Schlagwort: eeg-umlage

Mehr Durchblick bei der Ermittlung der EEG-Umlage

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Online-Rechner von Agora Energiewende
Screenshot des EEG-Umlage Rechners der Agora Energiewende

In der Diskussion um die Energiewende dreht sich alles nur noch um die Energiekosten, die Energiewende wird heute in Diskussionen nur auf die EEG-Umlage verengt. Doch wer weiß schon, was genau dahinter steckt? Wir wissen nur, wenn die Anzahl der Ausnahmen immer höher wird, muss der Rest der EEG-Umlage eben auf immer weniger Verbraucher verteilt werden. Und wir wissen auch, dass bei sinkenden Preisen an der Strombörse die EEG-Umlage steigt, unabhängig vom Zubau an erneuerbaren Energien.

Aber sonst weiß man eigentlich nicht viel über die EEG-Umlage. Dieses möchte das Denk- und Politiklabor Agora Energiewende ändern und den Prozess der Ermittlung der EEG-Umlage transparenter gestalten. Dazu hatten sie bereits im März einen Excel-Rechner für die EEG-Umlage präsentiert, um die Auswirkungen politischer Entscheidungen zu demonstrieren. Diesen Rechner hatte das Öko-Institut für die Agora Energiewende entwickelt, war aber sehr kompliziert zu bedienen und unübersichtlich. … den ganzen Artikel lesen »

Maßlose Befreiungen von der EEG-Umlage kommen den Verbrauchern teuer zu stehen

Quelle: pixabay.de
Quelle: pixabay.de

Die Gegner der Energiewende in der Bundesregierung und in der konventionellen  Energiewirtschaft scheinen bald am Ziel ihrer (feuchten) Träume zu sein. Mit der Ausweitung der Ausnahmen von der EEG-Umlage, die immer mehr für die Industrie zur Regel wird, wächst die Belastung für den Rest der Stromverbraucher rasant an. Damit hat die Höhe der EEG-Umlage immer weniger mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien zu tun, was sie von der eigentlichen Energiewende entkoppelt und die Akzeptanz beim Bürger immer mehr gefährdet.

Die Deutsche Umwelthilfe hat nun ermittelt, dass die Kosten für die Befreiung energieintensiver Unternehmen nach 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2012 und fast 5 Milliarden im laufenden Jahr, können die von der Industrie eingesparten Stromkosten  im kommenden Jahr auf deutlich über 7 Milliarden Euro ansteigen. Zumindest liegen entsprechende Anträge für die Befreiung bei der zuständigen Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vor.

In 2014 könnte jede fünfte kWh von der EEG-Umlage befreit sein

In dieser umfangreichen Analyse der Deutschen Umwelthilfe e.V. (Download der vollständigen Analyse) zur laufenden Strompreisdiskussion wurde u.a. ermittelt, dass in diesem Fall mit insgesamt 120 TWh bereits 20 Prozent der nationalen Bruttostromerzeugung von insgesamt etwa 600 Terawattstunden (TWh, Milliarden kWh) privilegiert wäre. Doch die Befreiung von der EEG-Umlage ist nur ein Baustein in einem umfangreichen Privilegierungsgebäude, mit dem die Bundesregierung die energieintensive Industrie angeblich vor Wettbewerbsnachteilen schützen will und das die Stromverbraucher und Steuerzahler weit über 10 Milliarden Euro pro Jahr kostet. … den ganzen Artikel lesen »

Transparenz auf der Stromrechnung kann für einen Stopp des Preisanstiegs sorgen

money-15213_640Gastbeitrag von Dr. Karl-Friedrich Lenz

Bei den Diskussionen über die Entwicklung der EEG-Umlage wird häufig übersehen, dass es überhaupt nicht erforderlich ist, diese niedrig zu halten, so lange die Steigerung nur auf niedrigeren Börsenpreisen beruht. Es ist eine Fehlkonstruktion im deutschen Recht, dass die EEG-Umlage um so mehr steigt, je billiger der Strom an der Börse wird. Dies bedeutet nämlich, dass Strom aus Sonne und Wind um so teurer erscheint, je mehr er umgekehrt die Preise erfolgreich gesenkt hat.

Diese Zusammenhänge sind nicht ganz einfach zu verstehen. Ohne zu tief in die Einzelheiten einzusteigen, lässt sich jedenfalls sagen: Wenn wie in Deutschland der erneuerbare Strom zu 100% an der Börse verkauft wird, dann ist der kostensenkende Effekt durch niedrigere Börsenpreise in der Summe höher als der kostensteigernde Effekt durch die Erhöhung der Differenzkosten für die EEG-Umlage.

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Excel-Rechner für EEG-Umlage zeigt Auswirkungen politischer Entscheidungen

EEG-Umlage Rechner
Auszug aus dem Rechner für die EEG-Umlage der Agora Energiewende

Wie entwickelt sich die Umlage für den Strom aus Erneuerbaren Energien bis 2017? Um diese Frage zu beantworten, mussten Wissenschaftler bisher mehr als 80 Faktoren berücksichtigen und dafür Annahmen treffen. Die Berechnung der EEG- Umlage gilt daher als komplexe Aufgabe. Um sie zu vereinfachen, hat Agora Energiewende eine Software entwickeln lassen, die mit wenigen Mausklicks ausrechnet, wie politische Entscheidungen die EEG-Vergütung beeinflussen.

Das Programm ist Excel-basiert und erfordert zur Bedienung nur geringe Vorkenntnisse. Die Software liefert nicht nur die Höhe der EEG-Umlage für die Jahre bis 2017 in Sekundenschnelle, sondern zeigt in Form von Diagrammen auch die Verteilung der Zahlungsströme und die Zusammensetzung der Vergütungssummen auf. Dabei kann der Nutzer unter einer Vielzahl von Szenarien für den energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmen sowie die Ausbaugeschwindigkeit der Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren auswählen. So lassen sich die jährlichen Zubauzahlen für Erneuerbare Energien genauso variieren wie die Höhe der Strompreise an der Börse, das Ausmaß der Umlagebefreiung für Großverbraucher (Privilegierung) oder die Höhe der Einspeisevergütung für die Anlagenbetreiber.

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Zeit für eine grundlegende Offensive der Erneuerbaren Energien

PV+Wind im Havelland
Photovoltaik und Windenergie im Havelland, Foto: Andreas Kühl

Bei den ganzen, schon lange andauernden Diskussionen um das EEG, die Einspeisevergütung und die EEG-Umlage, hatte ich schon mehrfach gefordert, dass die Interessenverbände der erneuerbaren Energien aus der Deckung kommen sollten. Die permanente Abwehrhaltung haben die Probleme nur verschoben und größer gemacht. Eigentlich hätte man schon zur Diskussion um die EEG-Umlage im letzten Herbst schon mit eigenen Vorschlägen aus der Deckung kommen sollen. Doch es blieb bei den üblichen Abwehrreflexen.

Von den Vorschlägen zur Reformierung des EEG von Eurosolar habe ich auch erst bei den Gastbeiträgen von Dr. Fabio Longo erfahren („Energiewende rückwärts“ und „Energiewende vorwärts ist kostengünstiger„). Ansonsten war bis heute Stille. Oder bis gestern, als die Zeitschrift photovoltaik eine Umfrage in der Solarbranche präsentiert hat unter der Überschrift „Raus aus der Defensive„. Die Antworten haben kaum neue Argumente enthalten, nur die Zusammenarbeit der Verbände ist schon mal ein wichtiger Schritt.

Drei wichtige Debattenbeiträge zum EEG

Heute war dann wohl der große Tag, zumindest kamen heute drei interessante Debattenbeiträge zum Thema EEG auf. Und ich saß im Zug, Guthaben auf dem UMTS-Stick verbraucht und Laptop kaputt. Aber ich möchte jetzt nochmals diese Beiträge genauer betrachten. … den ganzen Artikel lesen »

Sozialer Ausgleich der EEG-Umlage ist machbar

Solardach auf einem Einfamilienhaus, Foto: Andreas Kühl
Solardach auf einem Einfamilienhaus, Foto: Andreas Kühl

Passend zum gestrigen Artikel über die Steigerung der Attraktivität der Energieeffizienz und der aktuellen Diskussion zur heutigen Verkündung der neuen EEG-Umlage gibt es eine gute und sachliche Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zum Thema:

Die wegen der EEG-Umlage im nächsten Jahr steigenden Strompreise für private Haushalte müssen nicht zu sozialen Härten führen. Entsprechende politische Maßnahmen ließen sich ohne großen Aufwand umsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer von Agora Energiewende geförderten Kurzstudie. Für das kommende Jahr werden zum Teil deutlich steigende Strompreise erwartet, unter anderem aufgrund der steigenden EEG-Umlage. „Man kann einkommensschwache Haushalte wirksam vor steigenden Strompreisen schützen: Indem man mit Beratung und punktueller Förderung die Energieeffizienz voranbringt und parallel soziale Transfers wie  Grundsicherung anhebt“, sagt Studienleiter Karsten Neuhoff. Auch ein allgemeiner Grundfreibetrag bei der Stromsteuer könnte erwogen werden.

Die Umlage, die private Haushalte mit dem Strompreis zugunsten erneuerbarer Energien zahlen, wird Anfang 2013 voraussichtlich von heute 3,6 Cent pro Kilowattstunde auf über 5 Cent steigen. Die Umlage erreicht damit knapp ein Fünftel des Strompreises. Insgesamt bleibt der Anteil von Strom am gesamten Konsumbudget 2013 im Durchschnitt mit rund 2,5 Prozent relativ stabil – ein Wert, der bereits Mitte der 80er Jahre mit 2,3 Prozent fast erreicht wurde.

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