Tag: erdgas

Dänemark hat die Heizkostenbremse eingeführt

Einige andere Blogger, wie Cornelia Daniel bei ecoquent-positions, haben schon darüber berichtet, in den klassischen Medien ist diese Information hingegen komplett untergegangen. Dabei ist diese Meldung nicht unerheblich für die Energiewende – zumindest in Dänemark. Öl und Gas werden immer teurer und haben einen erheblichen Anteil am CO2-Ausstoß von Gebäuden. Und dieser hat einen Anteil von knapp 40% am gesamten CO2-Ausstoß, jedenfalls in Deutschland. Seit dem 01. Januar 2013 ist der Einbau von Öl- Heizkesseln und Erdgasheizungen in Dänemark nun nicht mehr zulässig. Ab 2016 sind dann auch neue Öl-Heizkessel in bestehenden Gebäuden nicht mehr erlaubt, wenn ein Anschluß an die Fernwärme an das Erdgas-Netz möglich ist. Unterstützt wird diese Umstellung der Heizungen von 2012 bis 2015 mit 42 Millionen DKK. weiterlesen ›

Deutsche Energiewende könnte Modell für Europa sein, braucht aber mehr Erdgas

Gruenspar.de

Europaweit betrachten Experten die deutsche Energiewende als ein mögliches Modell für das EU-Energiesystem, wobei Erdgas darin eine zentrale Rolle einnehmen sollte. So lauten zwei Kernergebnisse des Expertenmonitors Erdgas, den TNS Emnid im Auftrag von WINGAS durchgeführt und jeweils 100 Experten aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Belgien befragt hat. Die Vertreter aus Energiewirtschaft, Wissenschaft und Verbänden haben ihre energiepolitischen Einschätzungen angegeben: Wohin entwickelt sich das Energiesystem? Wie wird die deutsche Energiewende im europäischen Ausland gesehen? Welche Bedeutung sollte Erdgas im Energiemix der Zukunft haben? Welche Länder kommen als verlässliche Energielieferanten für die EU in Frage? Die Ergebnisse zu diesen und weiteren Fragen wurden gestern bei einem Presselunch in Berlin präsentiert. weiterlesen ›

E.ON testet Speichermöglichkeiten für Windstrom im Erdgasnetz

E.ON errichtet im brandenburgischen Falkenhagen eine Pilotanlage zur Umwandlung von Strom aus Windenergie zu Wasserstoff und investiert dazu mehr als fünf Millionen Euro in die Erforschung dieser Technologie. Die Anlage soll ab 2013 aus regenerativ erzeugtem Strom durch Elektrolyse pro Stunde rund 360 Kubikmeter Wasserstoff produzieren. Dieser wird in das Ontras-Ferngasnetz eingespeist und wie normales Erdgas genutzt. Damit wird das Erdgasnetz zum Speicher für Strom aus wetterabhängigen Erneuerbaren Energien.

E.ON will diese Technologie in Falkenhagen intensiv testen und weiterentwickeln. Das Potenzial ist immens: Bereits heute kann dem Erdgas im Netz problemlos bis zu fünf Prozent Wasserstoff beigefügt werden, mittelfristig erwarten Experten bis zu 15 Prozent. Damit könnte die gesamte heutige regenerative Stromerzeugung im deutschen Erdgasnetz gespeichert werden. Ein Bedarf für Speicherkapazitäten in solchen Größenordnungen wird aber erst in einigen Jahrzehnten bestehen, wenn der größte Teil des Strombedarfs aus regenerativen Energien gedeckt wird. weiterlesen ›

Wie wird Strom aus erneuerbaren Energien zu Methan?

Zur verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien wird eine Art von Speicherung des Stroms benötigt, wie ich schon häufiger in Beiträgen zur Stromspeicherung geschrieben habe. Die Speicherung von überschüssigem Strom aus Solar- und Windenergie, die am ehesten umgesetzt werden kann und das höchste Potential verspricht, ist die Speicherung in Form von sogenanntem Windgas, wie eine Studie kürzlich ermittelt hat.

Wie die Herstellung des Windgases funktioniert, über Wasserstoff aus dem Strom und Anreicherung mit CO2 zu einem künstlichen Methan, zeigt dieser anschauliche Video aus der Reihe “Welt der Physik”:

via Klima-Wandel.com

Der Film “Wie können wir Öko-Strom Speichern” beschreibt ebenfalls diesen Prozess.

Strategische Untersuchung des Erdgasnetzes als Speicher für erneuerbaren Strom

In verschiedenen Artikeln habe ich schon über sogenanntes Windgas berichtet, das aus  überschüssigem Strom aus Windkraft hergestellt wird und momentan die Speichertechnologie mit den größten Zukunftsaussichten ist. Jetzt soll diese Technologie unter der Führung der dena , und mit Einbeziehung zahlreicher Partner aus der Industrie, strategisch untersucht werden:

Stromspeicher werden im künftigen Energiesystem eine Schlüsselrolle spielen, um die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Eine vielversprechende Systemlösung, um große Mengen erneuerbaren Stroms langfristig zu speichern, ist die Nutzung des Erdgasnetzes. Die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit dieser Option wird zurzeit analysiert. Um den effizienten Einsatz dieser Speicherlösung weiterzuentwickeln, hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) die Strategieplattform Power to Gas gestartet.

Zusammen mit Fachakteuren aus Wirtschaft und Forschung untersucht die dena, welchen Beitrag das Erdgasnetz zur Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem leisten und wie die neue Speicherlösung zur Anwendung gebracht werden kann. Die dena organisiert dabei einen Austauschprozess zwischen den Branchen und Institutionen, die an entsprechenden Fragestellungen arbeiten. Das neue Online-Portalwww.powertogas.info  bereitet das Themenspektrum für die Politik und Fachöffentlichkeit auf und stellt die Ergebnisse der Strategieplattform vor. weiterlesen ›

Innovative Speicherung von Ökostrom im Erdgasnetz

In der letzten Woche gab es gleich zwei interessante Meldungen über neue Speichertechnologien für Strom aus erneuerbare  Energien. Auch wenn die Meldungen unabhängig voneinander erschienen sind, geht es doch um die gleiche Technik. Es geht darum überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien über den Zwischenschritt Elektrolyse zu Wasserstoff in das Erdgasnetz einzuspeisen. Das so vollständig regenerativ erzeugte Gas kann wieder (in einem BHKW) in Strom umgewandelt oder zur Heizung verwendet werden.

Die Technik dahinter wird jetzt von der juwi-Gruppe und der SolarFuel GmbH umgesetzt. Eine Laboranlage von SolarFuel in der Morbacher Energielandschaft im Hunsrück wandelt elektrische Energie in Erdgas um.Die elektrische Anschlussleistung beträgt 25 Kilowatt. Die Grundlagen der Technik stammen von den Forschungsinstituten ZSW und Fraunhofer IWES. Ziel des einzigartigen Vorhabens ist ein optimal entwickelter Baustein für eine regenerative Energieinfrastruktur.

Die neue Ökostromspeichertechnik von SolarFuel wurde im Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) entwickelt. SolarFuel realisiert die Anlagen. „Mit der klimaneutralen Umwandlung in Erdgas schaffen wir einen erneuerbaren Stromspeicher. Unsere Technologie passt Wind- und Solarenergie an den Bedarf an und trägt somit auch zur Stabilität der Netze bei“, sagt Gregor Waldstein, Geschäftsführer der SolarFuel GmbH, bei der Einweihung. Das unterstütze auch den weiteren Ausbau der regenerativen Energien.

Das Modellprojekt soll Aufschluss darüber geben, wie die Technologie in eine dezentrale Energieversorgung mit regionalen Kombikraftwerken integriert werden kann. Eingespeist wird der als Gas gespeicherte Ökostrom wie herkömmliches Erdgas in das Erdgasversorgungsnetz, das über eine enorme Speicherkapazität von Monaten verfügt. weiterlesen ›