Tag: Contracting

Energiewende braucht dezentrale Lösungen

Messestand des ZVEI auf der Hannover Messe 2012, Quelle: ZVEI “Es wird immer deutlicher, dass traditionelles Denken in Energiefragen nicht mehr weiterhilft. Stattdessen ist es sinnvoll, sich ernsthaft mit einem neuen Marktdesign zu beschäftigen, das auf dezentrale Versorgung setzt, eingebettet in intelligente Netze.” So kommentiert Berthold Müller-Urlaub, Präsident des B.KWK Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V., die ins Stocken geratene Energiewende in Deutschland. Gemeinsam mit dem ESCO Forum im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., treten die beiden Branchenverbände mit dem Gemeinschaftsstand “Dezentrale Energieversorgung” auf der HANNOVER MESSE an, um Einsparpotenziale und mögliche Effizienzsteigerungen durch dezentrale Energieversorgungslösungen bei den Entscheidern in Industrie, Gewerbe und Kommunen noch besser zu verankern. Darüber hinaus wird auch der Politik mit konkreten Beispielen für den Einsatz hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) verdeutlicht, dass KWK eine ideale Ergänzung zu den erneuerbaren Energien ist. “In Deutschland ließe sich der KWK-Anteil in den kommenden zehn Jahren leicht auf über 25 Prozent anheben. Damit wäre ein erheblicher Schritt in Richtung Versorgungssicherheit und CO2-Einsparungen getan”, ist sich Müller-Urlaub sicher. weiterlesen ›

Gebäudesanierung verringert Energiebedarf um 80 Prozent und hält Warmmiete konstant

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Wohngebäude der Charlottenburger Baugenossenschaft in Spandau-Hakenfelde, Quelle: bea Die Charlottenburger Baugenossenschaft hat in Kooperation mit der Berliner Energieagentur (BEA) und anderen Partnern ein weiteres Vorzeigeprojekt zur energetischen Gebäudemodernisierung abgeschlossen. Im Berliner Stadtteil Spandau-Hakenfelde hat sie sieben Wohnblöcke mit 146 Wohnungen so umgebaut, dass in Zukunft über 80 Prozent weniger Energie zur Beheizung und Warmwasserbereitung benötigt werden. Aufgrund der Einsparungen in den 1959/1960 errichteten Häusern bleibt die Warmmiete für die Bewohner nahezu konstant. Das gesamte Investionsvolumen beträgt ca. zehn Mio. Euro. Anlässlich des Bauabschlussfestes lobte Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, das Engagement der “Charlotte” für bezahlbaren Wohnraum bei gleichzeitiger Aufwertung des Gebäudebestandes. „Wir brauchen in Berlin solche positiven Beispiele. Sie zeigen, dass Investitionen in Klimaschutz, in Energiesparen und in erneuerbaren Energien nicht zwangsläufig zu höheren Belastungen für die Bewohner führen müssen, sondern dass sie unter bestimmten Bedingungen sogar kostenneutral für die Bürgerinnen und Bürger realisiert werden können.“ Die vier Gebäude in der Cautiusstraße und im Michelstadter Weg erhielten eine umfassende Wärmedämmung der Fassade, Dachböden und Kellerdecken. Außerdem wurden in den Wohnungen Fenster mit Dreifachverglasung, in den Treppenhäusern Fenster mit Zweifachverglasung eingesetzt. Auf diese Weise konnte der Wärmebedarf in den Gebäuden erheblich reduziert werden. Die restliche Wärmebereitstellung erfolgt aus modernisierten Heizzentralen, deren Herzstück zwei neue Blockheizkraftwerke (BHKW) sind. In vier Gebäuden mit 104 angeschlossenen Wohnungen erzeugt ein erdgasbetriebenes BHKW der Berliner Energieagentur die Wärmegrundlast. Den vom BHKW erzeugten Strom können die Bewohner als sogenannten „Kiezstrom“ direkt bei der BEA beziehen. In weiteren drei Gebäuden mit 42 Wohnungen liefert ein BHKW der Vattenfall Europe Wärme AG Wärme und Strom ebenfalls nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). weiterlesen ›

Altenheim in Oberhausen setzt auf effizienten Energieeinsatz

Eigentlich wollte ich mehr positive Beispiele veröffentlichen. Heute habe ich wenig Zeit, daher passt diese Pressemitteilung der Energieagentur NRW mit dem aktuellen Projekt des Monats gut:

Das Viessmann Vitobloc 200

Das Viessmann Vitobloc 200, Modul EM-401/549, ist eine anschlussfertige Einheit für die effiziente Strom- und Wärmeversorgung im Leistungsbereich bis 401 kWel und 549 kWth. Quelle: Viessmann

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Oberhausen-Holten eröffnete vor wenigen Monaten eine neue Altenpflegeeinrichtung mit 64 Betten. Neben der allgemeinen Altenpflege im Hauptgebäude ist in dem gesamten Komplex auch ein Zentrum untergebracht, das speziell auf die Versorgung an Demenz erkrankter Menschen eingestellt ist. Dafür bietet der Standort Plätze für dreimal zehn Bewohner, die jeweils in Wohngemeinschaften betreut werden. Zwölf Tagespflegeplätze ergänzen zudem das Angebot des ASB.

In der neuen Einrichtung setzt der ASB auf Energieeffizienz. Ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW), ein Spitzenlastbrennwertkessel sowie eine 42 Quadratmeter solarthermische Anlage erbringen eine hocheffiziente und umweltschonende Energieversorgung. Aufgrund seiner Brennwertnutzung erzielt das BHKW vom Typ Vitobloc 200 einen Gesamtwirkungsgrad von 96 Prozent. Im Vergleich zu einer konventionellen Brennwertanlage werden durch die innovative Anlagen-Kombination jährlich 25 Tonnen CO2 eingespart.

Insgesamt erfüllt der Gebäudekomplex den Effizienzhaus-Standard 70, das heißt, der Primärenergiebedarf liegt 30 Prozent unter den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009.

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Schornsteinfeger stellen nahezu 1,3 Mio. Mängel an Heizungsanlagen fest

So neu sind diese Ergebnisse nicht, aber wie kann man diese Mängel an Heizungsanlagen beheben? Welche wirtschaftliche Lösung ist besonders geeignet? Staatliche Förderung oder Wärmelieferung durch einen Dienstleister, bei dem sich der Hausbesitzer um nichts mehr kümmern muss?  

Jährlich untersuchen Bezirksschornsteinfeger fast 14 Millionen Heizanlagen bundesweit und decken dabei nahezu 1,3 Millionen Mängel auf. Ebenso wurde 2010 festgestellt, dass ca. 8 % der Heizungsanlagen älter als 27 Jahre sind und somit ersetzt werden müssen.

Heizkessel mit einer Nennleistung von 4 bis 25 KW dürfen nicht mehr als 11 % Abgasverlust zeigen, Anlagen > 25 bis 50 KW nicht mehr als 10 % und Anlagen > 50 KW nicht mehr als 9 % Verluste aufweisen.

Neben den Anforderungen der Bundesimmissionsschutz-Verordnung sehen sich Gebäudeeigentümer mit zahlreichen weiteren gesetzlichen Regelungen konfrontiert. Dazu gehören u.a. die Energieeinsparverordnung oder das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz.

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Auswärtiges Amt spart dauerhaft Energiekosten durch Contracting

Nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen spart das Außenministerium in Berlin Mitte ab sofort mehr als ein Viertel seiner Energiekosten. Im Rahmen eines Contracting-Verfahrens wurde unter anderem eine neue Kältetechnik, moderne LED-Leuchten sowie eine Anlage zur solaren Lufterwärmung installiert. Damit spart das Ministerium pro Jahr mehr als 600.000 Euro an Energiekosten und fast 1.800 Tonnen CO2 ein. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat die Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2008 angestoßen und das Ministerium bei der Umsetzung fachlich begleitet.

“Das Auswärtige Amt ist stolz, gemeinsam mit der dena dieses herausragende Projekt mit Leuchtturmcharakter initiiert zu haben”, erklärte Staatsministerin Cornelia Pieper für das Auswärtige Amt. “Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Eine Ausweitung des erfolgreichen Energiecontracting-Konzepts an unsere Auslandsvertretungen ist wünschenswert und kann auch über die Grenzen Deutschlands hinweg unsere Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz unterstützen.” weiterlesen ›

Mehr BHKW-Ausbau, Contracting und virtuelle Kraftwerke statt Atomkraft

Der Verband für Wärmelieferung e.V. fordert Taten statt Worte und mehr Förderung für BHKW und Contracting:

Atomkraft ist überholt und bedarf einer dringenden Ablösung. Spätestens seit dem jüngsten Vorfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sind die möglichen und  äußerst weitreichenden Gefahren dieser Technologie präsenter, als sie es jemals waren. Bei der Suche nach alternativen Lösungen bietet sich die Energieversorgung von Häusern und Wohngebieten mit Blockheizkraftwerken (BHKW) an, weil dieses Verfahren hohe Energieeffizienz ohne großen Netzumbau ermöglicht.

Wärme- und Stromlieferung mittels BHKW-Technik bietet eine weite Palette von Vorteilen, die sich inzwischen nicht nur Inhaber großer Industrieanlagen zunutze machen können. Denn Blockheizkraftwerke sind sowohl zur Deckung der Grundlast von einzelnen Gebäude- und Mietkomplexen als auch von ganzen zusammenhängenden Wohngebieten geeignet. Durch die vielfältigen Gerätespezifikationen lassen sich die Anlagen auf die individuellen Bedürfnisse des vor Ort gegebenen Energiebedarfs ausrichten. Somit wird die passende Anlage zur Nutzungsstruktur ausgesucht, und nicht umgekehrt. Auch an anderer Stelle überwiegen die Vorteile gegenüber herkömmlichen Energienutzungsanlagen, wie z.B. Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken. Im Gegensatz zu großen Anlagen dieser Art entfällt bei der Realisierung lokaler BHKW-Netze ein großer und langwieriger Planungs- bzw. Genehmigungsaufwand.  Dazu passt, dass lokale BHKW-Anlagen direkt ins lokale Niederspannungsnetz einspeisen können und dadurch Atomstrom ersetzen können, ohne dass das Netz ausgebaut werden muss, wie z. B. im Falle von Wind- oder Wasserkraft . Mehrere BHKW-Anlagen können zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet werden. Darum: Atomkraftwerke abschalten und virtuelle Kraftwerke einschalten!

Bei der Realisierung einer Versorgungsstruktur mit BHKW sollten Interessenten auf Fachkompetenz und Know-How eines Energiedienstleisters bauen. Er kennt sich mit Vertragswerk und der umfangreichen Rechtslage aus, kennt Planungs- und Kostenaufwand genau, weiß welche Anlage geeignet ist, kümmern sich um die fortwährende Wartung und ist Ansprechpartner für alle weiteren Fragen, die mit der Zeit auftreten können. Deshalb empfiehlt der Verband für Wärmelieferung e. V. die Installation einer BHKW-Anlage mit einem seiner ausgebildeten 270 Mitglieder, damit die die Anlage vom ersten bis zum letzten Tag effizient, sicher und stressfrei arbeitet.

Informationen zur BHKW-Technik und passenden Contractoren sind unter www.energiecontracting.de erhältlich.