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Energetische Gebäudesanierung – vom Hoffnungsträger zum Sündenbock

Ohnehin notwendige Sanierung oder energetische Sanierung?, Foto: Pixabay.com Als Fachmann, ich bin Dipl.-Ing (FH) für Bauphysik, habe ich mich schon oft über das Erscheinungsbild von energetischen Gebäudesanierungen in den Medien gewundert. Trotz des großen Potentials zum Klimaschutz und steigenden Heizkosten wird sehr negativ und überspitzt über dieses Thema in seriösen Medien berichtet und viele Fehlinformationen werden verbreitet. Seit bald einem Jahr versuche ich nun die Kommunikation von energetischen Gebäudesanierung zum Thema zu machen. Allein mit fachlichen Angaben und Fakten wird man jedoch mit der Energieeinsparung im Gebäudebestand nicht weit kommen. Bessere Kommunikation von energetischer Gebäudesanierung notwendig Angefangen habe ich mit einem Artikel im “Jahrbuch 2014 – Energieeffizienz in Gebäuden” im Namen der Enerieblogger (wer Interesse an dem Buch hat, bitte melden) und dann weiter auf den Berliner Energietagen fortgesetzt, mit einer spontan organisierten Diskussionsrunde mit interessierten Fachleuten. Alles unter der Frage wie man die Vorteile energetischer Geböudesanierung besser kommunizieren kann. weiterlesen ›

Um die persönliche Heizkostenbremse muss sich jeder selbst kümmern

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Der Energieverbrauch der Heizung wird oft unterschätzt: Denn mit 87 Prozent verbrauchen die deutschen Haushalte die meiste Energie für die Erzeugung von Wärme. Wer also dauerhaft sparen will, muss seine Heizkosten konsequent senken., Grafik: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Die öffentliche Debatte über den Strompreis bestimmt wieder einmal die Tagesordnung. Draussen vor der Tür ist der Boden schneebedeckt und drinnen wird die Heizung aufgedreht. Oder wird die Heizung vielleicht doch nicht mehr so hoch gedreht wie früher? Alternativ kann man ja auch einen warmen Pullover anziehen. Bei dem Anstieg der Heizkosten ist der dicke Pullover vielleicht doch die bessere Alternative.  1.000 Euro mehr Heizkosten als 2002 für durchschnittlichen Altbau-Haushalt Die Heizölpreise haben in den vergangenen zwei Jahren jeweils einen neuen historischen Höchststand erreicht. In 2011 mussten für 100 Liter Heizöl durchschnittlich 85 Euro bezahlt werden und in 2012 waren es schon 91 Euro. Zehn Jahre vorher, in 2002, waren es noch weniger als die Hälfte mit 35 Euro. Das Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg hat errechnet, dass eine vierköpfige Familie mit 100 Quadratmeter Wohnfläche in einem Standardaltbau Mehrkosten von 105 Euro pro Jahr hat. Seit 2002 haben sich die Heizkosten für diesen Altbauhaushalt damit um fast 1.000 Euro erhöht. Neubauten oder energetisch sanierte Wohngebäude haben es da besser und müssen nur einen Bruchteil davon bewältigen. Ihr Anteil am gesamten Gebäudebestand in Baden-Württemberg ist aber gering. Ende 2011 gab es im Land über 2,3 Millionen Wohngebäude. Wenige hunderttausend davon sind energetisch in einem guten oder sehr guten Zustand. Ungefähr 1,6 Millionen, also 70 Prozent, wurden vor 1977 errichtet und sind meist unsaniert. Wenn Eigentümer von solchen Häusern und Wohnungen nicht künftig verstärkt Sanierungsmaßnahmen umsetzen, sieht die Zukunft ihrer Domizile düster aus. Denn für die nächsten Jahrzehnte rechnen Experten mit weiter steigenden Energiekosten. Heizen könnte dann zum Luxus werden. weiterlesen ›

Altbauten benötigen dringend Verbesserung der Energiebilanz

Wissen wir das nicht schon längst? Aber was wir nicht wissen, ist wie wir von dem hohen unsanierten Gebäudebestand runterkommen, wie kann die Sanierungsquote erhöht werden? Würden die steuerlichen Anreize helfen? Nach neuen Berechnungen der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) hat der überwiegende Teil deutscher Altbauten eine schlechte Energiebilanz. Rund 70 Prozent der Gebäude, die vor 1979 gebaut wurden, haben überhaupt keine Dämmung und bei 20 Prozent ist sie unzureichend. Nur rund 10 Prozent der Altbauten in Deutschland haben eine Dämmung, die aktuellen Anforderungen genügt. Ein ähnlich schlechtes Bild ergibt sich bei den Heizungsanlagen in deutschen Kellern. Von den 18 Millionen Heizungsanlagen im Bestand sind rund 13 Millionen veraltete Gas- und Ölkessel. Somit entsprechen 70 Prozent der Heizungsanlagen nicht dem Stand der Technik. “Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Gebäudebestand in Deutschland muss dringend saniert werden. Umso wichtiger ist es, dass sich morgen der Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag auf die steuerliche Absetzbarkeit energetischer Sanierungen verständigt”, erklärte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea). “Wer für die steuerliche Absetzbarkeit energetischer Sanierungen stimmt, entscheidet sich langfristig für mehr Einnahmen in den Länderkassen. Neben sozialen Gesichtspunkten sprechen auch wirtschaftliche Gründe für die Steuerförderung, denn von einer Sanierungswelle profitieren hauptsächlich der Mittelstand und das Handwerk.” weiterlesen ›

Jeder KfW-Fördereuro bringt dem Staat bis zu 5 Euro

Für jeden Euro, der 2010 in die Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens geflossen ist, nahmen die öffentlichen Haushalte zwischen vier und fünf Euro ein. Diese Zahlen hat das Forschungszentrum Jülich in einem jetzt veröffentlichten Gutachten berechnet. Die Studie hat die Ausgaben für die KfW-Förderung den damit zusammenhängenden Einnahmen und verringerten Kosten der öffentlichen Haushalte in verschiedenen Szenarien gegenüber gestellt.

„Die Studie des Forschungszentrums Jülich belegt: Die Förderung energieeffizienter Baumaßnahmen lohnt sich nicht nur für Umwelt und Klima. Sie stärkt auch die Konjunktur und den Arbeitsmarkt. Davon profitiert der Staat durch zusätzliche Einnahmen an Steuern und Sozialabgaben und verringerten Kosten der Arbeitslosigkeit“, sagt Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Der Bund stellt der KfW über das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Haushaltsmittel aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm zur Verfügung (2010: 1,4 Mrd. Euro). Im Rahmen des damit aufgelegten KfW-Programms erhalten Bauherren zinsverbilligte Kredite oder Investitionszuschüsse, um ihre Häuser und Wohnungen energieeffizient zu bauen oder zu sanieren. weiterlesen ›

Neue Anreize zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung notwendig

Trotz KfW-Förderung geht scheinbar die Anzahl der Förderungen von energetischen Gebäudesanierungen zurück. Es wird also Zeit weitere und neue Anreize zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden zu setzen.

Nach Schätzungen der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) sind die hocheffizienten energetischen Gebäudesanierungen 2011 in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte zurückgegangen. Wesentliche Gründe dafür sieht die dena in dem seit Monaten schwelenden Streit um steuerliche Anreize und in den finanziell nicht ausreichenden Förderprogrammen für energetische Sanierungen. Die dena fordert deshalb die Bundesregierung und die Bundesländer auf, eine schnelle Lösung im Streit um die steuerliche Förderung der Gebäudesanierung zu finden und das Fördervolumen auf 5 Milliarden Euro zu erhöhen.

“Die Zahlen, die uns zur Entwicklung des Sanierungsmarktes vorliegen, sprechen eine deutliche Sprache. Die Hausbesitzer sind extrem verunsichert und nehmen energetische Sanierungen immer weniger in Angriff”, erklärt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. “Wenn die steuerliche Erleichterung der Gebäudesanierung nicht kommt, ist eine große Chance vertan. Die Bundesregierung muss jetzt dringend handeln und den Vermittlungsausschuss anrufen, um den Steueranreiz für hocheffiziente energetische Sanierungen doch noch zu retten. Außerdem muss die Steuererleichterung auch auf Teilsanierungen ausgeweitet werden. Die von der Bundesregierung angestrebte und notwendige Verdoppelung der Sanierungsrate auf 2 Prozent ist sonst nicht zu schaffen.” weiterlesen ›

Einrohrheizungen verursachen 20 Prozent höhere Heiz- und 70 Prozent höhere Stromkosten

Einrohrheizungen verursachen in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus jährlich um 300 Euro höhere Kosten bei der Gas- oder Ölrechnung plus weitere 50 bis 60 Euro Stromkosten für den Betrieb der Heizungspumpe. Installiert wurden die ineffizienten Heizsysteme in Deutschland zumeist zwischen 1975 und 1985 – in Ost wie West.

Bis heute arbeiten hierzulande ca. 1.500.000 Einrohrheizanlagen, die im Gegensatz zum Zweirohrsystem kein separates Rohr für den Rücklauf des Heizwassers haben. Was Verbraucher gegen die hohen Heizkosten ihrer Einrohranlage tun können, erfahren sie in einem neuen Beratungs- und Informationsangebot der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“. weiterlesen ›