Tag: erneuerbare energien

Mit Crowdfunding werden weltweit Projekte für erneuerbare Energien finanziert

Weltkarte Crowdfunding für Erneuerbare Energien, Grafik: Solarplaza Zur Finanzierung von Projekten mit erneuerbaren Energien kennt man bei uns fast nur das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieses gilt in Deutschland als die Grundlage für eine Beteiligung der Bürger an der Finanzierung der Energiewende. Das EEG hat auch lange Zeit den Zugang der Bürger zum Stromnetz ermöglicht durch die Abnahmeverpflichtung von selbst erzeugtem Strom. Dieses Prinzip wird von der Politik nun nach und nach ausgehöhlt und die Beteiligung von Bürgern an der Energiewende wird damit erschwert. Darauf möchte ich jetzt aber nicht weiter eingehen. Ich möchte vielmehr zeigen, dass auch in anderen Ländern – die keine Einspeisevergütung nach dem Prinzip des EEG haben – eine Beteiligung von Bürgern an der Finanzierung von Projekten mit erneuerbaren Energien machbar ist. Bei uns ist die Finanzierung von Projekten aus dem Energiebereich mit Crowdfunding noch wenig bekannt, erst in diesem Jahr hat man, nach meinem Eindruck, eine größere Öffentlichkeit erreicht. Bürgerenergie wird in vielen anderen Ländern mit Crowdfunding finanziert In einigen anderen Ländern ist Crowdfunding zur Finanzierung von Anlagen mit erneuerbaren Energien sehr erfolgreich. Manche dieser Plattformen bieten auch mehr als nur die Finanzierung der Anlagen und Auszahlung von attraktiven Renditen. So werden die Investoren bei einer niederländischen Plattform auch mit einem Strom-Gutschein aus den finanzierten Anlagen belohnt. Bei Crowdfunding können Bürgerinnen und Bürger sich teilweise schon mit sehr kleinen Beträgen von weniger als zehn Euro beteiligen. Die Einstiegshürde ist damit sehr gering und ermöglicht allen Menschen die Beteiligung am Ausbau der erneuerbaren Energien. So wird es auch leichter sein sich an mehreren Projekten zu beteiligen und das Risiko eines Verlustes zu minimieren. Einzelne Projekte können aus unterschiedlichen Gründen nicht realisiert werden oder Pleite gehen, das Risiko kann man nicht ausschließen. Aber durch die Verteilung der möglichen Investitionssumme kann die Wahrscheinlichkeit eines Totalausfalls deutlich verringert werden. weiterlesen ›

Enspire Award für nachhaltige Energieprojekte in Entwicklungsländern

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Regenwasser-Sammlung und Photovoltaik-Anlage in Südafrika, Foto: SuSanA Secretariat, on Flickr Im Rahmen der Zertifizierung für das Grüner Strom Label Gold vergibt die bundesweit tätige Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, Enspire Energie, eine Projektförderung in Höhe von € 5.000,- an ein ausgewähltes Energie-Projekt aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit. Die Ausschreibung für diese Förderung läuft als Enspire Award noch bis zum 31. Oktober 2014 und wird Ende des Jahres in Konstanz verliehen. Erneuerbare Energien unterstützen nachhaltige Entwicklung Für einen wirksamen globalen Klimaschutz sind nicht nur Investitionen in erneuerbare Energien bei uns in Deutschland notwendig. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern können Photovoltaik-Anlagen den Betrieb von Stromgeneratoren mit Diesel ersetzen oder zumindest deren Betriebsdauer deutlich reduzieren. Mit erneuerbaren Energien wird eine Elektrifizierung im ländlichen Raum erst möglich, ohne dass Stromnetze verlegt werden müssen.Teure Infrastruktur ist dazu nicht zwingend notwendig. Die Kosten können damit niedriger sein, als bei klassischen zentralen Kraftwerken mit weiten Leitungswegen. Erneuerbare Energien ersetzen oder verringern den Bedarf von teuren fossilen Energieträgern. weiterlesen ›

Förderung von erneuerbaren Energien mit dem richtigen Ökostromversorger

Windenergieanlagen in einem Rapsfeld in der Uckermark, Foto: Andreas Kühl Es ist keine neue Meldung mehr die unten folgt, doch angesichts der schlechten Stimmung bei den Unterstützern der Energiewende nach dem neuesten Bremsmanöver mit der Abgabe auf selbst erzeugten Strom (nur die großen Kohle- und Atomkraftwerke dürfen ihren Strom dann noch abgabenfrei selbst verbrauchen), ist jede aufbauende Meldung gut. Wer noch fünf gute Argumente gegen die “Sonnensteuer” haben möchte, findet diese gut zusammen gestellt bei den Energie-Experten. Doch wir müssen gerade daher künftig jeden Weg nutzen den Ausbau der Erneuerbaren Energien voran zu bringen. Viele werden es schon wissen, mit dem Bezug von Ökostrom wird auch der Ausbau von erneuerbaren Energien unterstützt. Wichtig dabei ist jedoch, dass man einen Anbieter gewählt hat, bei dem man sich darauf verlassen kann, dass mit einem Teil des Strompreises in neue Projekte investiert wird. Dies ist beispielsweise bei dem energynet.de Partner Enspire Energie, eine Marke der Stadtwerke Konstanz, der Fall. weiterlesen ›

Energiewende mit großen Vorteilen bei dezentraler Struktur und Eigenverbrauch

Jetzt wird es ernst mit der Energiewende, die Zeiten sind vorbei in denen man Strom aus erneuerbaren Energien als Spielerei oder Liebhaberei abtun kann. Die derzeit geführten Verteilungskämpfe zeigen das sehr eindrucksvoll. Es wird sich nun zeigen müssen, wohin die Energiewende steuert.

Energieblogger haben besten EEG-Entwurf gesucht

Grafischer Vergleich der zentralen Studien zur Energiewende, Grafik: Benjamin Bauer, Cornelia Daniel-Gruber, Maria Nasswetter, Thomas Nasswetter

Grafischer Vergleich der zentralen Studien zur Energiewende, Grafik: Benjamin Bauer, Cornelia Daniel-Gruber, Maria Nasswetter, Thomas Nasswetter

Bei der Suche nach dem Germany´s Next Top EEG haben die Energieblogger bewusst völlig verschiedene Konzepte mit reingenommen in den Vergleich. So können wir gut erkennen in welche Richtung die Energiewende mit diesem oder jenem Konzept gehen wird. Wird der Trend zur dezentralen Energieversorgung anhalten, wird es weiterhin einen festen Einspeisetarif geben, wie soll dieser auf die Stromkunden umgelegt werden und welche Rolle wird künftig der Eigenverbrauch spielen?

In der aktuell laufenden Auswertung der Aktion GNTEEG werden wir die untersuchten Konzepte mal genauer betrachten und die Auswirkungen vorstellen. Das Bewertungs-Schema hat Kilian Rüfer bereits gut erklärt, Kathrin Hoffmann hat das EEG Paradoxon erklärt, den günstigen Strom an der Börse und teuren Strom für Verbraucher, und Andreas Raetsch hat den Weg zum besten EEG-Entwurf aufgzeigt. weiterlesen ›

Innovations- und Investitionschancen bei erneuerbaren Energien in Italien

Gastbeitrag von Stefan Prosch

PV+Wind im Havelland

Photovoltaik und Windenergie im Havelland, Foto: Andreas Kühl

Ähnlich zu Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern haben die Erneuerbaren Energien auch in Italien in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Hohe staatliche Fördertarife, steigende Kosten der Stromproduktion aus fossilen Energieträgern und fallende Anlagenpreise haben diese Entwicklung begünstigt.

Heute liegen die Strompreise für den Endverbraucher in Italien teils stark über dem europäischen Durchschnitt. Der starke Preis-Anstieg ist vor allem durch steigende Preise der fossilen Energieträger, aber auch durch die Umlage der Förderung der Erneuerbaren Energien auf den Stromverbraucher bedingt.

So beträgt der Spitzenpreis für den privaten Haushalt abhängig von Anschlussleistung und Verbrauch ca. 280 €/MWh. Industriekunden mit einem Jahresverbrauch von ca. 900 MWh bezahlen durchschnittlich ca. 210 €/MWh und Industriekunden mit einem Jahresverbrauch von ca. 30.000 MWh ca. 150 €/MWh. weiterlesen ›

Energiewende ist für jeden da

Detail des Solardachs in Berlin Hellersdorf, Foto:  STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH

Detail des Solardachs in Berlin Hellersdorf, Foto:
STADT UND LAND
Wohnbauten-Gesellschaft mbH

Die Energiewende mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien ist heute zu einer reinen Kostendiskussion verkommen. Was wir erreichen wollen und wie wir von erneuerbaren Energien profitieren können, ist hingegen kaum ein Thema.

Heute ist lokal oder regional erzeugter Strom aus Photovoltaik und Windenergie günstiger als der Bezug von Strom aus dem Netz. Das müsste doch Anreiz genug sein diese Technologien auszubauen. Es gibt kein Naturgesetz, das besagt, dass der Rest des Stroms oder Backup-Strom aus zentralen Kohlekraftwerken stammen muss.

Es sollten daher viel mehr Menschen von dem günstigeren Strom profitieren können, anstatt auf immer teureren Netzstrom angewiesen zu sein. Bislang tragen die meisten Menschen nur die Kosten. Vom günstigeren Strom durch erneuerbare Energien profitieren bislang nur die wenigen Unternehmen, die ihren Strom extrem günstig an der Strombörse einkaufen,  die Eigenheimbesitzer, die ihren Solarstrom selbst nutzen können, Unternehmen, die selbst Strom aus Wind- und Solarenergie erzeugen und auch selbst verbrauchen, sowie alle Bürgerinnen und Bürger, die mit ihrem Geld in Solar- und Windenergieanlagen investiert haben. weiterlesen ›