Tiefensee und Glos bringen Energie-Gebäudepass auf den Weg

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Nachricht von heute zum Energiepass:

Berlin (dpa) – Der angekündigte Energiepass für Wohnungen ist von der Bundesregierung nun auf den Gesetzgebungs-Weg gebracht worden. Nach letzten Klärungen zwischen den Bundesministern für Verkehr und Wirtschaft, Wolfgang Tiefensee (SPD) und Michael Glos (CSU), wurde der abgestimmte Vorschlag am Freitag Ländern und Verbänden zur Anhörung zugestellt. Danach werden Eigentümer und Vermieter – vermutlich etwa ab Mitte 2007 – verpflichtet, im Falle des Verkaufs oder der Vermietung den Kauf- und Mietinteressenten einen Energiepass zugänglich zu machen, der über den Heiz- und Wärmedämmungs-Zustand umfassend informiert. Dies dürfte nach Expertenangaben auch Einfluss auf die Höhe von Verkaufspreisen und Mieten haben.

Zu unterscheiden ist zwischen Ausweisen, die über den energetischen Gebäudezustand auf Basis des errechneten Energiebedarfs (Bedarfsausweis) oder des tatsächlichen leichter ablesbaren Öl-, Gas- und Heizstromverbrauchs (Verbrauchsausweis) Auskunft geben. Für den Bedarfsausweis, der künftig auch zur Beantragung von Fördermitteln zum Kohlendioxid-Sanierungsprogramm Voraussetzung werden soll, hatte Tiefensee die Kosten auf zwischen 80 bis 120 Euro geschätzt. Für den verbrauchsbezogenen Ausweis ging er von 40 bis 60 Euro aus.
Mit Wirksamwerden der Verordnung etwa Mitte 2007 bis zum Jahresende gilt zunächst generelle Wahlfreiheit zwischen den beiden Pässen. Ab 1. Januar 2008 bleibt sie weiterhin für Häuser mit mehr als vier Wohnungen bestehen. Für Häuser mit weniger Wohnungen soll die Wahlmöglichkeit auch dann gelten, wenn sie nach 1977 gemäß der von da an gültigen Wärmeschutzverordnung modernisiert oder gebaut wurden. Für nicht nach diesem Standard sanierte Gebäude aus der Zeit vor 1977 wird von 2008 an der Bedarfsausweis verbindlich.

Energiepass in Frankreich

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Wie ich heute bei einem Frankreich-Anwalt gelesen habe, ist der Energiepass seit 01.11.06 in Frankreich Pflicht. Er nennt sich „diagnostic de performance énergétique“. Weitere Informationen gab es dort nicht, auch nicht wie ob bedarfs- oder verbrauchsabhängig. Vielleicht finde ich noch mehr raus, oder weiß jemand genaueres.

Fachwissen

Bisher habe ich mir mühsam aus verschiedenen Quellen die Fachinformationen für energynet selber zusammengesucht. Aber, warum nicht auf vorhandenes Wissen zurückgreifen? Deswegen werde ich jetzt in vielen Artikeln und in der rechten Menüleiste auf Artikel bei Wikipedia verweisen, um Fachbegriffe zu erklären. Vielleicht ergibt sich daraus, dass noch mehr Fachartikel zum Thema Energie bei Wikipedia bearbeitet werden.

Solarpark mit Dünnschichtzellen eingeweiht

Heute morgen habe ich noch den Verweis auf den Artikel der Technology-Review mit dem Interview mit BP Solar zum Thema Solarzellen auf Siliziumbasis veröffentlicht. BP wird auch in Zukunft auf Solarzellen aus Silizium setzen.
Inzwischen habe ich eine Pressemitteilung der Voltwerk AG erhalten. Sie geben darin die Einweihung eines der weltweit größten Solarstrom-Anlagen mit Dünnschichtzellen mit einer Gesamtleistung von 1,78 Megawatt bekannt. Einweihungen in der Megawattklasse gab es schon häufiger, aber mit der Dünnschichttechnologie meines Wissens noch nicht.
Interessant wird, ob beide Technologien weiter ausgebaut werden, was bei dem Wachstum zu vermuten ist, oder ob sich eine der beiden durchsetzen wird.

Artikel in TR: „Solarzellen aus Silizium haben noch jede Menge Potenzial“

Ein Artikel aus der Technology-Review mit einem Interview des präsidenten und CEO von BP Solar zeigt auf, dass Solarzellen aus Silizium noch Entwicklungspotenzial haben. Durch einen neuen Produktionsprozess konnten die Kosten verringert werden und der Stromertrag konnte um 8% gesteigert werden. Das vollständige Interview ist zu finden unter http://www.heise.de/tr/artikel/80082

Durchblick beim Energieausweis

Im Lauf des Jahres 2007 wird die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft treten. Entscheidende Neuerung ist die Einführung von Altbau-Energieausweisen. Der Initiativkreis Erdgas & Umwelt (IEU) nennt die wichtigsten Fakten.

Abgesehen vom kommenden Energieausweis besteht laut IEU in vielen Altbauten heute schon akuter Handlungsbedarf: Die Energieeinsparverordnung verlangt, dass vor dem 1. Oktober 1978 installierte Heizkessel bis Ende 2006 ersetzt werden müssen. Das gilt für Mehrfamilienhäuser sowie bei einem Eigentümerwechsel auch für Ein- und Zweifamilienhäuser. Eine Schonfrist bis Ende 2008 erhalten Anlagen, die nach 1996 mit einem neuen Brenner ausgestattet wurden.

Auch einen Energieausweis können clevere Hausbesitzer schon jetzt ausstellen lassen, selbst wenn er erst ab 2008 beim Verkauf oder der Neuvermietung eines Hauses vorgelegt werden muss. Vorteil für alle, die vorher handeln: Sie haben bei der Ausstellung die Wahl zwischen der Verbrauchs- und der Bedarfsvariante. Ab 2008 muss dagegen der Energiestandard von Gebäuden mit bis zu vier Wohnungen, die vor 1978 gebaut wurden, in einem „Bedarfsausweis“ festgehalten werden. Ein Bedarfsausweis bewertet den Wärmeschutz und die Heiztechnik eines Hauses. Er ist etwas aufwändiger zu erstellen, dafür jedoch aussagekräftiger als ein Verbrauchsausweis. Dieser erfasst lediglich den Energieverbrauch der bisherigen Bewohner, enthält aber genauso wie der Bedarfsausweis eine Modernisierungsempfehlung, so der IEU. Weitere Informationen gibt es im Ratgeber unter www.ieu.de im Internet.