IFA 2012

In der Vernetzung der elektronischen Geräte im Haushalt liegt wohl die Zukunft, aber wie sieht sie aus?

Durch die Nutzung erneuerbarer Energien, den Anschluss an ein Smart-Grid-Netzwerk oder durch die Verbindung mit der Warmwasser-Aufbereitung im Haus erschließen Miele-Hausgeräte neue Sparpotenziale und verrichten ihre Arbeit besonders umweltfreundlich.  Foto: Miele / Roman Keßler, tricklabor.com
Durch die Nutzung erneuerbarer Energien, den Anschluss an ein Smart-Grid-Netzwerk oder durch die Verbindung mit der Warmwasser-Aufbereitung im Haus erschließen Miele-Hausgeräte neue Sparpotenziale und verrichten ihre Arbeit besonders umweltfreundlich. Foto: Miele / Roman Keßler, tricklabor.com

Bei den Berichten über die Internationale Funkausstellung IFA habe ich bisher noch nichts geschrieben über das Trendthema Vernetzung der Haushaltsgeräte. Viele Hersteller aus unterschiedlichen Bereichen haben sich mit unterschiedlichen Technologien und den verschiedensten Ansätzen beschäftigt. In diesem Thema lagen die meisten Zukunftsvisionen der Aussteller, unabhängig davon, ob sie zu den Anbietern von Unterhaltungselektronik oder von Haushaltsgeräten gehören.

So hat der für Unterhaltungselektronik bekannte Konzern Toshiba ein Haushalts-Energiemanagementsystem, mit dem phantasielosen Namen „Energy Place“ präsentiert, das den aktuellen Stromverbrauch einzelner Geräte auf dem Fernsehgerät darstellt und überwacht. Ein Smart-Meter wird dazu nicht benötigt, das System ist also unabhängig von Stromanbieter, eine zentrale Box und Datenlogger an den Steckdosen werden dazu eingesetzt. Die Verbrauchsdaten werden in der Cloud gespeichert, analysiert und der Verbraucher erhält am heimischen Bildschirm Empfehlungen zum Energiesparen. Das System wurde in Frankreich entwickelt und wird dort auch zuerst eingeführt, ob es in Deutschland eingeführt wird, steht noch nicht fest.

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Ist das die Wiederauferstehung der Glühbirne?

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Glühbirnen mit LED-Technik bei Panasonic @IFA2012, Foto: A. Kühl
Glühbirnen mit LED-Technik bei Panasonic @IFA2012, Foto: A. Kühl

Der Abschied von der Glühbirne ist scheinbar vielen schwer gefallen. Manche wollen wollen die Glühbirne als Heizball weiter nutzen und andere nehmen einen höheren Energieverbrauch bei Glühbirnen für spezielle Einsätze in Kauf. Auch zu Vorratskäufen vor dem 01. September soll es gekommen sein. Man hängt noch sehr an der guten alten Glühbirne und sorgt sich wegen fehlenden Alternativen.

Vor der Energiesparlampe sorgt man sich hingegen wegen flackerndem Licht und Quecksilber in der Lampe. Lange Startzeiten stören viele Verbraucher ebenfalls. Sie erscheint keine geeignete Alternative zu sein.

Wenn man den Schritt nun weiter geht zur Beleuchtung mit LED, muss man auf verschiedene Punkte achten, um zufrieden zu sein mit dem gewählten Leuchtmittel. Vor allen Dingen, ist es wichtig auf die Lichtfarbe zu achten, ist warmweiß oder kaltweiß das richtige Licht? Ist die Leucht hell genug? Die Auswahl ist schwieriger geworden als bei der Glühbirne, wo man sich nur zwischen 40 und 60 Watt, bzw. matt oder klar, entscheiden musste.

Glühbirne 2.0?

Doch jetzt habe ich auf der IFA in Berlin etwas neues entdeckt, sozusagen die Glühbirne 2.0. Dieses Produkt könnte den LED-Markt revolutionieren, denn es gibt jetzt eine Glühbirne mit LED-Technik und das Licht sieht aus wie bei einer herkömmlichen Glühbirne. Ich hoffe, das Bild oben bringt meinen Eindruck gut rüber, es sah vor Ort aus, als würden dort noch Glühbirnen leuchten. …mehr »

DUH kritisiert Haushaltsgerätehersteller wegen fehlender Angaben zu Energieeffizienz

EU-Label hilft, Stromkosten zu sparen
EU-Label hilft, Stromkosten zu sparen: Wer auf das EU-Label achtet, spart ordentlich Stromkosten. Mit einem A+++-Gerät lassen sich bis zu 70 Prozent Stromkosten gegenüber einem A-Gerät sparen. Quelle: stromeffizienz.de

Zum Auftakt der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) die Mehrheit der Hersteller von Haushaltsgroßgeräten erneut stark für die fehlende Kennzeichnung zu Energieverbrauch und Energieeffizienz kritisiert. Die Umwelt- und Verbraucher-schutzorganisation wirft den Unternehmen Siemens, Liebherr, Bosch, Samsung, Panasonic, Gorenje und Haier vor, gegen deutsches und europäisches Klimaschutzrecht zu verstoßen. Entgegen der gesetzlichen Pflicht, präsentieren die genannten Hersteller ihre Geräte auf der IFA ohne energieverbrauchsrelevante Informationen. Nachdem sie im vergangenen Jahr von der DUH abgemahnt wurden, kennzeichnen in diesem Jahr zumindest die Unternehmen Electrolux, AEG, ElectronicPartner und Miele ihre ausgestellten Geräte korrekt.

„Dass deutsche Schwergewichte unter den Haushaltsgeräteherstellern zwischenzeitlich vor Gericht dafür kämpfen, die Angaben über Energieeffizienz und Stromverbrauch verweigern zu dürfen, zeigt das ehrliche Desinteresse dieser Firmen am Klimaschutz“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Dabei ist die Begründung, die Geräte würden auf der Messe nicht verkauft, mehr als fadenscheinig. Wo wenn nicht auf der IFA kann sich der interessierte Konsument über die Produktneuerscheinungen informieren? Angesichts steigender Strompreise ist die Angabe zu Energieeffizienz von zentraler Bedeutung.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die DUH die IFA-Aussteller aufgefordert, die präsentierten Kühlschränke, Waschmaschinen und Wäschetrockner mit den gesetzlich vorgeschriebenen Energieetiketten zu versehen. Nach den bestehenden Energieverbrauchskennzeichnungsvorschriften müssen Haushaltsgroßgeräte, die für den Endverbraucher ausgestellt werden, mit dem bunten Energielabel von der Skala grün (hoch effizient) bis rot (nicht effizient) sowie Angaben zum Stromverbrauch gekennzeichnet sein.

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Für die sparsamsten Haushaltsgeräte muss man genauer hinsehen

Energiesparchampions von BEKO auf der IFA 2012
Energiesparchampions von BEKO auf der IFA 2012

Heute beginnt die Internationale Funkausstellung IFA in Berlin. Neben den vielen TV-Geräten, Smartphones, Tablets und anderen Gadgets für Geeks, die in scheinbar fast jedem Blog Thema sind, geht es dort auch um Haushaltsgeräte. Dies konnte man ja schon nachlesen in den Beiträgen der letzten Zeit. Die Beiträge zur Energieeffizienz bei Haushaltsgeräten auf der IFA 2012 habe ich auf einer eigenen Seite zum nachlesen gesammelt.

Energieeffizienz spielt bei den großen und bekannten Ausstellern von Haushaltsgeräten immer eine Rolle. Alle betonen ihr Engagement in dieser Richtung und weisen auf ihre Erfolge bei der Reduzierung des Stromverbrauchs der Geräte hin. Die Erfolge sind auch da, in vielen Bereichen ist die Energieeffizienzklasse A+++ mittlerweile Standard.

Dieser Standard wird inzwischen sogar häufig übertroffen und man liest dann z.B. von der Energieeffizienzklasse A+++ -30%. Es ist, wie ich bereits im letzten Artikel zur IFA geschrieben hatte, sogar ein Wettrennen um die effizientesten Geräte entstanden. Manche Hersteller sprechen sogar von einem Rekord oder gar Weltrekord.

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Hersteller liefern sich Wettrennen über die effizientesten Haushaltsgeräte

Talkrunde im Bosch Home Forum @IFA
Talkrunde im Bosch Home Forum @IFA

Energieeffizienz ist bei Haushaltsgeräten ein ganz wichtiges Thema. Der Geschäftsführer der dena, Stephan Kohler, hat diese Woche im Deutschlandradio betont, dass mit neuen Geräten die steigenden Stromkosten aufgefangen werden können. Mein Eindruck vom ersten Tag der Pressekonferenzen zur IFA 2012 bestätigt diese Aussage. Bei allen drei Herstellern, die ihre Messestände heute der Presse vorgestellt haben, war Energieeffizienz und damit der Stromverbrauch ein wichtiges Thema, bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger.

Auffallend ist aber auch, dass das System der Energieeffizienzklassen mittlerweile von den Herstellern völlig ins lächerliche gezogen wird. Wie soll ein Verbraucher noch verstehen, dass Geräte einen Stromverbrauch von 30% oder mehr unterhalb der Anforderung für die Energieeffizienzklasse A+++ haben? Oder wissen Verbraucher, dass Geräte mit der Energieeffizienzklasse A+ einen um 50% höheren Stromverbrauch haben als mit der Effizienzklasse A+?

Stand der Technik sind, und das fand ich sehr erstaunlich, mittlerweile auch Wäschetrockner mit einer Energieeffizienzklasse A+++ (Stromverbrauch in kWh). Siemens und Bosch stellen diese bereits auf der IFA aus. Miele wird im kommenden Jahr einen Wäschetrockner auf den Markt bringen, der sogar 65% weniger Strom benötigt als die Effizienzklasse A+++.

Bei Miele wird zudem die Serie der Geräte mit Anschluss an die thermische Solaranlage, vom Trockner und der Waschmaschine hatte ich bereits berichtet, im kommenden Jahr mit einem Solar-Geschirrspüler ergänzt. Der Stromverbrauch reduziert sich dann pro Spülgang auf 0,05 kWh.

Generell sind Haushaltsgeräte mit der Energieeffizienzklasse A+++ heute der Stand der Technik, andere Geräte werden kaum noch gezeigt bei allen Herstellern, die ich heute schon sehen konnte. Was die anderen Hersteller, vor allem die asiatischen Hersteller, machen, werde ich erst in den kommenden Tagen auf der IFA sehen.

Für Bosch, die die meisten Geräte baugleich mit Siemens anbieten, steht der Stand auf der IFA unter dem Motto „Pioniere der Energiewende für den privaten Haushalt“. Die Senkung des Stromverbrauchs ist eine der Grundpfeiler der Energiewende, auch wenn nur über die Förderung der erneuerbaren Energien diskutiert wird. Zudem kann damit der viel diskutierte Anstieg der Strompreise kompensiert werden.

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Energiesparend Koffein tanken mit Zertifizierung vom TÜV

Passend zur aktuellen Reihe über energiesparende Haushaltsgeräte anläßlich der IFA, die am Freitag in Berlin ihre Tore öffnet, ist diese Meldung des TÜV Süd. Auf meiner Sonderseite zur IFA sind alle Artikel zu diesem Thema zusammen gefasst.

DeLonghi Pri­madonna S De LuxeEin Kaffeevollautomat gehört in vielen Küchen zur Grundausstattung. Wer sich ein neues Gerät zulegen möchte, sollte auch auf Gebrauchstauglichkeit und Energieeffizienz achten – damit der Genuss lange anhält und nicht zulasten der Stromrechnung geht. Die Produktprofis von TÜV SÜD haben die wichtigsten Tipps zu Kauf und Einsatz der Geräte zusammengefasst. Die Energieeffizienz von Haushaltsgeräten ist auch Thema beim Auftritt von TÜV SÜD auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin (Halle 7.1C am Stand 106).

– Wie schnell heizt sich der Kaffeevollautomat auf Betriebstemperatur auf? Wie viel Strom verbraucht das Gerät, um einen servierfertigen Espresso oder Cappuccino zu produzieren? Diese Faktoren sind wichtig für die Aussage, wie viel Energie zur Deckung des Koffeinbedarfs auf Dauer verbraucht wird.

– Weitere Aspekte für die Energieeffizienz: Schaltet sich der Kaffeebereiter automatisch ab, wenn er gerade nicht brühen und aufschäumen muss? Zudem sollte sich das Gerät auch komplett ausschalten lassen – ohne dass man den Netzstecker ziehen muss. So kann man den schleichenden Stromverbrauch durch Standby vermeiden. Im Standby sollte der Kaffeevollautomat möglichst genügsam mit Strom umgehen. Aktueller Richtwert sind Verbräuche, die deutlich unter 0,5 Watt liegen.

– Wer das Kriterium Energieeffizienz ganz oben auf der Liste stehen hat, kann sich am TÜV SÜD-Prüfzeichen Performance oder Energieeffizienz orientieren. Es setzt auf das GS-Prüfzeichen auf, das die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für die Sicherheit der Geräte bescheinigt. Für die Qualitätsprüfzeichen beschäftigen sich die Produktprofis im TÜV SÜD-Labor ausführlich mit Aspekten der Gebrauchstauglichkeit.

– Wichtiger Punkt der TÜV SÜD-Tests: Geschmack und Qualität (zum Beispiel Schichtdicke, Bedeckungsgrad und Struktur der Crema) des Espressos. Ebenfalls im Fokus: Wie viel Wasser wird beim Milchaufschäumen verbraucht? Passt die Kaffeetemperatur? Auf dem Weg zum Prüfzeichen untersuchen die TÜV SÜD-Fachleute auch die Langlebigkeit des Gerätes.

– Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium beim Kauf einer neuen Maschine: Ist die Menüführung selbsterklärend und einprägsam? Das – wie auch alle Abläufe vom Aufbau bis zur Reinigung – sollte man sich vor dem Kauf im Fachhandel erklären und demonstrieren lassen.

– Wichtige Kriterien für die Reinigung: Kann man Auffangbehälter und Milchdüse in den Geschirrspüler geben? Ist die Brüheinheit einfach zu entnehmen und zu säubern, der Geräteinnenraum einfach zugänglich? Hat das Gehäuse eine pflegeleichte Oberfläche? Solche Aspekte entscheiden darüber, ob ein Kaffeevollautomat lange in Betrieb bleibt oder schnell ausgemustert wird.

– Hinweise des Herstellers zur regelmäßigen Reinigung und zur Entkalkung der Maschine sind auf jeden Fall zu beachten. Vor der ersten Tasse Espresso oder Cappuccino sollte auf jeden Fall die Lektüre der Bedienungsanleitung stehen. Die Anleitung wird von den TÜV SÜD-Experten übrigens auch kritisch gelesen – auf Vollständigkeit und Verständlichkeit.

Hinweis: Wie Kaffee aus TÜV SÜD-geprüften Vollautomaten schmeckt, können die Besucher am TÜV SÜD-Stand auf der der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin überprüfen. Der Prüf- und Zertifizierungsdienstleister ist auf der IFA vom 31. August bis 5. September 2012 in Halle 7.1C am Stand 106 zu finden. Die Schwerpunktthemen: Qualität und Energieeffizienz von Haushaltsgeräten.