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Photovoltaik-Eigenverbrauch und Direktverbrauch im Gewerbe – so geht Energiewende

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Dieser Artikel ist Teil 4 von 21 über Mieterstrom

Photovoltaik auf GewerbedachWas mich reizt sind neue innovative Geschäftsmodelle, die gleichzeitig die Energiewende voran bringen. Ich bin davon überzeugt, dass wir jetzt immer mehr solcher Modelle sehen werden. Findige Unternehmer sind schneller als die Regulierung des Staates. Daher hatte ich mich gefreut über das positive Ende im Podcast zum EEG 2016. Mein Ziel ist es hier mehr solcher innovativen Ideen und Unternehmen vorzustellen und sie damit zu unterstützen, wie die Beiträge zum Mieterstrom und zum Photovoltaik-Eigenverbrauch.

Bislang noch nicht erwähnt hatte ich das Unternehmen Wirsol aus dem badischen Waghäusl bei Mannheim. Wirsol ist ein Projektentwickler und Dienstleister für erneuerbare Energien. Spannend finde ich die Kreativität der Projekte, denn Wirsol setzt schon einige Zeit auf Mieterstrom und Photovoltaik-Lösungen für Gewerbe. Von zwei aktuellen Beispiele möchte ich hier zwei Projekte zeigen. … den ganzen Artikel lesen »

Gewerbepark envopark bietet Standort mit großer Energiekosteneinsparung

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Halle envopark
Halle des energieeffizienten envopark am Standort Dahlewitz, Foto: econeers

In der gestrigen Meldung vom 4. Energieeffizienz-Index zur Energieeffizienz in der deutschen Industrie zeigte sich wieder einmal, dass gerade kleine und kleinste Unternehmen mehr Unterstützung benötigen für einen effizienteren Energieeinsatz. Normalerweise fehlt in diesen Unternehmen die Zeit sich mit diesem Thema zu beschäftigen, es geht im Arbeitsalltag unter und so wichtig sind die Energiekosten dann auch wieder nicht. Es braucht zusätzliche Anreize von außen, damit man sich selbst nicht darum kümmern muss und alles von anderen erledigt wird.

Ein möglicher Weg dazu ist es gleich Betriebsgebäude anzubieten, die von vornherein mit einer effizienten Energieversorgung ausgestattet sind. Als Unternehmer weiß man, dass im Vergleich zu anderen Standorten mit geringeren Energiekosten zu rechnen ist, man kann den Standort auch zu eigenen Marketingzwecken nutzen und hat, wenn auch noch die Lage optimal ist, vielleicht sogar einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern. … den ganzen Artikel lesen »

Vorreiter für Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe gesucht

Vielleicht kann ich bei meinem Besuch auf der Hannover Messe in der kommenden Woche selbst ein paar gute Beispiele für Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe finden.

Energieeffizienz lohnt sich, Quelle: IndustrieEffizienz / dena
Energieeffizienz lohnt sich, Quelle: IndustrieEffizienz / dena

Noch bis zum 4. Mai können sich Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe für den internationalen Energy Efficiency Award der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bewerben. Voraussetzung ist, dass die Unternehmen innovative Energieeffizienzmaßnahmen im eigenen Betrieb umgesetzt und so Energieverbrauch und -kosten nachhaltig gesenkt haben.

Der mit 30.000 Euro dotierte Preis wird unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler verliehen. Teilnahmeunterlagen finden interessierte Unternehmen unter www.industrie-energieeffizienz.de.

„Ein geringer Energieverbrauch wird zu einem immer wichtigeren Kriterium für internationale Wettbewerbsfähigkeit“, so Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena. „Auch in diesem Jahr erwarten wir wieder zahlreiche interessante Bewerbungen von Unternehmen, die mit unterschiedlichsten Ansätzen zeigen, wie hoch rentabel Investitionen in Energieeffizienz heute sein können.“

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Gewerbeenergiepass dokumentiert Energieeffizienz in sächsischen Unternehmen

Neben der Energieeinsparung in Gebäuden und der Dokumentation des Energieverbrauchs im Gebäudeenergieausweis wird mit den steigenden Energiepreisen auch die Energieeffizienz in Gewerbebetrieben immer wichtiger. Die sächsische Energieagentur hat sich dem Thema angenommen und einen Gewerbeenergiepass entwickelt. Der Sächsische Gewerbeenergiepass soll die notwendigen Informationen liefern, um Energie und Kosten zu sparen, so der sächsische Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit Thomas Jurk.

In einer Pilotphase zum „Sächsischen Gewerbeenergiepass“ hat die Sächsische Energieagentur die beteiligten sächsische Unternehmen beraten und betreut. Das Ergebnis: „Bis zu 30 Prozent der Energie können die Unternehmen durch geeignete Maßnahmen zusätzlich einsparen“, Christian Micksch, Geschäftsführer der SAENA.

Beim Sächsischen Gewerbeenergiepass handelt es sich um ein bundesweit innovatives Werkzeug für erfahrene und entsprechend qualifizierte Energieberater zur Anwendung in Unternehmen in Industrie und Gewerbe. Neben der Auskunft über den energetischen Ist-Zustand des Unternehmens gibt der Gewerbeenergiepass konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz vor. Er soll die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Unternehmen stärken und betriebliche Kosten reduzieren.

“Unser Ziel bei der Gewerbeenergieberatung in Sachsen ist vor allem die Sicherung der Qualität. Dies geschieht einmal durch den Gewerbeenergiepass selbst – und zwar durch einen standardisierten, mit umfangreichem Fachwissen ausgestatteten Algorithmus – und zum anderen durch ein Qualifizierungs- und Zertifizierungssystem für diejenigen, die dieses Instrument anwenden sollen. Damit übernehmen wir bundesweit eine Vorreiterrolle“, erläutert Thomas Jurk.

Das Ziel ist die Etablierung des Sächsischen Gewerbeenergiepasses zu einem qualitativen Markenzeichen für Energieeffizienz in sächsischen Unternehmen. Ein wichtiges kurzfristiges Etappenziel ist die Zertifizierung von Gewerbeenergieberatern, so beschreibt Christian Micksch, die nächsten Aufgaben.

Investive Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind in Sachsen über die Richtlinie „Energieeffizienz und Klimaschutz (EuK/2007)“ mit Zuschüssen förderfähig.

Auf Landes- und Bundesebene werden vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch Förderprogramme unterstützt. So unterstützt das Sächsische Wirtschaftsministerium im Rahmen des Förderprogramms „Energieeffizienz in KMU“ vor allem investive Vorhaben. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat dazu im Februar 2008 das Programm „Sonderfonds Energieeffizienz in KMU“ gestartet, das aus einer Beratungs- und einer Finanzierungskomponente besteht. So wird hier z. B. der Sächsische Gewerbeenergiepass als Detailberatung mit einem Wert von bis zu 8.000,-€ großzügig bezuschusst. Für investive Maßnahmen, die zu einer signifikanten Steigerung der Energieeffizienz führen, stehen zinsverbilligte Darlehen zur Verfügung.

Energetisch optimierte Industrie- und Gewerbebauten in OWL

Über die Xing-Gruppe „Energieeinsparung im Bestand“ habe ich den Verein Energie Impuls OWL e.V. entdeckt, ein lokales Netzwerk von verschiedenen Akteuren aus dem Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Ostwestfalen-Lippe.

Dort habe ich eine interessante Pressemeldung zu Energieeffizienz im Gewerbebau gefunden, die ich hier auszugsweise wiedergebe:

Zur Eröffnung der Herforder Bautage […] wurden die Gewinner eines Architektur-Wettbewerbs der besonderen Art ausgezeichnet: Nicht die architektonischen Feinheiten, sondern das energetische Konzept standen im Vordergrund des OWL-Wettbewerbs „Energetisch optimierte Industrie- und Gewerbebauten“, den Energie Impuls OWL auf dem Herforder Bauforum im letzten Jahr ausgeschrieben hatte. Auf den Herforder Bautagen präsentierten die Gewinner ihre Konzepte und erhielten ihre Auszeichnungen von der Jury.

Die Gewinner des 1. OWL-Wettbewerbs „Energetisch optimierte Industrie- und Gewerbebauten“ sind die Unternehmen Völse & Rath Architekten aus Borchen mit dem Neubau eines Bürogebäudes für die Steuerberatersozietät Lemacher im Stil einer „energieeffizienten Blackbox“ sowie die Architekten Wannenmacher + Möller GmbH aus Bielefeld mit dem Neubau von Kommissionierungshallen für das Cornelsen Verlagskontor unter Einbeziehung „der Erde als Partner“. Ein Sonderpreis wurde an die EST Volker Straker GmbH aus Herford mit der Prozessoptimierung und der Erschließung von Einsparpotenzialen am Produktionsstandort Kirchlengern der Firma Hettich International verliehen.

„Gewerbe- und Produktionsgebäude werden vielfach nur nach ihrem funktionellen Nutzen geplant, der effiziente Energieeinsatz wird bei der Planung vernachlässigt und sorgt oft erst nach Inbetriebnahme für teure Überraschungen beim Energiebedarf“, beschreibt Klaus Meyer, Geschäftsführer von Energie Impuls OWL die Situation. Die Vorsitzende der Jury und Professorin an der Fachhochschule Lippe und Höxter, Frau Prof. Dr.-Ing. Uta Pottgiesser, weiß aus Erfahrung: „Gebäude sind schon immer Visitenkarten von Unternehmen gewesen. In Zeiten von Klimaschutz und Energiepreissteigerungen werden auch Ressourcen schonende Eigenschaften zu positiven Imageträgern des Unternehmens“.

Die eingegangen Bewerbungen wurden von den Jurymitgliedern Arnold Drewer, Dämmtechniker und Vorstand Energie Impuls OWL, Reinhard Jungk, Leiter des VDI Arbeitskreises Bautechnik, Christiane Peters, Chefredakteurin markt & wirtschaft westfalen sowie der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Uta Pottgiesser, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur u. a. nach Kriterien zu Wärmeschutz, effizienter Gebäudetechnik und quantitativer Energieeinsparung bewertet.

Informationen zu den Projekten:
Bei der „Energieeffizienten Blackbox“ des Architekten Peter Völse handelt es sich aus architektonischer Sicht um ein streng einfaches, aber auch transparentes Bürogebäude. Die Haustechnik steckt hierbei intelligent eingefügt in der Tiefe. Im Holzrahmenbau und unter vertretbaren Baukosten wurde ein würfelähnlicher Baukörper errichtet, der für eine Minimierung der Wärme abgebenden Gebäudeaußenhülle und somit für eine Reduzierung der Heizenergie sorgt. Mit dem Einbau einer Lüftungsanlage, gezielter Beleuchtungssteuerung und der Wasserversorgung über ein Hauswasserwerk wird den Effizienz-Aspekten genüge getan. Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpenheizung versorgt eine Fußbodenheizung. Für die Sommermonate kommt die Grundwassernutzung zur Kühlung zum Einsatz, aber auch aktive Verschattungsmöglichkeiten sorgen für ein angenehmes Raumklima.

Die Neubauten des CORNELSEN Verlagskontors werden im Winter durch eine Geothermie-Anlage beheizt. Das Bielefelder Architekturbüro Wannenmacher + Möller erreichte weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die Reduzierung von Kohlendioxid und Feinstaubemission durch die Installation von 28 Erdsonden bis in eine Tiefe von 120m, die die knapp 6.000 m² große Lagerfläche mit Wärme versorgt. Dem Erdreich wird Energie entzogen und über Wärmepumpen den Gebäuden durch eine Niedertemperatur-Industrie-Fußbodenheizung zugeführt. Im Sommer werden die Hallen über die Niedertemperatur-Industrie-Fußbodenheizung gekühlt. Die den Bauten entzogene Energie wird ohne Einsatz von Kältemaschinen über die Erdwärmesonden an den Untergrund abgeführt und gespeichert. Im Winter wird die gespeicherte Wärme wieder zur Energieversorgung der Gebäude genutzt. So konnte der Primärenergiebedarf des Gebäudes von 97 kWh/m²a auf 38 kWh/m²a reduziert werden. „Für dieses Projekt spricht die Tatsache, dass hier die Geothermie, die heute noch nicht richtig ausgereizt ist, in sehr effektiver Weise zum Einsatz gekommen ist“, erläutert Arnold Drewer die Entscheidung der Jury.

Im Projekt des Herforder Unternehmers Volker Straker konnte der spezifischen Wärmeverbrauchs für die Produktion um 78% verringert werden. Die eingesetzten Technologien sind zwar alle bekannt, der Gewinn erfolgte aber vor allem durch eine konsequente mehrjährige Umstellung. So wurde Wärmerückgewinnung zum Heizen benutzt, die Abwärme aus der Drucklufterzeugung gewonnen und mit einem Druckluftmanagement geregelt, drehzahlgeregelte Pumpen sorgen für den hydraulischen Abgleich und eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage dient neben der effizienten Energiebereitstellung auch als Notstromaggregat. Nachhaltigkeit wird in dem Betrieb auch dadurch erzielt, dass die Mitarbeiter im betrieblichen Vorschlagswesen eingebunden werden und mit Energiesparwettbewerben die Sensibilisierung der Mitarbeiter gefördert wird.

Auch bei den restlichen Bewerbungen waren hervorragenden Ergebnisse hinsichtlich der Energieeinsparung erzielt worden. So produziert das neue Bürogebäude des Ingenieurbüros Schemmer und Frank in Detmold 4-mal soviel Energie, wie es verbraucht. Dies macht eine konsequente Auslegung auf die Nutzung der Sonnenenergie möglich. Der Baukörper ist mit einem nach Süden ausgerichteten Pultdach versehen, das komplett mit Photovoltaikmodulen bestückt ist. Ebenso an der Sonne orientiert, stellt sich das Schüco Technology Centrum auf. Hier erreichte das Architekturbüro Wannenmacher + Möller sowohl durch die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik als auch durch geschickte Gebäudeleittechnik eine weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Eine Glasfassade mit Sonnenschutzelementen und volumenstromgeregelte Lüftungsanlagen bescheren dem Nutzer ebenso ein gutes Raumklima. Ein Pluspunkt geht auch an das Herforder Ingenieurbüro cp baustatik. Bei der Sanierung einer Halle musste zunächst Überzeugungsarbeit in Sachen Wärmeschutz geleistet werden. Von der anschließenden Umsetzung der Wärmedämmung profitieren nicht nur die Mitarbeiter durch eine angenehmere Arbeitsumgebung, sondern auch das Betriebsergebnis. „8.000 bis 10.000 Liter Heizölersparnis pro Jahr dürften sich hier schon ergeben“, berechnet die Planerin Claudia Plake. Das vielzitierte Potenzial bei der CO2-Einsparung im Bestand trifft nämlich nicht nur den privaten Wohnungsbau.

„Dieser erste Wettbewerb hat einige energietechnisch interessante Bauprojekte ans Tageslicht befördert. Wir wissen aber, dass dies nur eine Auswahl sein kann und dass noch viele gute Lösungen in der Region schlummern. Diese wollen wir auch in Zukunft zeigen. Keine Frage also, dass wir 2009 den nächsten Wettbewerb durchführen werden“ so Klaus Meyer vom Veranstalter Energie Impuls OWL.