KfW-Förderung wirkt bei energetischen Gebäudesanierungen

Die KfW Bankengruppe hat zwei aktuelle Studien vorgelegt, die die Wirkung der aus Mitteln des Bauministeriums vergünstigten KfW-Förderung von Energieeinsparmaßnahmen im Gebäudebestand evaluieren. Seit 2006 werden die Fördereffekte jährlich untersucht, im Jahr 2010 durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) und das Bremer Energieinstitut (BEI).

“Ein entscheidender Eckpunkt der deutschen Energiepolitik ist das Ziel, bis zum Jahr 2050 den Energiebedarf durch massive Effizienzsteigerungen zu reduzieren. Der Gebäudesektor nimmt dabei eine Schlüsselstellung ein, denn große Energieeinsparpotenziale werden derzeit vor allem aufgrund von finanziellen Restriktionen und Informationsdefiziten nicht erschlossen. Genau hier setzen die KfW-Programme an.

Allein im Jahr 2010 hat die KfW die energieeffiziente Sanierung und den energieeffizienten Neubau von 428.000 Wohnungen finanziert. Und zudem Energieberatungen und Heizungsoptimierungen für 525.000 Wohnungen unterstützt”, sagte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. “Mit 1 % liegt der Nominalzins für die Förderkredite derzeit deutlich unterhalb der Inflationsrate. Der Realzins ist damit negativ. Dazu können Tilgungszuschüsse bis zu 12,5 % kommen. Die Energiesparer bekommen faktisch Geld geschenkt.”

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Welche Aussage hat der Energieausweis?

Wer einen Energieausweis in den Händen hält, möchte wissen was er nun aussagt. Der Laie kann anhand der Farbskala erfahren, wie gut die Wohnung oder das Haus einzuordnen ist. Aber sagt der Energieausweis etwas aus über den künftigen Energieverbrauch in der neuen  Wohnung oder in dem neuen Haus?

Wer es genau wissen will, dem muss man die Frage leider mit Nein beantworten. Ein bedarfsabhängiger Energieausweis für den Alt- oder Neubau gibt einen theoretischen Wert an, ohne den Einfluss des Nutzers und des Standortes zu berücksichtigen. Bei Neubauten wird zudem nicht geprüft, ob die Umsetzung auf der Baustelle den Annahmen bei der Erstellung des Energieausweises entspricht. Beim verbrauchsabhängigen Energieausweis ist das Ergebnis vom Nutzer abhängig, aber jeder hat andere Heizgewohnheiten. weiterlesen ›

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Energiebedarf von Gebäuden ermitteln

Gruenspar.de

Auch Hausbesitzer, die modernisieren wollen, oder Kaufinteressierte können nun in wenigen Schritten den Energiebedarf eines Gebäudes ermitteln. Mit dem Energiebedarfsrechner der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kann man den Energiebedarf seines Hauses ermitteln und dann simulieren, wie sich verschiedene Energiesparmaßnahmen wie zum Beispiel Wärmedämmung oder eine Heizungserneuerung auswirken. Oder Kauf- bzw. Mietinteressenten können damit die Plausibilität des vorgelegten Energieausweises überprüfen. Es sind lediglich Angaben zum Gebäude, zur Heizung und zur Warmwasserbereitung notwendig. Die Berechnung erfolgt entsprechend dem Kurzverfahren des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU, Darmstadt) und ist vergleichbar mit dem vereinfachten Rechenverfahren für Energieausweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Einen Ersatz für den Energieausweis ist diese Berechnung nicht, ist aber recht praktisch für den Laien, um den Energiebedarf selbst abschätzen zu können, die Plausibilität des Energieausweises prüfen zu können oder um die Auswirkungen von Modernisierungsmaßnahmen abschätzen zu können. Letzteres halte ich für wesentlich wichtiger, als die Möglichkeit zur Überprüfung des Energieausweises zu Hause.

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