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Mehr Energieeffizienz wäre die richtige Antwort auf hohe Energiekosten in Europa

Das Berlaymont-Gebäude der europäischen Union in Brüssel mit Banner ” “Connecting the European Energy Market”, Foto: ec.europa.eu Der  Gegenwind für eine Energie- und Klimapolitik hin zu erneuerbaren Energien aus der EU ist immer wieder zu spüren. Doch jetzt scheint er noch größer zu werden, zu Gunsten der bestehenden alten und bezahlten Kraftwerke. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, übt die Industrie wohl massiven Druck auf die europäischen Staats- und Regierungschefs aus und fordert eine stärkere Kostenorientierung und Befreiung von Abgaben. Diese Forderungen finden sich scheinbar schon wieder in dem, bereits abgestimmten, Entwurf für die Beschlüsse des geplanten Gipfels der Staats- und Regierungschefs am Mittwoch in Brüssel. Die Förderung für erneuerbare Energien soll “kostenorientiert umgebaut werden”, andere Energie-Technologien (Fracking?) unterstützt und die Klimapolitik neu ausgerichtet werden. Hintergrund ist, dass die Industrie sich um ihre Wettbewerbsfähigkeit Sorgen macht. Die hohen Energiepreise in Europa würden alle ihre Anstrengungen wettbewerbsfähiger zu werden und für Arbeitsplätze und Wachstum zu sorgen, zunichte machen. weiterlesen ›

Läuft was schief bei einer Amortisationsdauer von mehr als 50 Jahren in energetischen Gebäudesanierungen?

Harald Wögerbauer, Mitglied des europäischen Rechnungshofes auf der Pressekonferenz Gestern hat der europäische Rechnungshof eine Pressemeldung veröffentlicht, die mich sehr verwundert hat. Mir ist durchaus bewusst, dass energetische Sanierungen sich manchmal erst in einigen 20 oder mehr Jahren rechnen. Aber wenn von 50 oder gar in Extremfällen von 150 Jahren geschrieben wird, dann muss man mal fragen ob nicht was schief läuft. In der Meldung hatte der Rechnungshof von der Prüfung berichtet, die untersucht hat, ob die im Rahmen der Kohäsionspolitik getätigten Investitionen in die Energieeffizienz kostenwirksam waren”.  Kohäsionspolitik bedeutet in der EU, laut Wikipedia, eine Umverteilung zwischen reicheren und ärmeren Regionen als Ausgleich einer ungleichen wirtschaftlichen Entwicklung. Demnach ist davon auszugehen, dass die Mittel der EU vor allem in osteuropäische Länder geflossen sind. Weiter unten werden konkrete Länder, die untersucht wurden, genannt. weiterlesen ›

Werdet Teil der europäischen Energie-Revolution!

Gastbeitrag von Alice Stollmeyer als Übersetzung eines Beitrags aus ihrem Blog vom 21.11.2012, übersetzt von Andreas Kühl Energiewende in Brandenburg, Foto: Andreas Kühl Ich bin keine Aktivistin. Aber ich fühle mich als Teil einer Revolution, einer Energie-Revolution, um genau zu sein. Eine Revolution von fossilen auf erneuerbare Energiequellen, von zentralisierter zu dezentraler Energieerzeugung, von großen Versorgern hin zu kleineren Genossenschaften und sogar zu Hause erzeugter Energie. Als unabhängige Energieberaterin mit einer persönlichen Mission zu einer besseren, grünen, nachhaltigen Welt beizutragen, fühle ich mich privilegiert, bei dieser Revolution nicht nur Zeuge, sondern dabei zu sein. Als ich für ein Fernwärmeunternehmen in den Niederlanden als Beraterin für öffentliche Angelegenheiten tätig war, arbeitete ich eng mit dem CEO und Managern zusammen bei der Vorbereitung einer Energiewende. Unsere Mission war es, das nachhaltigste Fernwärmenetz in den Niederlanden aufzubauen. Ich war fasziniert von den strategischen und politischen Aspekte dieser Energiewende. Was ich am meisten liebte, war der Versuch, die Interessen zu überlisten und alle Beteiligten zu “verführen”, die Änderungen zu unterstützen, indem man ihnen den zukunftssicheren Wert aufzeigt, den wir erstellten. Nun, da ich als unabhängige Energie Expertin in Brüssel, der Hauptstadt Europas, arbeite, beobachte ich viele EU-Mitgliedstaaten, in denen sich zahlreiche lokale, nachhaltige Initiativen entwickeln. Sie mögen zuerst klein und isoliert sein, aber zusammen bilden sie die Spitze eines Paradigmenwechsel in der Welt der Energie. Sie werden es mitbekommen oder auch nicht, Sie können es unterstützen oder ablehnen- aber diese Entwicklung kann nicht gestoppt werden. Für fossile Energie-Unternehmen sind Klimaschutz und Innovation nicht genug. Was sie brauchen ist eine Transformation. Sie werden entweder ihr Geschäftsmodell überprüfen müssen, d.h.sie beginnen Energiespar-Dienstleistungen zu entwickeln und bieten ihren Kunden Beratungen zur eigenen Energieerzeugung an – oder es gibt keine Zukunft für diese Unternehmen. weiterlesen ›

EU-Projekt POLIS erschließt solarenergetische Potenziale für Städte in Europa

Karte des Potentials zur Nutzung der Solarenergie in Lissabon, Quelle: Ecofys

Karte des Potentials zur Nutzung der Solarenergie in Lissabon, Quelle: Ecofys

Im Rahmen des von der Europäischen Kommission geförderten Forschungsprojektes POLIS haben sechs europäische Städte ihre solarenergetischen Potenziale durch Maßnahmen der Stadtentwicklung, der Stadtplanung und durch andere kommunale Aktivitäten mobilisiert. Seit 2009 haben sie dazu solare Aktionspläne entwickelt und Pilotprojekte umgesetzt. Die in der Praxis gewonnenen Erkenntnisse sind jetzt in klare Empfehlungen und Handlungsanleitungen für Stadtplaner in Europa übersetzt worden. Das Beratungsunternehmen Ecofys war Gesamtkoordinator des Projektes.

Ein wesentliches Ziel des Projektes bestand darin, Netzwerke zu schaffen, die auf lokaler und europäischer Ebene kommunale Entscheidungsträger, Stadtplaner, Vertreter lokaler Wirtschaft, Energieexperten und weitere Interessengruppen zusammenbringen.

Das POLIS-Team entwickelte zehn thematische Leitfäden, welche die Vorgehensweise und den Umsetzungsprozess von Maßnahmen zur Erschließung solarer Potenziale beschreiben. Zu diesen Maßnahmen zählen u. a. solare Potenzialstudien, Möglichkeiten der Festsetzung von Anforderungen an neue Baugebiete sowie Instrumente als Hilfestellung zur Bewertung von Gebäuden. Ergänzend zu den Leitfäden erstellte das Team Länderübersichten mit Informationen zu den entsprechenden Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern.

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Wo steht die EU auf dem Weg zu ihren Zielen für erneuerbaren Energien?

Wir erinnern uns, bis zum Jahr 2020 möchte die EU den Anteil der erneuerbaren Energien im Stromnetz auf 20% bringen. Es sind zwar noch sieben Jahre bis dahin, aber man kann ja schon mal eine Zwischenbilanz ziehen. Die britische Zeitung The Guardian hat dies getan und das Blog The Green Forums hat diese Bilanz in eine schöne Grafik verpackt. Ergänzt ist dabei noch, die wo die EU im Verhältnis zum Rest der Welt steht.

EU-Kommissar Günther Oettinger, zuständig für das Thema Energie, hat bisher nur an den Zielen und an Berichten gearbeitet. In Deutschland fällt er jedenfalls nur dadurch auf, dass er das erfolgreichste Instrument zur Förderung der erneuerbaren Energien stoppen möchte.

Ansonsten liegen bisher Länder vorne bei der Nutzung erneuerbarer Energien, die traditionell gut mit Wasserkraft versorgt sind. Wasserkraft ist jedoch schon in den meisten Fällen gut ausgebaut und hat wenig Potential, es kommt vielmehr auf die anderen Energieträger wie Sonne, Wind und Bioenergie an.

Aber sehen wir es mal positiv, der Anteil erneuerbarer Energien steigt in Europa deutlich an, während im mittleren Osten sich noch nichts bewegt hat. weiterlesen ›

Europaparlament beschließt neue Energieeffizienz-Richtlinie

Central heating pump: Energy Efficiency Systems in Danish Public BuildingsDie nächste Hürde in der Umsetzung der neuen europäischen Energieeffizienzrichtlinie ist genommen, nachdem im Juni die Kommission sich nach langer Verhandlung auf eine Fassung geeinigt hatte. Gestern hat das Europaparlament die Richtlinie mit großer Mehrheit angenommen, nun muss noch der Ministerrat zustimmen bevor sie in Kraft treten kann.

Dann wartet aber die nächste Zerreißprobe auf die Energieeffizienz-Richtlinie, die nationale Umsetzung. Hier wird bereits befürchtet, dass es in jedem Land eine andere Umsetzung geben wird. In Deutschland kann man aktuell davon ausgehen, dass mit möglichst vielen bereits erfolgte Maßnahmen die Spielräume ausgenutzt werden. Mehr Kommentare sind gut aufgelistet im Europaportal euractiv.de.

Durch diese bindenden Energiesparmaßnahmen, inklusive der Renovierung öffentlicher Gebäude, sowie Energiesparpläne und Energieaudits für alle großen Unternehmen kann der Energieverbrauch um 20% gesenkt und 50 Milliarden Euro Energiekosten im Jahr eingespart werden.

Eine gute Zusammenfassung der Anforderungen in dieser neuen  Richtlinie bietet die Pressemitteilung des EU-Parlamentes:

Renovierung öffentlicher Gebäude

Die Energieeffizienz- Richtlinie sieht vor, dass jeder Mitgliedstaat jährlich mindestens 3 % (der Bodenflächen) geheizter und/oder gekühlter Gebäude, die sich “im Eigentum der Zentralregierung befinden und von ihr genutzt werden”, zu renovieren hat.

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