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Höhere Zuschüsse für Heizungen mit erneuerbaren Energien ab April 2015

Energieautarkie – kein großes Thema auf der Heizungsmesse ISH 2015. Ändert sich das jetzt?, Foto: Andreas Kühl Auf der Messe ISH gab es so einiges interessantes an Produkten und guten Vorträgen zu sehen. Alles kann man nun mal nicht mitnehmen. So habe ich die Präsentation der Novelle der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm, MAP) verpasst. Wird diese Novelle mit erhöhten Fördersätzen für Heizungen mit erneuerbaren Energien für einen Aufschwung von Solarthermie, Pellets und Wärmepumpe sorgen? Die erwartete steuerliche Förderung ist noch nicht beschlossen und es ist unklar, ob sie noch kommen wird. Neue Förderung kann erneuerbaren Wärmemarkt stärken Interessant ist die stärkere Öffnung des Förderprogramms für gewerbliche Anlagen. So können kleinere und mittlere Unternehmen vom MAP profitieren und erhalten in dem für Unternehmen zugeschnittenen KfW-Teil des Programms einen sog. KMU-Bonus von 10 %. Auch für große Betriebe wird die Antragsberechtigung sowohl mit Blick auf Investitionszuschüsse als auch für Darlehen und Tilgungszuschüsse erweitert. Enthalten ist auch die Förderung von kommunalen Investitionen in Heizungsanlagen oder größere Heizwerke, die erneuerbare Energien nutzen, und in Wärmenetze, die erneuerbar erzeugte Wärme verteilen. Im Neubau werden nur besonders innovative Anlagen gefördert. Das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien konzentriert sich vor allem auf die Errichtung von Anlagen im Gebäudebestand. Die novellierten Förderbedingungen sind ab dem 01. April 2015 gültig, bis dahin wird noch nach den alten Bedingungen gefördert. weiterlesen ›

Ausweitung der Energieeffizienz-Netzwerke auf Kommunen wird gefördert

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Beleuchtung ist häufige Maßnahme zur Reduzierung der kommunalen Energiekosten. Foto: pixabay,com Über Energieeffizienz-Netzwerke habe ich an dieser Stelle schon häufig berichtet. In diesen moderierten Netzwerke profitieren bislang meist große Unternehmen von den Erfahrungen der anderen Unternehmen. Alleine durch diesen Austausch untereinander kann mehr für die Energieeffizienz getan werden, als durch gute Ratschläge eines Energieberaters, der von außen kommt. Energieeffizienz-Netzwerke jetzt auch für KMU und für Kommunen Nach den neuen Netzwerken für KMU soll es nun auch Energieeffizienz-Netzwerke für Kommunen geben. Diese werden künftig finanziell unterstützt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Förderung soll gewährt werden für die Gewinnung von Teilnehmern an Energieeffizienz-Netzwerken von Kommunen sowie den Aufbau und Betrieb dieser Netzwerke. Genauso wie in den Unternehmen, sollen die Kommunen sich zu Netzwerken zusammen schließen, um gemeinsam hochrentable Effizienzpotentiale zu entdecken und zu nutzen. Dabei ist der Erfahrungsaustausch, wie bei den Unternehmen auch, ein wesentliches Element, um von anderen Netzwerk-Teilnehmern zu lernen. weiterlesen ›

Das allererste Solarthermie – Interview mit den 3 Großen der Heizungsbranche

Immer mehr Familien nutzen Solarwärme, Foto: BSW-Solar/Wagner & Co. Im vergangenen Jahr hat Energiebloggerin Cornelia Daniel-Gruber von Ecoquent-Positions hat in einem sehr emotionalen Artikel auf grundlegende Problemfelder der Solarthermiebranche hingewiesen die bei der Photovoltaik undenkbar wären. Ihre Meinung die Politik müsse daran etwas ändern teile ich nur bedingt. Ich glaube, dass auch die Industrie und allen voran die großen Hersteller etwas an der Situation der Solarthermie ändern könnten. Sind die Hersteller, die das komplette Spektrum an Heizungs-Technologien anbieten, wirklich daran interessiert die Solarthermie aus dem Schattendasein zu holen um signifikante Anteile am Endenergiebedarf zu decken? Umfrage unter Heizungs-Herstellern zur Bedeutung der Solarthermie Um diese Frage zu beantworten, haben wir gemeinsam Fragen formuliert und die drei großen deutschen Produzenten mit dem kompletten Produktspektrum, Viessmann, Vaillant und Bosch Thermotechnik (mit den Marken Junkers und Buderus) um ihre Stellungnahme dazu gebeten. Bringen Wärmemengenzähler Transparenz in die Solarthermie? Ein Thema sind Wärmemengenzähler. Es ist bei der Solarthermie ja leider nicht üblich die tatsächlichen Erträge der Anlagen wirklich zu messen. Verpflichtende Wärmemengenzähler könnten endlich Transparenz schaffen und wären auch ein Feld möglicher Förderung weil viele diesen Kostenpunkt einfach streichen. Wie könnten Wärmemengenzähler aus ihrer Sicht zum Standardelement einer Solarthermieanlage werden? Viessmann: Aufwand für Wärmemengenzähler lohnt nicht Die Darstellung ist nicht ganz richtig. Die meisten Regler einer Solaranlage ermitteln aus den Pumpenlaufzeiten und der Temperaturdifferenz die erzeugte Wärmemenge. Die Genauigkeit ist hinlänglich, diese zu steigern nur mit relativ hohem Kostenaufwand zu machen. Das lohnt in der Regel nicht. (Hinweis: In der VDI 2167 haben wir festgelegt, dass die Kosten einer Ertragsmessung den Wert eines halben Jahresertrags nicht überschreiten sollte.) Bosch Thermotechnik: Solaren Ertrag visualiseren über Apps Bosch Thermotechnik: Wir bieten seit vielen Jahren über unsere Marken Buderus und Junkers Wärmemengenzähler an. Ein nicht unerheblicher Teil der Anlagen wird jedoch ohne dieses Merkmal betrieben. Wir sind davon überzeugt, dass sich dies mit der Verbreitung von Apps zur Heizungssteuerung über Smartphones und Tablets, die auch den solaren Ertrag für die Nutzer visualisieren, verändern wird. Sowohl Buderus als auch Junkers haben mit den Apps EasyControl und Junkers Home, die u.a. genau diese Funktion anbieten und darüber hinaus auch das Nutzerverhalten berücksichtigen, bereits seit 2011 entsprechende Lösungen im Angebot. Als Systemhersteller haben wir weiterhin die Möglichkeit, weit mehr Funktionalitäten zu visualisieren, die vor allem auch die Funktionalität des Gesamtsystems berücksichtigt. Vaillant: Wärmemengenzähler sind Standard bei Vaillant Vaillant: Bereits jetzt lässt sich bei nahezu allen führenden Herstellern der Branche eine überschlägige Ertragsermittlung durch die standardmäßig eingesetzten Regler gewährleisten. Dafür muss an der Regelung der gewählte Volumenstrom eingestellt werden. Über die Temperaturdifferenz der immer vorhandenen Fühler wird der Ertrag berechnet. Bereits hiermit lassen sich der überschlägige Ertrag und die Effizienz einer Solaranlage sicher durch den Fachhandwerker beurteilen. Noch einen Schritt weiter geht Vaillant beispielsweisweise mit seiner Solarstation auroFLOW, die z.B. zusammen mit dem Multifunktionsspeicher allSTOR eingesetzt wird. Hier wird über die Sensorik hochwertiger Volumenstromsensoren die Vor- und Rücklauftemperatur der Solarflüssigkeit gemessen. Aus der Temperaturdifferenz, dem jeweiligen Volumenstrom und der hinterlegten Wärmekapazität wird dann der Ertrag berechnet. Diese Messung wird über ein Klartextdisplay als Ergebnis in der Maßgröße kWh dargestellt und beinhaltet eine vergleichsweise geringe Abweichung. Funktionsfähige Wärmemengenzähler sind daher bereits Standard in Vaillant Solarthermieanlagen. Für die Anerkennung der Messungsergebnisse ist eine Zertifizierung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erforderlich. Dies hat Vaillant z.B. bereits bei seinen geoTHERM Wärmepumpen durchgeführt: Hier wurde die standardmäßig integrierte Verbrauchserfassung des Energiebilanzreglers von der BAFA als Wärmemengenzähler anerkannt. So können zusätzliche Investitionen des Nutzers in einen Wärmemengenzähler vermieden werden. weiterlesen ›

Höhere Zuschüsse für Vor-Ort-Energieberatungen

Energieberatung für energetische Gebäudesanierunge, Quelle: Thorben Wengert  / pixelio.de

Energieberatung für energetische Gebäudesanierunge, Quelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Die Bundesregierung hat zum 01.07.2012 die Grundförderung für eine Vor-Ort-Energieberatung erhöht. Für eine Beratung bei Einfamilienhäusern gibt es künftig 400 Euro, bei Mehrfamilienhäusern 500 Euro Zuschuss. Die Beratungen sind Teil des Förderprogramms „Vor-Ort-Beratung“, das Eigentümern, Mietern und Pächtern von Wohngebäuden und Wohnungen dabei hilft, Energieeinsparpotenziale zu identifizieren. Wer sein Haus fit machen möchte für die Zukunft, sollte sich jetzt die Zuschüsse sichern.

Das Förderprogramm wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betreut und ist landläufig auch als BAFA-Beratung bekannt. Eine Vor-Ort-Beratung erfolgt dabei in mehreren Schritten: Zunächst erfasst der/die Energieberater/in den Ist-Zustand des Gebäudes bzw. der Wohnung, insbesondere den bautechnischen Zustand und die Heizungstechnik. Danach wird ein umfassender schriftlicher Beratungsbericht erstellt, der Maßnahmen vorschlägt und diese energetisch und wirtschaftlich bewertet. Die Ergebnisse werden dem Kunden schließlich in einem persönlichen Gespräch konkret erläutert. Die Berater geben darüber hinaus wertvolle Hinweise auf Förderprogramme und Zuschussmöglichkeiten.

„Mit einer Vor-Ort-Beratung“, so Rainer Schüle, Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg, „verschafft man sich eine fundierte Grundlage für alle Schritte einer ganzheitlichen Sanierung – sei es zur Umsetzung als Ganzes oder mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen. Man erhält eine schnelle Übersicht über das Kosten-Nutzen-Verhältnis der möglichen Einsparmaßnahmen. So können überhöhte Umsetzungskosten und Investitionen an falscher Stelle vermieden werden.“

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Was bringt die neue BHKW-Förderrichtlinie?

Am 18. Januar 2012 wurden die „Richtlinien zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kW“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlicht. Gemäß dieser Richtlinien erhalten Mikro-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 20 kW eine einmalige Investitionsförderung, die ab dem 1. April 2012 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden kann. Diese Förderung beträgt für eine Mikro-KWK-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 1 KW, wie dies zum Beispiel in einem Einfamilienhaus eingesetzt werden kann, 1.500,- Euro. Eine 20 kW-Anlage erhält eine Förderung in Höhe von 3.500,- Euro.

Indes – nicht alle Mikro-KWK-Anlagen erhalten eine Investitionsförderung. Eine längere Liste von Bedingungen muss hierfür erfüllt werden. Wichtigste Einschränkung ist der Wegfall der Förderung für alle Mikro-KWK-Anlagen in Neubauten sowie in Gebieten, in denen ein Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme vorliegt.

Insbesondere für BHKW-Hersteller im Leistungsbereich bis 20 kW dürften die nächsten Monate zur wirtschaftlichen Herausforderung werden. Aufgrund der nun in Aussicht gestellten Förderung werden die meisten Kunden die Realisierung einer Mikro-KWK-Anlage auf einen Termin nach dem 01.04.2012 verschieben. Dies wird voraussichtlich zu einem Einbruch der Umsätze sowie angesichts der laufenden Kosten bei einigen BHKW-Herstellern ggf. auch zu Liquiditätsengpässen führen.

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Förderung von Mini-KWK-Anlagen durch das Bundesumweltministerium

Das Bundesumweltministerium hat die neuen Richtlinien für die Förderung von Mini-KWK-Anlagen bis 20 kW veröffentlicht. Das Förderprogramm wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) administriert. Ab 1. April 2012 können dort Anträge eingereicht werden.

Neue Mini-Blockheizkraftwerke bis 20 kW in Bestandsbauten können nach dem Programm einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, der nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt ist. So erhalten z.B. sehr kleine, für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders geeignete Anlagen mit einer Leistung von 1 kW 1.500 €, große Anlagen mit 19 kW hingegen 3.450 €.

Voraussetzung für eine Förderung ist das Erfüllen anspruchsvoller Effizienzanforderungen der Anlagen: Die Anforderungen der EU-KWK-Richtlinie für Kleinstanlagen müssen deutlich übertroffen werden. Die Primärenergieeinsparung muss für Anlagen kleiner 10 kW mindestens 15 % und für Anlagen von 10 kW bis einschließlich 20 kW mindestens 20 % betragen.

Außerdem ist ein Gesamtjahresnutzungsgrad von mindestens 85 % einzuhalten.

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