Tag: energieverbraucher

Millionen Verbraucher können vom Ende der Atomkraft profitieren

Da wollen wir mal hoffen, dass der Bund der Energieverbraucher recht behalten wird. Ich glaube vor allem, dass das Ende der Atomenergie – wenn es denn kommen wird – ein Gewinn sein wird für echten  Wettbewerb auf dem Strommarkt und es damit zu sinkenden Preisen kommen kann. Der Bund der Energieverbraucht sieht durch das Atomkraft-Ende in Deutschland sinkende Strompreise für die Verbraucher in Deutschland. Er erinnert an die zahlreichen Gutachten, die vor wenige Monaten bewiesen haben, dass die Laufzeitverlängerung zu steigenden Strompreisen führt.
Gutachten des ehemaligen Chefes des Bundeskartellamtes Ulf Böge
Gutachten der LBD-Beratungsgesellschaft Von der Laufzeitverlängerung profitieren die vier Atomkonzerne, Millionen Verbraucher mussten dafür zahlen. Die Stadtwerke schalteten großformatige Anzeigen: “Vier gewinnen, Millionen verlieren”. Umgekehrt sind Millionen Verbraucher die Gewinner des Atomkraft-Endes. Die Strompreise sind Ergebnis eines Wettbewerbs auf den Stromerzeugungsmärkten und auf den Endverbrauchermärkten. Auf den Erzeugungsmärkten gibt es kaum Wettbewerb, weil nahezu 90 Prozent der Kraftwerke im Besitz der Atomkonzerne sind. Deshalb liegen die Großhandelspreise deutlich über den Stromerzeugungskosten. Die Atomkraftwerke verhindern den Wettbewerb auf den Erzeugungsmärkten und haben deshalb überhöhte Strompreise zur Folge weiterlesen ›

Erneuerbare Energien müssen als Sündenbock für Strompreiserhöhungen herhalten

Gruenspar.de

Ausgerechnet die zukunftsfähigen erneuerbaren Energien müssen derzeit als Sündenbock herhalten: Angeblich sind sie schuld an den jüngsten Strompreiserhöhungen. Entsprechend heftig werden die Erneuerbaren befehdet. Doch die Polemik gegen Erneuerbare ist in Wahrheit ein Ablenkungsmanöver, mit dem die Stromkonzerne von ihren überzogenen Preisen und Gewinnen ablenken. Tatsächlich steigt die Umlage für erneuerbare Energien ab 1. Januar 2011 um 1,5 Cent je Kilowattstunde von bisher 2,05 auf dann 3,53 Cent je Kilowattstunde. Diese Umlage müssen jedoch nicht die Stromkunden zahlen, sondern zunächst die Stromversorger. Es ist deshalb nicht wahr, dass sich die Haushaltsstrompreise automatisch um diesen Betrag erhöhen müssten. Die Stromeinkaufspreise der Stromfirmen haben sich, auch durch die Einspeisung von erneuerbarem Strom, in den vergangenen zwei Jahren deutlich verringert: Zwischen 2009 und 2010 um 0,9 Ct/kWh und zwischen 2010 und 2011 um 0,5 Ct/kWh. Die KWK-Umlage sinkt zudem zwischen 2010 und 2011 um 0,1 Ct/kWh. Von der Kostenseite her gibt es daher keine Rechtfertigung für eine Strompreiserhöhung  (Der Sechs-Milliarden-Raubzug). Es ist unredlich, lediglich die Kostensteigerung des EEG an die Verbraucher weiterzureichen und die Kostensenkungen beim Stromeinkauf stillschweigend als Zusatzgewinn einzustreichen. Die Gewinne der drei größten Stromkonzerne sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen: von sechs Milliarden Euro jährlich im Jahr 2002 auf über 23 Milliarden jährlich im Jahr 2009 (Gewinnexplosion bei den Stromkonzernen). E.on Vorstand Dr. Johannes Teyssen sagte auf der Bilanzpressekonferenz am 10. November 2010 klar und öffentlich, dass sich die Strompreise für Haushaltskunden nicht an den Kosten, sondern am Wettbewerb orientieren. Die branchenweite Erhöhung der Strompreise um 1,5 Cent/kWh hat also den Charakter einer Preisabsprache unter den Stromanbietern. Die Begründung “gestiegene EEG-Umlage” ist lediglich ein Codewort um die Öffentlichkeit in die Irre zu leiten und die erneuerbaren Energien zu diffamieren. Bereits in den vorangegangenen Jahren hatten die Stromversorger die Preise jeweils um gut einen Cent erhöht – ohne ausreichende Begründung. Die Preise wurden in den vergangenen Jahren hauptsächlich von den Grundversorgern erhöht. Der Bundesgerichtshof hat die Versorger in der Grundversorgung verpflichtet, alle Kostensenkungen unmittelbar an die Kunden weiterzugeben (BGH VIII ZR 138/07 Rn. 39, VIII ZR 81/08 Rn. 18). Die Preiserhöhungen stellen damit vermutlich einen Rechtsbruch dar. Der rasche Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung vermindert den Stromabsatz aus konventionellen Kraftwerken und damit das Kerngeschäft der Stromkonzerne. Diese Konzerne haben also allen Grund, um ihre gewaltigen Gewinne zu zittern und die Öffentlichkeit gegen die Förderung erneuerbarer Stromerzeugung aufzubringen. Verbraucher müssen den Neubau von Kraftwerken stets über den Strompreis bezahlen. Die Einspeisevergütung nach dem EEG senkt die Erzeugungskosten der Erneuerbaren Energien mit großer Geschwindigkeit. Sie entspricht daher den Kosten für den Bau neuer Kraftwerke. Durch die Finanzierung über das EEG ist von vornherein entschieden, dass mit diesen Geldbeträgen nur die Erneuerbaren ausgebaut werden. Den Stromversorgern ist die Entscheidung darüber, welche Kraftwerke gebaut werden, aus der Hand genommen. Der Vorsitzende der Bundesnetzagentur, Mathias Kurth, warnte die Stromversorger davor, die gestiegene EEG-Umlage in voller Höhe auf die Strompreise der Verbraucher aufzuschlagen. Auch der Vorsitzende der Monopolkommission, Professor Justus Haukap äußerte sich in diesem Sinne. Fazit: Für den Stromkunden erwecken die Strompreiserhöhungen den Eindruck, die Erneuerbaren würden den Strompreis im Jahr 2011 um zusätzliche 1,5 Cent/kWh verteuern. Dieses Argument hält einer kritischen Prüfung nicht stand. Wer dennoch so argumentiert, macht sich fehlender Sachkenntnis oder einer interessengeleiteten Argumentation verdächtig. Verbraucher wollen mit ihrem Geld den Ausbau Erneuerbarer finanzieren und sind auch bereit, dafür höhere Strompreise in Kauf zu nehmen. Versorger missbrauchen diese Bereitschaft, um sich die Taschen zu füllen. Es stellt sich also nicht die Frage, ob wir uns den Ausbau der Erneuerbaren leisten können und wollen. Denn dazu gibt es keine Alternative. Sondern es ist zu fragen, wie lange wir den Stromversorgern ihre überzogenen Preise und ihre Lügen noch durchgehen lassen wollen. Durch den Anbieterwechsel weg von den Konzernen und ihren Töchtern kann jeder Verbraucher die Rote Karte zeigen: Ohne jedes Risiko. Er wird nicht nur mit einem guten Gewissen, sondern zusätzlich noch mit Kosteneinsparungen in Höhe von mehreren hundert Euro belohnt. Quelle: Bund der Energieverbraucher Mein Fazit war darauf: Stromanbieter wechseln

Wie effizient sind Wärmepumpen wirklich?

Wärmepumpen werden meist bei ökologischen Heizsystemen aufgeführt, sie sollen einen Beitrag leisten können zum Klimaschutz. Dabei benötigen die meisten heute verfügbaren Wärmepumpen Elektroenergie, sprich Strom, als Antriebsenergie. Damit sie wirklich einen Beitrag leisten können zum Klimaschutz, benötigen Sie im praktischen Betrieb eine gewisse Energieeffizienz. Die gewonnene Heizenergie, bzw. die abgegebene Leistung muss also größer sein, als die im Kraftwerk eingesetzte Primärenergie.

Dazu hatte ich im April letzten Jahres bereits gefragt, wann Wärmepumpen energieeffizient sind.  Die BAFA gibt eine Reihe von Anforderungen zur Förderung von Wärmepumpen. Sie verlangt im wesentlichen bei elektromotorisch angetriebenen Wärmepumpen den “Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mindestens 4,0 bei Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen im Neubau bzw. mindestens 3,7 im Gebäudebestand, bei Luft/Wasserwärmepumpen von mindestens 3,5 im Neubau bzw. 3,3 im Gebäudebestand.”

Welche Werte für die Jahresarbeitszahl in der Praxis erreicht werden, ist äußerst umstritten. Im Beitrag “Energiewirtschaftliche Bewertung der Elektrowärmepumpe in der Gebäudeheizung” der ‘Zeitschrift “Energiewirtschaftliche Tagesfragen” als eine “technisch ausgereifte und preiswerte Technologie” gepriesen. Laut der zugrunde liegenden Untersuchung führen Wärmepumpen bereits ab einer Jahresarbeitszahl von 2,0 bis 2,6 zu einem geringeren CO2-Ausstoß-

Dem widerspricht der Wärmepumpen-Experte Dr. Falk Auer von der Lokale Agenda 21 – Gruppe Energie Lahr über den Bund der Energieverbraucher:

Der Feldtest der Agenda-Gruppe und anderer Forscher bestätigt nur bedingt, dass Wärmepumpen überlegen sind. Während Grundwasser- und Erdreich-Wärmepumpen das Energieeffizienzziel der Deutschen Energieagentur und des RWE mehr oder weniger übertreffen (siehe InfoBox und www.agenda-energie.lahr.de), trägt keine der untersuchten Luft-Wärmepumpen zum Klimaschutz bei. Außerdem erreichten nur zehn Prozent der Wärmepumpen die neuen staatlichen Förderziele auch tatsächlich in der Praxis.

Auch die Wirtschaftlichkeit und technische Zuverlässigkeit wird eher kritisch betrachtet. Die Studie rechnet den Vergleich von Wärmepumpen zu Gasbrennwertkesseln zu optimistisch. So wirbt der Bundesverband Wärmepumpe e.V., dass ab einer Jahresarbeitszahl JAZ von zwei Wärmepumpen Gasbrennwertkessel übertreffen sollen, auch wenn dies das untere Ende der ermittelten Bandbreite aus der Studie ist.

Ich selbst bin jetzt nicht wirklich schlauer, ich weiß nur, dass man kritisch sein sollte gegenüber Angaben zu den erreichbaren Jahresarbeitszahlen. Wie sind Ihre Erfahrungen, welche Jahresarbeitszahlen kann man in der Praxis erreichen und wann können Wärmepumpen mehr zum Klimaschutz beitragen als andere Heizsysteme, wie Gasbrennwertkesseln?