Förderung gab es als Angebot noch dazu. Das vom BMWi geförderte Projekt läuft noch bis Ende Dezember 2013. Um mehr darüber zu erfahren, z.B. welche Effizienz-Maßnahmen vorgeschlagen werden und wie hoch die Rate der Umsetzung von möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ist, habe ich an dem RKW Kompetenzzentrum einige Fragen dazu gestellt:

Ist diese oben genannte Kurzbeschreibung der RKW Impulsgespräche Energieeffizienz zutreffend? Was kann man noch ergänzen?

Die Impulsgespräche werden seit Anfang 2012 bundesweit und anbieterneutral speziell für kleine und mittelständische Firmen über das RKW-Netzwerk angeboten. Da das Vorhaben seitens des BMWi gefördert ist, ist es für die Unternehmen kostenfrei. Es ist vorerst bis Ende 2013 finanziert. Der Unternehmer investiert für das Gespräch und den Betriebsrundgang maximal 1,5 bis 2 Stunden Zeit. Ihm werden die Einsparpotenziale vor Ort ganzheitlich betrachtet aufgezeigt, er bekommt Informationen über Fördermöglichkeiten hinsichtlich Beratung und Investition und über das weitere notwendige Vorgehen.

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