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Energieeffizienz in industriellen Produktionsprozessen nicht nur eine Aufgabe der Forschung

Simulation der eta-Fabrik an der TU Darmstadt, Foto: TU Darmstadt Auch wenn ich dem Wirtschaftsministerium gerne Nachhilfe in der Definition von Energieeffizienz gebe, scheint es, oder Teile dieses Hauses, doch die Bedeutung der Energieeffizienz zu verstehen. Zumindest für die Forschung ist wohl Energieeffizienz interessant genug zu sein, wie die unten stehende Meldung zeigt. Dabei ist Energieeffizienz für Industrie-Unternehmen heute oft die günstigste Energiequelle, man kennt die Ressource nur zu wenig. Ganzheitliche Betrachtung des Energieverbrauchs in Produktionsprozessen Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) setzt mit dem Forschungsprojekt “eta-Fabrik” einen neuen Akzent in der Energieforschung. Mit der “Energieeffizienten Fabrik für interdisziplinäre Technologie- und Anwendungsforschung” wird erstmals die Energieeffizienz eines gesamten industriellen Produktionsprozesses betrachtet und optimiert. Bundesminister Dr. Philipp Rösler: “Die Steigerung der Energieeffizienz – auch im industriellen Bereich - ist ein zentrales Element im Rahmen der Energiewende. Sie ist daher auch ein Schwerpunkt unseres Energieforschungsprogramms. Mit der ganzheitlichen Betrachtung des Produktionsprozesses schaffen wir Raum für weitere Innovationen. Als moderner Industriestandort brauchen wir diese zur erfolgreichen Umsetzung unserer Energiewende.” weiterlesen ›

Wirtschaftsministerium braucht Nachhilfe bei der Definition der Energieeffizienz

Gruenspar.de

Im Herbst 2012, am 25. Oktober, wurde die wurde die Richtlinie 2012/27/EG über Energieeffizienz erlassen, bekannt als EU Energieeffizienzrichtlinie. Damit ist ein gemeinsamer Rahmen geschaffen worden, um sicherzustellen, dass das gemeinsame europäische Ziel von 20 % mehr Energieeffizienz bis 2020 erreicht wird. Diese Richtlinie enthält Regeln mit denen Hemmnisse im Energiemarkt und Marktversagen, die mehr Effizienz bei der Energieversorgung und -nutzung entgegenstehen, beseitigt werden sollen. Darüber hinaus ist die Festlegung indikativer nationaler Energieeffizienzziele bis 2020 vorgesehen (Quelle). Nun geht es an die Umsetzung in den Mitgliedsländern der europäischen Union. In Deutschland ist dafür das Bundeswirtschaftsministerium zuständig, das sich schon bei der Erstellung der Richtlinie, durch ständige Versuche die Ziele der Richtlinie aufzuweichen, negativ bemerkbar gemacht hat. Im Februar hatte das BMWi bekannt gegeben, dass Deutschland jetzt schon die Ziele für 2020 erfüllen würde und sogar übererfüllen kann. Das ist ja auch nicht einfach, wenn man bei der Bewertung schummelt und viele fremde Projekte anrechnet, die nichts mit Energieeffizienz zu tun haben. weiterlesen ›

Schummelt das BMWi in der Bewertung der Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie?

Christian Noll - Geschaeftsfuehrer DENEFF, Quelle: DENEFF

Christian Noll – Geschaeftsfuehrer DENEFF, Quelle: DENEFF

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) stellt deutlich in Frage, dass bestehende Energieeffizienz-Instrumente in Deutschland einen ausreichenden Beitrag zur Erreichung der EU-Ziele, zum Gelingen der Energiewende aber auch zur Abwendung von Energiearmut liefern.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat heute ein Gutachten zur Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie (Link zur Studie) veröffentlicht. Darin wird der Beitrag bestehender Politikinstrumente errechnet. Das Ministerium konstatiert, dass somit die EU-Vorgaben eingehalten bzw. übererfüllt würden, wenn „die Spielräume der EU-Energieeffizienzrichtlinie bei der Umsetzung voll ausgeschöpft werden.“

Die DENEFF bezweifelt, dass die Anrechnung aller im Gutachten betrachteten Maßnahnahmen in Art und Umfang mit den Anforderungen der EU-Richtlinie konform ist. Auch sind nicht alle genannten Maßnahmen geeignet, um einen zusätzlichen Beitrag zur Einsparung von Energie zu leisten. Insbesondere die Anrechnung sogenannter preisbildender Maßnahmen wie Netzentgelten, EEG und LKW-Maut, die nicht der Einsparung von Energie dienen, kritisierte der geschäftsführende Vorstand der DENEFF, Christian Noll:

„Gerade in Zeiten historischer Energiehöchstpreise muss die Politik Energieverbraucher beim Energiesparen unterstützen. Immer mehr Haushalten aber auch Kleinunternehmern mangelt es dabei nicht an Preisdruck. Ihnen fehlt schlicht die notwendige Unterstützung. Auf Steuern und Entgelte als Effizienzwundermittel abzustellen wirkt da grob fahrlässig. Es ist auch zu früh, sich auf vermeintlichen Lorbeeren auszuruhen. Deutschland ist zwar auf einem guten, aber höchstens auf halbem Weg. Das gilt sowohl für die EU-Ziele, als auch für die sich selbst gesteckte Messlatte aus dem Energiekonzept.“

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Beratung für Energieeffizienz in KMU

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wird die Energieberatung im Mittelstand weiter fördern. Am 1. März 2012 ist die neue Richtlinie für das Förderprogramm “Energieberatung Mittelstand” (ehemals “Sonderfonds Energieeffizienz in KMU”) in Kraft getreten. Gefördert werden Initialberatungen, die energetische Schwachstellen untersuchen sowie Detailberatungen, die eine vertiefende Energieanalyse zum Zwecke der Erarbeitung eines konkreten Maßnahmenplans durchführen.

Ziel ist es, Schwachstellen bei der effizienten Energieverwendung aufzuzeigen und Vorschläge bzw. konkrete Maßnahmenpläne für Energie und Kosten sparende Verbesserungen zu erarbeiten. Zudem können Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz von KMU im Rahmen des KfW-Energieeffizienzprogramms mit zinsgünstigen Krediten finanziert werden.

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Neues Beratungsangebot des BMWi zur Steigerung der Energieeffizienz in KMU

Unkalkulierbar ansteigende Energiekosten und sich verknappende Energieressourcen spüren die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) schon heute. Ein effizienter Energieeinsatz kann jedoch Betrieben Geld sparen, die Umwelt schonen und sie für die Zukunft wettbewerbsfähiger machen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bietet das RKW daher ab sofort und bundesweit persönliche Vor-Ort-Gespräche zur Energieeffizienz in KMU an.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, betont: “Energieeffizienz ist ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. Vielen Unternehmen ist nicht bewusst, dass sie ihre Energieeffizienz oft schon mit geringem finanziellen Aufwand deutlich erhöhen können. Investitionen in diesem Bereich amortisieren sich häufig schon nach wenigen Monaten. Das spart den Unternehmen Geld, schont die Energiereserven und dient dem Klimaschutz. Ich bin zuversichtlich, dass wir insbesondere über Informationen und Anreize unsere ehrgeizigen Ziele erreichen können.”

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Ganzheitliche Betrachtung der Energiewende – 2

Dies ist die Fortsetzung des Kommentars zum BMWi-Dokument “Umbau der Energieversorgung in Deutschland”. Im ersten Teil habe ich mich allgemein zu diesem Strategiekonzept geäußert, sowie zu den Themen “Netze” und “Kraftwerk”, jetzt geht es um die Themen “Speicher”, “Erneuerbare Energien” und “Energieeffizienz”:

Speicher

Die Notwendigkeit von Stromspeichern wird in dem BMWi-Dokument eingesehen: “Energiespeicher können die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ausgleichen”. Aufgezählt werden dann Druckluftspeicher und verschiedene Batteriespeicher, aber die vielversprechende Technologie Power-to-Gas, die der Wirtschaftlichkeit am nächsten sein soll, wird nicht erwähnt. Ebenso wenig ist die Rede von Marktanreizen oder einer marktnahen Einführung für Speichertechnologien. Erwähnt werden lediglich Stichworte wie eine Befreiung von Netzentgelten oder von der EEG-Umlage. Sinnvoll ist aber auch hier ein ganzheitlicher Ansatz in dem Stromspeicher zur Netzentlastung beitragen, davon ist aber keine Rede.

Erneuerbare Energien

Viel muss ich nicht schreiben, das habe ich bereits getan und vielleicht hat die aktuelle Entwicklung auch schon das Dokument überholt. Es wird leider mit keinem Wort erwähnt, wie die Höhe der EEG-Umlage so starkt ansteigen konnte. Denn es ist nicht der hohe Zubau an Photovoltaik-Anlagen, sondern die vielen Ausnahmen für die Industrie, die den Strompreis steigen lassen. Das EEG war bis jetzt ein erfolgreiches Modell für die Markteinführung Erneuerbarer Energien.

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