Windenergie: Standort Deutschland in Gefahr

Anzeige

Machen Sie einen Stromvergleich auf Beste-Stromvergleich.de

Es sieht so aus, als hätte es die Politik bald geschafft. – Der von einigen Bundesländern geforderte Stopp der von der Bundesregierung bereits beschlossenen Subvention für Offshore-Windkraftanlagen hat in der Branche für Unmut gesorgt. „Es geht uns nicht um Geschenke, sondern um eine langjährige Planbarkeit durch verlässliche Rahmenbedingungen“, kritisiert Ralf Peters, Sprecher des norddeutschen Windanlagenspezialisten Nordex, im Gespräch mit pressetext. Ein Platzen des Gesetzes, nachdem die Netzbetreiber auf eigene Kosten Stromleitungen zu Windkraftanlagen im Meer verlegen sollen, habe zwar keinen direkten Einfluss auf die Unternehmensziele. Langfristig könnten die mangelnden politischen Rahmenbedingungen aber sogar den Windkraft-Standort gefährden. „Wir gehen dahin, wo große Märkte entstehen“, sagt Peters. Auch eine Verlagerung von Teilen der deutschen Produktion ins Ausland schließt Nordex nicht aus.
… den ganzen Artikel lesen »

Landcast: ein Podcast vom Land zum Thema Bioenergie

Werbung

Die Landjugend Rheinhessen Pfalz bietet zu verschiedenen Themen sogenannte Landcasts an. Das sind Hörbeiträge im Format mp3. Der neueste Beitrag geht über das Thema Bioenergie, der Landwirt als Lieferant von Biogas oder Getreider zur thermischen Getreideverwertung. Natürlich aus der Sicht des Landwirtes.

Chat zum Thema Erneuerbare Energien

Das Jugendforum des Deutschen Bundestages lädt am 23.11.06 von 17 – 18 Uhr zum Chat über das Thema Erneuerbare Energien ein. Abgeordnete aller fünf Bundestagsfraktionen werden Rede und Antwort stehen und Fragen zu den erneuerbaren Energien beantworten.
Dort finden sich auch weitere Informationen und ein Forum zum Thema erneuerbare Energien.

Noch ein Pilotprojekt zur energetischen Gebäudesanierung

Eine Heidelberger Wohnsiedlung aus den Fünfzigerjahren setzt neue Maßstäbe im Energiesparen. 56 Wohnungen der „Blauen Heimat“ der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH (GGH) im Stadtteil Handschuhsheim benötigen seit Abschluss der Sanierungsarbeiten 87 Prozent weniger Primärenergie als vorher. Rund 140 Architekten, Planer und Eigentümer nahmen heute in Heidelberg an einer Fachveranstaltung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur (KliBa) teil, um mehr über das Pilotprojekt und Energieeffizienz beim Sanieren zu erfahren. Der Gebäudeenergieausweis, der demnächst bundesweit eingeführt werden soll, war ein weiterer Schwerpunkt.
Den Erfolg dokumentiert der Energieausweis, den die dena der GGH überreichte. Mit einem Primärenergiebedarf von unter 37 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt das Gebäude optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala. Christian Stolte von der dena hob die Vorteile für Eigentümer, Mieter und Käufer hervor: „Wer energetisch saniert, senkt die Nebenkosten, steigert den Wohnkomfort und macht seine Immobilie dauerhaft attraktiv für den Markt. Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz wird merklich steigen, wenn alle Beteiligten demnächst anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können.“
Im dena-Modellvorhaben „Niedrigenergiehaus im Bestand“ werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums bundesweit 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. Die Projektteilnehmer erhalten zinsgünstige Darlehen und Fördermittel von der KfW Bankengruppe. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energieausweis zurückgreifen.
Welche Auswirkungen die Pilotprojekte auf die Praxis haben, ist meines Wissens noch nicht untersucht worden. Lassen sich die gleichen Maßnahmen auch ohne die Aufmerksamkeit des interessierten Fachpublikums zu gleichen Kosten realisieren und, was wichtiger ist, würden diese Maßnahmen auch ohne Aufmerksamkeit, bzw. Förderung durchgeführt werden?

Bedeutung der Solarwärme in der Energieversorgung steigt an

Nachdem die Öffentlichkeit bisher Solarenergie überwiegend mit Solarstrom gleichsetzt, soll nun die Bedeutung der Solarwärme in der Energieversorgung europaweit gestärkt werden.

49 Prozent des europäischen Energiebedarfs wird für Heiz- und Kühlungszwecke genutzt, ein Großteil hiervon kann mit Solarwärmeanlagen erzeugt werden. Dies ist die Überzeugung der Experten, die in der Europäischen Solarthermie-Technologieplattform (ESTTP) zusammengeschlossen sind. Die Plattform nimmt am 6. Dezember mit einem Auftakttreffen ihre Arbeit auf. Etwa 70 Vertreter von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Politik aus ganz Europa werden hierzu in Brüssel erwartet. Das Ziel der Plattform ist es, eine Vision für die umfangreiche Nutzung der Solarwärme in Europa im Jahr 2030 zu beschreiben und eine entsprechende Forschungsstrategie für die kommenden Jahre zu erarbeiten.

… den ganzen Artikel lesen »

7. Forum Solarpraxis mit gestiegener Bedeutung

Sowohl politisch als auch wirtschaftlich hat die Solarenergie eine neue Bedeutung, wie die das 7. Forum Solarpraxis in Berlin gezeigt hat. Dies ist das Fazit des 7. Forums Solarpraxis, das am vergangenen Freitag mit einer Rekord-Besucherzahl von mehr als 550 Teilnehmern zu Ende gegangen ist. Im Rahmen des Kongresses, der unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stand, diskutierten Experten am 16. und 17. November 2006 in Berlin über Themen rund um die Rolle der Solartechnik innerhalb der Energiepolitik, der Marktentwicklung sowie Finanzierungs-, Marketing- und Verkaufsstrategien.

Michael Müller, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, skizzierte vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels den laufenden Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft sowie die gleichzeitige Verknappung wichtiger Rohstoffe als entscheidende Einflussfaktoren. Sie müssten die laufende politische Diskussion noch deutlich stärker beherrschen als bisher, forderte Müller. Er unterstrich mit Blick auf die Zeiträume, in denen sich klimatische Veränderungen vollziehen, dass es für politisches Handeln zu spät sein werde, wenn die Katastrophe in vollem Umfang eingetreten sei. Jetzt und vorauseilend müsse gehandelt werden, betonte der Staatssekretär. Dabei komme den erneuerbaren Energien eine Schlüsselrolle zu. Die gute Position deutscher Forschung und Industrie in diesem Sektor manifestiere sich in wachsender Wertschöpfung und inzwischen mehr als 170.000 Arbeitsplätzen.

Die starke nationale wie internationale wirtschaftliche Bedeutung der Solarindustrie zeigte sich beim 7. Forum Solarpraxis durch die Anwesenheit bedeutender Analysten, vor allem aus den USA. „So gut wie in diesem Jahr war die Konferenz von Seiten der Finanzwelt noch nie besucht. Beispielsweise nahm Jesse Pichel von Piper Jaffray an unserem Forum teil, der am vergangenen Freitag die First Solar LLC mit 400 Millionen US-Dollar an die New Yorker Börse gebracht hat“, berichtet Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender des Veranstalters Solarpraxis AG. „Insgesamt waren wohl mehrere hundert Milliarden US-Dollar Investmentvolumen vertreten. Dies unterstreicht die wichtige Rolle der Konferenz, aber auch die Führungsrolle der deutschen Solar-Unternehmen international.“

Das jährlich stattfindende Forum Solarpraxis bringt Vertreter aus Politik, Finanzwelt und Beratern zusammen und richtet sich an Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter von Solartechnikherstellern und Großhändler sowie Berater, Politik, Financiers und Fachpresse.