Tag: Contracting

Energiedienstleistungen können großen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten

Am besten zeigt man das große Potential der Energieeffizienz an realisierten Projekten. Gegen Ende des Jahres versammeln sich die Preisverleihungen in den unterschiedlichsten Bereichen, auch bei der Energieeffizienz werden Projekte und Unternehmen ausgezeichnet. Dazu gehört auch der European Energy Service Award (EESA), der seit 2006 herausragende Projekte im Bereich der Energiedienstleistungen auszeichnet. Energiedienstleistungen als wichtiger Pfeiler der EU-Energieeffizienzrichtlinie Preisverleihung für den European Energy Service Award, Foto: EESI2020 Energiedienstleistungen sind ein wichtiges Werkzeug für die Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie, insbesondere für die Reduzierung des Energieverbrauchs von öffentlichen Gebäuden. Unter Energiedienstleistung versteht man sogenannte Contracting-Leistungen, bei dem die Lieferung von Wärme, Kälte oder Licht von einem Dienstleister vertraglich zugesichert wird anstelle der Energieträger. Dieser Dienstleister, genannt Contractor, muss dann zusehen, dass dafür möglichst wenig laufende Kosten anfallen. In der Sonderform des Energiespar-Contracting sichert der Dienstleister eine feste Energieeinsparung zu und darf einen Anteil der eingesparten Kosten für die Investitionen einbehalten. weiterlesen ›

Energiewende braucht dezentrale Lösungen

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Messestand des ZVEI auf der Hannover Messe 2012, Quelle: ZVEI “Es wird immer deutlicher, dass traditionelles Denken in Energiefragen nicht mehr weiterhilft. Stattdessen ist es sinnvoll, sich ernsthaft mit einem neuen Marktdesign zu beschäftigen, das auf dezentrale Versorgung setzt, eingebettet in intelligente Netze.” So kommentiert Berthold Müller-Urlaub, Präsident des B.KWK Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V., die ins Stocken geratene Energiewende in Deutschland. Gemeinsam mit dem ESCO Forum im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., treten die beiden Branchenverbände mit dem Gemeinschaftsstand “Dezentrale Energieversorgung” auf der HANNOVER MESSE an, um Einsparpotenziale und mögliche Effizienzsteigerungen durch dezentrale Energieversorgungslösungen bei den Entscheidern in Industrie, Gewerbe und Kommunen noch besser zu verankern. Darüber hinaus wird auch der Politik mit konkreten Beispielen für den Einsatz hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) verdeutlicht, dass KWK eine ideale Ergänzung zu den erneuerbaren Energien ist. “In Deutschland ließe sich der KWK-Anteil in den kommenden zehn Jahren leicht auf über 25 Prozent anheben. Damit wäre ein erheblicher Schritt in Richtung Versorgungssicherheit und CO2-Einsparungen getan”, ist sich Müller-Urlaub sicher. weiterlesen ›

Gebäudesanierung verringert Energiebedarf um 80 Prozent und hält Warmmiete konstant

Wohngebäude der Charlottenburger Baugenossenschaft in Spandau-Hakenfelde, Quelle: bea Die Charlottenburger Baugenossenschaft hat in Kooperation mit der Berliner Energieagentur (BEA) und anderen Partnern ein weiteres Vorzeigeprojekt zur energetischen Gebäudemodernisierung abgeschlossen. Im Berliner Stadtteil Spandau-Hakenfelde hat sie sieben Wohnblöcke mit 146 Wohnungen so umgebaut, dass in Zukunft über 80 Prozent weniger Energie zur Beheizung und Warmwasserbereitung benötigt werden. Aufgrund der Einsparungen in den 1959/1960 errichteten Häusern bleibt die Warmmiete für die Bewohner nahezu konstant. Das gesamte Investionsvolumen beträgt ca. zehn Mio. Euro. Anlässlich des Bauabschlussfestes lobte Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, das Engagement der “Charlotte” für bezahlbaren Wohnraum bei gleichzeitiger Aufwertung des Gebäudebestandes. „Wir brauchen in Berlin solche positiven Beispiele. Sie zeigen, dass Investitionen in Klimaschutz, in Energiesparen und in erneuerbaren Energien nicht zwangsläufig zu höheren Belastungen für die Bewohner führen müssen, sondern dass sie unter bestimmten Bedingungen sogar kostenneutral für die Bürgerinnen und Bürger realisiert werden können.“ Die vier Gebäude in der Cautiusstraße und im Michelstadter Weg erhielten eine umfassende Wärmedämmung der Fassade, Dachböden und Kellerdecken. Außerdem wurden in den Wohnungen Fenster mit Dreifachverglasung, in den Treppenhäusern Fenster mit Zweifachverglasung eingesetzt. Auf diese Weise konnte der Wärmebedarf in den Gebäuden erheblich reduziert werden. Die restliche Wärmebereitstellung erfolgt aus modernisierten Heizzentralen, deren Herzstück zwei neue Blockheizkraftwerke (BHKW) sind. In vier Gebäuden mit 104 angeschlossenen Wohnungen erzeugt ein erdgasbetriebenes BHKW der Berliner Energieagentur die Wärmegrundlast. Den vom BHKW erzeugten Strom können die Bewohner als sogenannten „Kiezstrom“ direkt bei der BEA beziehen. In weiteren drei Gebäuden mit 42 Wohnungen liefert ein BHKW der Vattenfall Europe Wärme AG Wärme und Strom ebenfalls nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). weiterlesen ›

Altenheim in Oberhausen setzt auf effizienten Energieeinsatz

Eigentlich wollte ich mehr positive Beispiele veröffentlichen. Heute habe ich wenig Zeit, daher passt diese Pressemitteilung der Energieagentur NRW mit dem aktuellen Projekt des Monats gut:

Das Viessmann Vitobloc 200

Das Viessmann Vitobloc 200, Modul EM-401/549, ist eine anschlussfertige Einheit für die effiziente Strom- und Wärmeversorgung im Leistungsbereich bis 401 kWel und 549 kWth. Quelle: Viessmann

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Oberhausen-Holten eröffnete vor wenigen Monaten eine neue Altenpflegeeinrichtung mit 64 Betten. Neben der allgemeinen Altenpflege im Hauptgebäude ist in dem gesamten Komplex auch ein Zentrum untergebracht, das speziell auf die Versorgung an Demenz erkrankter Menschen eingestellt ist. Dafür bietet der Standort Plätze für dreimal zehn Bewohner, die jeweils in Wohngemeinschaften betreut werden. Zwölf Tagespflegeplätze ergänzen zudem das Angebot des ASB.

In der neuen Einrichtung setzt der ASB auf Energieeffizienz. Ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW), ein Spitzenlastbrennwertkessel sowie eine 42 Quadratmeter solarthermische Anlage erbringen eine hocheffiziente und umweltschonende Energieversorgung. Aufgrund seiner Brennwertnutzung erzielt das BHKW vom Typ Vitobloc 200 einen Gesamtwirkungsgrad von 96 Prozent. Im Vergleich zu einer konventionellen Brennwertanlage werden durch die innovative Anlagen-Kombination jährlich 25 Tonnen CO2 eingespart.

Insgesamt erfüllt der Gebäudekomplex den Effizienzhaus-Standard 70, das heißt, der Primärenergiebedarf liegt 30 Prozent unter den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009.

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Schornsteinfeger stellen nahezu 1,3 Mio. Mängel an Heizungsanlagen fest

So neu sind diese Ergebnisse nicht, aber wie kann man diese Mängel an Heizungsanlagen beheben? Welche wirtschaftliche Lösung ist besonders geeignet? Staatliche Förderung oder Wärmelieferung durch einen Dienstleister, bei dem sich der Hausbesitzer um nichts mehr kümmern muss?  

Jährlich untersuchen Bezirksschornsteinfeger fast 14 Millionen Heizanlagen bundesweit und decken dabei nahezu 1,3 Millionen Mängel auf. Ebenso wurde 2010 festgestellt, dass ca. 8 % der Heizungsanlagen älter als 27 Jahre sind und somit ersetzt werden müssen.

Heizkessel mit einer Nennleistung von 4 bis 25 KW dürfen nicht mehr als 11 % Abgasverlust zeigen, Anlagen > 25 bis 50 KW nicht mehr als 10 % und Anlagen > 50 KW nicht mehr als 9 % Verluste aufweisen.

Neben den Anforderungen der Bundesimmissionsschutz-Verordnung sehen sich Gebäudeeigentümer mit zahlreichen weiteren gesetzlichen Regelungen konfrontiert. Dazu gehören u.a. die Energieeinsparverordnung oder das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz.

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Auswärtiges Amt spart dauerhaft Energiekosten durch Contracting

Nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen spart das Außenministerium in Berlin Mitte ab sofort mehr als ein Viertel seiner Energiekosten. Im Rahmen eines Contracting-Verfahrens wurde unter anderem eine neue Kältetechnik, moderne LED-Leuchten sowie eine Anlage zur solaren Lufterwärmung installiert. Damit spart das Ministerium pro Jahr mehr als 600.000 Euro an Energiekosten und fast 1.800 Tonnen CO2 ein. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat die Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2008 angestoßen und das Ministerium bei der Umsetzung fachlich begleitet.

“Das Auswärtige Amt ist stolz, gemeinsam mit der dena dieses herausragende Projekt mit Leuchtturmcharakter initiiert zu haben”, erklärte Staatsministerin Cornelia Pieper für das Auswärtige Amt. “Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Eine Ausweitung des erfolgreichen Energiecontracting-Konzepts an unsere Auslandsvertretungen ist wünschenswert und kann auch über die Grenzen Deutschlands hinweg unsere Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz unterstützen.” weiterlesen ›