Anhaltendes Interesse am energiesparenden Bauen zum 3. bundesweiten Tag des Passivhauses 2006

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Quelle: IG Passivhaus

Der dritte bundesweite Tag des Passivhauses am 10. bis 12. November war wieder ein voller Erfolg; das Interesse am energiesparenden Bauen ist ungebrochen. Die Resonanz bei herausragenden Objekten war riesig, so zählte der Sophienhof in Frankfurt a.M. 700 Besucher, die Veranstaltung des Passivhauskreises in der Fachhochschule Rosenheim meldete 400 Interessierte. Die Organisatoren der in Darmstadt ansässigen IG Passivhaus sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Informationstages.

Am Tag des Passivhauses können Bauwillige, Investoren und Eigentümer erfahren, wie sie nachhaltig den Energiebedarf eines Hauses um bis zu 90 Prozent senken und den Wohnkomfort verbessern. Mit einer Besichtigung können Fragen ganz einfach durch „Erleben“ und Austauschen mit Bewohnern geklärt werden. Dr. Wolfgang Feist, Entwickler des Passivhaus-Standards und Leiter des Darmstädter Passivhaus Instituts, der selbst 63 Personen durch sein Passivhaus führte, bestätigt: „Als ich 1991 mit Familie in das erste Passivhaus einzog, wussten wir zwar von vorausgehenden Berechnungen, dass alles funktionieren müsste – aber wie sich ein solches Haus in der alltäglichen Wohnpraxis bewährt – das konnten wir damals nicht wissen. 15 Jahre später ist die Aussage der vier Familien, die einschließlich uns in der ersten Passivhaus-Reihenhauszeile leben, ganz einheitlich: Es lebt sich sehr behaglich in diesem „Energiesparwunder“. Es gibt weder feuchte Bauteile noch kalte Oberflächen, weder Zugerscheinungen noch Kaltluftschichtungen. Und auch in den extremen Jahrhundertsommern war das Haus ohne Klimaanlage angenehm kühl. Und die tatsächlichen Energieverbräuche? Sie waren sogar etwas geringer als vorausberechnet. Mit 1 m³ Erdgas je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr für die Heizung handelt es sich um das erste 1-Liter-Haus – entsprechend niedrig sind die Heizkosten und selbst die heute gestiegenen Energiepreise lassen uns ungerührt.“

Der Tag des Passivhauses fand in diesem Jahr wieder unter internationaler Beteiligung statt. Neben Österreich luden auch weitere europäische Nachbarn wie Belgien, Luxemburg, die Niederlande, Polen, Schweiz, Südtirol, die Tschechische Republik und die USA in ihre Passivhäuser ein. In Österreich allein konnten 5000 Besucher 110 geöffnete Häuser erleben.

Über den Passivhaus-Standard
Der Begriff Passivhaus leitet sich ab aus der möglichst passiven Beheizung eines Gebäudes durch Sonne, innere Wärmequellen und zurückgewonnene Wärme. Dadurch benötigt das Passivhaus im Vergleich zu bestehenden Wohngebäuden nur ein Zehntel an Heizenergie. Der Heizwärmebedarf eines Hauses nach Passivhaus-Standard liegt unter 15 kWh/(m²a) und damit weit unter dem eines Niedrigenergiehauses. Dieser Wert wird durch eine intelligente Lüftungstechnik in Verbindung mit energieeffizienten Bauteilen erreicht.

Der Passivhaus-Standard wurde 1990 in deutsch-schwedischer Kooperation entwickelt und ist einer der am genauesten überprüften Baustandards. Dieser stellt nicht nur den extrem niedrigen Energiebedarf von Passivhäusern sicher, sondern sorgt vor allem dafür, dass sich die Bewohner im Sommer wie im Winter behaglich fühlen. In Deutschland werden bereits über 6.000 Passivhäuser bewohnt.

Weitere Informationen zum Passivhaus und zu gebauten Passivhausprojekten unter www.ig-passivhaus.de.

Windräder der Zukunft

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Nach einigen Versuchen haben sich heute die Windräder mit drei Flügeln durchgesetzt. Das muss aber in Zukunft nicht so bleiben, Wissenschaftler arbeiten schon an völlig neuen Geräten. Diese können in Gebäude integriert werden und sind sogar nicht mehr hörbar in einer Version für das Dach des Eigenheimbesitzers.
Mal abwarten was aus diesen Visionen, die heute in Bayern2 Radio vorgestellt werden, in Zukunft werden wird.

Energiesparmeister gesucht

Ich möchte immer gerne Artikel schreiben, die andere Seiten nicht haben, oder die neu sind. Daher auch mal ein TV-Tipp:

ZDF.umwelt am Sonntag, den 3.12. um 13.15 Uhr
Mit der Sendung startet offiziell der Wettbewerb „Energiesparmeister 2007“ von ZDF.umwelt und co2online. Zum dritten Mal sind die vorbildlichsten Energiesparer gesucht. Geldpreise von insgesamt 25.000 Euro erwarten die zehn Besten, die nachweislich Energie und Kohlendioxid in den Bereichen Gebäude, Strom, Verkehr und Alltag einsparen. Zusätzlich gibt es eine komplette Dachgeschossdämmung zu gewinnen. Details zum Wettbewerb sowie die Anmeldeformulare stehen im Internet unter www.klima-sucht-schutz.de/energiesparmeister.html.

ZDF.umwelt begleitet den Wettbewerb in fünf Sendungen und regt mit Praxisbeispielen und Tipps zum Mitmachen an. Zum Start des Energiesparmeister-Wettbewerbs 2007 am Sonntag berichtet ein ehemaliger Preisträger, wie er erfolgreich Energie spart und mit einem einzigen Holzpellet-Ofen im Wohnzimmer ein ganzes Haus beheizt.

Vorbildlich sanierter Altbau in Troisdorf

Wieder eine interessante und kreative Aktion aus NRW:

NRW-Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben überreichte am 24.11. 2006 die Urkunde für einen vorbildlich energetisch sanierten Altbau in Troisdorf. Nach einer Rundumsanierung sank der Primärenergiebedarf des Doppelhauses von Dieter Quandt auf jährlich unter 80 Kilowattstunden pro Quadratmeter und damit besser als bei so manchem Neubau. Eine blaue Plakette „Energiesparer NRW“ an der Außenfassade weist jetzt auf die besondere Qualität des Gebäudes hin. „Nichts wirkt überzeugender als ein umgesetztes, funktionierendes Beispiel. Die Plakette ist ein sichtbares Zeichen für den energetischen Standard des Gebäudes und soll die Nachbarschaft zur Nachahmung motivieren“, erklärte Ministerin Christa Thoben.

Der Altbau aus dem Jahre 1964 wurde Anfang des Jahres rundumsaniert. Die Kellerdecke bekam eine neue Dämmung, ebenso wie die Außenwände und die Dachfläche. Zudem wurde die Heizungsanlage erneuert, der alte Kessel wurde durch einen Gas-Brennwertkessel ersetzt. Die Heizungsanlage mit einem Brennwertkessel und die Brauchwassererwärmung wird nun von einer solarthermischen Anlage mit rd. 11 qm Kollektorfläche auf dem Dach unterstützt. Die Gesamtinvestition von 90.000 Euro stemmte Dieter Quandt u.a. mit Hilfe eines zinsgünstigen Kredits des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Belohnung: Höherer Wohnkomfort und ein Energiebedarf, der unter dem eines Neubaus liegt.

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Energieautarke Gemeinde: Studierende erarbeiten Machbarkeitsstudie Regenerativer Kraft-Wärme-Verbund

Es ist nicht der erste Versuch, sich von externen Energielieferungen frei zu machen. Was daraus wird, muss man sehen, ich werde versuchen dieses Projekt weiter zu begleiten und hier darüber zu informieren:

Energie ist teuer – die Preise für Öl, Strom und in naher Zukunft vielleicht sogar Holz klettern in die Höhe. Von diesem Trend möchte sich die Gemeinde Gutenzell-Hürbel/Kreis Biberach schon lange frei strampeln. Längst gibt es die Vision des Nahwärmeprojekts, einer Anlage, die die Gemeinde und ihre Bewohner wärmt und mit Strom versorgt – mit selbst produziertem Strom und somit unabhängig von fremden Versorgern. Angedacht ist eine Biogas-Anlage, eventuell gekoppelt mit einer Holzfeuerung, Geothermie und Solarenergie. Ein regenerativer Kraft-Wärme-Verbund also für ein energieautarkes Gutenzell-Hürbel. Für dieses Projekt engagieren sich die Bürger – ein Verein treibt das Projekt nun voran; Vorsitzender ist Norbert Huchler, der Motor des Projekts und ein regelrechter Pionier auf dem Gebiet der Biogasanlagen in der Gemeinde.
Einer der Vereinsmitglieder ist Matthias Dziadek, Ingenieur für Gebäudetechnik/Gebäudeklimatik und Absolvent des gleichnamigen Studienganges der Hochschule Biberach. Selbst vom Fach, ist ihm klar: Das Projekt ist kein leichtes Unterfangen, eine grundlegende Analyse muss erstellt werden, damit die Zielsetzung klar – und vor allem: realistisch – formuliert werden kann. Die Leute wollen wissen, „was kostet mich das Projekt und welche Vorteile hat es verglichen mit bestehenden Heizungsanlage?“, beschreibt Dziadek. Diese Fragen mit Daumenwerten zu beantworten, könnte fatale Auswirkungen haben. Deshalb lege der Verein Wert auf eine plausible Kostenermittlung, professionell und transparent.
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Zuschussvariante des CO2-Gebäudesanierungsprogramms startet zum 01.01.07

Neben einer verbesserten Darlehensförderung startet am 01.01.2007 eine Zuschussvariante. Bundesregierung und KfW Förderbank vereinfachen und erweitern das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Förderinitiative Wohnen, Umwelt, Wachstum. Wer kein Darlehen benötigt, kann ab 1. Januar 2007 stattdessen einen Investitionszuschuss erhalten. Antragsberechtigt sind Eigentümer von selbstgenutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Eigentumswohnungen.

Zuschussvariante
Der Eigentümer erhält einen Zuschuss zu den Investitionskosten in Höhe von

  • 17,5 %, maximal 8.750 Euro pro Wohneinheit, wenn die Maßnahmen zu einer Unterschreitung des Neubau-Niveaus von mindestens 30 % führen
  • 10 %, maximal 5.000 Euro je Wohneinheit, wenn mit den Maßnahmen das Neubau-Niveau erreicht wird
  • 5 %, maximal 2.500 Euro je Wohneinheit, für die Durchführung von Maßnahmenpaketen


Darlehensvariante

Zusätzlich wird zum 01.01.2007 die Darlehensvariante des Programms in verbesserter und vereinfachter Form weitergeführt. Die Förderung erfolgt weiterhin über von der Bundesregierung deutlich zinsverbilligte Darlehen von bis zu 50.000 EUR pro Wohneinheit. Bestehen bleibt auch der Tilgungszuschuss in Höhe von 5 % des Darlehensbetrags für die Sanierung auf Neubauniveau.

Neu: Wenn mit der Sanierung das Neubauniveau um 30 % unterschritten wird, gibt es ab Januar sogar 12,5 % Tilgungszuschuss.

Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe
sagte: „Durch die Vereinfachung und Standardisierung der Darlehensvariante sowie durch die Gewährung von Zuschüssen soll die erfolgreiche Förderinitiative dazu beitragen, die energetische Sanierung an Wohngebäuden noch attraktiver zu machen.“

Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm ist Bestandteil der von der Bundesregierung und der KfW Förderbank im Februar 2006 gestarteten Förderinitiative „Wohnen, Umwelt, Wachstum.“ Im Rahmen der Initiative hat die KfW Förderbank seit Februar 2006 in den Programmen CO2-Gebäudesanierung, Wohnraum Modernisieren und Ökologisch Bauen mehr als 170.000 Kredite mit einem Volumen von rund 9 Mrd. EUR zugesagt. Allein im Programm CO2-Gebäudesanierung waren das rund 41.000 Kredite mit einem Volumen von 3,3 Mrd. EUR.

Mehr Infos bei der KfW.