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Energieausweis braucht mehr Transparenz für mehr Akzeptanz

Energieausweis, Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Seit der Einführung des Energieausweises für Gebäude in 2002 muss dieser um Akzeptanz auf dem Markt kämpfen. Mit der neuen, seit 01. Mai 2014 gültigen, Energieeinsparverordnung gibt es neue Anforderungen zur Vorlage des Energieausweises bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von Wohnungen oder Häuser. Spä­tes­tens bei der Besich­ti­gung muss ein Ener­gieaus­weis ohne Aufforderung vor­ge­legt oder wäh­rend der Besich­ti­gung deut­lich sicht­bar aus­ge­legt wer­den. Ansons­ten dro­hen Bußgelder bis zu 15.000 Euro. Doch hilft dieser Vorlage-Zwang für die Durchsetzung des Energieausweises? Dazu hat das Bündnis Energieausweis hat unter Federführung des Deutschen Mieterbundes (DMB) eine Stichprobe zur Vorlagepflicht für Energieausweise bei Wohnungsbesichtigungen in sechs deutschen Städten durchgeführt. Stichproben von Vorlage des Energieausweis bei Wohnungssuche enttäuschend Mit dem Ergebnis kann man nicht zufrieden sein, die verschärften Anforderungen haben bislang nicht zu einer weiteren Verbreitung des Energieausweis gesorgt. Nur acht Ausweise (10,4%) wurden den Testern ohne Nachfrage vorgelegt. Insgesamt gab es bei 54 Wohnungen auch auf Nachfrage keinen Energieausweis zu sehen. Besonders bedenklich scheint dieses Ergebnis, da 72% der besichtigten Wohnungen von Maklern angeboten wurden. weiterlesen ›

Der Energieausweis und die Energiewende?

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Der Energieausweis ist ab Mai 2014 Pflicht | © jaddingt / shutterstock.com Bereits seit Anfang Mai 2014 gilt die neue Energieeinsparverordnung. Diese Bundesrechtsverordnung, auch als „EnEV“ bekannt, regelt die bautechnischen Standardanforderungen an ein Gebäude. Dabei geht es zum Beispiel um den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) einer Dachdämmung oder darum, ab welchem Zeitpunkt Heizungen erneuert werden müssen. Mit der Novellierung der EnEV wurden im Mai auch die Bestimmungen für den Energieausweis verschärft. Inwiefern dies mit der Energiewende zusammenhängt, können Sie hier erfahren. weiterlesen ›

Energieeinsparverordnung 2014 wird im Frühsommer 2014 in Kraft treten

Der Energieverbrauch der Heizung wird oft unterschätzt: Denn mit 87 Prozent verbrauchen die deutschen Haushalte die meiste Energie für die Erzeugung von Wärme. Wer also dauerhaft sparen will, muss seine Heizkosten konsequent senken., Grafik: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Nach dem ich am Montag noch spekuliert hatte welche Bundesregierung wohl die novellierte Energieeinsparverordnung beschließen wird, ging es ganz schnell und heute hat die amtierende Bundesregierung schon die Novelle der Energieeinsparverordnung mit den Änderungen des Bundesrates beschlossen. Die geänderte Fassung wird voraussichtlich sechs Monate nach der Verkündigung in im Frühsommer in Kraft treten. Damit wird der Stand der energetischen Anforderungen für Neubauten aus dem Jahr 2009 bis zum Jahr 2016 festgeschrieben – sieben Jahre Stillstand. Erst ab dem ab 1. Januar 2016 kommt ein großer Sprung, dann steigt die Anforderung für den Primärenergiebedarf einmalig um 25 Prozent. Wenn wirklich heute bereits 50 Prozent der Gebäude in Deutschland energetisch deutlich besser gebaut werden als die derzeit gültige EnEV fordert, wie Stepahn Kohler von der dena in der Pressemitteilung sagt, dann verwundert die Verschiebung der höheren Anforderungen an Neubauten. Austausch von alten Heizungen bleiben einzige Anforderung an Altbauten An den energetischen Zustand von Altbauten werden keine weiteren Anforderungen gestellt, lediglich so genannte Konstanttemperatur-Heizkessel (Standard-Heizkessel, die ihre Temperatur nicht, wie modernere, der gefragten Heizleistung entsprechend anpassen) sollen ab 2015 nach 30 Betriebsjahren stillgelegt werden. Ausgenommen hiervon sind selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.  weiterlesen ›

Die wichtigsten Änderungen in der Energieeinsparverordnung 2014

Saniertes MFH

dena-Niedrigenergiehaus Darmstadt nach Sanierung mit 97 Prozent Energieeinsparung, Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Am vergangenen Freitag wurden vom Bundesrat die Novellierung der Energieeinsparverordnung beschlossen. Jetzt ist die Bundesregierung wieder an der Reihe und das Kabinett muss in einer Sitzung darüber entscheiden, ob die Änderungen des Bundesrates angenommen werden und damit die EnEV 2014 in Kraft treten kann. Sollten die Änderungen nicht angenommen werden (von welcher Bundesregierung eigentlich? die noch amtierende oder die noch zu findende?), dann muss das Novellierungsverfahren zur Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) komplett von vorne beginnen. Angesichts der Fristen zur Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie, die bereits deutlich überschritten sind, kann das richtig teuer werden.

Wenn man wissen möchte, was sich nun alles ändern wird in der Energieeinsparverordnung 2014 – wenn sie so verabschiedet wird – muss sich durch den gesamten Text hindurch arbeiten und diese bereits sehr gut kennen. Eine weitere Alternative ist zu warten, bis andere sich dazu äußern. Da mir der Text der Energieeinsparverordnung mittlerweile zu umfangreich geworden ist, würde es zu lange dauern, um alle Änderungen selbst zu suchen. Daher habe ich gesucht, was andere dazu sagen. weiterlesen ›

Neue Energieeinsparverordnung vom Bundesrat beschlossen trotz Bedenken

Aus der Pressemitteilung des Bundesrates:

Die Länder haben heute der Energieeinsparverordnung nur mit zahlreichen Auflagen zugestimmt. Diese sollen unter anderem die Transparenz der Angaben zum Energiebedarf von Gebäuden – zum Beispiel in Immobilienanzeigen und Energieausweisen – für die Verbraucher erhöhen. Zudem möchte der Bundesrat mit den Änderungen unnötige Bürokratie vermeiden und die Anwendbarkeit der Vorschrift insgesamt erleichtern.

Trotz der letztendlich erteilten Zustimmung machen die Länder sehr deutlich, dass sie die vorgelegte Verordnung in wesentlichen Punkten für unzureichend halten. Sie gebe kaum ausreichende Antworten auf die enormen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen, die der Energieverbrauch im Gebäudebereich aufwerfe. Allein durch die verschiedenen parallelen Energiesparvorschriften – Energieeinsparungsgesetz, Energieeinsparverordnung, Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – leide die Akzeptanz und Transparenz erheblich. Der Bundesrat sieht daher die dringende Notwendigkeit, erhebliche Vereinfachungen in diesem Bereich zu erreichen und fordert die Bundesregierung auf, unverzüglich mit den Ländern eine grundlegende Überarbeitung der entsprechenden Vorschriften anzugehen.

Der Bundesrat weist zudem darauf hin, dass es zum Gelingen der Energiewende notwendig ist, die Förderprogramme zur Gebäudemodernisierung mit zwei Milliarden Euro jährlich auszustatten. Die Förderung sei auf diesem Niveau zu verstetigen und wieder in den Bundeshaushalt zu überführen. Auf diese Weise erhielten private Investoren sowie die Wohnungs- und Bauwirtschaft die erforderliche Planungssicherheit.

Download der neuen Energieeinsparverordnung

Neue Energieeinsparverordnung ab 2014 ohne Anforderungen an bestehende Gebäude

Energieausweis_Oldenburg_Fam.Wiegand_Quelle_denaGestern hat die Bundesregierung in einer Kabinettsitzung den Entwurf einer Novelle des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) und der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschlossen.

Die Novellierung der EnEV sieht für Neubauten eine maßvolle Anhebung der Mindesteffizienzstandards in zwei Stufen in den Jahren 2014 und 2016 vor. Eine Verschärfung der Vorgaben für bestehende Gebäude ist in dem Entwurf nicht enthalten, insbesondere keine neuen Nachrüstverpflichtungen. Der Energieausweis als Informationsinstrument wird weiter gestärkt. Außerdem sollen – in Umsetzung europarechtlicher Vorgaben – Energieausweise künftig stichprobenartig überprüft werden.

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