Tag: Heizung

Wärmekonferenz auf der Suche nach der Wärmewende

Machen Sie einen Stromvergleich auf Beste-Stromvergleich.de

Bei der Energiewende konzentrieren sich alle Beteiligten nur auf den Strombereich, Politiker, Klimaschützer, Industrie und Medien reden nur vom Strom. Der Strom hat jedoch nur einen Anteil von 21% am gesamten Energieverbrauch, die Mobilität trägt zu 25% bei und Wärme (inklusive Kälte) hat gar einen Anteil von 54% am gesamten Energieverbrauch in Deutschland. Und der Stromsektor soll alles richten? Die 6. Deutsche Wärmekonferenz in Berlin sollte einen Weg finden, wie auch im Wärmesektor die Energiewende realisiert werden kann. Bisher ist da allerdings nicht viel von Wende zu spüren, die jährliche Sanierungsrate bei Gebäuden verharrt unter 1% und der Austausch veralteter Heizungsanlagen kommt auch nur langsam voran – hier liegt die jährliche Modernisierungsrate bei 3%. Es wird Zeit für die Wärmewende in der Energiewende Steigende Energiekosten haben bisher kaum zu einer Wärmewende beigetragen. Aber diese wachsen stetig an, wie Franz Rips vom Deutschen Mieterbund berichtete. Die Ausgaben eines Mieters für die Miete und Energie liegen mittlerweile bei 34,1% seines Einkommens. Dass die Stromkosten angestiegen sind, weiß mittlerweile jeder. Aber die Heizkosten haben sich noch nicht im Bewusstsein verankert, hier liegt der Anstieg seit, in Abhängigkeit vom Energieträger zwischen 31 und 62% – kann also durchaus mit dem Anstieg der Strompreise mithalten oder übertrifft sie. Doch wer auf der Wärmekonferenz nach neuen Wegen zu einer erfolgreichen Wärmewende gesucht hatte, musste genauer hinhören. Es war nicht die nebenbei angekündigte Kampagne der geea zur Unterstützung der Förderung von Ein- und Zweifamilienhäusern, die im Februar mit Unterstützung des Bundswirtschaftsministers und der Bundesumweltministerin starten wird. Auch nicht die übliche Forderung nach der steuerlichen Förderung der Sanierung wird uns hier weiter bringen. weiterlesen ›

Branche für Wärmepumpen Heizungen auf dem Weg in die Zukunft

Podiumsdiskussion beim 11. Forum Wärmepumpe, Foto: Andreas Kühl So kurz nach der Fertigstellung des Koalitionsvertrages hat mit heute doch sehr interessiert die Wärmepumpen-Branche darauf reagiert. Zum 11. Forum Wärmepumpe haben sich heute Experten, Fachplaner und Vertreter der Wärmepumpen-Branche in Berlin zum jährlichen Austausch getroffen. Wird die Stimmung optimistischer sein als bei der Solarbranche in der letzten Woche oder wird die verpasste Chance in der Energieeffizienz auch zu einer Krisenstimmung führen? Ich war sehr gespannt auf mein erstes Treffen mit der Wärmepumpen-Branche. Positive und negativer Kritik am Koalitionsvertrag Der Eindruck auf dem Forum, bei dem mich vor allem der politische erste Teil interessiert hat, war dann sehr gespalten. Man war bemüht positive Seiten im Koalitionsvertrag zu finden. So sah man in dem Ziel eines klimafreundlichen Wärmemarktes die Wärmepumpe als erstes Mittel für die Nutzung von Strom, der sonst abgeregelt werden müsste, wie es im Vertrag steht (S. 52). Auch bei den Speichern auf Seite 57 fühlte sich die Branche angesprochen, Wärmepumpen sind das ideale Mittel für flexible Lasten und daher gut geeignet für ein Last-Management, als Power-to-Heat Speicher und eine Alternative zur direkten Speicherung mit dem Tauchsieder-Prinzip. weiterlesen ›

Fragen und Antworten zum neuen Energielabel für Heizgeräte

Energielabel Wärmepumoe

Energielabel einer Wärmepumpe als Beispiel, Quelle: Bundesverband Wärmepumpe e.V.

Über die neue Verordnung zur Kennzeichnung von Heizungen mit dem Energielabel, auch bekannt als Ökodesign-Richtlininie bzw. ErP-Richtlinie zur umweltgerechten Gestaltung der Anforderungen an energieverbrauchsrelevanten Produkten (mehr dazu bei Wikipedia), ist noch wenig bekannt. Es sind bisher nicht viele Angaben dazu zu finden. Interessanterweise haben sich bis jetzt vor allem Blogs damit befasst. Allen voran ging der Energieblog der Anwaltskanzlei Becker Büttner Held bereits im April mit ersten Informationen. Im Blog von Thermondo ist die Information im Oktober etwas kurz ausgefallen. Besonders ausführlich und sehr informativ war dagegen wieder Cornelia Daniel-Gruber bei ecoquent-positions.com Ende Oktober mit einem Interview.

Dieses Interview war vor allem im Hinblick auf die Solarthermie mit einem Verhandlungsvertreter aus diesem Bereich geführt. Ich möchte weitergehend allgemein informieren und alle Heizungsarten einschließen. Daher hatte ich mich an Viessmann gewandt und meine Liste der Fragen zugeschickt. Ich bedanke mich bei Roman Gruß von Viessmann Deutschland GmbH für die ausführliche Beantwortung meiner Fragen. weiterlesen ›

21 mal über die Heizung nachdenken

Alle reden über die Stromkosten, haben Sie schon mal ihre Heizkosten angeschaut? Da sind die Preissteigerungen höher und die Kosten sind deutlich höher als beim Strom. Daher sollte man sich auch mal die Heizung ansehen.

Der Grünspar-Blog vom gleichnamigen Webshop mit tollen Produkten zum Energiesparen (das ist keine Werbung!) hat zu diesem Thema letzte Woche eine Präsentation und eine Infografik veröffentlicht mit wichtigen und interessanten Fakten rund um die Heizung. Insgesamt werden 21 Gründe aufgezählt mal über die Heizung nachzudenken. Ob man der Heizung trauen kann, hängt dann vom jeweiligen Einzelfall ab. weiterlesen ›

Energieeinsparverordnung 2014 wird im Frühsommer 2014 in Kraft treten

Wer verbraucht in Deutschland die meiste Energie?

Der Energieverbrauch der Heizung wird oft unterschätzt: Denn mit 87 Prozent verbrauchen die deutschen Haushalte die meiste Energie für die Erzeugung von Wärme. Wer also dauerhaft sparen will, muss seine Heizkosten konsequent senken., Grafik: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Nach dem ich am Montag noch spekuliert hatte welche Bundesregierung wohl die novellierte Energieeinsparverordnung beschließen wird, ging es ganz schnell und heute hat die amtierende Bundesregierung schon die Novelle der Energieeinsparverordnung mit den Änderungen des Bundesrates beschlossen. Die geänderte Fassung wird voraussichtlich sechs Monate nach der Verkündigung in im Frühsommer in Kraft treten.

Damit wird der Stand der energetischen Anforderungen für Neubauten aus dem Jahr 2009 bis zum Jahr 2016 festgeschrieben – sieben Jahre Stillstand. Erst ab dem ab 1. Januar 2016 kommt ein großer Sprung, dann steigt die Anforderung für den Primärenergiebedarf einmalig um 25 Prozent. Wenn wirklich heute bereits 50 Prozent der Gebäude in Deutschland energetisch deutlich besser gebaut werden als die derzeit gültige EnEV fordert, wie Stepahn Kohler von der dena in der Pressemitteilung sagt, dann verwundert die Verschiebung der höheren Anforderungen an Neubauten.

Austausch von alten Heizungen bleiben einzige Anforderung an Altbauten

An den energetischen Zustand von Altbauten werden keine weiteren Anforderungen gestellt, lediglich so genannte Konstanttemperatur-Heizkessel (Standard-Heizkessel, die ihre Temperatur nicht, wie modernere, der gefragten Heizleistung entsprechend anpassen) sollen ab 2015 nach 30 Betriebsjahren stillgelegt werden. Ausgenommen hiervon sind selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.  weiterlesen ›

Die wichtigsten Änderungen in der Energieeinsparverordnung 2014

Saniertes MFH

dena-Niedrigenergiehaus Darmstadt nach Sanierung mit 97 Prozent Energieeinsparung, Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Am vergangenen Freitag wurden vom Bundesrat die Novellierung der Energieeinsparverordnung beschlossen. Jetzt ist die Bundesregierung wieder an der Reihe und das Kabinett muss in einer Sitzung darüber entscheiden, ob die Änderungen des Bundesrates angenommen werden und damit die EnEV 2014 in Kraft treten kann. Sollten die Änderungen nicht angenommen werden (von welcher Bundesregierung eigentlich? die noch amtierende oder die noch zu findende?), dann muss das Novellierungsverfahren zur Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) komplett von vorne beginnen. Angesichts der Fristen zur Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie, die bereits deutlich überschritten sind, kann das richtig teuer werden.

Wenn man wissen möchte, was sich nun alles ändern wird in der Energieeinsparverordnung 2014 – wenn sie so verabschiedet wird – muss sich durch den gesamten Text hindurch arbeiten und diese bereits sehr gut kennen. Eine weitere Alternative ist zu warten, bis andere sich dazu äußern. Da mir der Text der Energieeinsparverordnung mittlerweile zu umfangreich geworden ist, würde es zu lange dauern, um alle Änderungen selbst zu suchen. Daher habe ich gesucht, was andere dazu sagen. weiterlesen ›