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Möge die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung in Frieden ruhen
Modernisierungsbeispiel mit Solarwärme, Quelle: erdgas.info Man hat es fast vergessen, zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung sollte ein steuerlicher Anreiz geschaffen werden. Viele Interessengruppen haben sich auf diese Unterstützung gefreut, damit sollte die Sanierungsrate endlich einen Aufschwung erleben und in Richtung der gewünschten zwei Prozent des Gebäudebestandes sich bewegen. Doch die Bundesregierung konnte sich auch in mehren Anläufen mit den Ländern nicht auf eine Finanzierung einigen – jeder hat wieder einmal die Schuld auf den jeweils anderen geschoben – aber stören tut diese Blockade wohl keinen der beiden Parteien. Nun ist die steuerliche Förderung wohl von uns gegangen, bevor sie jemals das Licht der Welt erblicken konnte, und in aller Ruhe beigesetzt worden. Der Steuerbonus ist endgültig vom vom Tisch, so berichten das Energie-Fachberater-Portal und das Blog Lexegese. Damit man nicht allzu lange trauern muss, gibt es auch eine Alternative zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung. Beide berichten, dass geplant ist ab 2014 für einen Zeitraum von 8 Jahren jährlich 300 Millionen Euro als Zuschuss zur Verfügung zu stellen. Die Mittel dazu wird der Bund aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) zur Verfügung stellen. Vielleicht besser als nichts, aber um die Sanierungsquote auf die angestrebten zwei Prozent des Gebäudebestandes zu heben, wird es nicht ausreichen. Daher spricht auch Michael Hölker von der Wohnungsbau-Initiative bei Baulinks.de von einem Windhundverfahren, bei dem nur die schnellsten Bauherren gewinnen können. Die Verunsicherung werde dem Markt damit nicht genommen, zumal die Zuschüsse erst ab 2014 ausgezahlt werden sollen und damit wieder ein Jahr verschenkt wird. Während das Thema Strompreise immer wieder diskutiert wird, scheinen die Kosten für die Heizung noch nicht angekommen zu sein in der Diskussion, auch wenn die Heizkosten deutlich ansteigen werden in den nächsten Jahren. Die soziale Dimension interessiert hier nicht mehr, man kann sie ja nicht mehr für seine Zwecke gebrauchen. In diesem Zusammenhang hat das Magazin energie-experten.org von der Landesregierung Schleswig-Holsteins berichtet, die in einer Studie festgestellt hat, dass Kosten für die Wärmeversorgung mit fossilem Heizöl fünf Mal so stark gestiegen sind wie die Stromkosten. Besonders betroffen sind dabei Geringverdiener ohne Transferleistungen. Eine Lösung der Problematik scheint mir noch lange nicht in Sicht, auch wenn sich immer mehr Akteure in die Diskussion einbringen. Der einzige weitere Ansatz, den die Bundesregierung hatte in diesem Jahr, war die Änderung des Mietrechtes Einer der neuen Akteure, der mehr Engagement für die Gebäudesanierung fordert, ist der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Laut dem Magazin energie-experten.org fordert dieser eine Aufstockung des KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramms und ein weiteres „Kommunalprogramm“ zur Sanierung des kommunalen Immobilienbestandes. Natürlich ist diese Forderung nicht ganz uneigennützig, denn mit dem Handwerk und lokalen Gewerbe profitieren die Städte und Gemeinden von diesen Programm und mit einer Sanierung kommunaler Immobilien können die arg gebeutelten kommunalen Finanzen nachhaltig entlastet werden. Der Fokus der Energiewende muss in der nächsten Zeit deutlich in Richtung der Themen Wärme und Effizienz verschoben werden. Der reine Blick auf die Stromwende reicht nicht mehr aus.
Werden bald viele Menschen im Winter wegen steigender Heizkosten frieren müssen?
Die gelben und roten Farbfelder in der Thermografie-Aufnahme verdeutlichen, dass jede Menge Energie verloren geht: Schwachstelle ist die Dämmung der Außenwände. (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall) In der Diskussion um die Strompreise wird als Argument gegen die Energiewende häufig eine Energiearmut genannt, bei der die Menschen sich ihre Stromrechnung nicht mehr leisten können. Angeblich wurden schon über 600.000 Menschen deshalb der Strom abgestellt. Wenn diese Menschen ihre Stromrechnung nicht bezahlen können, werden sie vermutlich im Winter bald frieren müssen. Denn Energie bezieht sich nicht nur auf den Strom, auch die Heizkosten wollen bezahlt werden. Bei den Heizkosten verhält sich die Interessenlage aber völlig anders als beim Strom. Hier gibt es keine Einspeisevergütung für erneuerbare Wärme, nur unstetige wackelige Förderungen, die von der Politik nach Interessenlage beliebig geändert werden. Auch bei der Energieeffizienz ist man von der Förderung abhängig, wobei noch erschwerend hinzu kommt, dass Eigentümer, bzw. Vermieter, nicht die Heizkosten bezahlen und daher wenig Interesse haben an niedrigen Heizkosten. Allein durch Druck aus dem Markt, um die Vermietbarkeit der Immobilie zu erhöhen, werden Eigentümer aktiv und beginnen sich für eine energetische Modernisierung zu interessieren. Keine guten Nachrichten Die Steigerung der Heizkosten hat gar nichts mit der Energiewende zu tun. Das Gegenteil ist sogar der Fall, wer nichts unternimmt und das oder die Gebäude nicht energetisch modernisiert, ist mehr von höheren Heizkosten betroffen, als derjenige der aktiv wird. In der vergangenen Woche hat Cornelia Daniel im Blog der Ritter-Gruppe ecoquent-positions von Preissteigerungen beim Heizöl von 69,7% seit 2005 geschrieben und alleine in diesem Jahr ist mit Preiserhöhungen von weiteren 10% zu rechnen. Es wird nicht besser, bis zum Jahr 2020 ist bei Heizöl und Gas mit weiteren Steigerungen um 50% zu rechnen. weiterlesen ›
Vorraussichtlicher Anstieg der Heizkosten bis 2020 um 50 Prozent
Hatte schon oft darauf hingewiesen, dass man sich auch mit den steigenden Heizkosten befassen sollte. Aber alle reden nur von den Stromkosten, dabei werden die Heizkosten noch stärker ansteigen als die Stromkosten – und wen interessiert es? Es sollte jeden interessieren, der Heizkosten bezahlen muss.
Der Preisanstieg für Heizöl, Erdgas und Fernwärme setzt sich weiter fort. Bis zum Jahr 2020 werden die Energiepreise um 50 Prozent über dem heutigen Preisniveau liegen. Bei gleichbleibendem Verbrauch bedeutet das für eine 70-m²-Wohnung durchschnittlich 400 Euro mehr Brennstoffkosten. „Die Verbraucher sollen nicht beim Heizen geizen müssen, aber jeder sollte seine Einsparpotenziale kennen und ausschöpfen. Dabei unterstützt das Heizgutachten, das Mieter und Eigentümer kostenlos anfordern können“, sagt Stefanie Jank, Projektleiterin der Heizspiegelkampagne der co2online gemeinnützige GmbH.
Bis 2020 liegen die Preise für Heizöl voraussichtlich 59 Prozent höher als heute. Bei Fernwärme werden Preissteigerungen um 54 Prozent, bei Erdgas um 35 Prozent prognostiziert. Für eine 70-m²-Wohnung würde das bei gleichbleibender Energiemenge folgende Erhöhungen bedeuten: Im Jahr 2011 lagen die Brennstoffkosten für das benötigte Heizöl bei durchschnittlich 800 Euro. Im Jahr 2020 kostet das Heizöl bereits 1.280 Euro. Die Brennstoffkosten für Erdgas betrugen 2011 rund 700 Euro und steigen bis 2020 auf 940 Euro. Für Fernwärme mussten Mieter und selbstnutzende Eigentümer im vergangenen Jahr 900 Euro bezahlen. Im Jahr 2020 werden für eine Wohnung dieser Größe im Schnitt 1.390 Euro fällig.
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Warum blicken wir nur auf die Stromkosten und nicht auf alle anderen Nebenkosten?

it dem Austausch einer veralteten Öl-Heizungsanlage durch Öl-Brennwerttechnik lässt sich der Brennstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent senken. © Intelligent heizen
Dieser Tage drehen sich viele Diskussionen, um eventuell steigende Strompreise. Dabei sind bisher alles Spekulationen und Vermutungen, dass die Strompreise steigen werden und wie weit sie steigen werden. Es geht bei den Strompreisen nicht nur um bezahlbaren Strom, die fortschreitende Entwicklung der erneuerbaren Energien ist genauso das Thema.
Aber wer sich Sorgen um bezahlbaren Strom macht, muss sich eigentlich viel mehr Sorgen um bezahlbare Heizkosten machen. Doch habe ich noch niemand gehört, der vor steigenden Heizkosten warnt und auch von Heizarmut habe ich nichts gehört. Der NABU verkündet, dass laut Bundeswirtschaftsministerium private Haushalte in Deutschland im Durchschnitt 1.561 Euro im Jahr für Wohnenergie und damit rund 130 Euro im Monat zahlen. Allein von 1995 bis 2007 stiegen die Kosten um 61 Prozent – Tendenz weiter steigend.
Die Kosten für die Beheizung von Wohnungen steigen damit stärker an, als die Stromkosten.
So fordert der NABU den Blick endlich stärker auf die Entlastung privater Haushalte und die Erschließung der dort schlummernden Einsparpotenziale zu lenken. Laut NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller reiche es dabei nicht aus, allein auf die Stromkosten zu schauen. “Während alle Welt über Strompreise spricht, belasten die Preise für Öl und Erdgas zum Heizen die Verbraucher mit einem Anteil von mehr als drei Viertel an den gesamten Kosten für Wohnenergie.”
Da wundert man sich doch sehr, warum man nur über die Stromkosten diskutiert und die Heizkosten nicht beachtet.
Über das Energie sparen mit Thermostatventilen
Eigentlich ist es die falsche Jahreszeit für Heiztipps, aber bei dem Wetter kann man ja schon an den Herbst und die bevorstehende Heizperiode denken.
Heizenergie kann man auf verschiedene Arten einsparen. Ein einfacher Weg, den jeder umsetzen kann, ist die bewusste Verwendung von Thermostat-Ventilen an den Heizkörpern zur optimalen Regelung der Raumtemperatur.
Was fast jeder kennt, ist die Klimaanlage im Auto, mit ihr kann man für die Konstanz der eingestellten Temperatur im inneren des Fahrzeugs sorgen. Genauso arbeiten die Thermostatventile an Heizkörpern in der Wohnung, die in modernen Ausführungen jede Menge Komfort bieten. Richtig genutzt, tragen die intelligenten Ventile zur Energieeinsparung bei. Tipp: Inzwischen gibt es auch elektronisch programmierbare Varianten. In jedem Fall müssen Thermostatventile vom Fachmann installiert werden. Beim Kopf ist auf waagerechte Montage zu achten.
Auch wenn die maximale Raumtemperatur sich durch Einstellung am Heizkessel bestimmen lässt, sind Thermostat-Ventile äußerst sinnvoll. Grund: Nur so können Unterschiede zwischen verschiedenen Räumen gemacht werden. Im Schlafzimmer reichen beispielsweise vielen Menschen 16 °C aus , während es im Arbeits- oder Kinderzimmer ruhig 22 °C sein dürfen. Am Thermostat-Ventil entsprechen den einstellbaren Zahlen jeweils bestimmte Raumtemperaturen. Oftmals sind zudem eine Frostschutzstellung und eine Nachtabsenkung mit Symbolen markiert.

