Tag: Energieeffizienz

Größtes Energie-Einsparpotential in KMU bei Beleuchtung

LED-Strahler In 95 Prozent der Fälle steht die Effizienz der Beleuchtung im Fokus. KMU haben diese Potenziale zwar erkannt, eine Investition, um diese Energiesparpotenziale zu heben, ist jedoch häufig nicht fest geplant – dabei liegt die Amortisationszeit in vielen Fällen unter drei Jahren. Ergebnisse aus Impulsgespräche in Unternehmen Zu diesem Ergebnis kommt das RKW-Netzwerk nach Auswertungen aus über 7.000 Unternehmensbesuchen im Rahmen des Projektes „Energieeffizienz Impulsgespräche“. Das RKW führt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie diese Vor-Ort-Gespräche zur Steigerung der Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen seit 2012 durch. weiterlesen ›

Positiver Trend bei Energieeffizienz in der Industrie

Gruenspar.de

Prof. Bauernhansel (EEP) zur Energieeffizienz in der Produktion auf den Berliner Energietage, Foto: Andreas Kühl Beim Thema Energie in der Industrie hört und liest man nur von der Belastung durch steigende Preise. Jetzt wirken sich die Energiepreise immer mehr auf die Energieeffizienz aus, wie der 2. Energieeffizienz Index ermittelt hat. Dieser wurde vom Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) der Universität Stuttgart erhoben und vergangene Woche veröffentlicht. Das Ergebnis zeigt einen positiven Trend, mittlerweile schätzen 46% der Unternehmen die Bedeutung von Energieeffizienz als verhältnismäßig groß ein. Energieeffizienz wird zur Triebfeder für Investitionen Nachdem bei der ersten Erhebung des Energieeffizienz-Index im Winter 2013/ 2014 noch ein Trend für zu wenig Investitionen in Energieeffizienz und für wenig ambitionierte Einsparziele der befragten Unternehmen festgestellt wurde, ist jetzt in der zweiten Erhebung eine deutliche positive Entwicklung zu erkennen. Der Energieeffizienz-Index wird halbjährlich vom EEP erhoben und veröffentlicht. weiterlesen ›

Es braucht mehr Engagement und Kreativität für Energieeffizienz

Es gab in den letzten Wochen mehrere Ereignisse, die mich dazu gebracht haben nachzudenken wie Energieeffizienz attraktiver werden kann und was nötig ist, damit Energieeffizienz zu einer tragenden Säule der Energiewende werden kann. Trotz des großen wirtschaftlichen Potentials, vom rein technischen Potential rede ich erst gar nicht, bewegt sich seit vielen Jahren nur wenig im Bereich der Energieeffizienz. Der Effizienz-Markt kommt seit vielen Jahren nur wenig voran und das trotz Energiewende, Klimaschutz und steigenden Energiepreisen.

Wer übernimmt Verantwortung für mehr Energieeffizienz in der Energiewende?

Jeder schiebt die Verantwortung für mehr Energieeffizienz auf andere. Die Effizienz-Branche, die damit verdienen kann, hat jede Menge technische Innovationen, wartet aber für die Durchsetzung auf dem Markt auf politische Entscheidungen (siehe Energieeffizienz-Branchenmonitor der DENEFF). Die Politik wiederum hat scheinbar Angst vor anderen Bereichen der Industrie und einer Kostensteigerung, bewegt sich also lieber gar nicht oder nur sehr zaghaft.

Und für die Verbraucher? Die sind völlig verunsichert, denn sie haben auf der einen Seite Angst vor dem Verlust ihrer geliebten Glühbirnen oder dem lauten Staubsauger, weil ihnen die böse EU alles verbieten möchte. Auf der anderen Seite haben sie mit steigenden Energiekosten zu kämpfen. weiterlesen ›

Energieeffizienz Branche enttäuscht von schwachen Zielen der EU-Kommission für 2030

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com

Europa-Fahnen, Foto: pixabay.com

In der vergangen Woche hatte ich schon vom möglichen Rückschritt in der europäischen Energieffizienz-Politik geschrieben. Trotz des Votums des EU-Parlaments für ein verbindliches Ziel von einer Steigerung der Energieeffizienz um 40% bis zum Jahr 2030, gegenüber dem Basisjahr 1990, und dem Einsatz verschiedener nationaler Minister, plant die EU-Kommission ein unverbindliches Ziel von 28% einzuführen. Die im letzten Beitrag erwähnten positiven Folgen eines ambitionierten Ziels für Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum bleiben leider unberücksichtigt.

Für Martin Bornholdt, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), wäre diese Entscheidung sogar verantwortungslos:

„Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge der EU-Kommission für lasche und unverbindliche Energieeinsparziele bis zum Jahr 2030 sind in der aktuellen sicherheits- und energiepolitischen Situation schlicht verantwortungslos. Dass der zuständige Energiekommissar Günther Oettinger hier nicht zu seinem Wort steht, ist enttäuschend. Er gefährdet damit nicht nur die deutsche Energiewende“.

Ohne Energieeffizienz bleibt Europa länger abhängig von Energieimporten

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Mehr Energieeffizienz kann größeren Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten

EU-Parlament in Straßburg stimmte für 40 Energieeffizienz-Ziel von 40%, Foto: pixabay.com

EU-Parlament in Straßburg stimmte für Energieeffizienz-Ziel von 40%, Foto: pixabay.com

Mit der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) hatte ich mich bisher wenig befasst. Zum 05.06.2014 sollten die Mitgliedsstaaten ihre Pläne zur Umsetzung der Richtlinie in Brüssel abgeben. Die Verspätung oder Unvollständigkeit der Unterlagen war mir jedoch keine Nachricht wert, das ist ja nichts neues. Energieeffizienz wird in der Politik einfach durch Nichtbeachtung oder durch Blockade ausgebremst. Spannender wird es zu sehen, wie die einzelnen Staaten die Richtlinie umsetzen, insbesondere Artikel 7 mit den Effizienzverpflichtungssystemen.

Bekommen wir ein ambitioniertes Energieeffizienz-Ziel für 2030?

Ebenfalls politisch interessant wird die weitere Entwicklung der europäischen Klimaschutzziele. Wird die EU-Kommission den Empfehlungen des Parlaments folgen und für das Jahr 2030 eine Steigerung der Energieeffizienz um 40% anstreben? Werden damit weiterhin drei Ziele im Klimaschutz angestrebt oder beschränkt man sich auf ein Ziel für die CO2-Reduzierung, im Interesse der Anhänger der Atomenergie? weiterlesen ›

Kommt nach der Sonnensteuer die Effizienzsteuer?

Aufdach Photovoltaik-Anlage

Optimale Ausnutzung einer Dachfläche, Foto: Andreas Kühl

Schritt für Schritt bastelt die Bundesregierung am Ende der Energiewende wie wir sie kennen. Die Hoffnung des Ausbaus der erneuerbaren Energien ohne Förderung schwindet mit der Belastung des Eigenverbrauchs in Höhe von 40 Prozent der EEG-Umlage weiter dahin.

Einheitliche EEG-Umlage für Eigenverbrauch von 40 Prozent

Geplant ist künftig jede kWh Strom, die selbst erzeugt und verbraucht wird, mit 2,5 Cent zu belasten. Das gilt für alle Verbraucher, unabhängig davon ob es sich um einen Privathaushalt, einen Gewerbebetrieb oder ein Industrieunternehmen handelt. Bislang gab es eine Bagatellgrenze von 10 kW für Photovoltaik-Anlagen, eine Differenzierung zwischen Ökostrom und konventionellem Strom, sowie ein Bonus für energieintensive Unternehmen, wie das Magazin des Photovoltaikforum berichtet.

Das Magazin des Ökostrom-Versorger Naturstrom AG zitiert dazu das Bündnis Bürgerenergie e.V. :

„Die Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage auch auf Anlagen unter der 10-kw-Grenze wäre ein erneuter Frontalangriff auf die Bürgerenergie“, kritisiert René Mono, stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn). „Der Eigenverbrauch entlastet die Netze und hat Bürger überhaupt erst dazu motiviert, in großem Stil in die Erneuerbaren Energie zu investieren. Immerhin kommt fast jede zweite Kilowattstunde des Erneuerbaren Stroms aus Bürgerhand“.

Von der Belastung des Eigenstroms werden die großen Energiekonzerne profitieren, heißt es in dem Beitrag weiter, diese würden sonst durch die starke Bürgerbeteiligung weiter Marktanteile verlieren. weiterlesen ›