Tag: erneuerbare energien

Energiewende ist für jeden da

Detail des Solardachs in Berlin Hellersdorf, Foto:
STADT UND LAND
Wohnbauten-Gesellschaft mbH Die Energiewende mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist heute zu einer reinen Kostendiskussion verkommen. Was wir erreichen wollen und wie wir von erneuerbaren Energien profitieren können, ist hingegen kaum ein Thema. Heute ist lokal oder regional erzeugter Strom aus Photovoltaik und Windenergie günstiger als der Bezug von Strom aus dem Netz. Das müsste doch Anreiz genug sein diese Technologien auszubauen. Es gibt kein Naturgesetz, das besagt, dass der Rest des Stroms oder Backup-Strom aus zentralen Kohlekraftwerken stammen muss. Es sollten daher viel mehr Menschen von dem günstigeren Strom profitieren können, anstatt auf immer teureren Netzstrom angewiesen zu sein. Bislang tragen die meisten Menschen nur die Kosten. Vom günstigeren Strom durch erneuerbare Energien profitieren bislang nur die wenigen Unternehmen, die ihren Strom extrem günstig an der Strombörse einkaufen,  die Eigenheimbesitzer, die ihren Solarstrom selbst nutzen können, Unternehmen, die selbst Strom aus Wind- und Solarenergie erzeugen und auch selbst verbrauchen, sowie alle Bürgerinnen und Bürger, die mit ihrem Geld in Solar- und Windenergieanlagen investiert haben. weiterlesen ›

Auf welchem Weg ist die Energiewende?

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Bau einer PV-Anlage, Foto: Milk the Sun Der letzte Beitrag hat mal einiges an Kritik abbekommen, aber nur bei Twitter oder Facebook. Hier im Blog habe ich nur einen positiven Kommentar erhalten. Ich möchte gerne die Energiewende weiter denken und nicht nur am aktuellen Stand festhalten. Mir fehlt in der gesamten  Diskussion auf allen Seiten eine Vision, wie sieht unsere Stromversorgung in 5, 10 oder 15 Jahren aus? Wie schaffen wir den Weg zu dem Ziel der 100% Erneuerbaren Energien? Wir brauchen dazu Vordenker, wie Lichtblick in diesem Beispiel, denn das schaffen wir weder mit dem Festhalten am aktuellen Stand, noch mit den Reförmchen der Politik. Was will die Politik eigentlicht? Die politischen Entscheidungsträger scheinen wieder einmal völlig orientierungslos zu sein in der Energiewende. Wie soll man es sonst erklären, dass man den Menschen günstigere Strompreise verspricht und gleichzeitig, die günstigsten Kraftwerke beschneidet, Eigenverbrauch von Solarstrom bestrafen möchte und noch die teuerste Form der erneuerbaren Energien weiter unterstützt, bzw. ausbaut? Dass die Kosten deutlich ansteigen bestreitet niemand, aber dass mit den neuen Änderungen die EEG-Umlage reduziert werden kann, darf doch sehr bezweifelt werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird reduziert mit dem EEG 2.0, aber die Kosten – darum sollte es doch gehen –  aber wieder einmal nicht. Die Politik müsste ganz andere Themen anpacken, um die Kosten zu reduzieren. weiterlesen ›

Erneuerbare Energien im Winter – wie groß ist ihr Anteil bei Kälte und Dunkelheit?

Gastbeitrag von Byron Jochims Erneuerbare Energien im Winter Werden die Tage immer kürzer und die Sonnenstunden immer weniger, fragt sich so mancher Besitzer von Photovoltaik-Modulen, ob der erzeugte Strom für alles Nötige ausreicht. Die Sorge ist jedoch unbegründet, denn auch in den Wintermonaten ist auf erneuerbare Energien Verlass. Insgesamt kommt Deutschland mit Sonnen-, Wind-, Wasser- und Bioenergie auf 25 Prozent Anteil an der gesamten Stromversorgung des Landes. Wissenschaftler und Experten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien gehen davon aus, dass in Zukunft die Versorgung mit erneuerbaren Energien vollständig und ganzjährig möglich sein wird. Eine Studie des Fraunhofer Instituts zeigt gar auf, dass eine Energieversorgung, die ausschließlich auf erneuerbaren Energien basiert, bereits bis zum Jahr 2050 möglich ist. Dezember als energieintensivster Monat des Jahres Vor allem um die Weihnachtszeit herum sind die Tage besonders kurz, was zur Folge hat, dass die Beleuchtung draußen und im Inneren der Häuser besonders lange im Einsatz ist. Zudem will ein Haus geheizt werden und auch auf warmes Wasser will niemand verzichten. Aus diesen Gründen fällt ein Zehntel des gesamten Jahresverbrauchs an Energie auf den Dezember. Im Durchschnitt benötigt ein Haushalt mit drei Personen etwa 292 Kilowattstunden Strom pro Monat – im Dezember sind es dagegen 317 Kilowattstunden. weiterlesen ›

Stromüberschüsse erfordern eine Flexibilisierung des Stromsystems

Wind- und Solarenergie im Stromnetz

Wind- und Solarenergie im Stromnetz, Foto: Andreas Kühl

Es wird derzeit viel diskutiert darüber, dass wir jetzt schon zu viel Solar- und Windstrom im Stromnetz haben. Wir belasten damit das Netz und die Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn, die unter unserem billigen Strom leiden, der in anderen Diskussionen wieder zu teuer ist. Merkwürdig daran ist, dass wir auch viel Strom aus Kohlekraftwerken im Netz haben und diese nicht flexibel an die aktuelle Menge an Strom aus Wind- und Solarenergie angepasst werden.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich heute in einer Pressemeldung zu den Stromüberschüssen aus erneuerbaren Energien geäußert. Auf das Thema der Stromüberschüsse aus Kohlekraftwerken wird dabei auch eingegangen, denn warum soll man bei überschüssiger Energie nur Photovoltaik- und Windenergieanlagen abschalten und nicht Kohlekraftwerke? Aus klimapolitischer Sicht wäre dies sehr problematisch.

Stromüberschüsse aus Wind- und Solarkraft sind ein lösbares Problem

Für das DIW sind temporäre Stromüberschüsse auch bei stark steigenden Anteilen erneuerbarer Energien ein lösbares Problem. Durch eine Flexibilisierung des Stromsystems könnte die Überschusserzeugung stark vermindert werden. Während die verbleibenden Überschüsse teilweise durch zusätzliche Stromspeicher aufgenommen werden könnten, sollte für die höchsten Produktionsspitzen erneuerbarer Energien die Möglichkeit zur Abregelung erhalten bleiben, so das Ergebnis der umfangreichen Untersuchung des DIW-Energieexperten Wolf-Peter Schill. „In einem flexiblen System müssten im Jahr 2032 weniger als zwei Prozent der möglichen jährlichen Stromerzeugung aus Sonnen- und Windkraft abgeregelt werden.“ Davon unabhängig werde die Bedeutung von Stromspeichern in einem immer mehr auf erneuerbaren Energien beruhenden System steigen. weiterlesen ›

Energiewende ja aber bitte nicht so

PV+Wind HavellandDie Unterstützung für die Energiewende in der Bevölkerung ist immer noch sehr groß. 82 Prozent der Deutschen befürworten den Ausstieg aus der Atomenergie und einen verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien. Aber die Umsetzung wird mit großer Skepsis betrachtet, denn 48 Prozent der Befragten sehen die Umsetzung kritisch und nur 40 Prozent unterstützen sie.  Das liegt vor allem an den steigenden Energiekosten. Dies zeigt eine repräsentative Studie, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) durchgeführt hat.

Verbraucher sehen Nachbesserungsbedarf an der Energiewende

„Die Energiewende ist richtig und wichtig. Das sehen auch die Verbraucher. Die Akzeptanz darf aber nicht verspielt werden. Damit die Stimmung nicht kippt, sind jetzt Korrekturen in der Umsetzung nötig. Die Energiekosten dürfen nicht weiter steigen“, sagt Gerd Billen, Vorstand des vzbv.

Mehr als die Hälfte der befragten Personen (52 Prozent) gab die steigenden Energiekosten als Nachteil der Energiewende an. Übertroffen wurde dies aber durch die Vorteile der Energiewende, die noch für 69 Prozent der Verbraucher überwiegen. Als Gründe wurden hier Klima- und Umweltschutz (38 Prozent), gefolgt von höherer Sicherheit durch den Atomausstieg (23 Prozent) genannt. weiterlesen ›

Erneuerbare Energien für die Heizung sparen Kosten und verbessern die Klimabilanz

Entwicklung der Energiekosten in einem Musterhaushalt, Quelle: AEE

Entwicklung der Energiekosten in einem Musterhaushalt, Quelle: AEE

Als zu Beginn des Jahres ein Anstieg der CO2-Emissionen in Deutschland verkündet wurde, war der Aufschrei groß und die gesamte Energiewende wurde in Frage gestellt. Bei der Energiewende blicken wir jedoch zumeist nur auf die Stromerzeugung, die Wärmeerzeugung für unsere Heizungen wird  jedoch immer noch vernachlässigt, auch wenn die Ausgaben im Haushalt dafür deutlich höher sind als für Strom. Zudem hat der immer noch überwiegende Einsatz fossiler Energien in Heizungsanlagen negative Auswirkungen auf die Klimabilanz.

Die Agentur für erneuerbare Energien berichtet, dass nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) im ersten Halbjahr 2013 vor allem die Wärmeerzeugung den Energieverbrauch hat ansteigen lassen. Allein der Erdgasverbrauch nahm um mehr als zehn Prozent zu. Auch der Mineralölverbrauch stieg um knapp drei Prozent, wobei der Verbrauch an Kraftstoffen sogar rückläufig war.

„Der Anstieg des Energieverbrauchs durch den harten Winter macht ein Problem umso deutlicher: Der Heizungsbestand in Deutschland ist veraltet und noch stark auf fossile Energieträger ausgelegt. Je schneller der Umstieg auf Erneuerbare-Energien-Wärmeanlagen gelingt, umso besser für das Klima“, erklärt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.

Das heißt, dass bei steigendem Marktanteil von Heizungsanlagen auf Basis Erneuerbare Energien, sich die Klimabilanz des Wärmesektors verbessert – selbst bei klirrender Kälte. Schon 2012 sparten die Erneuerbaren mit ihrem Anteil von mehr als zehn Prozent am Wärmemarkt rund 40 Millionen Tonnen Treibhausgase ein.  weiterlesen ›