Mieterbund spricht sich für bedarfsorientieren Energieausweis aus

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Bei dem verbrauchsabhängigen Energieausweis können zwei identische Wohnungen völlig unterschiedliche Werte für den Energieverbrauch enthalten, daher ist das Anliegen des Mieterbundes nur verständlich.

„Wir fordern die Einführung eines einheitlichen bedarfsorientierten Energieausweises. Nur die Bedarfsberechnung gewährleistet ein für alle Gebäudetypen einheitliches qualitatives Berechnungsverfahren“, erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, bei der heutigen Verbändeanhörung zur Energieeinsparverordnung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Rips begrüßte, dass endlich der Entwurf der Energieeinsparverordnung vorgelegt und damit auch der Energieausweis eingeführt werde. Er warnte aber vor falschen Kompromissen, nicht sinnvollen Wahlmöglichkeiten und den Gefahren, dass in Deutschland ein Flickenteppich von Gebäudeausweisen entstehe.
„Die Vielzahl von Optionen für Neubau, Ausbau, Wohnungsbestand, Gebäude mit bis zu vier und mehr als vier Wohnungen, vor und nach 1977 gebaut, wird eine beispiellose Verwirrung stiften. Wir lehnen einen verbrauchsorientierten Energieausweis ab. Der Energieausweis muss die energetische Qualität des Gebäudes und der Anlagentechnik beschreiben, nicht das Nutzerverhalten im Haus.“

Aus diesem Grund hält der Deutsche Mieterbund auch die im Verordnungsentwurf vorgesehene Wahlmöglichkeit zwischen Energie-Bedarfsausweis und Energie-Verbrauchsausweis bis zum 1. Januar 2008 für falsch.

„Mit dem Energieausweis soll faktisch eine Zertifizierung des energetischen Zustandes der Immobilie vorgenommen werden. Mit der Transparenz über den Energiebedarf des Gebäudes wird Mietern und Käufern von Immobilien eine wichtige Orientierungshilfe an die Hand gegeben“, sagte der Mieterbund-Direktor. „Echte Vergleichbarkeit setzt aber voraus, dass die Ergebnisse des Ausweises leicht darstellbar und kommunizierbar sind. Deshalb fordern wir die Festlegung auf das bereits etablierte EU-Energieeffizienzlabel (Treppenlabel), das eine Einteilung in Energieklassen ermöglicht.“

Wer den Energieausweis als Transparenzmittel ernst nimmt, muss auch dafür sorgen, dass sein Inhalt allen Beteiligten zugängig gemacht wird. Der Deutsche Mieterbund erwartet deshalb, dass ab einer bestimmten Größenordnung auch eine Verpflichtung in die Verordnung aufgenommen wird, den Energieausweis im Gebäude auszuhängen. So können alle Bewohner des Hauses über den Inhalt des Energieausweises problemlos informiert werden.

Nach dem Entwurf der Energieeinsparverordnung ist vorgesehen, dass Eigentümer und Vermieter verpflichtet sind, im Falle des Verkaufs oder der Vermietung Kauf- und Mietinteressenten einen Energieausweis zugänglich zu machen. Eigentümer und Vermieter von Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten sollen wählen können, ob sie den Energieausweis auf der Grundlage des errechneten Energiebedarfs oder des tatsächlichen Energieverbrauchs einsetzen. Das Gleiche gilt für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, die entsprechend dem Standard der 1977 erlassenen Wärmeschutzverordnung errichtet oder später auf diesen Standard gebracht wurden. Nur für Wohngebäude aus der Zeit vor der Wärmeschutzverordnung von 1977, die dieses Qualitätsniveau nicht erreichen, soll ab dem 1. Januar 2008 der Bedarfsausweis verbindlich gemacht werden. Übergangsweise soll die Wahlfreiheit zwischen Energieausweisen auf Bedarfs- und auf Verbrauchsgrundlage vor dem 1. Januar 2008 uneingeschränkt gelten.

Serie Energieberater (IV): Energieausweis-Aussteller

Mit der Einführung des Energiepasses (ein Thema für einen künftigen Beitrag oder eine neue Serie) stellt sich die Frage, wer den Energiepass ausstellen darf. Es gibt zahlreiche Aussteller eines Energiepasses, wenn man bei Google sucht. Aber diese sind alles Energieberater der BAFA Vor-Ort-Energieberatung (Artikel kommt noch) oder Aussteller des Energiepasses der dena aus der Marktvorbereitungskampagne 2005 und 2006 für freiwillige Gebäudeenergiepässe.

Nach dem aktuellen Entwurf der Energieeinspar-Verordnung 2007 (Abschnitt 5, § 21) dürfen Absolventen der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik, Bauphysik, Maschinenbau oder Elektrotechnik und Handwerksmeiser aus den genannten Bereichen, sowie statlich anerkannte oder geprüfte Techniker aus den Bereichen Hochbau, Bauingenieurwesen oder Gebäudetechnik den Energieausweis ausstellen. Die Vorraussetzung sind weiter ein Ausbildungsschwerpunkt im Bereich energiesparendes Bauen oder mindestens zwei Jahres Berufserfahrung in wesentlichen Bau- oder anlagentechnischen Tätigkeitsbereichen des Hochbaus oder eine erfolgreiche Fortbildung im Bereich des energiesparenden Bauens. Des weiteren sind Bauvorlageberechtigte zur Ausstellung des Energieausweises berechtigt.

Quelle: EnEV 2007 (pdf-Datei)

Bank Sarasin & Cie AG mit neuer Studie zur Solarenergie

Habe heute eine Studie der Bank Schweizer Bank Sarasin & Cie AG über den Markt für Solarenergie gefunden. Ein kleiner Auszug:

In ihrer neusten Studie zur Solarenergie-Industrie prognostiziert die Bank Sarasin & Cie AG zwischen 2011 und 2020 dann auch jährliche Wachstumsraten von 21% für die Photovoltaik und 20% für Solarkollektoren. Die auf Vermögensverwaltung und Anlageberatung spezialisierte Bank Sarasin & Cie AG untersucht in ihrer neusten Studie „Solarenergie 2006 — Licht- und Schattenseiten einer boomenden Industrie“ die aktuellen Marktverhältnisse und -aussichten im Bereich der Solarenergie respektive der drei Anwendungsgebiete Photovoltaik (PV), Solarthermie und solarthermische Kraftwerke.

Gefunden habe ich diesen Artikel bei Moneycab.com, mal etwas anderes, was man in den üblichen Medien nicht liest.

Serie Energieberater (III): Muster-Beratungsberichte von Energieberatungen

Eine Vielzahl von unterschiedlichen Anbietern für Energieberatern macht es Verbrauchern nicht leicht einen passenden Energieberater zu finden. Einzig die Listen der dena und der BAFA geben eine qualitative Abgrenzung. Zu den Unterschieden werde ich in einem späteren Beitrag mehr schreiben.
Eine praktische Vorab-Information bietet die Agentur-Energieberatung mit Muster-Beratungsberichten an, die den Verbraucher vorher informieren, wie das Ergebnis der Energieberatung aussehen kann. Diese Beratungsberichte zeigen welcher Aufwand hinter der Beratung steckt, und alle für den Energieverbrauch relevanten Parameter werden inklusive der Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Eine gelungene Idee um den Kunden vorab zu zeigen wie umfassend der Bericht des Energieberaters ist. Die Agentur-Energieberatung vermittelt von der dena zertifizierte Energieberater im Rheinland von Wesel bis Bonn.

Stichtag 31.12.2006, Nachrüstverpflichtungen aus der EnEV

Quelle: ea-nrw

Mit dem Stichtag 31. Dezember 2006 müssen die Nachrüstverpflichtungen der Energieeinsparverordnung für Gebäude umgesetzt werden. Diese reichen von der Dämmung von Heizungs- und Warmwasserleitungen in nicht beheizten Räumen über die Dämmung der obersten Geschossdecke bis hin zum Austausch alter Heizungsanlagen.

Wer muss was machen? In welcher Stärke muss gedämmt werden? Was ist bei der Dämmung zu beachten? Welche Möglichkeiten ergeben sich durch einen Heizungsaustausch? Gibt es eine Förderung?

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