Schornsteinfeger stellen nahezu 1,3 Mio. Mängel an Heizungsanlagen fest

So neu sind diese Ergebnisse nicht, aber wie kann man diese Mängel an Heizungsanlagen beheben? Welche wirtschaftliche Lösung ist besonders geeignet? Staatliche Förderung oder Wärmelieferung durch einen Dienstleister, bei dem sich der Hausbesitzer um nichts mehr kümmern muss?  

Jährlich untersuchen Bezirksschornsteinfeger fast 14 Millionen Heizanlagen bundesweit und decken dabei nahezu 1,3 Millionen Mängel auf. Ebenso wurde 2010 festgestellt, dass ca. 8 % der Heizungsanlagen älter als 27 Jahre sind und somit ersetzt werden müssen.

Heizkessel mit einer Nennleistung von 4 bis 25 KW dürfen nicht mehr als 11 % Abgasverlust zeigen, Anlagen > 25 bis 50 KW nicht mehr als 10 % und Anlagen > 50 KW nicht mehr als 9 % Verluste aufweisen.

Neben den Anforderungen der Bundesimmissionsschutz-Verordnung sehen sich Gebäudeeigentümer mit zahlreichen weiteren gesetzlichen Regelungen konfrontiert. Dazu gehören u.a. die Energieeinsparverordnung oder das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz.

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Auswärtiges Amt spart dauerhaft Energiekosten durch Contracting

Nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen spart das Außenministerium in Berlin Mitte ab sofort mehr als ein Viertel seiner Energiekosten. Im Rahmen eines Contracting-Verfahrens wurde unter anderem eine neue Kältetechnik, moderne LED-Leuchten sowie eine Anlage zur solaren Lufterwärmung installiert. Damit spart das Ministerium pro Jahr mehr als 600.000 Euro an Energiekosten und fast 1.800 Tonnen CO2 ein. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat die Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2008 angestoßen und das Ministerium bei der Umsetzung fachlich begleitet.

“Das Auswärtige Amt ist stolz, gemeinsam mit der dena dieses herausragende Projekt mit Leuchtturmcharakter initiiert zu haben”, erklärte Staatsministerin Cornelia Pieper für das Auswärtige Amt. “Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Eine Ausweitung des erfolgreichen Energiecontracting-Konzepts an unsere Auslandsvertretungen ist wünschenswert und kann auch über die Grenzen Deutschlands hinweg unsere Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz unterstützen.” weiterlesen ›

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Mehr BHKW-Ausbau, Contracting und virtuelle Kraftwerke statt Atomkraft

Gruenspar.de

Der Verband für Wärmelieferung e.V. fordert Taten statt Worte und mehr Förderung für BHKW und Contracting:

Atomkraft ist überholt und bedarf einer dringenden Ablösung. Spätestens seit dem jüngsten Vorfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sind die möglichen und  äußerst weitreichenden Gefahren dieser Technologie präsenter, als sie es jemals waren. Bei der Suche nach alternativen Lösungen bietet sich die Energieversorgung von Häusern und Wohngebieten mit Blockheizkraftwerken (BHKW) an, weil dieses Verfahren hohe Energieeffizienz ohne großen Netzumbau ermöglicht.

Wärme- und Stromlieferung mittels BHKW-Technik bietet eine weite Palette von Vorteilen, die sich inzwischen nicht nur Inhaber großer Industrieanlagen zunutze machen können. Denn Blockheizkraftwerke sind sowohl zur Deckung der Grundlast von einzelnen Gebäude- und Mietkomplexen als auch von ganzen zusammenhängenden Wohngebieten geeignet. Durch die vielfältigen Gerätespezifikationen lassen sich die Anlagen auf die individuellen Bedürfnisse des vor Ort gegebenen Energiebedarfs ausrichten. Somit wird die passende Anlage zur Nutzungsstruktur ausgesucht, und nicht umgekehrt. Auch an anderer Stelle überwiegen die Vorteile gegenüber herkömmlichen Energienutzungsanlagen, wie z.B. Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken. Im Gegensatz zu großen Anlagen dieser Art entfällt bei der Realisierung lokaler BHKW-Netze ein großer und langwieriger Planungs- bzw. Genehmigungsaufwand.  Dazu passt, dass lokale BHKW-Anlagen direkt ins lokale Niederspannungsnetz einspeisen können und dadurch Atomstrom ersetzen können, ohne dass das Netz ausgebaut werden muss, wie z. B. im Falle von Wind- oder Wasserkraft . Mehrere BHKW-Anlagen können zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet werden. Darum: Atomkraftwerke abschalten und virtuelle Kraftwerke einschalten!

Bei der Realisierung einer Versorgungsstruktur mit BHKW sollten Interessenten auf Fachkompetenz und Know-How eines Energiedienstleisters bauen. Er kennt sich mit Vertragswerk und der umfangreichen Rechtslage aus, kennt Planungs- und Kostenaufwand genau, weiß welche Anlage geeignet ist, kümmern sich um die fortwährende Wartung und ist Ansprechpartner für alle weiteren Fragen, die mit der Zeit auftreten können. Deshalb empfiehlt der Verband für Wärmelieferung e. V. die Installation einer BHKW-Anlage mit einem seiner ausgebildeten 270 Mitglieder, damit die die Anlage vom ersten bis zum letzten Tag effizient, sicher und stressfrei arbeitet.

Informationen zur BHKW-Technik und passenden Contractoren sind unter www.energiecontracting.de erhältlich.

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Mit neuem Leitfaden Schritt für Schritt zum Energieliefer-Contracting

Das Kompetenzzentrum Contracting für öffentliche Gebäude der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bietet Entscheidern aus Bund, Ländern und Kommunen mit dem neuen Leitfaden Energieliefer-Contracting eine praxisnahe Arbeitshilfe zum Einsparen von Energiekosten und CO2-Emissionen. Der Leitfaden schildert ausführlich das Vorgehen beim Energieliefer-Contracting: von der Projektentwicklung über die Ausschreibung bis zur Bewertung der Angebote und dem Vertragsabschluss.

Energieliefer-Contracting ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Energieversorgung einer Liegenschaft veraltet ist. Ein Dienstleister, auch Contractor genannt, plant, finanziert, errichtet und betreibt eine neue Anlage, zum Beispiel eine Heizkesselanlage. Der Eigentümer wird von der organisatorischen Umsetzung entlastet und erhält eine langfristige Garantie für eine energieeffiziente Versorgung. Dafür muss er keine zusätzlichen Haushaltsmittel aufbringen. Die Kosten werden durch die erzielten Einsparungen gedeckt. weiterlesen ›

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Jüdisches Museum Berlin spart 26 Prozent Energie pro Jahr

Das Jüdische Museum Berlin hat mit Hilfe der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) damit begonnen, die energetische Qualität seiner Gebäude noch weiter zu verbessern. Um die vorhandenen Einsparpotenziale zu erschließen, hat sich das Jüdische Museum Berlin für ein Energiespar-Contracting entschieden. Beim Energiespar-Contracting plant, realisiert und finanziert ein Unternehmen Maßnahmen zur Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden und refinanziert seine Aufwendungen und Investitionen durch eine Beteiligung an den eingesparten Energiekosten. Mit Hilfe des gestern unterschriebenen Vertrags zwischen Johnson Controls und dem Jüdischen Museum Berlin werden ab 2012 jährlich 26 Prozent Energie und rund 1.000 Tonnen CO2 garantiert eingespart.

“Wir sind stolz, einem solch renommierten Haus wie dem Jüdischen Museum Berlin beratend zu Seite zu stehen. Energiespar-Contracting ist ein wichtiges Instrument, mit dem Bund, Länder und Kommunen eine Menge Energie und damit Geld sparen können. Contracting ist ein Gewinn für öffentliche und private Partner: Der Haushalt wird geschont, der Unternehmensstandort Deutschland gestärkt und das Klima geschützt”, sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. weiterlesen ›

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Energieeinspar-Contracting für die Straßenbeleuchtung in Dormagen

Am 08.11.2010 habe ich von energieeffizienten Kommunen berichtet, die für ihre Effizienz-Maßnahmen ausgezeichnet wurden mit dem Good-Practice-Label der dena. Diese vier Kommunen möchte ich gerne in einer kleinen Serie genauer vorstellen.

Die effiziente Energienutzung in allen Verbrauchsbereichen trägt zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz bei. Mit dem Wettbewerb „Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2010“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) werden besonders vorbildliche Energiesparprojekte aus Städten und Gemeinden prämiert, die zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen. Das Energiesparprojekt aus Dormagen erhält zusätzlich das Label „Good Practice Energieeffizienz“ der dena, das Energieeffizienz in Kommunen, Institutionen und Unternehmen sichtbar macht.

Das Projekt in Dormagen
Im Jahr 2006 ermittelte ein Energiedienstleister für die Technischen Betriebe Dormagen bei der Straßenbeleuchtung ein Energieeinsparpotenzial von mindestens 30 Prozent. Nach öffentlicher Ausschreibung und Prüfung verschiedener Varianten beauftragte die Stadt Dormagen das Energiedienstleistungsunternehmen Horlemann Elektro GmbH als Contractor mit dem Austausch der veralteten Technik.

Von den damals 9.337 Leuchtmitteln wurde über die Hälfte ausgebaut und hauptsächlich von Quecksilberdampf- auf Natriumdampf-Hochdrucklampen umgerüstet. Von insgesamt 138 Schaltschränken wurden 126 mit Spartransformatoren zur stufenweisen Spannungsabsenkung ausgerüstet.

Der Erfolg des Projektes
Durch den Austausch veralteter Technik und die vertragliche Bindung an einen Contractor konnte die Stadt Dormagen den Stromverbrauch von jährlich etwa 3.160.000 Kilowattstunden auf ca. 1.740.000 Kilowattstunden und damit um 45 Prozent senken. Der jährliche CO2-Ausstoß wurde so um etwa 830 Tonnen reduziert. Die Energiekosteneinsparungen kommen nach den ersten fünf Contracting-Jahren dem städtischen Haushalt zugute. Dormagen ist die erste Kommune in NRW, die ein Energieeinspar-Contracting für die Straßenbeleuchtung nach öffentlicher Ausschreibung erfolgreich realisiert hat.

Die Bewertung des Projektes
Das Energieeinsparprojekt, das von den Technischen Betrieben Dormagen umgesetzt wurde, wurde von der Jury als preiswürdig ausgewählt. Besonders herauszustellen ist, dass die Stadt Dormagen bei der Modernisierung der Straßenbeleuchtung auf ein Energieeinspar-Contracting gesetzt hat. Der Contractor hat für die Stadt Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Instandhaltung übernommen. Außerdem trägt er die Verantwortung und die damit verbundenen Risiken der neuen Beleuchtungsanlagen.

Durch das Energieeinspar-Contracting konnte die Kommune die moderne Technik finanzieren, ohne selbst investieren zu müssen. Sie erreichte so eine hohe Energieeinsparung, die die kommunalen Kassen langfristig entlastet. Das gesamte Modernisierungsprojekt wurde überregional bekannt gemacht und im Internet detailliert dargestellt.

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Biogas-BHKW für Schulzentrum und Erneuerung der Heizungsregelung mit Contracting finanziert

Die Stadt Mühlacker wird von einem Contracting-Unternehmen in 13 städtischen Gebäuden 40 Energiesparmaßnahmen durchführen lassen. Zu den Maßnahmen gehören der Bau eines Biomethan-Blockheizkraftwerks mit Nahwärmenetz für das Lindachschulzentrum sowie die Erneuerung der Heizungsregelung und Beleuchtungssanierungen in weiteren Gebäuden.

Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) lieferte das Konzept für das Projekt und unterstützte die Stadt Mühlacker bei dem Vergabeverfahren. Der Handlungsbedarf wurde im Rahmen des kommunalen Energie-Managements deutlich, das die KEA von 2004 bis 2007 im Auftrag der Stadtverwaltung durchgeführt hat. Die Modernisierung der Anlagen erfolgt über ein Energieeinspar-Contracting: Die Firma YIT Germany GmbH übernimmt als Contractor die Finanzierung und den Einbau der neuen Technik. Mit den eingesparten Energiekosten refinanziert der Contractor seine Investitionen. Die Stadt Mühlacker erneuert so den Gebäudebestand und zahlt lediglich einen Baukostenzuschuss von 175.000 Euro. weiterlesen ›

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Neuer Ratgeber für die öffentliche Hand und private Eigentümer von Nichtwohngebäuden

Am 1. Juli 2009 wird der Energieausweis auch für Nichtwohngebäude wie Schulen, Krankenhäuser oder Bürobauten Pflicht. Mit der Broschüre “Energieausweis für Nichtwohngebäude - der Einstieg in die Modernisierung” bietet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) öffentlichen und privaten Eigentümern eine praxisnahe Hilfe bei der Umsetzung der gesetzlichen Neuerung. Der Energieausweis hilft die Energieeinsparpotenziale offenzulegen und zeigt, welche Modernisierungsmaßnahmen sinnvoll sind. Energieverbrauch senken und Kosten sparen lässt sich dann ganz ohne zusätzliche Investitionen zum Beispiel mit Hilfe von Contracting. Wie Bund, Länder und Kommunen Contracting-Projekte vorbereiten und durchführen können – das zeigt der neue “Contracting-Lotse für Kommunen” der dena.

“Die öffentliche Hand, aber auch private Eigentümer sollten im Energieausweis nicht nur eine Pflicht sehen, sondern ihn als Chance nutzen, die Einsparpotenziale beim Energieverbrauch in ihren Liegenschaften aufzudecken”, sagt dena-Bereichsleiter Thomas Kwapich. “Bis zu 30 Prozent ihrer Energiekosten kann die öffentliche Hand allein durch die Umsetzung von Contracting einsparen.”

“Energieausweis für Nichtwohngebäude - der Einstieg in die Modernisierung”: Welche Gebäude benötigen einen Energieausweis? Ist der bedarfs- oder verbrauchsbasierte Energieausweis sinnvoll? Die Broschüre enthält Antworten auf die zentralen Fragen zum Energieausweis, Empfehlungen der dena für das Vorgehen bei seiner Erstellung sowie Tipps rund um die Vertragsgestaltung zwischen Gebäudeeigentümer und Aussteller von Energieausweisen. Darüber hinaus zeigt diese Publikation anhand von Praxisbeispielen, wie der Energieausweis als Einstieg in die Modernisierung von Nichtwohngebäuden genutzt werden kann und welche Schritte bei einer energetischen Modernisierung sinnvoll sind.

Contracting-Lotse für Kommunen: Die Arbeitshilfe unterstützt Mitarbeiter in den Ländern und Kommunen bei der Entwicklung von Contracting-Projekten. Sie zeigt, welche Gebäude für Contracting in Frage kommen, welches Contracting-Modell sich für welche Anforderungen eignet, welche Einsparungen beim Energieverbrauch erzielt werden können und wo Beratung zu finden ist. Einige Beispiele aus der Praxis sowie typische Fragen zum Contracting runden den Leitfaden ab.

Die Broschüre “Der Energieausweis für Nichtwohngebäude” kann gegen eine Gebühr von 9,90 Euro bestellt werden. Für Mitarbeiter aus Ländern und Kommunen ist der “Contracting-Lotse für Kommunen” kostenlos bei Übernahme der Versandkosten zu beziehen, für Firmen und Privatpersonen beträgt der Kaufpreis 19,95 Euro. Beide Publikationen sind über das Internet zu beziehen: www.zukunft-haus.info/publikationen

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Contracting ermöglicht neue Energieversorgung ohne Investition durch Gemeinde

Die badische Gemeinde Weingarten hat im Oktober die energieeffizient modernisierte Walzbachhalle eingeweiht. Mit der Firma Siemens übernahm ein Contractor die Finanzierung der Energieversorgung. Die Gemeinde benötigte so keine eigenen finanziellen Mittel für die neue Gebäudetechnik der Mehrzweckhalle mit Schwimmbad. Das Energieeinsparkonzept und die Contracting-Idee stammen von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Angesichts knapper Haushaltskassen verringern Contracting-Modelle den Investitionsstau im kommunalen Gebäudebestand.

Der Contractor Siemens investiert rund eine Million Euro in neue Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen, Warmwasserbereiter und eine 250 kW Holzhackschnitzelanlage und refinanziert sich innerhalb von 15 Jahren über die garantiert eingesparten Energiekosten. Die Gemeinde verwendet die durch das Energieeinspar-Contracting freigewordenen Haushaltsmittel für die Sanierung der Gebäudehülle. Dazu gehören umfangreiche Wärmeschutzmaßnahmen und die Dachsanierung. Im Zuge der Sanierungsarbeiten installierte die Kommune zusätzlich eine 1.500 m2 große Photovoltaikanlage. Durch die Kombination der neuen Gebäudetechnik und der umfassenden Wärmeschutzmaßnahmen ergibt sich eine Halbierung der Energiekosten auf 72.000 Euro. Der CO2-Ausstoß der Walzbachhalle vermindert sich ebenfalls etwa um rund 400 Tonnen pro Jahr auf die Hälfte.

Für die 1965 erbaute Halle bestand dringender Sanierungsbedarf. Die KEA erarbeitete ein Konzept für die Modernisierung der Gebäudehülle und der Hallentechnik. Die landesweit tätige Klimaschutz- und Energieagentur hat dieses Konzept zusammen mit der Verwaltung dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt. Nach dessen Zustimmung führte die KEA eine EU-weite Ausschreibung durch, bei der die Firma Siemens als Contractor mit den besten Konditionen den Zuschlag erhielt. Nach der Wahl des Contractors kontrolliert die KEA Planung und Ausführung im Auftrag der Gemeinde.

Durch energieeffizientes Sanieren kommunaler Gebäude können Städte und Gemeinden erhebliche Energiekosten einsparen und den CO2-Ausstoß verringern. Bei einem Contracting-Projekt mobilisieren Kommunen Kapital externer Anbieter für Investitionen in den eigenen Gebäudebestand und gewinnen Know-how für die Optimierung der Anlage. Die wirtschaftlichen Interessen des Contractors an einer hohen Energieeffizienz erschließen direkt die wirtschaftlichen Klimaschutzpotenziale und verringern den
Investitionsstau in öffentlichen Gebäuden. So hat die KEA allein 2008 bereits 9,8 Millionen Euro an Investitionen durch Contracting-Projekte ausgelöst. Die von der KEA in den letzten zwei Jahren begleiteten Contracting-Projekte sparen jährlich rund 5.900 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ein.

Als neutraler Berater unterstützt die KEA öffentliche und private Gebäudeeigentümer dabei, Contracting-Projekte anzustoßen, indem sie Primärdaten erhebt und bewertet, das Vergabeverfahren durchführt und Angebote technisch und wirtschaftlich analysiert. So können Verwaltungen trotz geringer Eigenmittel Sanierungsinvestitionen auf den Weg bringen. Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH hat in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche Contracting-Projekte initiiert und begleitet. Ein ausführlicher Leitfaden sowie ein Flyer können unter www.kea-bw.de/contracting heruntergeladen werden.

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Bundesrat beschliesst neue Heizkostenverordnung ohne kritische Regelungen für Solarthermie.

Im Rahmen der 847. Plenarsitzung des Deutschen Bundesrates am 19.9.2008 wurden zahlreiche Änderungen der Heizkostenverordnung (HeizkostenV) beschlossen. Der ursprüngliche Entwurf, welcher im Juni vom Bundeskabinett beschlossen wurde, enthielt eine für Contractoren problematische Regelung, nach der Wärme, welche durch Solar erzeugt wurde, gesondert erfasst werden muss und nicht bei der Berechnung der Heizkosten berücksichtigt werden darf!

Nach Ansicht des Verbandes für Wärmelieferung e.V. wäre die Konsequenz daraus gewesen, dass zukünftig Contractingprojekte hinsichtlich der Preisgestaltung Restriktionen unterliegen, die den Zielsetzungen der Bundesregierung widersprechen. Der Ausbau von thermischen Solaranlagen für Wohnimmobilien wäre nicht weiter forciert wurden, da die Refinazierung der Technik ausschliesslich über den Grundpreis hätte erfolgen müssen. Die hätte dazu geführt, dass Contractingprojekte mit solarthermischen Anlagen wirtschaftlich an Attraktivität verloren hätten und damit vermindert realisiert worden wären.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Verband für Wärmelieferung e.V. (VfW) hatten im Vorwege der Beratungen im Bundesrat den zuständigen Ausschuss und die zuständigen Bundesministerien sowie Länder-Ministerien auf die möglichen Fehlentwicklungen hingewiesen. Diese Hinweise haben Beachtung gefunden. Die problematischen Sätze 6 bis 9 des § 9 Abs.1 HeizkostenV sind aus dem Änderungsentwurf gestrichen worden, sodass bei Contractingprojekten ein Teil der Investition auch durch Erlöse aus der Lieferung von Solar-Wärme refinanziert werden kann.

Hier sind die BSW/VfW-Stellungnahme, das Protokoll der Plenarsitzung und weitere Dokumente zur näheren Erläuterung erhältlich.

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