Tag: fenster

Mit modernen Fenstern in die Energiewende

Klimawandel aufhalten! Energiewende voranbringen! Das sind große und wichtige Vorhaben. Doch wie soll das eigentlich geschehen? Durch Politik? Ja, vielleicht, Förderungen sind durchaus ein wichtiges Instrument der Energiewende. Oder durch die Industrie? Wohl eher nicht. Vielleicht ja durch die Bürger? Hier kommen wir dem Kern der Sache schon näher. Und geht es uns um die Stromwende? Nein es geht uns um die Energiewende! Das beinhaltet also auch die Wärmeenergie, die Heizenergie. Auch hier sollte die Wende hin zu einer regenerativen Erzeugung angestrebt werden. Der Schlüssel ist unter Anderem aber auch die Energieeffizienz - Vor allem von Gebäuden. Je weniger Energie hier überhaupt erst benötigt wird, desto besser für die Energiewende und die Umwelt. Das Potential ist groß! Moderne Fenster sind ein wichtiger Bestandteil von energieeffizienten Gebäuden.
© eigenes Foto / In den Produktionshallen von Porta-Bauelemente weiterlesen ›

Neue Produkte für Energieeffizienz an Gebäuden auf der Bau-Messe in München

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Seit Montag läuft die größte deutsche Bau-Fachmesse in München und Energieeffizienz am Bau soll eines der Hauptthemen der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme sein. Da ich leider nicht dort sein kann, um mir neue Produkte für energieeffiziente Gebäude persönlich anzusehen, muss ich mich online auf die Suche begeben. Das ist gar nicht so einfach, in der Baubranche wird nicht so offen kommuniziert und Social-Media ist nicht so weit verbreitet. Aber ich habe einiges gefunden, was sehr interessant klingt. Übergabe von Passivhaus-Zertifikaten an Hersteller von Bauprodukten Das Passivhaus-Institut wird in München wieder einige neue Zertifikate für passivhaustaugliche Produkte überreichen. Damit steigt die Anzahl der Bauteile, die für den Einsatz im Passivhaus geeignet und zertifiziert sind weiter an, in 2012 wurden bereits 134 neue Produkte zertifiziert. Bei Lüftungsanlagen hat die Auswahl für den Planer mittlerweile eine Anzahl von über 100 Geräten überschritten. Auch bei Fensterrahmen gibt es heute fast 100 verschiedene geprüfte Produkte. weiterlesen ›

Neue Haustüren und Fenster sparen bis zu 75 Prozent Energie

Schon die Oma wusste es und hat den handgestrickten Waldi vor die Eingangstür gelegt, damit nicht so viel Kälte unter der Tür hereinzieht. Alte und undichte Türen und Fenster können einen hohen Energieverlust und damit enorme Heizkosten verursachen. Wärme geht hierbei sowohl durch die Verglasung als auch den Rahmen verloren. Moderne Fenster und Türen mit Wärmeschutzverglasung leiten im Vergleich zu einer Einfachverglasung bis zu 75 Prozent weniger Energie nach draußen. Wie hoch die Energieverluste durch Türen und Fenster genau sind und wann sich der Austausch der alten Türen und Fenster rentiert, kann ein Energieberater im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung ermitteln, ggf. unterstützt durch zusätzliche Analysen wie Wärmebildaufnahme (Thermografie) oder Blower Door Test (Luftdichtigkeitstest). Moderne Türen und Fenster haben stärkere Rahmen und bessere Dichtungen. Bei Kunststofffenstern bietet eine zunehmende Anzahl von Luftkammern einen besseren Wärmeschutz. Der Mindeststandard sind heute Zweischeiben-Wärmeschutzverglasungen. Noch mehr Energie sparen Fenster mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung. Darüber hinaus bieten moderne Fenster und Türen auch einen deutlich höheren Einbruch-Schutz und geben damit ein Mehr an Sicherheit. Die Fenstertechnik hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht: Neue Fenster sind so konstruiert, dass sie Energie und Lichtstrahlen hinein, aber möglichst wenig Wärme hinauslassen. Hierzu werden zwei bis drei Glas-Scheiben mit einer hauchdünnen unsichtbaren Metallschicht überzogen und die Zwischenräume mit Edelgas gefüllt. Auch das Material des Randverbundes beeinflusst den Wärmedämmwert. Für den Randverbund wurden Systeme aus Edelstahl und Kunststoff entwickelt, die man als “warme Kante” bezeichnet. In der Regel ist es empfehlenswert, den Austausch von Fenstern und Türen im Ganzen durchzuführen (inklusive Rahmen und Verglasung). Ausnahme: Manchmal sind ältere Holzrahmen noch in einem sehr guten Zustand ohne Undichtigkeiten. Hier kann auch die alte Scheibe lediglich gegen eine neue Wärmeschutzverglasungen ausgetauscht werden. Aufwand und Kosten sowie die Belästigung durch Baulärm und Dreck lassen sich verringern, wenn der Austausch von Fenstern und Türen mit möglicherweise geplanten weiteren Sanierungsmaßnahmen kombiniert wird, z.B. mit einer Fassadendämmung. Die neuen Fenster können dann auch gleich weiter außen, in der Ebene der Wärmedämmung eingesetzt werden. Das vermeidet Wärmebrücken bzw. Kältebrücken in den Bereichen der Fensterlaibungen und verhindert, dass durch nach innen versetzte Fenster weniger Licht einfällt. Grundsätzlich ist vor der Durchführung von umfangreicheren Sanierungsmaßnahmen am Haus eine ganzheitliche Betrachtung sinnvoll. Jedes Haus ist anders. Und nicht immer sind energetische Schwachstellen offensichtlich. So müssen überhöhte Heizkosten und ein latentes Unbehagen bzw. Zuggefühl nicht zwangsläufig durch undichte Fenster hervorgerufen werden. Mögliche Ursachen können auch kaltes Mauerwerk, eine ausgekühlte Bodenplatte über ungedämmten Kellerräumen oder andere Kältebrücken sein. Hier hilft die fachgerechte Analyse durch einen unabhängigen Energieberater und verhindert Fehlinvestitionen. Der Staat unterstützt Besitzer von Wohngebäuden aktuell durch eine attraktive Förderung der sogenannten Vor-Ort-Beratung. Diese bildet gleichzeitig den Schlüssel, um die Maßnahmen später über die Bank oder Sparkasse zinsgünstig zu finanzieren. Hierbei ist ebenfalls eine Förderung über spezielle Programme der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW – Bankengruppe) möglich. “Wie finde ich einen unabhängigen Energieberater für die Vor Ort Beratung? Wie genau hilft mir eine Energieberatung? Wie viel Energie und wie viel Geld kann ich durch eine Sanierung einsparen? Und welche Fördermittel kann ich in Anspruch nehmen?” Für den interessierten Hausbesitzer werden sich viele Fragen stellen. Hier hilft eine Aktion der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Neue Energie Deutschland weiter: Für eine geringe Aufwandsbeteiligung von 25,- Euro besucht ein unabhängiger Energieberater den Hausbesitzer direkt vor Ort und klärt im persönlichen Gespräch über den Ablauf der Energieberatung, deren Nutzen und die Möglichkeiten einer Kostenübernahme durch öffentliche Förderung auf. Diese Erstberatung ist unverbindlich und verpflichtet noch nicht zur Durchführung einer staatlich geförderten Vor-Ort-Beratung.

Optimierungsstrategien für Fenster im Passivhaus

Am 5. Dezember 2007 findet die 37. Sitzung des Arbeitskreises kostengünstige Passivhäuser in Darmstadt statt. Den genauen
Veranstaltungsort und das Programm finden Interessenten im Internet unter www.passiv.de.

Die Fenster erfüllen im Passivhaus mehrere Aufgaben gleichzeitig: Sie sorgen für Tageslicht und Ausblick, sind an der passiven
Solarenergienutzung beteiligt, weisen möglichst kleine Wärmeverluste auf und ermöglichen im Sommer große Luftwechselraten zur Auskühlung des Gebäudes. Durch die Fenster entstehen aber auch erhebliche sommerliche Solarlasten, die zur (jetzt unerwünschten) Erwärmung des Gebäudes beitragen.

Je nach betrachteter Anforderung erscheinen zunächst unterschiedliche Konfigurationen optimal:

** Tageslichtnutzung:
Um den Raum möglichst gut und gleichmäßig mit Tageslicht zu versorgen, sollten Fenster möglichst hoch angeordnet sein. Transparente Flächen unterhalb der Brüstungshöhe liefern nur geringe Beiträge, dagegen sind Fenster auf verschiedenen Seiten für eine gleichmäßige Ausleuchtung wünschenswert.

** Wärmeverluste der Verglasung:
Dreifachverglasungen mit Argonfüllung und U-Werten um 0,7 W/(m²K) sind im Passivhaus Standard. Mit schwereren Füllgasen (Krypton, Xenon) oder zusätzlichen Folien im Scheibenzwischenraum lassen sich auch geringere Wärmeverluste erreichen.

** Wärmeverluste des Rahmens:
Obwohl Passivhaus-Fensterrahmen bereits sehr geringe U?Werte aufweisen, ist im Bereich des Rahmens noch einiges Potential für weitere thermische Verbesserungen vorhanden.

** Wärmeverluste des Einbaus:
Ideal ist ein Fenstereinbau fast in der Mitte der Dämmebene mit vollständiger Überdämmung des Blendrahmens. Aus optischen und ökonomischen Gründen wird jedoch meist ein Kompromiss gewählt.

** Solare Gewinne im Winter:
Je weiter das Fenster außen in der Wand sitzt, desto geringer ist die Laibungsverschattung. Je höher es im Gebäude angeordnet ist, desto geringer ist in der Regel die Verschattung durch umstehende Objekte. Bei verschattungsfreier Lage sind große Südfensterflächen mit wenigen Teilungen vorteilhaft.

** Solare Lasten im Sommer:
Die geringsten solaren Lasten treten auf, wenn das Fenster möglichst klein ist, möglichst genau nach Norden oder Süden orientiert ist, möglichst tief in der Laibung sitzt und ein gewisser Überstand vorhanden ist.

** Kosten:
Passivhausfenster sind noch immer teurer als konventionelle Fenster, die seit langem erwartete Kostendegression hat aber inzwischen eingesetzt. Zur Kosteneinsparung bietet sich zunächst eine Optimierung der Fensterflächen an. Gewisse Einsparungen würde auch ein Einbau im Wandbildner anstatt in der Dämmebene ermöglichen, der sich jedoch aus thermischen Gründen meist verbietet.

Für den Planer stellt sich damit regelmäßig die Aufgabe, im Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Anforderungen ein Optimum zu finden. Die wissenschaftliche Vorbereitung des Arbeitskreises wird hierfür Planungsrichtlinien aufstellen. Dazu werden die verschiedenen Einflüsse unter Verwendung von Wärmebrückenberechnungen, thermischen Gebäudesimulationen und Tageslichtsimulationen quantifiziert und gegeneinander abgewogen.

Aufgabenschwerpunkte im Rahmen des Arbeitskreises:

· Erarbeitung von Planungsrichtlinien für Form, Orientierung und Einbauposition des Fensters
· Untersuchungen zur thermischen Qualität: Möglichkeiten weiterer thermischer Verbesserungen bei Verglasung, Rahmen und Einbau
· Ökonomisches Optimierungspotential bei Fenstern und Fassaden Inhaltliche Schwerpunkte der geplanten Arbeitskreissitzung
· Einfluss der Fensterparameter auf die Gesamtenergiebilanz, die sommerlichen Raumtemperaturen und die Tageslichtversorgung des Gebäudes
· Bewertung der zum Teil widersprüchlichen Anforderungen an die Fensterpositionierung und -ausführung

Der Arbeitskreis kostengünstige Passivhäuser Phase IV wird gefördert durch die DBU – Deutsche Bundesstiftung Umwelt, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, den Klimaschutz-Fonds proKlima der Stadtwerke Hannover AG, E.ON Energie AG, das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.

BINE-Informationspaket „Energieeffiziente Fenster und Verglasungen“ vollständig überarbeitet erschienen

Die richtige Modernisierung von Gebäuden ist für viele Hausbesitzer derzeit ein wichtiges Thema. Deshalb ist in der Buchreihe BINE-Infor­mationspakete jetzt die vollständig überarbeitete Ausgabe von „Energieeffiziente Fenster und Verglasungen“ erschienen. Das Buch stellt den verbesserten Wärme- und Kälteschutz durch eine optimale Verglasung von Fassaden in den Mittelpunkt: Wärmeschutz im Winter und im Sommer die konsequente Vermeidung hoher Kühllasten bei gleichzeitiger Tageslichtnutzung. Da Fenster anspruchsvolle Gebäudekomponenten mit einem breiten Spektrum von Eigenschaften und Funktionen sind, ergibt sich daraus ein enormer Gestaltungsspielraum bei der Planung von Gebäudefassaden.

Im BINE-Informationspaket „Energieeffiziente Fenster und Verglasungen“ werden die thermischen und optischen Kennwerte und deren Einfluss auf den Energiebedarf beim Heizen, Kühlen und Beleuchten erläutert. Weitere Themen sind fortgeschrittene Wärmeschutzverglasungen, optimierte Montage, Tageslichtlenkung und innovativer Sonnenschutz sowie Kriterien zur ökologischen Bewertung verschiedener Fenstersysteme.

Autor des BINE-Informationspaketes ist der Professor für Bauphysik an der Universität Karlsruhe, Andreas Wagner. Herausgegeben wird es vom FIZ Karlsruhe. Das Buch mit 144 Seiten enthält zahlreiche Grafiken, Fotos und Tabellen. Es wendet sich an Planer, Architekten, Bauherren, Investoren und Studierende. Zu beziehen ist das BINE-Informationspaket „Energieeffiziente Fenster und Verglasungen“ zum Preis von 16,80 Euro direkt über den Internet-Verlagsshop der Solarpraxis AG sowie im Buchhandel (ISBN: 978-3-934595-61-3).

Die derzeit insgesamt zwölf Titel aus der Reihe BINE-Informationspakete mit ihren verschiedenen Themen dokumentieren aktuelles, in der Praxis verwertbares Forschungswissen und Anwender-Know-how. Seit Ende 2005 erscheinen die Bücher in der Verlagssparte der Solarpraxis AG in Berlin, die auch den Vertrieb der bereits erschienenen Ausgaben übernommen hat.