Wärmeverluste über Wärmebrücken nicht vergessen

Kurze Tage, kühle Temperaturen – der Winter ist da und die Heizsaison in vollem Gange. Schleichende Energieverlusten sind die Folge, denn die meisten Häuser weisen in ihrem Wärmeschutz Mängel auf: Wärmebrücken. Der Dämmstoff XPS kann diese Schwachstellen effektiv ausräumen.

Als Wärmebrücken werden all die Stellen bezeichnet, über die mehr Wärme verloren geht als über den Rest der Gebäudehülle. Sie treten an nicht gedämmten Rollladenkästen, dem Übergang von der Wand zum Fenster oder vom Mauerwerk zur gegossenen Betondecke, an den Heizkörpernischen sowie generell an den Raumecken auf.

“Ein Energieberater kann mithilfe einer Wärmebildaufnahme die bei einer Immobilie tatsächlich bestehenden Schwachpunkte sichtbar machen”, erklärt Isolde Elkan, Geschäftsführerin der FPX Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff.

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Leitfaden erklärt energetische Gebäudebilanzierung nach DIN V 18599

Die Norm zur energetischen Gebäudebilanzierung DIN V 18599 wird in der EnEV für Wohngebäude parallel zu DIN 4701-10 und DIN 4108-6 verwendet. Bei Nichtwohngebäuden muss diese Norm angewendet werden. Um sich in diesem komplexen Thema zurecht zu finden, hat die dena nun eine neue Publikation herausgebracht:

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat einen neuen Leitfaden zur energetischen Gebäudebilanzierung von Nichtwohn- und Wohngebäuden veröffentlicht. Mit praxisnahen Tipps und Hinweisen richtet sich der Leitfaden sowohl an erfahrene Architekten und Energieberater als auch an Neueinsteiger. Die novellierte Fassung der DIN V 18599 wird dabei bereits berücksichtigt.

Der Aufbau des Leitfadens entspricht der Vorgehensweise bei einem realen Bilanzierungsprojekt. Praxisnahe Themen wie die Plausibilitätsprüfung sind ebenso enthalten wie der Bedarfs-Verbrauchs-Abgleich. Grafische Darstellungen, Besonderheiten und Vereinfachungen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen vermitteln dem Leser ein besseres Verständnis der Norm, verringern den Arbeitsaufwand und erleichtern so die Abläufe. weiterlesen ›

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Umstrittene neue Energieberaterliste ist online

Gruenspar.de

Wer ein Gebäude energieeffizient bauen oder sanieren möchte, benötigt eine fachliche Beratung z.B. durch einen Energieberater. Der Beruf des Energieberaters ist jedoch nicht geschützt, im Prinzip kann ihn jeder benutzen. Um eine Förderung, z.B. von der KfW, in Anspruch zu nehmen, musste der Energieberater in der BAFA-Liste eingetragen sein, das waren zeichnungsberechtigte Architekten oder Bauingenieure mit Zusatzqualifikation.

Jetzt gibt es eine neue Expertenliste als Anforderung – aufgestellt gemeinsam von der dena, der BAFA, der KfW-Bankengruppe und den Bundesministerien für Bau und für Wirtschaft. Diese Liste soll neue Standards setzen und die Qualität von Energieberatungen und Energieausweisen sichern.

Um sich als Effizienzhaus-Experte in die dena-Expertendatenbank einzutragen, müssen Fachleute neben der Grundqualifikation (Ausstellung von Energieausweisen laut §21 oder §29 EnEV) auch über eine Zusatzqualifikation verfügen. Die Zusatzqualifikation ist eine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anerkannte Weiterbildung zum Energieberater oder zum Passivhaus-Planer. Es ist außerdem möglich, eine von der dena anerkannte Zusatzqualifikation einzureichen, durch die – in Kombination mit der Grundqualifikation – das Qualifikationsniveau der BAFA-Anforderungen erreicht wird. Ebenfalls akzeptiert wird eine Mitgliedschaft in qualifizierten Expertennetzwerken, deren Qualifikationsniveau mit den BAFA-Anforderungen an Energieberater vergleichbar ist wie z. B. das energie- und umweltzentrum allgäu (eza) oder die Bremer EnergieExperten.

Die eingetragenenen Experten sind besonders für die Bundesförderprogramme Vor-Ort-Beratung (BAFA) sowie für die Planung und Baubegleitung von KfW-Effizienzhäusern 40 und 55 (Neubau und Sanierung) qualifiziert.

Doch diese Liste ist sehr umstritten unter Energieberatern. Denn der Eintrag in die Liste ist kostenpflichtig und verlangt regelmäßige Weiterbildungen. Das ist ein Aufwand, den nicht alle Energieberater eingehen wollen und sich vermutlich auch nicht leisten können.  weiterlesen ›

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Erheblicher Optimierungsbedarf bei Brennwertheizungen

Brennwertheizungen halten nicht, was sie versprechen – zu dieser ernüchternden Bilanz kommt die “Aktion Brennwertcheck” der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Nur bei einem Drittel der Anlagen können die Besitzer zufrieden sein, in zwei Drittel der Anlagen besteht zum Teil erheblicher Optimierungsbedarf. Damit nicht genug: Etwa die Hälfte der Heizungsanlagen sind überdimensioniert. Höhere Grundkosten beim Gaslieferanten, höherer Geräteverschleiß und höhere Emissionen sind die Folge.

Bundesweit rund 1.000 Brennwertgeräte haben die Energieberater der Verbraucherzentralen im Februar und März 2011 unter die Lupe genommen. Das Fazit von Energieexperte Stefan Materne: “Wir haben kaum eine Anlage gesehen, bei der alles gepasst hat.”

Einfache Maßnahmen für mehr Effizienz
Besitzer von Brennwertanlagen sollten die Effizienz ihrer Heizungsanlage überprüfen und optimieren lassen – idealerweise noch innerhalb der Gewährleistungsfrist. Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich aus vielen Anlagen mehr Effizienz herausholen. “In einem typischen Einfamilienhaus können mit wenig Aufwand Heizkosten von 150 Euro oder mehr pro Jahr eingespart werden”, so Materne. weiterlesen ›

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Stellungnahme der 18599 Gütegemeinschaft e.V. zum KfW-Förderstopp

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat mit Datum vom 18.10.2010 bekanntgegeben, dass für die Programme Energieeffizient Sanieren und Energieeffizient Bauen (Programm Nr. 151 und 153) bis auf weiteres die Berechnung nach DIN V 18599 nicht mehr akzeptiert wird (siehe Artikel). Somit können derzeit nur Berechnungen nach der DIN V 4108-6 und 4701-10 zur Antragstellung bei der KfW eingereicht werden. Alle Hersteller der Gütegemeinschaft stellen dieses Verfahren auch weiterhin in ihren Produkten zur Verfügung. Somit ist sichergestellt, dass weiterhin Anträge zu den Programmen der KfW gestellt werden können und keiner auf Kredite oder Zuschüsse verzichten muss.

Als Begründung gab die KfW an, dass unterschiedliche Softwareprodukte ungewöhnlich starke Abweichungen in den Ergebnissen liefern würden. Implizit wurde die Qualität der Softwareprodukte in Frage gestellt. Die Mitglieder der 18599 Gütegemeinschaft bemängeln diese einseitige Darstellung und haben zwischenzeitlich den betroffenen Fall nachgerechnet. Erste Ergebnisse belegen, dass die aufgezeigten Abweichungen keinesfalls nur in den Softwareprodukten begründet liegen, sondern vielmehr in der unzureichend beschriebenen Normgrundlage und der Eingabe beim Anwender. Die Primärenergiebedarfs-Ist-Werte weichen bei gleichen Randbedingen lediglich um +/- 1% ab und die HT’ Auswertungen sind identisch. Diese ersten Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit der 18599 Gütegemeinschaft in den letzten 18 Monaten schon erhebliche Fortschritte gemacht hat.

Die grundsätzliche Problematik, dass sich durch mögliche unterschiedliche Norminterpretationen, unterschiedliche
Softwareprodukte und Eingabefehler beim Anwender auch deutliche Abweichungen ergeben können, ist dennoch weiter vorhanden. Um dieser Problematik zu begegnen, wird die Gütegemeinschaft den Dialog mit den Normenverantwortlichen und der Politik verstärkten. Ein übergreifendes Treffen mit Vertretern aus der Politik (BMVBS und BBSR), aus der Normenarbeit, von der KfW und den Mitgliedern der Gütegemeinschaft ist bereits kurzfristig vereinbart. Alle Beteiligten werden sich gemeinsam an einem Tisch zusammen finden und über das weitere Vorgehen intensiv diskutieren.

Die 18599 Gütegemeinschaft spricht sich eindeutig für die DIN V 18599 aus. Sie ist und bleibt die beste Norm seit es Energieberatungen gibt. Jetzt ist es allerdings an der Zeit, die notwendigen Schritte zur Fortschreibung der Norm einzuleiten.

Für Nicht-Wohngebäude gilt die DIN V 18599 uneingeschränkt weiter. Auch für Wohngebäude gilt im normalen EnEV-Nachweisverfahren die Berechnung nach DIN V 18599 weiterhin. Hier ist die Wahlfreiheit gesetzlich verankert und auch durchaus gewollt. Einzig die Nachweise für die KfW Bankengruppe in den Programmen 151 und 153 sind derzeit ausgesetzt. Dieses ist zum Schutz der Antragsteller geschehen, um hier bei eventuellen Fehleinschätzungen, nicht dem Vorwurf des Subventionsbetruges ausgesetzt zu sein.

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Wie Thermografie zu mehr als Energieberatung genutzt werden kann

Mit Hilfe einer Thermografie-Aufnahme können Energieberater Schwachstellen in der thermischen Gebäudehülle aufdecken und zeigen wo die Energieverluste am größten sind. Dies kann die Grundlage einer Energieberatung sein, oder zumindest dazu beitragen.

Laut Wikipedia wandelt eine Wärmebildkamera die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung eines Objektes oder Körpers auch aus größerer Entfernung mit Hilfe von Spezialsensoren in elektrische Signale um, die durch Computer leicht verarbeitet werden können. Dadurch ist der Temperaturmessbereich deutlich ausgeweitet worden, es lassen sich aber auch winzige Temperaturunterschiede benachbarter Punkte feststellen.

Soweit die übliche Nutzung, aber es gibt auch ganz andere, eher ungewöhnliche, Nutzung von Thermografie-Kameras. Man kann sie auch für Kunst nutzen, sogenannte Thermal Art. Auf invisible-paintings.com ist alles zusammengefasst, was bisher mit Thermal Art entstanden ist. Mit Wasser zu Malen ist noch relativ dankbar, da man hier ein paar Minuten Zeit hat bevor nichts mehr zu sehen ist. Eisspray verflüchtigt sich dagegen sehr schnell und man hat nur wenige Sekunden. Der Erfolg, ein Bild in der Kamera zu sehen, hängt stark vom Wetter und der Temperatur der Oberflächen ab. Hat man den Dreh mal raus und ein bisschen Übung, dann stehen einem ungeahnte Möglichkeiten offen, denn man kann malen und zeichnen wo man will und was man will. Verwirrte Passanten sind zusätzlich garantiert.

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Energieberater helfen bei der Wahl der richtigen Förderung

Hausbesitzer, die jetzt die Sanierung ihres Hauses planen, sollten unbedingt einen Energieberater hinzuziehen. Gerade auf Grund der aktuellen Änderungen der KfW-Förderung und des Marktanreizprogramms empfiehlt Christian Stolte, Experte der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena): “Egal ob eine Heizungserneuerung, eine komplette Sanierung oder der Einsatz erneuerbarer Energien geplant ist: Eine Energieberatung ist für Hausbesitzer der erste Schritt um aus den eigenen vier Wänden ein zukunftssicheres und energiesparendes Effizienzhaus zu machen. Der regionale Energieberater kennt für jede Maßnahme die optimale Förderung.” Unter www.zukunft-haus.info/expertensuche finden Hausbesitzer eine Liste der zugelassenen Energieberater in ihrer Nähe.

Um die Möglichkeiten zur Energieeinsparung am Haus genauer zu ermitteln, sollte ein »Vor-Ort-Energieberater« oder ein »Gebäudeenergieberater im Handwerk« hinzugezogen werden. Für die Energieberatung können Hausbesitzer von dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) besonders unbürokratisch Fördermittel erhalten. Der »Vor-Ort-Energieberater« übernimmt die Antragstellung. Der Zuschuss beträgt bis zu 300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser und bis zu 360 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten, höchstens aber die Hälfte der Beratungskosten.

Staatlicher Zuschuss für Energieberatung vor und während des Baus

Die geförderte Energieberatung enthält neben der Analyse der energetischen Qualität des Gebäudes und der Heiztechnik auch einen ausführlichen Beratungsbericht. Dieser enthält Empfehlungen, ob der Wärmeschutz verbessert werden kann, eine Umstellung oder Erneuerung der Heizungsanlage empfehlenswert ist und ob eine Nutzung erneuerbarer Energien in Betracht kommt. Gleichzeitig wird der erforderliche finanzielle Aufwand ermittelt und die Wirtschaftlichkeit der entsprechenden Investition errechnet.

Auch für die fachgerechte Begleitung einer umfassenden Sanierung durch einen Fachmann zahlt der Staat einen Zuschuss: 50 Prozent der für die Begleitung anfallenden Kosten. “Eine komplette energetische Sanierung ist eine Aufgabe für den Fachmann. Die dena rät daher, als erstes den Energieberater zu beauftragen”, so dena-Experte Stolte weiter. Die abschließende Qualitätssicherung, beispielsweise durch Wärmebilder, wird ebenfalls staatlich gefördert.

Anspruch auf Förderung haben Eigentümer von Wohngebäuden, bei denen die Baugenehmigung vor dem 31.12.1995 erteilt wurde und die überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden.

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Energieberater kritisieren Einfrieren der KfW‐Fördermittel durch Bundesregierung

Der Europäische Verband der Energie‐ und Umweltschutzberater (EVEU) kritisiert den Stopp der Förderprogramme für Gebäudesanierung der Kreditanstalt für Wiederaufbau und fordert von der Bundesregierung eine sofortige Freigabe der Finanzmittel und die Wiederaufnahme der Förderprogramme. „Die Förderprogramme der KfW leisten einen wichtigen Beitrag zur energetischen Gebäudesanierung und damit zur nachhaltigen Reduktion des CO2‐Ausstosses in Deutschland“, sagt EVEU Geschäftsführer Franz Sedlmeier.

Wie bekannt wurde, hat die Staatsbank KfW die Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren vorläufig gestoppt. Das bestätigte das zuständige Bundesbauministerium am Donnerstag. Hintergrund für den ungewöhnlichen Schritt ist der bislang vom Parlament noch nicht verabschiedete Bundeshaushalt für das Jahr 2010.

Franz Sedlmeier fordert Planungssicherheit für Bauherren und Hausbesitzer und kritisiert das Einfrieren der Fördermittel in Zeiten des Klimawandels als „fatales politisches Signal.“ Die energetische Sanierung des Gebäudebestands zählt zu den zentralen Herausforderungen des Klimaschutzes in Deutschland. 75 Prozent der Häuser und Wohnungen in Deutschland wurden vor 1979 errichtet. Deutsche Privathaushalte sind für ca. 40 Prozent des CO2‐Ausstosses verantwortlich, Autos gerade einmal für 12 Prozent. „Hier liegt nach wie vor enormes Energieeinsparpotenzial brach“, erklärt Franz Sedlmeier. „Die CO2‐Einsparungen durch die KfW‐Programme belaufen sich auf
über 3,8 Mio. t jährlich.“

Neben der Verbesserung des Klimaschutzes seien die Förderprogramme auch für das heimische Handwerk von Bedeutung. „Eine Verunsicherung der Bürger führt schlagartig zu Auftragsrückgängen bei kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben“, befürchtet Franz Sedlmeier. 2009 betrug die Förderung durch die KfW rund 8,7 Milliarden Euro.

Der EVEU fordert deshalb nun rasches Handeln von Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) und den verantwortlichen Haushaltspolitikern im Ministerium und im Bundestag. „Die Gelder müssen schnellstmöglich freigegeben werden“, fordert Sedlmeier.

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Thermografiemessungen lieber dem Fachmann überlassen

Diese Woche habe ich eine Pressemitteilung zugeschickt bekommen nach dem Motto “Thermografie für Jedermann”. Das erweckt den Eindruck, als ob man selbst mit einer Thermografiekamera, die man sich beim Absender der Pressemitteilung, Miet24, ausleihen kann, selbst Thermografieaufnahmen erstellen kann. Man kann sie selbst erstellen, aber bei der Interpretation wird es schwierig – diese sollte man daher lieber einem Fachmann überlassen, um Fehler zu vermeiden. Ob selbst erstellte Aufnahmen mit der Thermografie-Kamera eine Vor-Ort-Begutachtung des Energieberaters ersetzen können, halte ich auch für fragwürdig. Nur durch eine Begutachtung des Gebäudes vor Ort kann man alle Schwachstellen erkennen.

Mehr Informationen zu Thermografie-Messungen und wie man im Winter optimal Wärmeverluste identifizieren kann, berichtete diese Woche der BEWAG Ökocenter-Blog. Da ich das BEWAG-Video zu Thermografie-Messungen bereits in ein Beitrag eingebunden habe, möchte ich heute ein anderes Video zeigen:

Link: Thermographie

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Wenn der Energieberater kommt …

… dann naht die Stunde der Wahrheit. Für Haus- und Wohnungseigentümer, die durch eine Modernisierung ihre Energiekosten senken und die Immobilie aufwerten wollen, ist er der wichtigste Partner bei der Planung.

Familie Maier ärgert sich schon lange über den hohen Energieverbrauch ihres Hauses. Jetzt will die junge Familie die geerbte Immobilie auf den neuesten Stand der Technik bringen und die optimale staatliche Förderung nutzen. Guter Rat ist schnell gefunden: in der Datenbank des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle finden Maiers einen Energieberater ganz in ihrer Nähe und vereinbaren mit ihm einen Ortstermin.

Gute Vorbereitung spart Kosten

„Zum Beratungstermin sollten alle erforderlichen Unterlagen vorliegen“, empfiehlt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse, „das beschleunigt den Prozess erheblich.“ Maiers haben sich bestens vorbereitet und Bauvertrag, Ausführungspläne des Hausbaus, Informationen über bereits durchgeführte Modernisierungen, die Schornsteinfegerprotokolle und Nebenkostenabrechnungen der letzten drei Jahre zusammengestellt.

Vom Keller …

Die Zustandsanalyse des Beraters beginnt mit der Begutachtung der Außenfassade des Hauses, die mit bis zu 25 Prozent zu den Wärmeverlusten eines Wohnhauses beiträgt. Er dokumentiert Risse in der Hausfassade, fotografiert und misst sie aus. Nächste Station: der unbeheizte Keller. Hier ist die Decke zum warmen Erdgeschoss nicht gedämmt und die Heizung veraltet. Der Berater empfiehlt die Dämmung der Decke und den Einbau eines modernen Brennwertkessels in Kombination mit einer Solaranlage. Das spart bis zu 35 Prozent Energie, sagt er.

über die Fenster …

Zudem sollten Maiers die einfachverglasten Holzfenster im Haus durch Zweischeiben-Wärmeschutz-Verglasungen ersetzen und damit den Energieverbrauch um weitere fünf Prozent senken. Da die Außenwände ungedämmt und ohnehin eine Erneuerung des Außenputzes geplant ist, rät ihnen der Energieberater, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und ein Wärmedämmverbundsystem anzubringen. Dies kann den Energiebedarf um weitere 30 Prozent reduzieren.

… bis zum Dach

Auch das Dach wird vom Fachmann unter die Lupe genommen. Die Schwachpunkte sind hier undichte Ziegel. Sie lassen nicht nur kostbare Energie entweichen, sondern bergen zudem das Risiko eines Wasserschadens. Eine Dämmung und Abdichtung des Daches kann hier bis zu 15 Prozent Energiekosten sparen.

Die Lösung: ein individuelles Energiekonzept

Nach dem Vor-Ort-Termin legt der Energieberater den Maiers seinen schriftlichen Bericht vor. Der weist detailliert aus, mit welchen Maßnahmen die Familie das Haus unter Nutzung aller Fördermittel wirtschaftlich sanieren kann. Maiers wissen jetzt: Ihr maximales Engergieeinsparpotenzial liegt bei 80 Prozent. Sie entscheiden sich, im Rahmen der Modernisierung auch das Dach auszubauen. Damit gehen für sie gleich mehrere Wünsche in Erfüllung: mehr Platz, mehr Komfort, weniger Energieverbrauch und eine deutliche Aufwertung ihres Hauses.

Förderungen nutzen

Bauherren können für die Modernisierung eine Vielzahl an Förderungen nutzen. Es gibt Angebote von Energieversorgern, KfW-Darlehen und -Zuschüsse sowie Programme, die über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vergeben werden. Wichtig dabei: Erst Fördermittel beantragen und den Bescheid abwarten und dann die Aufträge an die Handwerker erteilen.

Quelle: innovations report

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