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Schlagwort: fernwärme

3 Beispiele wie mit Fernwärme die urbane Wärmewende gelingen kann

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Foto: Anthony Delanoix/ unsplash.com

Wie kann die urbane Wärmewende gelingen? In großen Städten ist nicht viel Platz für erneuerbare Energien und gleichzeitig ist der Energiebedarf pro Fläche sehr hoch. Wir müssen Lösungen finden für eine umwelt- und klimaschonende Wärmeversorgung der Zukunft. Das kann so aussehen, wie z.B. das Zukunftshaus der degewo in Berlin. Aber alle Gebäude in der Stadt können wir nicht auf diesem Weg sanieren. Die Fernwärme kann hier eine gute Lösung sein bei der die Stadt als Energiesenke des ländlichen Raums dient, als Ausgleich für Überschüsse von Solar- und Windstrom. Fernwärme kann aber noch viel mehr. Sie bietet die z.B. die Möglichkeit verschiedene Energieträger einzubinden um die jeweils optimale Quelle zu nutzen. Von den Berliner Energietagen hatte ich drei Beispiele mitgenommen, die ich hier gerne genauer vorstellen möchte.  … den ganzen Artikel lesen »

Energierevolution in den Niederlanden – und die Folgen für Deutschland

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Ein Gastbeitrag von Hinnerk Willenbrink, FH Münster, Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt im Forschungsschwerpunkt Energie- und Klimaschutzkonzepte

Foto: © Russell-Wells / FH Münster 2015

Wie die Zeitung Algemeen Dagblad aus Rotterdam berichtet, will die mit gut 630.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Niederlande Erdgas vollständig aus dem Stadtgebiet verbannen. Im Jahr 2050 soll kein Haus mehr mit Erdgas beheizt werden dürfen. Auch kochen mit Gas soll dann tabu sein. Zur Verdeutlichung der Dimensionen: der Anschlussgrad der Haushalte ans Erdgasnetz liegt in den Niederlanden heute bei nahezu 100%. Zum Vergleich, in NRW liegt er bei ca. 60%.

Bis 2050 müssten demnach alle der momentan 263.000 mit Erdgas versorgten Häuser über eine alternative, umweltschonende Energiequelle versorgt werden. Unklar ist, wie das passieren wird, geschweige denn, wer das bezahlen wird: „Es ist eine Ambition, kein konkreter Handlungsplan“, zitiert das Algemeen Dagblad einen Sprecher der Stadt. … den ganzen Artikel lesen »

Thermische Speicherung von günstigem Strom für Flensburger Fernwärmenetz

Start des Elektrodenheizkessls in Flensburg
Inbetriebnahme des Elektrodenheizkessels, Foto: Stadtwerke Flensburg

Über Energiespeicher habe ich hier schon so viele Beiträge veröffentlicht. Dazu gehören hauptsächlich Batteriespeicher, zum Beispiel kleine Batterien für private Haushalte oder große Batterieparks in großen Hallen zur Sicherung der Netzstabilität. Von anderen Technologien ist allenfalls die Power-to-Gas Technik ein Thema. Alle anderen Speicherformen werden vielleicht in einem Beitrag erwähnt, dann ist aber wieder Ruhe.

Wasser als Energiespeicher

Was ist mit Wasser als Energiespeicher? Wir kennen Pumpspeicherkraftwerke, die sich heute kaum noch lohnen, oder den Felsen hebenden Lageenergiespeicher, der fasziniert, aber den man sich nicht wirklich vorstellen kann. Es gibt ja auch noch eine weitere Möglichkeit, den überschüssigen  Strom kann man auch thermisch speichern. In Dänemark wird diese Speicherform schon länger genutzt.

Passend zur räumliche Nähe zu Dänemark gibt es in Flensburg seit Januar diesen Jahres einen thermischen Speicher zur Aufnahme überschüssigen Stroms aus dem Netz. Der Wasserspeicher umfasst 29 Millionen Liter Wasser, das in einem Elektrodenheizkessel der Stadtwerke Flensburg auf fast 100 Grad Celsius erhitzt wird. Von dort wird das heiße Wasser in die Fernwärmeversorgung von Flensburg geführt. Das lohnt sich auch, denn die 91.000 Flensburger Bürgerinnen und Bürger sind zu 98 Prozent an das Fernwärmenetz angeschlossen.

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Potentiale der Solarthermie in der Nah- und Fernwärmeversorgung

Ritter XL Solar Energiebunke Hamburg
Ritter XL Solar Energiebunker Visualisierung: Deutschlands größte größte Solarthermieanlage mit Vakuumröhren-Kollektoren wird von Ritter XL Solar auf dem Energiebunker in Hamburg-Wilhelmsburg realisiert (Bildcredit: IBA Hamburg GmbH / HHS Planer + Architekten AG).

Vor einigen Tagen, bzw. Anfang des Monats, hatte ich mich hier geäußert zur Solarthermie in der Nah- und Fernwärmversorgung. Es ging um den Hinweis auf einen Gastartikel im Magazin Bizz Energy, in dem Cornelia Daniel mehr Nutzung von Solarwärme in der Fernwärme gefordert hat, kein Projekt sollte mehr ohne solarthermische Unterstützung geplant werden. Ich hatte noch darauf hingewiesen, dass wir in Deutschland eine verhältnismäßig geringe Verbreitung von Fernwärmenetzen haben und, dass die Nutzung erneuerbarer Wärme generell nicht voranschreitet.

Auf diesen Beitrag hin hatte sich per Kommentar ein Fachmann von Ritter XL Solar GmbH gemeldet und ein paar Fakten hinzugefügt. Ich habe die Gelegenheit genutzt und Martin Willge von der Ritter XL Solar GmbH noch ein paar Fragen zu diesem Thema gestellt, die er mir gerne beantwortet hat:

Wo liegen die Chancen und Potentiale von solarer Nah- und Fernwärme?

Solare Fernwärme wird in Deutschland auf absehbare Zeit nur dort zum Einsatz kommen können, wo sie den KWK-Anlagen keine Laufzeiten wegnimmt. Die staatlichen Rahmenbedingungen schaffen hier eindeutige betriebswirtschaftliche Fakten für die Betreiber. … den ganzen Artikel lesen »

Mehr erneuerbare Nah- und Fernwärme nutzen

Solare Großanlage von Ritter XL Solar, Quelle: http://www.ritter-xl-solar.com
Solare Großanlage von Ritter XL Solar, Quelle: www.ritter-xl-solar.com

Als Auftaktartikel für das neue Jahr beginne ich gleich mal mit einer Antwort auf einen anderen Beitrag. Nachdem ich für bizzenergytoday.com bereits einen Gastartikel zur Energieeffizienz verfassen durfte, ist jetzt als weiterer Blogger Cornelia Daniel mit einem Beitrag zur Solarthermie in der Fernwärme an der Reihe.

Anhand des Energiebunkers in Hamburg, der in diesem Jahr mit 1.350 Quadremeter Vakuumröhrenkollektoren der Ritter-Gruppe bestückt werden soll, fordert sie in dem Beitrag einen verstärkten Blick auf erneuerbare Fernwärme. Kein Biomassekraftwerk sollte mehr ohne solarthermische Unterstützung geplant werden. Nach Fertigstellung des Projektes in Hamburg wird von dort Warmwasser und Heizwärme für ein mehr als 1,2 Quadratkilometer (120 Hektar) großes Stadtgebiet geliefert . Die solarthermische Anlage dient zur Unterstützung eine Biomasse-Blockheizkraftwerks mit Wärmespeicher

Bei dem Thema erneuerbare Fernwärme sind zwei allerdings zwei Probleme enthalten.

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Erfolgreiche erste Heizsaison in Unterhaching

Im geothermischen Heizkraftwerk in Unterhaching hat man für die erste Heizsaison positive Bilanz gezogen. Tausende Bürger der Gemeinde konnten in diesem Winter die umweltfreundliche Wärme aus Geothermie nutzen. Die Nachfrage nach Anschlüssen an das Fernwärmenetz steigt kontinuierlich an. Die im Winter 2007/2008 ins Fernwärmenetz eingespeiste Geothermie-Fernwärme beträgt rund 25.000 MWh. Das entspricht rechnerisch rund 2,5 Mio. Liter Heizöl und einem CO2-Ausstoß von rund 7.000 Tonnen.

Das Fernwärmenetz wächst stetig weiter. Die Akquise weiterer Kunden konzentriert sich derzeit schwerpunktmäßig auf die Verdichtung des bestehenden Fernwärmenetzes sowie der Neuerschließung einzelner Seitenstraßen. Das komplett neu gebaute Fernwärmenetz für den 22.000 Einwohner zählenden Ort hat bislang eine Länge von über 25 km. Zwischenzeitlich wurde eine thermische Anschlussleistung von ca. 28 MWth vertraglich gesichert.

„Wir werden das Fernwärmenetz kontinuierlich ausbauen“, kommentiert Gerlinde Kittl, Geschäftsführerin der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG, die Entwicklung „Unser langfristiges Ziel ist die Installation von 70 MWth Anschlussleistung. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir diese Zielmarke erreichen werden“, prognostiziert Kittl.

„Die Gemeinde Unterhaching leistet mit der Nutzung der Geothermie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Dr. Erwin Knapek, Initiator des Geothermieprojekts und scheidender Bürgermeister von Unterhaching. Auch Benjamin Richter von Nürnberger Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner, die für die wirtschaftliche Umsetzung des Geothermieprojektes verantwortlich ist, zeigt sich zufrieden: „Die Wärmeversorgung läuft problemlos rund um die Uhr“.

Zwischenzeitlich liegt vom Bergamt des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie auch die bergrechtliche Bewilligung für die Gewinnung der Erdwärme im Feld Unterhaching vor. Das Recht, die umweltfreundliche regenerative Energie zu nutzen, wurde auf 50 Jahre zugesichert.

Die Zukunft beurteilt auch Anton Berger, Partner und Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Rödl & Partner, positiv „Von den Erfahrungen in Unterhaching können viele andere Kommunen profitieren. Vor dem Hintergrund der anstehenden Gesetzesänderungen im Bereich der Energiewirtschaft sowie der Erneuerbaren Energien wird der Aufbau von Fernwärmekapazitäten zusehends interessanter.“