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EEG-Umlage und Mieterstrom: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? (Gastkommentar)

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Dieser Artikel ist Teil 19 von 21 über Mieterstrom

Gastkommentar von Christopher Neumann, Mitgründer der prosumergy GbR

Photovoltaik Mieterstrom
Mehrfamilienhaus mit Photovoltaik Mieterstrom, Quelle: prosumergy GbR

Für all diejenigen, die den 101 Seiten umfassenden „Schlussbericht“ von Prognos und BH&W im Auftrag des BMWi (noch) nicht gelesen haben, möchte ich „spoilern“: Eine spannende Abendlektüre sieht anders aus! Wer sich mit dem Thema auskennt, erfährt hier wenig Neues. Wer hingegen einen aktuellen Einstieg in die Thematik sucht, bekommt hier eine fundierte – und äußerst nüchterne – Quelle an die Hand.

Kapitel zur Wirtschaftlichkeit von Mieterstrom hätte umfangreicher ausfallen können

Zweifelsohne sind in dem Bericht viele der wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen und Praxisaspekte von Mieterstrommodellen übersichtlich zusammengestellt worden. Für meinen Geschmack hätte das für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Mieterstromprojekten maßgebliche Kapitel 4 („Betriebswirtschaftliche Betrachtung des Mieterstroms“) an einigen Stellen detaillierter ausfallen können. So ist mir etwa nicht klar geworden, mit welcher Fremdkapitalquote und welchem Zinssatz die Projektrenditen errechnet werden. … den ganzen Artikel lesen »

Biogas-Anlagenbetreiber verzeichnen Verluste in Millionenhöhe durch EEG Reform 2014

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Eine Pressemeldung der WEMAG AG, Sponsor von energynet.de

Biogas, eine lokale Ressource, Foto: pixabay, ADMC
Biogas, eine lokale Ressource, Foto: pixabay, ADMC

Der Bestandsschutz von Biogasanlagen wird durch das am 1. August 2014 in Kraft getretene EEG 2014 und der Erhebung einer Höchstbemessungsleistung erheblich verletzt. Die gesetzlich garantierte Vergütung des erzeugten Stroms wurde dadurch drastisch gekürzt. Mit der vom Verein Nachhaltige Energien e.V. eingereichten verfassungsrechtlichen Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe soll der Gesetzgeber daran erinnert werden, dass er für die Investitionssicherheit in den Vorgängergesetzen des EEG 2014 ein Versprechen abgegeben hat. Die Klagegemeinschaft wird durch die Anwaltskanzlei Paluka Sobola Loibl & Partner aus Regensburg vertreten.

Die Begrenzung der sogenannten Höchstbemessungsleistung auf 95 Prozent der bisherigen Anlagenleistung führt zu einem drastischen Einbruch der Umsätze der Betreiber. … den ganzen Artikel lesen »

Energie-Wendezeit

Quantensprung in der energetischen Sanierung im Gebäude-Bestand

Effektiv Strom und Wärme sparenHeizen zum direkten Sonnen-Nulltarif konnten bisher nur Betreiber von Wärmepumpen oder einer Photovoltaik/Solarthermie-Hybridanlage. Doch diese Anlagen führten vor der Energiewende beim ökologischen Heizen wegen technischen Kinderkrankheiten, hohen Investitionskosten, einer meist auf unausgereifter Technik und teurem Strom basierenden Winter-Zusatzheizung und unwirtschaftlichen Energieeinsparquoten ein Schattenleben. Manche Wärmepumpen verbrauchten mehr elektrische Energie, als Wärmeenergie einzusparen.

Durch die finanziell hoch attraktive Einspeisung von Ökostrom in das öffentliche Stromnetz nutzte ein Hausbesitzer den Ökostrom vom Dach selten. Stromspeicher kamen erst vor wenigen Jahren zu astronomischen Preisen in den Handel und Elektroheizungen, beispielsweise Nachtspeicheröfen, arbeiten mit extrem hohem Stromverbrauch, teilweise über 3 kW pro Gerät. Mieter waren komplett von Ökostromnutzung ausgeschlossen.

Auf Basis von thermodynamischen Wärmegesetzen basierende Elektroheizungen arbeiten immer noch ineffektiv und verursachen ökologische Schäden. Zudem sind diese unwirtschaftlich und im Betrieb die teuerste Methode, um Heizungswärme zu erzeugen. … den ganzen Artikel lesen »

Podcast 42 mit Craig Morris über die EEG-Umlage 2015

Podcast energynet.deSeit einigen Jahren wird Mitte Oktober immer der Blick auf die scheinbaren Kosten der Energiewende gerichtet – von der Bundesnetzagentur wird die Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr festgelegt. Bislang war diese Verkündung mit viel Mediengetöse über die steigenden Kosten der Energiewende verbunden. Dass aber die Höhe der Umlage nichts über die Kosten der Energiewende aussagt, ist hingegen noch nicht überall bekannt.

In diesem Jahr war es medial ruhiger, denn erstmals wurde eine geringere EEG-Umlage verkündet als im Vorjahr. Sie sinkt im kommenden Jahr um 0,07 Cent auf 6,17 ct/kWh. Der Hintergrund ist das hohe Guthaben auf dem Konto der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), bisher war dieses Konto deutlich im Minus. Trotz dieses großen Unterschiedes zum Vorjahr wird die EEG-Umlage nur leicht gekürzt.

Werden die Strompreise wieder sinken oder steigen sie trotz gesunkener Umlage weiter an?

Ob es zu niedrigeren Strompreisen kommen wird, ist bei der nur geringen Kürzung fraglich. Wie entwickeln sich Netzentgelte und andere Kosten? Die Beschaffungskosten für die Stromversorger sind jedenfalls deutlich weiter auf dem Weg nach unten. … den ganzen Artikel lesen »

Kommt nach der Sonnensteuer die Effizienzsteuer?

Aufdach Photovoltaik-Anlage
Optimale Ausnutzung einer Dachfläche, Foto: Andreas Kühl

Schritt für Schritt bastelt die Bundesregierung am Ende der Energiewende wie wir sie kennen. Die Hoffnung des Ausbaus der erneuerbaren Energien ohne Förderung schwindet mit der Belastung des Eigenverbrauchs in Höhe von 40 Prozent der EEG-Umlage weiter dahin.

Einheitliche EEG-Umlage für Eigenverbrauch von 40 Prozent

Geplant ist künftig jede kWh Strom, die selbst erzeugt und verbraucht wird, mit 2,5 Cent zu belasten. Das gilt für alle Verbraucher, unabhängig davon ob es sich um einen Privathaushalt, einen Gewerbebetrieb oder ein Industrieunternehmen handelt. Bislang gab es eine Bagatellgrenze von 10 kW für Photovoltaik-Anlagen, eine Differenzierung zwischen Ökostrom und konventionellem Strom, sowie ein Bonus für energieintensive Unternehmen, wie das Magazin des Photovoltaikforum berichtet.

Das Magazin des Ökostrom-Versorger Naturstrom AG zitiert dazu das Bündnis Bürgerenergie e.V. :

„Die Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage auch auf Anlagen unter der 10-kw-Grenze wäre ein erneuter Frontalangriff auf die Bürgerenergie“, kritisiert René Mono, stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn). „Der Eigenverbrauch entlastet die Netze und hat Bürger überhaupt erst dazu motiviert, in großem Stil in die Erneuerbaren Energie zu investieren. Immerhin kommt fast jede zweite Kilowattstunde des Erneuerbaren Stroms aus Bürgerhand“.

Von der Belastung des Eigenstroms werden die großen Energiekonzerne profitieren, heißt es in dem Beitrag weiter, diese würden sonst durch die starke Bürgerbeteiligung weiter Marktanteile verlieren. … den ganzen Artikel lesen »

Jedes Jahr das gleiche Spiel mit der EEG-Umlage, wirklich?

PV+Wind HavellandEs ist schon ein Ritual geworden in den Medien, wenn jedes Jahr Mitte Oktober die EEG-Umlage für das kommende Jahr bekannt gegeben wird. Dann stürzen sich viele Medien auf dieses publikumswirksame Thema und bereiten die Verbraucher auf steigende Strompreise vor. Das hat sich schon eingespielt und ist wahrscheinlich zu einem Automatismus geworden. So ist für den Verbraucher klar geworden eine steigende EEG-Umlage bedeute auch steigende Strompreise.

Doch wie es bei Gewohnheiten nun mal sehr häufig ist, man beginnt darüber nicht mehr nachzudenken und übernimmt dieses Verhalten Jahr für Jahr. Was im letzten Jahr richtig war, wird doch dieses Jahr nicht falsch sein, werden sich viele Redakteure deutscher Qualitätsmedien sagen. Die Stromversorger freuen sich darüber, dass damit der Boden bereitet wird für höhere Strompreise. Die Strompreise wurden aber von einigen Anbietern stärker als der Anstieg der EEG-Umlage erhöht, was in der allgemeinen Debatte kaum noch bemerkt wurde.

Man sollte ruhig mal bei alten Gewohnheiten diese hinter sich lassen und genauer hinsehen. Immerhin haben in diesem Jahr schon viele Medien auf den Zusammenhang von sinkenden Preisen an der Strombörse und Anstieg der EEG-Umlage hingewiesen. Aber, dass gesunkene Börsenstrompreise auch bei langfristigen Lieferverträgen irgendwann zu gesunkenen Einkaufspreisen führen, hat dann doch noch kaum einer bemerkt. Immerhin war dies ein Thema in dem vermutlich besten Beitrag von Spiegel Online zur Energiewende. In dem Artikel wird jedoch betont, dass die Versorger ihre gesunkenen Einkaufspreise nicht weiter geben an die Verbraucher. … den ganzen Artikel lesen »