Neuer Blog zum Thema Bioenergie

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Heute habe ich einen neuen Blog zum Thema Bioenergie entdeckt. Er nennt sich Informationsplattform Bioenergie und informiert anhand von Praxisbeispielen „für die Praxis“ (wie es so schön heißt im Untertitel) über verschiedene Projekte. Das besondere an diesem Blog ist, dass es zu jedem Beitrag einen kleinen Video-Beitrag gibt, so genannte Podcasts. Allerdings ist nicht zu erkennen, wer hinter dem Angebot steckt, wäre aber schön zu wissen.

Speicherung von Windenergie mit Druckluft

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In mehreren Artikeln hatte ich schon über die Bemühungen der Speicherung von Windenergie berichtet. Jetzt hat die WELT von einem ganz anderen Projekt dieser Art berichtet. Ähnlich wie bei einem wassbetriebenen Pumpspeicherwerk soll beim Durckluftspeicherwerk die überschüssig vorhandene Windenergie mit Druckluft in eine Salzkaverne gepresst werden. Übersteigt die Nachfrage das Angebot wird die Druckluft wieder entspannt und zu Strom umgewandelt. Ziel des Projektes ist einen Wirkungsgrad, wie bei herkömmlichen Pumpspeicherwerken zu erreichen. Dieser liegt bei ca. 75%.
Mal sehen, ob wir auch von diesem Projekt noch mehr lesen werden. Immerhin ist mit ALSTOM ein großes Industrieunternehmen an diesem Projekt beteiligt.
Der Artikel in der Welt.

Woche der Sonne wirbt für Solarenergie

Da kann ich mich doch nur anschließen:

Vom 28. April bis 6. Mai 2007 findet zum ersten Mal in Deutschland die WOCHE DER SONNE statt. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) ruft Anlagenbetreiber, Initiativen, Handwerker, Kommunen und andere Akteure dazu auf, in dieser Zeit in ihren Städten und Gemeinden Veranstaltungen zur Solarenergie durchzuführen. Dafür werden Informationsmaterialien kostenlos zur Verfügung gestellt. Ziel der WOCHE DER SONNE ist es, durch öffentlichkeits-wirksame Aktionen in den Regionen das Interesse an der Nutzung der Solarenergie weiter zu erhöhen und die Möglichkeiten einer solaren Energieversorgung aufzuzeigen. Der BSW rechnet mit Veranstaltungen in vielen Hundert Städten und Gemeinden.

Ob Umwelt- und Agenda-Gruppen, Solaranlagenbetreiber, Kommunen, Handwerker, Vereine, Wirtschaftsförderstellen, Banken oder engagierte Bürger, jeder, der vor Ort eine Aktion rund um Solarwärme und Solarstrom durchführen will, kann sich registrieren und wird unterstützt. Für die Art der Veranstaltung sind keine Grenzen gesetzt: Tage der offenen Tür bei Anlagenbetreibern oder im Handwerksbetrieb, Vorträge oder Infostand, Solarausstellungen oder Schulprojekttage, alle Aktionen, die den Bürgern die Solarenergie näher bringen, sind willkommen. Unter www.woche-der-sonne.de werden die Aktionen aufgelistet.

Der BSW stellt den Akteuren für ihre Veranstaltungen im Rahmen der WOCHE DER SONNE kostenlos professionelle Informationsmaterialien zur Verfügung. Dies sind u.a. Plakate, Aktionszeitungen, Luftballons und eine Ausstellung zu Solarwärme und zu Solarstrom. Weiter wird die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und werden Tipps für die Durchführung erfolgreicher Veranstaltungen gegeben. Zusätzlich zu den lokalen Aktionen ist ein großer Solar-Event mit Politikern und Prominenten geplant.

Mit der WOCHE DER SONNE greift der BSW auf umfangreiche Erfahrungen zurück, die er in den Jahren 2005 und 2006 mit der Aktion WÄRME VON DER SONNE sammeln konnte. Damals wurden 60 ausgewählte Solarinitiativen intensiv bei ihren Aktionen betreut und eine Vortragstour durch 30 Städte organisiert. Aufgrund der sehr positiven Resonanz wird dieses Angebot nun ausgeweitet und mit der WOCHE DER SONNE bundesweit alle regionalen Initiativen und Akteure unterstützt, die in diesem Zeitraum Aktionen veranstalten. Erstmals wird zusätzlich zur Solarwärme auch die Photovoltaik abgedeckt. Damit ist die WOCHE DER SONNE die konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Aktionen. Informationen zur Aktion gibt es unter www.woche-der-sonne.de.

Mehr Infos unter http://www.woche-der-sonne.de/

Abhängigkeit von Ölimporten kann nur durch erneuerbare Energien gesenkt werden

Nachdem ich mich schon gefragt habe, ob der Herr Glos sein Haus mit Atomstrom beheizt, kommt doch noch ein sinnvoller Vorschlag aus der Bundesregierung. Umweltminister Sigmar Gabriel hat jetzt vorgeschlagen mit Wärme aus regenerativen Energiequellen die Abhängigkeit von Ölimporten zu senken. Siehe hierzu die Pressemitteilung.

„Wenn wir uns unab­hängiger von Öl- und Gasimporten machen wollen, dann müssen wir das rie­sige Potenzial der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen stärker als bisher nutzen“, so Gabriel.

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist vereinbart, die Marktpotenziale erneu­er­barer Energien im Wärmebereich unter anderem durch weitere Instrumente, wie zum Beispiel ein regeneratives Wärmenutzungsgesetz, besser erschließen.

Gabriel verwies auf die industriepolitischen Vorteile einer verstärkten Nutzung er­neuer­barer Wärme. „Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), mit dem regene­rativer Strom gefördert wird, ist binnen weniger Jahre ein ganz neuer Industrie­zweig entstan­den, der heute 170.000 Menschen Beschäftigung gibt. Die Branche der Erneuerbaren hat 5.000 neue Ausbildungsplätze bis 2008 zugesagt. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir mit einem Erneuerbare-Wärme-Gesetz wiederholen. Dazu brauchen wir verlässliche Rahmen­bedingungen und Investitionssicherheit für die Anlagenbauer“, sagte Gabriel.

Der Bundesumweltminister betonte, dass er keinerlei Festlegungen hinsichtlich der In­strumente eines Wärmegesetzes getroffen habe. „Da bin ich völlig offen, über die Ausge­staltung werden wir innerhalb der Koalition zu beraten haben. Aber dass wir ein solches Gesetz benötigen, steht für mich gerade vor dem Hintergrund der klimapolitischen Her­ausforderungen und der gegenwärtigen Energiedebatte außer Frage.“

Auch wenn es dazu vielleicht eine Wärmeabgabe geben soll, um Investitionen in Wärme aus erneuerbaren Energien zu fördern, hilft es die Heizkosten langfristig stabil zu halten, wenn man die Abhängigkeit vom Öl verringert. Der Ölpreis wird langfristig eher weiter steigen, als zu fallen. Die Wohnungswirtschaft möchte hingegen lieber bei der bisherigen Förderung bleiben, allerdings hat das die Sanierungsquote wohl kaum erhöht.

Umsetzung der EnEV in Baden-Württemberg

Das Institut IFEU hat eine Studie erstellt, um herauszufinden, wie gut die Umsetzung der Energieeinsparverordnung in Baden-Württemberg funktioniert:

Mit der Einführung der EnEV 2002 sind die Anforderungen an Architekten und Anlagenplaner gestiegen. Durch die vorgeschriebene integrierte Betrachtungsweise müssen nun alle am Bauprozess beteiligten besser zusammenarbeiten. Gleichzeitig hat sich der Staat als Kontrollinstanz im Rahmen der Deregulierung zurückgezogen. Damit muss die Umsetzung der EnEV bei Neubau und Altbausanierung vor allem auf privater Basis geregelt werden. Es bestand der Bedarf, diese Regelung kritisch zu begleiten und ihren Erfolg hinsichtlich der Erreichung der Klimaschutzziele zu evaluieren. Vor diesem Hintergrund untersuchte das ifeu-Institut gemeinsam mit ECONSULT Rottenburg die Umsetzung der EnEV in Baden-Württemberg, unterstützt von der Zukunftsoffensive III des Landes.
In der Studie wurden sowohl die Angebotsseite (Ministerien, Bauämter, Architekten, Ingeniere, Handwerker, Hersteller) als auch die Nachfrageseite über die Erfahrungen mit der EnEV im Wohnungsneubau und -bestand befragt. Zunächst erfolgte eine Bestandsaufnahme der unterschiedlichen Vollzugsregelungen in den einzelnen Bundesländern. Die Deregulierungsbemühungen im Rahmen der EnEV haben dazu geführt, dass auf behördliche Prüfungen der Nachweise und Energiebedarfsausweise sowie auf behördliche Kontrollen der Bauausführung weitgehend verzichtet wird. Die Befragungen der Akteure am Bau ergab, dass die Verlagerung der Verantwortung auf die privatrechtliche Seite nicht als ausreichend für die Einhaltung der EnEV angesehen wird. So wurde häufig angemerkt, dass das jetzige System auf Grund der fehlenden Kontrolle Fehlentwicklungen begünstigt, da Marktakteure, die die Regelungen nicht einhalten, kaum mit Konsequenzen rechnen müssen.

Die Befragungen in Baden-Württemberg haben aber auch gezeigt, dass es mit Einführung der EnEV zu einer starken Anhebung der Dämmstärken im Gebäudebestand kam. Allerdings werden auch heute noch viele Fassadensanierungen ohne Wärmedämmung ausgeführt. Damit wird das Minderungspotenzial auf Basis der EnEV-Bauteilanforderung im Wohngebäudebestand in Baden-Württemberg nur zu etwa 43 Prozent ausgeschöpft.

Um die gesamten wirtschaftlichen Potenziale umzusetzen, müssen vom Land Baden-Württemberg und vom Bund zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehören:

  • Die Sofortige Anpassung der Auslegungsbedingungen der EnEV an die aktuelle Energiepreisentwicklung.
  • Die Kurzfristige Anhebung der Dämmstandards der EnEV.
  • Die mittelfristige Einführung nachhaltiger Dämmstandards (z.B. KfW-40 oder KfW-60 mit etwa 10 kg CO2 pro m² Gebäudenutzfläche und Jahr) im Neubau.
  • Die Einführung von stichprobenartigen Kontrollen der Energieausweise und der Bauausführung seitens der Behörden zur Sicherung des Vollzugs.
  • Die ordnungsrechtlichen Maßnahmen sollten durch folgende weitere Instrumente in Baden-Württemberg ergänzt werden.

  • Die Förderung eines integrales Coachings bei der Energieberatung.
  • Die Förderung eines Premium-Produktes Energiepass/Energieberatung.
  • Die Einführung eines verbändeübergreifenden Qualitätssiegels für die Energieberatung.
  • Die Entwicklung eines nachhaltigen Sanierungsstandards für Baden-Württemberg.
  • Der Ausbau standardisierter Qualifizierungsangebote für die Anbieter- und die Nachfrageseite.
  • Weitere Informationen und die Studie zum Download gibt es beim IFEU.

    Erdwärme fürs Leben – Zukunft für Mensch und Natur in Norddeutschland

    Gastbeitrag von Content-Partner Stoltenberg-Enrgie, Robert John Doelling

    Das Klima wandelt sich spürbar. Offensichtlich stiegen Wirtschaftswachstum und Wohlstand auf Kosten der Umwelt, indem Industrie und Haushalte fossile Ressourcen ungeachtet der damit verbundenen Emission von Treibhausgasen schonungslos für Prozesse verbrannten, die durch moderne Umwelttechnik ebenfalls realisierbar wären. Doch auch das politische Klima ist merklich erhitzt. Der Kampf um Öllagerstätten, die aufwändige Erschließung neuer Ressourcen, multilaterale Abhängigkeiten bei Gas- und Öllieferungen und die Distribution durch monopolistische Strukturen im Inland zeigen die Interessenkonflikte entlang der Wertschöpfungskette der Energieversorgung deutlich auf.

    „Heureka!“ möchte man wie Archimedes von Syrakus angesichts der Fülle von neuen Heizungsmethoden rufen, die von Herstellern und Interessenverbänden überaus integer propagiert werden. Den Spagat aus Ökologie und Ökonomie schaffen jedoch nur die wenigsten. So verzerrt z.B. das Image der CO2-Neutralität der Holzheizung die Realität, da graue Energien für Herstellung und Transport der Holzpellets unbeachtet bleiben und Feinstaubemissionen in erheblichem Masse die Luft verpesten. Dass manchmal auch alte Besen besser kehren, zeigt die Renaissance der Wärmepumpe, die durch innovative Produktentwicklungen als effiziente und wartungsfreie Wärmequelle mehr denn je genutzt wird.

    Gerade in Norddeutschland ist die Erdwärmeheizung die weitaus umweltfreundlichste Heizungslösung. Da mehr als 80% des Stroms im Norden CO2-frei erzeugt werden, ist die Wärmepumpe eine klimafreundliche, feinstaubfreie und günstige Alternative. Unbedingtes Muss für die versprochene Kostenersparnis ist jedoch die optimale Anlagenplanung. Aus Unkenntnis über thermodynamische Grundsätze und Billigheimerei werden heute viele Erdwärmeheizungen falsch betrieben und verursachen unnötige Mehrkosten. Eine Erdwärmeheizung ist kein Produkt von der Stange, sondern eine individuelle Optimierungsaufgabe für versierte Fachleute. Nur die Auseinandersetzung mit der Geologie, der Immobilie und ihrer Nutzung stellt die Wirtschaftlichkeit und letztlich auch die Ökobilanz einer Erdwärmeheizung langfristig sicher.

    Eine Erdwärmeheizung ist also ein überzeugender Beitrag zum Klimaschutz und günstigste Form der Heizwärmeversorgung. Aus diesem Grund wird auch die Finanzierung von der KfW-Bank gefördert, sodass die Entscheidung für eine Erdwärmeheizung trotz hoher Investitionskosten jährlich Geld spart, unabhängig von Preissteigerungen macht und deutliche Wertsteigerung einer Immobilie ist.