Tag: haushalt

Energiesparende Haushalte für Forschungsprojekt gesucht

Logo des Forschungsprojekt „Stromeffizienzklassen für Haushalte“ Woher weiß man selbst, ob sein Haushalt energieeffizient ist? Welchen Beitrag können Geräte mit einem positiven Energie-Label leisten? Kann ein  Energie-Label den gesamten Stromverbrauch eines Haushaltes abbilden? Für ein solches Label soll nun die Aktion „Klasse Strom Sparen“. Dafür werden ab sofort Testhaushalte von ENTEGA-Kunden im Raum Südhessen gesucht. Das Thema interessiert mich, denn über den Vergleich von gesamten Haushalten hatte ich schon öfters geschrieben. Der durchschnittliche Stromverbrauch über alle Haushalte ist für mich keine vergleichbare Größe, eher der Freundeskreis oder eine gleiche soziale Schicht – immer in der gleichen Haushaltsgröße. Aber auch die Wohnungsgröße muss eine Rolle spielen. Energie-Label für Haushalte soll Vergleich ermöglichen Verbrauch vergleichen und Strom sparen – das ist die Idee hinter dem neuen Energie-Label „Klasse Strom Sparen“. Es ordnet Haushalte einer von sieben Stromeffizienzklassen zu und zeigt damit an, ob ein Haushalt viel oder wenig Strom verbraucht. Denn die meisten VerbraucherInnen kennen ihren eigenen Verbrauchswert gar nicht. Und viele Haushalte haben großes Potenzial zum Energiesparen, wissen aber nicht, wo ihre „Stromfresser“ sind. weiterlesen ›

Die 5 spannendsten Startups beim Ecosummit 2014 aus dem Energie-Sektor

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Pitch von Dr. Felix Grolman für die Grundgrün GmbH beim Ecosummit 2014, Foto: Andreas Kühl Die große Veranstaltung für die grünen Startups aus ganz Europa, der Ecosumit Berlin 2014, ist schon über einen Monat her und ich habe noch nicht von den vielen interessanten jungen und höchst engagierten Unternehmern berichtet, die sich dort präsentiert haben. Mit dem Beginn des neuen Programms im Startupbootcamp Berlin mit Schwerpunkt  nachhaltige Energie, intelligente Mobilitätsservices oder Datendienste, von dem gestern die Gründerszene berichtet hat, bin ich wieder daran erinnert worden. So möchte ich den Lesern nach einer kompletten Übersicht im vergangenen Jahr über die Startups aus dem Energiebereich in diesem Jahr meine Auswahl der interessantesten Startups aus dem Energie-Sektor vorstellen. Wer hat ein Geschäftsmodell, das die Energiebranche umkrempeln könnte, wer kann über die Startup-Szene hinaus auf sich aufmerksam machen und wer hat wirklich gute Ideen? weiterlesen ›

Eine private Energiesparberatung, die wärmstens zu empfehlen ist

Gastbeitrag von Kathrin Hoffmann über ihre Erfahrung mit der Energieberatung in Hannover, zufällig auch eine Antwort oder Ergänzung zum Beitrag über das Stromsparpotential im Haushalt bei stromhaltig.de. Foto: Kathrin Hoffmann Wir hatten letzte Woche Besuch von einem Stromlotsen– so nennen sich die unabhängigen Energieberater, die Privathaushalte in und um Hannover in Sachen Stromsparen beraten. Obwohl wir in unserem 2-Personen-Haushalt bereits einen sehr geringen Stromverbrauch haben, konnten wir noch einiges dazu lernen. Wir hatten zwar schon eine Ahnung, was in unserem Haushalt viel oder wenig Energie verbraucht, doch erst seit letzter Woche wissen wir es genau. Der Stromlotse hat die Verbräuche aller Elektrogeräte und Lampen genau gemessen – sowohl im Betrieb als auch  im (scheinbar) ausgeschalteten Zustand und dabei gab es nicht nur für uns sondern auch für den Experten einige spannende Erkenntnisse. Stromsparpotenziale gibt es in jedem Haushalt Der Jahresstromverbrauch in einem 2-Personen-Haushalt liegt im Bundesdurchschnitt bei ca. 3.000 kWh. Da sind wir mit unseren 1.155 kWh im Jahr schon sehr sparsam. Der Grund dafür ist vermutlich, dass wir neben Kühlschrank und Waschmaschine keine weiteren großen Elektrogeräte wie Trockner, Geschirrspülmaschine oder Elektroherd besitzen, unser Wasser nicht elektrisch erwärmt wird und wir darüber hinaus recht bewusst mit unserem Stromverbrauch umgehen. Und trotzdem können wir unseren Verbrauch noch deutlich senken, ohne auf irgendetwas verzichten zu müssen. Die Energiesparberatung hat gezeigt, dass wir allein durch den Austausch alter Glühbirnen und Halogenstrahler, die vermehrte Nutzung moderner Geräte sowie das komplette Abschalten von Geräten bei Nichtnutzung einiges im Jahr sparen können. weiterlesen ›

Mehr erneuerbare Energie und weniger Heizöl für Heizungen in Deutschland

Energieverbrauch in privaten Haushalten, Quelle: DESTATIS

Energieverbrauch in privaten Haushalten, Quelle: DESTATIS

So langsam kommen die erneuerbaren Energien auch im Bereich der Heizung von privaten Haushalten voran. Immerhin kann man mit Heizungen aus Basis oder einem Anteil von erneuerbaren Energien deutlich zum Klimaschutz beitragen und auch Energiekosten reduzieren.

Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhöhte sich der Verbrauch von erneuerbaren Energien zur Heizung entgegen dem allgemeinen Trend zur Einsparung von Heizenergie zwischen 2005 und 2012 – bereinigt um Temperaturschwankungen – um 56,7 %. Der Verbrauch von Energie im Haushalt insgesamt verringerte sich in diesem Zeitraum um 4,8 %, der Verbrauch von Heizenergie um 8,4 %.

Welche Energie wird in Haushalten eingesetzt?

An erneuerbaren Energien werden überwiegend Brennholz in Form von Zusatzheizungen und zunehmend auch Pelletheizungen als vollwertiges Heizsystem verwendet. Deren Anteil betrug im Jahr 2012 zusammenfast 90 % der gesamten genutzten erneuerbaren Energien. Der Rest entfällt auf die Solarthermie und Wärmepumpen.

Die erneuerbaren Energieträger haben ihren Anteil auf dem Wärmemarkt zu Lasten von Mineralöl und von Erdgas steigern können. Der Einsatz von Mineralöl – insbesondere von leichtem Heizöl – verringerte sich zwischen 2005 und 2012 um 25,7 %. Der Verbrauch von Erdgas sank ebenfalls deutlich um 9,5 %. Dagegen ist der Verbrauch von Fernwärme und von Kohle wie bei den erneuerbaren Energieträgern deutlich angestiegen. Die Nutzung von Fernwärme kann ich gut verstehen, aber Kohle? Wer heizt heute mit Kohle?

Der Stromverbrauch weist nach den Berechnungen des statistischen Bundesamtes seit 2005 nur leichte Rückgänge auf, so wie ich die Zahlen sehe, sieht es aber eher nach einem Anstieg des Stromverbrauchs aus.

Wofür wird Energie im Haushalt gebraucht?

Enrgieverbrauch der privaten Haushalten und Energieträger, Quelle: Statistisches Bundesamt

Energieverbrauch der privaten Haushalten und Energieträger, Quelle: Statistisches Bundesamt

Die meiste Energie wird in den Haushalten fürs Heizen gebraucht. 2012 wurden 70,3 % der gesamten Haushaltsenergie dafür eingesetzt. Der Energieverbrauch für Raumwärme ist in den letzten Jahren jedoch deutlich gesunken. Er war im Jahr 2012 um 8,4 % geringer als noch in 2005. Der Rückgang gegenüber 2005 ergab sich trotz einer gestiegenen Zahl von Haushalten (+ 4,5 %) und einem Zuwachs an Wohnfläche (+ 3,6 %). Diese Faktoren wurden jedoch durch den reduzierten Energieverbrauch je Quadratmeter Wohnfläche (– 8,1 %) mehr als ausgeglichen.

In anderen Anwendungsbereichen ist der Energieverbrauch der privaten Haushalte dagegen nur leicht gesunken. Im Bereich der elektrischen Haushalts- und Kommunikationsgeräte ist der Energieverbrauch sogar angestiegen (+ 4,7 %). Grund hierfür ist die steigende Zahl an Geräten und deren erhöhte Nutzung. Dass der Stromverbrauch für Kochen, Trocknen und Bügeln ansteigt ist verwunderlich, angesichts der verbesserten Energieeffizienz der Haushaltsgeräte.

Was glauben Verbraucher wofür am meisten Energie verbraucht wird?

Diese Zahlen zu zeigen ist besonders wichtig, da die dena gestern Zahlen einer Umfrage veröffentlicht hat, was die Deutschen glauben wofür Sie am meisten Energie benötigen – wie Proteus-Solutions berichtete. Völlig falsch liegen die Verbraucher vor allem bei Elektrogeräten, deren Verbrauch deutlich überschätzt wird, und bei PKW, deren Verbrauch unterschätzt wird. Der Energieverbrauch für Raumwärme wird ebenfalls zu niedrig eingeschätzt. Lediglich beim Warmwasserverbrauch liegt man nur knapp daneben.

Neues Energielabel soll gesamten Stromverbrauch im Haushalt erfassen

Stromkosten sparen mit Energielabel

EU-Energielabel für einzelne Geräte hilft, Stromkosten zu sparen, Quelle: “Initiative EnergieEffizienz / dena”

Die Energieeffizienzklassen für einzelne elektrische Geräte kennen heute fast alle. Gerade bei Haushaltsgeräten haben sich die bekannten Energielabel durchgesetzt und sind mittlerweile ein wichtiger Faktor bei Kaufentscheidungen. Sie betreffen aber immer nur einzelne Geräte nach standardisierten Kriterien, nicht berücksichtigt wird der Einfluss der Nutzer und die Gesamtheit der elektrischen Geräte in einem Haus.

Thema Haus, dort gibt es auch eine Art Energielabel mit dem Energieausweis, mit zwei unterschiedlichen Verfahren. Einmal gibt es ein standardisiertes Rechenverfahren für das gesamte Haus, inklusive Hülle und Technik und zum anderen eine verbrauchsabhängige Berechnung, nur mit den real verbrauchten Werten.

Für die gesamten elektrischen Stromverbraucher im Haushalt gibt es keine Zahlen oder Rechenwege, um die Energieeffizienz des Haushaltes angeben zu können. Dabei wäre das fast wichtiger als die Angabe für ein einzelnes Gerät, wenn man an die zunehmende Anzahl von Stromverbrauchern in Privathaushalten betrachtet.

Neues Label soll Stromsparen im Privathaushalt erleichtern

Sogenannte Stromeffizienzklassen könnten künftig dabei helfen, für Privatpersonen im Haushalt den Gesamtstromverbrauch transparent zu machen, um dann die richtigen Maßnahmen zum Stromsparen zu ergreifen. Das neue Label wird in einem Forschungsprojekt unter der Leitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung gemeinsam mit dem Öko-Institut e.V entwickelt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

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Wo sind die vielen Stromverbraucher im Haushalt?

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Stromzähler, Quelle: pixabay

Wir kennen vielleicht das Energielabel von Haushaltsgeräten und achten beim Neukauf auf eine gute Energieeffizienzklasse. Aber was ist beim neuen Fernseher, beim neuen Computer für die Kinder, Spielekonsolen, Handyladegeräte, etc.? Sind diese Geräte auch ständig am Stromnetz angeschlossen und hat vielleicht jedes Familienmitglied eines dieser Geräte? Dann verwundert es nicht, wenn im Jahr ein Stromverbrauch von über 4.500 kWh zusammen kommt.

Der unabhängige Ökoenergieversorger Polarstern Energie hat festgestellt, dass eine  typische Familie in Deutschland mit zwei Kindern pro Jahr im Schnitt fast 5.700 Kilowattstunden Strom verbraucht. Allein auf die elektrischen Geräte entfallen dabei die oben genannten circa 4.500 Kilowattstunden (kWh) (Rest für elektrische Warmwasserbereitung). Das sind rund 1.200 Euro Stromkosten jährlich – mit steigender Tendenz. Denn getrieben wird diese Entwicklung durch die zunehmende Ausstattung deutscher Haushalte mit Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik. In den letzten fünf Jahren hat sie sich bei Computern um 15 Prozent, bei Mobiltelefonen um zwölf Prozent und bei Spielekonsolen um ganze 66 Prozent erhöht.* (aus  Destatis u.a. Umweltökonomische Gesamtrechnungen 2013)

Der Stromverbrauch für elektrische Haushalts- und Kommunikationsgeräte ist, nach Angaben des statistischen Bundesamtes, weiter angestiegen. In 2011 war dieser Verbrauch um 2,3% höher als noch in 2010, allein durch die höhere Anzahl der Geräte, trotz höherer Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten und technischen Verbesserungen an anderen Geräten.

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