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Europa unterstützt Energieeffizienz in Forschung und Entwicklung

Im Rahmen des Programms Horizon 2020 unterstützt die Europäische Union den Wandel der Energieversorgung hin zu einem zuverlässigen, nachhaltigen und wettbewersbfähigen Energiesystem. Innerhalb der Förderbereich spielt das Thema Energieeffizienz eine große Rolle. Horizon 2020: Energy-efficiency Call Mit 198 Millionen Euro geht 16 Prozent der Fördersumme direkte in den Bereich der Energieeffizienz. Aber auch Smart Cities (199 Millionen Euro) und wettbewerbsfähige Energieversorgung mit geringen CO2-Emissionen (737 Millionen Euro) gehören zum Bereich der Energieeffizienz hinzu. Was wird alles gefördert? Als Förderschwerpunkte wird folgendes genannt: Gebäude und Verbraucher Heizungen und Kühl-Anlagen Industrie und Produkte Finanzierung nachhaltiger Energie weiterlesen ›

Europa fehlen nationale Strategien für die Gebäudesanierung

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Karte mit Einstufungen der nationalen Renovierungs-Strategien, Grafik: BPIE Kennen meine Leser eigentlich die EU Energieeffizienz-Richtlinie? Kaum jemand kennt diese wichtige Richtlinie, die von den Mitgliedsstaaten mehr Energieeffizienz fordert. Vielleicht wird sie nicht richtig ernst genommen, schließlich geht es nur um Energieeffizienz. Und solange es nicht um erneuerbare Energien geht, interessieren sich leider auch nur wenige Anhänger der Energiewende dafür. Für die Medien ist Energieeffizienz ohnehin langweilig und die Politik hat die Richtlinie 2012/27/EU nicht wirklich geliebt, freundlich ausgedrückt. Ich muss auch zugeben, Texte von von Richtlinien, Verordnungen und Gesetzen gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre. Die Inhalte der EU-Energieeffizienz-Richtlinie hatte ich nicht hier, sondern im Blog von energieheld.de vorgestellt. Das steht im Artikel 4 zur Gebäudesanierung in der EU-Energieeffizienz-Richtlinie Aus aktuellem Anlass möchte ich heute auf den Artikel 4 der EU-Energieeffizienz-Richtlinie genauer eingehen. Dieser Artikel befasst sich mit der Gebäuderenovierung und fordert von den Mitgliedsstaaten eine ” eine langfristige Strategie zur Mobilisierung von Investitionen in die Renovierung des nationalen Bestands an sowohl öffentlichen als auch privaten Wohn- und Geschäftsgebäuden”. weiterlesen ›

8 Mythen und Tatsachen über die Ökodesign-Richtlinie

Symbol eines Energielabels In den vergangenen Tagen war viel zu lesen über die EU Ökodesign-Richtlinie und wie schlimm das alles ist. Ich kann beruhigen, da steckt viel Panikmache dahinter und ab 01. September werden wir ganz normal weiter saugen können. Und ich bin mir sicher, dass die Industrie ab 2017 Staubsauger anbieten kann, die auch mit 900 Watt hervorragend saugen können. Wer anders denkt, vertraut der Innovationskraft der Hersteller nicht. Warum ich das glaube? Ich verfolge die Entwicklung bei den Haushaltsgeräten schon einige Jahre und sehe wie sie immer noch gute oder sogar bessere Leistung zeigen. Waschmaschinen verbrauchen heute viel weniger Strom als noch vor einigen Jahren und waschen dennoch sehr gut, genauso ist es bei Geschirrspülern und Kühlschränken. Wäschetrockner sind das Paradebeispiel, sie haben sich von Energieschleudern in nur wenigen Jahren fast zu Sparwundern entwickelt. Alles durch den Druck der Ökodesign-Richtlinie. weiterlesen ›

Energieeffizienz Branche enttäuscht von schwachen Zielen der EU-Kommission für 2030

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com

In der vergangen Woche hatte ich schon vom möglichen Rückschritt in der europäischen Energieffizienz-Politik geschrieben. Trotz des Votums des EU-Parlaments für ein verbindliches Ziel von einer Steigerung der Energieeffizienz um 40% bis zum Jahr 2030, gegenüber dem Basisjahr 1990, und dem Einsatz verschiedener nationaler Minister, plant die EU-Kommission ein unverbindliches Ziel von 28% einzuführen. Die im letzten Beitrag erwähnten positiven Folgen eines ambitionierten Ziels für Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum bleiben leider unberücksichtigt.

Für Martin Bornholdt, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), wäre diese Entscheidung sogar verantwortungslos:

„Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge der EU-Kommission für lasche und unverbindliche Energieeinsparziele bis zum Jahr 2030 sind in der aktuellen sicherheits- und energiepolitischen Situation schlicht verantwortungslos. Dass der zuständige Energiekommissar Günther Oettinger hier nicht zu seinem Wort steht, ist enttäuschend. Er gefährdet damit nicht nur die deutsche Energiewende“.

Ohne Energieeffizienz bleibt Europa länger abhängig von Energieimporten

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Mehr Energieeffizienz kann größeren Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten

EU-Parlament in Straßburg stimmte für 40 Energieeffizienz-Ziel von 40%, Foto: pixabay.com

EU-Parlament in Straßburg stimmte für Energieeffizienz-Ziel von 40%, Foto: pixabay.com

Mit der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) hatte ich mich bisher wenig befasst. Zum 05.06.2014 sollten die Mitgliedsstaaten ihre Pläne zur Umsetzung der Richtlinie in Brüssel abgeben. Die Verspätung oder Unvollständigkeit der Unterlagen war mir jedoch keine Nachricht wert, das ist ja nichts neues. Energieeffizienz wird in der Politik einfach durch Nichtbeachtung oder durch Blockade ausgebremst. Spannender wird es zu sehen, wie die einzelnen Staaten die Richtlinie umsetzen, insbesondere Artikel 7 mit den Effizienzverpflichtungssystemen.

Bekommen wir ein ambitioniertes Energieeffizienz-Ziel für 2030?

Ebenfalls politisch interessant wird die weitere Entwicklung der europäischen Klimaschutzziele. Wird die EU-Kommission den Empfehlungen des Parlaments folgen und für das Jahr 2030 eine Steigerung der Energieeffizienz um 40% anstreben? Werden damit weiterhin drei Ziele im Klimaschutz angestrebt oder beschränkt man sich auf ein Ziel für die CO2-Reduzierung, im Interesse der Anhänger der Atomenergie? weiterlesen ›

Innovations- und Investitionschancen bei erneuerbaren Energien in Italien

Gastbeitrag von Stefan Prosch

PV+Wind im Havelland

Photovoltaik und Windenergie im Havelland, Foto: Andreas Kühl

Ähnlich zu Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern haben die Erneuerbaren Energien auch in Italien in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Hohe staatliche Fördertarife, steigende Kosten der Stromproduktion aus fossilen Energieträgern und fallende Anlagenpreise haben diese Entwicklung begünstigt.

Heute liegen die Strompreise für den Endverbraucher in Italien teils stark über dem europäischen Durchschnitt. Der starke Preis-Anstieg ist vor allem durch steigende Preise der fossilen Energieträger, aber auch durch die Umlage der Förderung der Erneuerbaren Energien auf den Stromverbraucher bedingt.

So beträgt der Spitzenpreis für den privaten Haushalt abhängig von Anschlussleistung und Verbrauch ca. 280 €/MWh. Industriekunden mit einem Jahresverbrauch von ca. 900 MWh bezahlen durchschnittlich ca. 210 €/MWh und Industriekunden mit einem Jahresverbrauch von ca. 30.000 MWh ca. 150 €/MWh. weiterlesen ›