Pflicht für erneuerbare Energien in Baden-Württemberg?

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Bei der Sonnenseite von Franz Alt ist ein Artikel zu finden, in dem es heißt, das ab dem Sommer kommenden Jahres Neubauten nur noch bei Verwendung von erneuerbaren Energien errichtet werden dürfen. Bauhhern dürfen zwischen Solarzellen, Holzpellets oder Erdwärme wählen, ich nehme an das sind nur Beispiele (was wäre mit Solarwärme?). Die Förderung von erneuerbaren Energien will das Bundesland im Gegenzug um fünf Millionen Euro erhöhen.
Eine Quelle gibt es in dem Artikel nicht, und beim Bundesverband erneuerbare Energien gibt es keine Information dazu. Auch bei Google habe ich dazu nichts weiter gefunden. Ich kann das auch nicht glauben, dass solch eine Vorschrift aus Baden-Württemberg kommen soll. Die Landesregierung hat sich bisher nicht mit Interesse an erneuerbaren Energien ausgezeichnet und eine Pflicht zum Einsatz von erneuerbaren Energien kann ich mir nicht vorstellen. Wenn jemand mehr weiß, würde ich mich über eine kurze Info als Kommentar freuen.

Gespeicherte Windenergie als CO2-freie Regelenergie.

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Das große Problem der erneuerbaren Energien, insbesondere Windenergie, ist die fehlende Kalkulierbarkeit. Der Energieversorger kann Windkraftwerke nicht so zuschalten, wie der Bedarf es nötig macht. Eine Forschungsgruppe der Universität Oldenburg macht sich jetzt daran Speichermöglichkeiten für Strom aus Windenergieanlagen zu speichern.
In dem Projekt HyWindBalance wird ein System untersucht und erprobt, das Windparks mit dem einfach speicherbaren Energieträger Wasserstoff kombiniert. Wesentliche Elemente einer solchen Anlage sind Elektrolyseure, Wasserstoff-Speicher, Brennstoffzellen und eine intelligente Regeleinheit, die den Betrieb des Gesamtsystems u. a. auf der Basis von Prognosen der Last und der Produktion von Windstrom optimiert.
Das Ziel der Projektarbeit ist ein Wind-Wasserstoff-System, das als »virtuelles Kraftwerk« der Windenergie neue Optionen eröffnet, wie eine planbare Erzeugung, Senkung des Bedarfes an Regelenergie aus konventioneller Kraftwerksleistung (Minutenreserve) und eine Vermarktung von Windstrom auf dem Spot-Markt als Regelenergie bzw. zur Spitzenlastdeckung. Und das alles CO2-frei!
Quelle und weitere Infos unter: http://idw-online.de/pages/de/news189274

EneV-Software Sammlung

Meine Sammlung von Software zur Energieeinsparverordnung (EnEV) war bisher immer sehr beliebt. Dann werde ich diese und weitere Linksammlungen hier auch fortführen:

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Erstes Bioenergiedorf in Baden-Württemberg eingeweiht

Bioenergie zur Nahwärmenutzung ist in Baden-Württemberg immer mehr auf dem Vormarsch. Habe heute einen älteren Artikel gefunden von der Einweihung des ersten Bioenergiedorfs in Baden-Württemberg. Dieser Artiekl beruht auf einer Pressemitteilung des Ministeriums für Ernährung und ländlichen Raumes. Das Konzept des Bioenergiedorfes sieht eine Nutzung der Abwärme einer Biogasanlage für die Wärmeerzeugung des gesamten Dorfes vor. Zusätzliche Wärme stellt eine Holz-Hackschnitzelheizung mit 900 Kilowatt zur Verfügung. Die Wärmeverteilung erfolgt durch ein vier Kilometer langes Nahwärmenetz.
Aber lest selbst bei „Bauern machen Watt“.

Mieterbund spricht sich für bedarfsorientieren Energieausweis aus

Bei dem verbrauchsabhängigen Energieausweis können zwei identische Wohnungen völlig unterschiedliche Werte für den Energieverbrauch enthalten, daher ist das Anliegen des Mieterbundes nur verständlich.

„Wir fordern die Einführung eines einheitlichen bedarfsorientierten Energieausweises. Nur die Bedarfsberechnung gewährleistet ein für alle Gebäudetypen einheitliches qualitatives Berechnungsverfahren“, erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, bei der heutigen Verbändeanhörung zur Energieeinsparverordnung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Rips begrüßte, dass endlich der Entwurf der Energieeinsparverordnung vorgelegt und damit auch der Energieausweis eingeführt werde. Er warnte aber vor falschen Kompromissen, nicht sinnvollen Wahlmöglichkeiten und den Gefahren, dass in Deutschland ein Flickenteppich von Gebäudeausweisen entstehe.
„Die Vielzahl von Optionen für Neubau, Ausbau, Wohnungsbestand, Gebäude mit bis zu vier und mehr als vier Wohnungen, vor und nach 1977 gebaut, wird eine beispiellose Verwirrung stiften. Wir lehnen einen verbrauchsorientierten Energieausweis ab. Der Energieausweis muss die energetische Qualität des Gebäudes und der Anlagentechnik beschreiben, nicht das Nutzerverhalten im Haus.“

Aus diesem Grund hält der Deutsche Mieterbund auch die im Verordnungsentwurf vorgesehene Wahlmöglichkeit zwischen Energie-Bedarfsausweis und Energie-Verbrauchsausweis bis zum 1. Januar 2008 für falsch.

„Mit dem Energieausweis soll faktisch eine Zertifizierung des energetischen Zustandes der Immobilie vorgenommen werden. Mit der Transparenz über den Energiebedarf des Gebäudes wird Mietern und Käufern von Immobilien eine wichtige Orientierungshilfe an die Hand gegeben“, sagte der Mieterbund-Direktor. „Echte Vergleichbarkeit setzt aber voraus, dass die Ergebnisse des Ausweises leicht darstellbar und kommunizierbar sind. Deshalb fordern wir die Festlegung auf das bereits etablierte EU-Energieeffizienzlabel (Treppenlabel), das eine Einteilung in Energieklassen ermöglicht.“

Wer den Energieausweis als Transparenzmittel ernst nimmt, muss auch dafür sorgen, dass sein Inhalt allen Beteiligten zugängig gemacht wird. Der Deutsche Mieterbund erwartet deshalb, dass ab einer bestimmten Größenordnung auch eine Verpflichtung in die Verordnung aufgenommen wird, den Energieausweis im Gebäude auszuhängen. So können alle Bewohner des Hauses über den Inhalt des Energieausweises problemlos informiert werden.

Nach dem Entwurf der Energieeinsparverordnung ist vorgesehen, dass Eigentümer und Vermieter verpflichtet sind, im Falle des Verkaufs oder der Vermietung Kauf- und Mietinteressenten einen Energieausweis zugänglich zu machen. Eigentümer und Vermieter von Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten sollen wählen können, ob sie den Energieausweis auf der Grundlage des errechneten Energiebedarfs oder des tatsächlichen Energieverbrauchs einsetzen. Das Gleiche gilt für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, die entsprechend dem Standard der 1977 erlassenen Wärmeschutzverordnung errichtet oder später auf diesen Standard gebracht wurden. Nur für Wohngebäude aus der Zeit vor der Wärmeschutzverordnung von 1977, die dieses Qualitätsniveau nicht erreichen, soll ab dem 1. Januar 2008 der Bedarfsausweis verbindlich gemacht werden. Übergangsweise soll die Wahlfreiheit zwischen Energieausweisen auf Bedarfs- und auf Verbrauchsgrundlage vor dem 1. Januar 2008 uneingeschränkt gelten.