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Archiv für die 'Strom' Kategorie

Wie Sie Angaben zum Stromverbrauch von TV-Geräten finden

2. September 2010

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat anlässlich der morgigen Eröffnung der Internationalen Funkausstellung IFA die EU-Kommission aufgefordert, den Weg für die Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Fernsehgeräten freizumachen. Ein sinnvoller Kennzeichnungsvorschlag liege seit Längerem vor. Dieser stößt nach BUND-Angaben jedoch auf den Widerstand einiger TV-Hersteller, die befürchteten, dass als ineffizient gekennzeichnete TV-Geräte zu Ladenhütern würden. Verlierer seien die Verbraucher, die weiterhin nicht erkennen können, wie viel Strom ein neues TV-Gerät benötige. Die Stromverbräuche variieren nach BUND-Angaben erheblich. Sparsame Geräte mit LED-Technik benötigten bis zu 50 Prozent weniger Strom als Durchschnittsgeräte. Mit dem interaktiven BUND-TV-Finder (http://www.bund.net/tv-finder) können Verbraucher unter rund 700 Geräten, inklusive der IFA-Neuheiten, das für sie passende Geräte ermitteln. Der TV-Finder wurde gemeinsam mit dem Öko-Institut e. V. entwickelt.

Das sparsamste Gerät des TV-Finders, ein LED-TV mit einer Bilddiagonale von 80 Zentimeter, verursache über eine Lebensdauer von zehn Jahren rund 160 Euro, das verbrauchsintensivste Plasma-Gerät mit einer Bilddiagonale von 160 Zentimetern über 1300 Euro Stromkosten.

Christian Noll, BUND-Experte für Energieeffizienz: „Große Fernseher und andere verbrauchsintensive Elektrogeräte treiben den Energieverbrauch in die Höhe und belasten so das Klima. Sparsame Geräte können den Markt nur erobern, wenn die Verbraucher sie auch erkennen. Es ist vollkommen unverständlich, dass das Label für Fernseher immer noch blockiert wird. EU-Energiekommissar Günther Oettinger muss endlich den Weg frei machen für eine sinnvolle Verbrauchskennzeichnung.“

Die Energiekennzeichnung könnte eigentlich schnell umgesetzt werden. Uneinigkeit  herrsche noch bei der Frage, wie die Klasseneinteilung beim neuen Label vorgenommen werden sollte, ob die effizientesten TV-Geräte in die Klasse A oder in Zusatzklassen wie A+ eingestuft werden.

Stéphanie Zangl, Expertin für TV-Geräte beim Freiburger Öko-Institut: „Wichtig ist es vor allem, die Kennzeichnung so bald wie möglich einzuführen, um Verbrauchern endlich eine  Entscheidungshilfe beim Kauf sparsamer Fernseher zu bieten. Die effizientesten TV-Geräte sollten eindeutig mit einem A gekennzeichnet sein. Diese Bezeichnung und der auf dem Label erscheinende Stromverbrauch helfen nicht nur Verbrauchern, sondern motivieren  auch die Hersteller sparsame Geräte zu entwickeln.“

Die Wirkung von Energielabeln belege die Erfolgsgeschichte der Kühlschrank-Kennzeichnung. Seit Einführung des Labels im Jahr 1995 sei der Stromverbrauch von Kühl-Gefrier-Kombinationen durchschnittlich um zwei Drittel gesunken.

Der TV-Finder von BUND und Öko-Institut mit  über 700 Geräten und eine Übersicht über die sparsamsten TV-Geräte zur IFA ist im Internet abrufbar unter: www.bund.net/tv-finder

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Mehr zu energieeffizienten Hausgeräten auf der IFA 2010

1. September 2010

Den gestrigen Beitrag zu energieeffizienten Haushaltsgeräten auf der IFA 2010 kann ich mit noch weiteren Beispielen ergänzen. Diese Beispiele zeigen, dass noch Potential vorhanden ist und die Industrie dieses Thema sehr ernst nimmt. Wichtig ist aber auch, dass diese Geräte auf dem Markt ankommen und somit zu einem geringeren Stromverbrauch in Haushalten beitragen.

Die koreanische Fa. LG Electronics Inc. präsentiert mehrere Kühl-Gefrierkombinationen der Energieeffizienzklasse A++ auf der IFA:

Mit Energieeffizienzklasse A++ verbrauchen die Kühl-Gefrierkombinationen GB7143A2HZ, GB7143AERZ und GB7138PVXZ 45 Prozent weniger Energie als Modelle der Energieeffizienzklasse A. So lassen sich beispielsweise im Vergleich zu Geräten der Energieeffizienzklasse A in einem Zeitraum von zehn Jahren die Energiekosten um bis zu 615 Euro senken. Denn im Gegensatz zu Kompressoren mit vier Reibungspunkten minimiert der Linear Kompressor die notwendige Antriebstechnik auf nur einen Reibungspunkt. Das verursacht weniger Geräusche und senkt den Energieverbrauch nachweislich. Eine innovative Technologie, die überzeugt: LG gewährt auf den Linear Kompressor zehn Jahre Garantie. Ein weiterer Pluspunkt: Das lästige Abtauen entfällt komplett, denn mit der Total No Frost-Technologie, die LG in alle Kühlgeräte integriert, wird im Inneren ständig Feuchtigkeit entzogen, so dass Eis überhaupt nicht erst entstehen kann. Als Multi-Airflow-System sorgt Total No Frost zudem für eine extrem schnelle und gleichmäßige Kühlung. Das hält Lebensmittel nicht nur länger frisch, sondern auch den Innenraum sauberer, hygienischer und geruchsfrei.

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/57776/1674626/lg_electronics

Der Gütersloher Hersteller von Haushaltsgeräten Miele geht einen ganz anderen Weg. Miele präsentiert auf der IFA Geräte für das künftige Smart-Grid, die sich bei günstigeren Strompreisen selbständig einschalten können:

Wie in anderen europäischen Ländern – Beispiele sind die Schweiz und Frankreich – wird sich der Strommarkt in Deutschland in den kommenden Jahren stärker an Angebot und Nachfrage orientieren. Ein realistisches Szenario: Zu Spitzenlastzeiten wird Strom teurer. Günstigere Tarife sind zu erwarten, wenn die Auslastung des Stromnetzes tageszeitabhängig geringer ist, an Sonn- und Feiertagen oder wenn der Anteil regenerativ erzeugter Energien im Netz besonders hoch ist.* Mit der Smart-Grid-Technologie können Miele-Hausgeräte automatisch den jeweils günstigsten Stromtarif nutzen, den ein Energieversorgungsunternehmen (EVU) anbietet.

Erste Geräte mit Smart-Grid-Funktion, die das Unternehmen zur IFA zeigt, sind eine Waschmaschine und ein Trockner. Die Modelle können mit einem zusätzlichen Kommunikationsmodul ausgestattet werden und tauschen über die vorhandene Stromleitung im Haus Daten mit dem Miele-Gateway aus. Auf dem Gateway – eine Box im kompakten Format – sind sowohl Steuerungsfunktionen wie „Start“ und „Stop“ als auch ein Kalender hinterlegt. Für die Installation verbindet der Benutzer seinen PC mit dem Gateway und gelangt so auf die Benutzeroberfläche des Gateways. Dort trägt er die Stromtarife des Energieversorgers im Kalender ein. Noch einfacher ist es, wenn das Energieversorgungsunternehmen die Tarife beispielsweise in Form einer RSS-Meldung über den WLan-Router direkt auf das Gateway überträgt. Diesen Service werden die EVUs aber vermutlich noch nicht mit Einführung der Tarif-Staffelung anbieten.

Nach Eingabe der Tarife aktiviert der Benutzer am Hausgerät über das Display die Smart-Start-Funktion. Es folgt die Eingabe des frühesten Starttermins (beispielsweise 7 Uhr) und der spätesten Endzeit (beispielsweise 20 Uhr). So ist gewährleistet, dass etwa der Waschvorgang zu einem definierten Zeitpunkt abgeschlossen ist. Außerdem werden Gerätelaufzeiten in der Nacht, so sie nicht gewünscht sind, vermieden. Nach Abschluss der Installation starten die intelligent vernetzten Miele-Hausgeräte automatisch zum günstigsten Stromtarif. „In den kommenden Jahren können wir eine sehr uneinheitliche Entwicklung der Stromtarife in Deutschland erwarten. Mit Smart-Grid-fähigen Hausgeräten bietet Miele eine Lösung für den Energiemarkt der Zukunft an“, sagt Peter Hübinger, Leiter des Miele-Werks Electronic.

Quelle und mehr Infos: Miele Pressebereich zur IFA 2010

Der angekündigte Wärmepumpentrockner ist mit 2 kWh Verbrauch pro Trocknungsvorgang relativ gut, aber es gibt auch Trockner, die einen geringeren Verbrauch haben (von Bosch/ Siemens mit 1,6 kWh oder von AEG mit 1,9 kWh).

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Energieeffiziente Hausgeräte auf der IFA 2010

31. August 2010


Gestern hatte ich im Artikel “Energieeffizienz spielt in Energiekonzept keine Rolle” noch geschrieben, dass die deutsche Wirtschaft durchaus viel in  Sachen Energieeffizienz leistet und auch noch Potential hat. Dies wird in den kommenden Tagen hoffentlich wieder auf der internationalen Funkausstellung IFA in Berlin zu sehen sein. Ich bin jedenfalls gespannt welche Rolle die Energieeffizienz dort spielen wird, immerhin gibt es schon ein paar interessante Ankündigungen.

Im folgenden zwei Beispiele von Hausgeräte-Herstellern, weitere energieeffiziente Produkte kann ich in den kommenden Tagen gerne vorstellen.
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Umweltverbände fordern und fördern den Austausch stromfressender Kühlschränke

30. August 2010

Zum Start der Internationalen Funkausstellung IFA (3. September) in Berlin fordert die Kampagne “energieeffizienz – jetzt” Maßnahmen zur Verbreitung effizienter Kühlgeräte. Bei rund 30 Millionen veralteten Kühlgeräten in Deutschland wäre ein flächendeckender Austausch ineffizienter Geräte ein großer Beitrag für den Klimaschutz, von dem alle profitierten, so die Verbände. Ein sparsamer A++-Kühlschrank verbraucht nach Angaben der Initiatoren bis zu 50 Prozent weniger Strom als ein Gerät der A-Klasse. Um effiziente Geräte zu erkennen, fehle es jedoch an einer für Verbraucher eindeutigen Kennzeichnung. Erforderlich seien außerdem funktionierende umfassende Rücknahmesysteme für Altgeräte, so die Träger von “energieeffizienz – jetzt!”, das sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), das Öko-Institut, der Bundesarbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) und der Deutsche Naturschutzring (DNR).

Während des Aktionsmonats, den der BUND gemeinsam mit co2online und den Handelsketten MEDIMAX und ElectronicPartner: (EP) ausruft, wird Verbrauchern der Austausch ihrer stromfressenden Kühlschränke leicht gemacht. Vom 3. bis zum 30. September erhalten sie beim Kauf eines Kühlgerätes in den MEDIMAX-Filialen und bei EP-Markenhändlern gegen Gutschein einen Bonus von bis zu 100 Euro. Voraussetzung ist der Kauf eines besonders sparsamen A++-Gerätes eines Markenherstellers. Die Entsorgung des alten Modells erfolgt durch den Händler. Der Gutschein und weitere Informationen zur Teilnahme sind unter http://www.bund.net/ifa-aktionsmonat abrufbar. Die Gutscheine können in allen teilnehmenden Standorten von MEDIMAX und EP eingelöst werden.

Christian Noll, BUND-Energieeffizienz-Experte: “Der Kauf sparsamer Kühlgeräte zahlt sich in jedem Fall aus. Dennoch schrecken Verbraucher oft vor den höheren Anschaffungskosten zurück. Damit veraltete und energiefressende Haushaltsgeräte schneller ausgetauscht werden, muss ein staatliches Markteinführungsprogramm für die effizientesten Geräte aufgelegt werden.”

“Dass die ‘Abwrackprämie’ für Stromfresser funktioniert, zeigen erfolgreiche Aktionen in den Niederlanden, Italien und Österreich”, sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen. Dort seien die Preise bei den effizientesten Geräten durch die hohe Nachfrage bereits gesunken. “Frühere Vorschläge für Effizienzprogramme aus dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium müssen endlich umgesetzt werden, wenn Deutschland nicht Schlusslicht in Europa werden will.”

Dietlinde Quack, Leiterin der Verbraucher-Informationskampagne EcoTopTen am Öko-Institut e.V., kritisierte, dass Verbraucher nicht erkennen können, wie viel ein effizientes Gerät durch den geringeren Stromverbrauch an Folgekosten einspare. “Die Gesamtkosten, die über die Lebensdauer eines Gerätes entstehen, müssen beim Kauf ausgewiesen werden. Hier sollte die Bundesregierung nachbessern.” Auf der Internetseite www.ecotopten.de bietet das Öko-Institut eine Übersicht über die sparsamsten Kühl- und Gefriergeräte der Energieeffizienzklasse A++ – einschließlich der jährlichen Gesamtkosten im Vergleich zu marktüblichen, ineffizienteren Produkten.

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Mit effizienten Haushaltsgeräten die Stromkosten senken

12. August 2010

Moderne Haushaltsgeräte werden immer effizienter und verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger Strom und Wasser als vergleichbare Geräte von vor zehn Jahren. Dieser Trend zu effizienten Geräten zeigt sich auch wieder auf der diesjährigen IFA in Berlin. Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) empfiehlt Verbrauchern, alte Haushaltsgeräte durch moderne, energieeffiziente Modelle zu ersetzen. Wer zum Beispiel eine Kühl-Gefrierkombination aus dem Jahr 2000 gegen ein modernes, energieeffizientes Gerät der Effizienzklasse A++ austauscht, spart im Jahr über 40* Euro Stromkosten. Wird ein alter Gefrierschrank ausgetauscht, lassen sich fast 50* Euro im Jahr einsparen.

Um Verbraucher bei der Wahl eines neuen Gerätes zu unterstützen, stellt die dena im Rahmen ihrer Initiative EnergieEffizienz unter www.stromeffizienz.de verschiedene Auswahlhilfen zur Verfügung. So können Verbraucher mit Hilfe von Checks für Kühl- und Gefriergeräte sowie für Waschmaschinen, Geschirrspüler und Wäschetrockner schnell und einfach herausfinden, wie viel Geld ein modernes, hocheffizientes Gerät gegenüber einem alten Modell einspart. Die TopGeräte-Datenbank gibt einen Überblick über die effizientesten Geräte, die aktuell am Markt erhältlich sind.

Auch bei modernen Haushaltsgeräten bestehen noch deutliche Unterschiede beim Stromverbrauch. So kann zum Beispiel bei neuen Kühl- und Gefriergeräten der gleichen Kategorie der Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent auseinanderliegen. Wer sich ein neues Gerät kauft, sollte auf jeden Fall die angegebene Energieeffizienzklasse und den ausgewiesenen Stromverbrauch verschiedener Modelle vergleichen.

Weitere Informationen rund um das Thema Stromeffizienz im Haushalt unter www.stromeffizienz.de oder bei der kostenlosen Energie-Hotline: 08000 736 734. Die Initiative EnergieEffizienz ist eine Kampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

*Annahmen: Strompreis 21 ct/kWh. Größe Kühl-Gefrierkombination 300 l, Gefrierschrank 250l.

Auf das Thema Energieeffizienz von Haushaltsgeräten werde ich in den nächsten Wochen den Schwerpunkt legen und hoffentlich mit Berichten von der IFA abrunden.

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Werbung für Klimageräte oft mit falschen Angaben zur Energieeffizienz

21. Juli 2010

Bei den aktuellen Temperaturen (30° C um 22.30 Uhr) sind Artikel zu Klimageräten vielleicht das passende Thema, auch wenn vermutlich kein Leser eines besitzt oder kaufen möchte. Oder sehe ich das falsch?

Mobile Klimaanlagen werden häufig mit irreführenden Klimaschutzargumenten beworben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und sechs Verbraucherzentralen haben deshalb 35 Unternehmen abgemahnt, die für Klimaanlagen mit fehlenden, falschen oder scheinbar positiven Angaben warben.

Die 35 Hersteller und Händler der Klimageräte wurden abgemahnt, weil die Produkte gar nicht oder falsch in Bezug auf ihre Energieeffizienz und den Verbrauch gekennzeichnet waren, und/oder mit Hinweisen wie “voll ökologisch” oder “hoch effizient” warben, obwohl der Stromverbrauch dieser Geräte besonders hoch ist. Ein Großteil der Unternehmen wurde ebenfalls abgemahnt, weil sie die Kältemittel der Geräte als “umweltschonend” oder “umweltfreundlich” bezeichneten, obschon diese klimaschädlich sind und die Nutzung teilweise bereits seit 1991 gesetzlich eingeschränkt wurde.

Verklagt wurde der Hersteller De’Longhi, weil er eines seiner Klimageräte als “Öko” bezeichnet, obwohl es in die Energieeffizienzklasse E eingruppiert ist. Der Otto-Versandhandel erhielt ebenfalls eine Abmahnung wegen falscher beziehungsweise fehlender Angaben auf seinem Onlineportal.

Die Energieeffizienzklasse wird mit dem EU-Energielabel auf Elektrogroßgeräten angegeben. Sie wird mit einer Skala von A bis G angegeben, wobei A für einen niedrigen und G für einen hohen Energieverbrauch steht. Weitere Infos zur Energiekennzeichnung auf www.verbraucherfuersklima.de.

Angaben zu Energieeffizienz und Energieverbrauch fehlen
Bei den Werbeanzeigen fiel insbesondere auf, dass viele Baumärkte nur ungenügende oder falsche Angaben zu den Klimageräten machen. So fehlten in den Filialen von Bauhaus Rhein-Ruhr oftmals die gesetzlich vorgeschriebenen Etiketten mit den Angaben zu Energieeffizienz und Energieverbrauch oder die Geräte waren nur mit ausländischen Etiketten ausgezeichnet. Auch Obi und Toom verstießen gegen die gesetzlichen Vorschriften zur Energiekennzeichnung und betitelten zudem die schädlichen Kältemittel als ökologisch oder umweltfreundlich.

Abmahnungen wegen Werbung mit Klimaschutzargumenten
Im Rahmen der Verbraucherallianz “fürs klima” gehen die Verbraucherzentralen seit 2009 gegen Unternehmen vor, die zu Unrecht mit Klimaschutzargumenten werben. Die 35 Unternehmen wurden vom Verbraucherzentrale Bundesverband und den Verbraucherzentralen in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern abgemahnt – ein Großteil von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

für mich. für dich. fürs klima. ist ein Bündnis des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) mit den Verbraucherzentralen und weiteren Verbraucherverbänden. Die Allianz wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

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Heiße Tipps zum Kühlschrank

1. Juli 2010

Die EnergieAgentur.NRW gibt in der neuen Folge ihres Video-Podcast EA.TV Tipps, wie man beim Kühlen sparen kann: Wer sich einen Kühlschrank oder andere Haushaltsgeräte kauft, sollte nicht nur auf den Anschaffungspreis achten, sondern auch auf die Energieeffizienzklassen A+ und A++.

Denn damit gekennzeichnete Geräte benötigen deutlich weniger Strom als andere Produkte. Um Energie zu sparen, kommt es aber auch darauf an, den Kühlschrank gut aufzustellen, ihn richtig zu befüllen und nicht offen stehen zu lassen.

Gewußt? Ein voller Kühlschrank braucht weniger Strom!

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Klarer Sieger beim Stromwechsel: Ökostrom

20. Juni 2010

Dies ist ein gesponsorter Gastbeitrag des Preisvergleichportals Preis.de, der für den Inhalt des Artikels die Verantwortung trägt.

Bereits jeder Dritte deutsche Haushalt nimmt repräsentativen Umfragen zufolge nach einem erfolgten Stromvergleich einen Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter vor. Und richtete man sich nach den Vorlieben der Berliner, Hamburger oder anderer Großstädter, so beträfe dies sogar 50% der Bevölkerung. Dass dem so ist, hat seine guten Gründe: Denn mit dem Beziehen von Strom aus regenerativen Energien schont man nicht nur die Umwelt und zeigt Rücksicht gegenüber nachfolgenden Generationen. Auch die weit verbreitete Ansicht, dass Ökostrom automatisch einen tieferen Griff in das Portemonnaie nach sich zöge als dies bei herkömmlich gewonnenem Strom der Fall sei, basiert nicht auf tatsächlichen Zahlen. Im Gegenteil: Grüner Strom erweist sich teilweise sogar als kostengünstiger gegenüber seinem aus fossilen Rohstoffen erzeugtem Bruder, und Ökostromtarife schneiden oftmals äußerst gut ab, nimmt man einen Stromversorgervergleich vor und deren Strompreise sowie Vertragsinhalte genau unter die Lupe.

Eine solche Gegenüberstellung der Strom- und Ökostromversorger ist äußerst schnell und unkompliziert durchgeführt: Einfach bei einem Strompreisvergleich online seine Postleitzahl und den durchschnittlichen Stromverbrauch der vergangenen Jahre eingegeben, schon erhält man die gewünschten Informationen. Und hat man sich einmal für einen neuen Anbieter entschieden, so gestaltet sich der entsprechende Stromwechsel als ebenso problemlos und kann innerhalb weniger Minuten im Internet vorgenommen werden.

Ökostrom-Initiativen

1) Bundestag

Dass nicht nur Energie gespart werden sollte, sondern diese auch klimabewusst bezogen, ist schon seit Langem eine Forderung der Politiker an Privathaushalte. Im brandenburgischen Abgeordnetenhaus wurde nun die Absicht laut, öffentliche Einrichtungen zu 100% mit ökologischem Strom zu versorgen und dadurch nicht nur mit gutem Beispiel voranzugehen, sondern auch seinen Teil zu der im Kyoto-Protokoll festgelegten Reduzierung des Treibhausgasausstoßes beizutragen.

2) Großstädte

Auch die ehemalige preußische und gegenwärtige bayerische Hauptstadt haben sich viel vorgenommen im Bereich der Energiegewinnung ohne CO²-Ausstoß. So will die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin beispielsweise zukünftig ausnahmslos grünen Strom für die Versorgung ihrer Mietimmobilien nutzen. Und München setzt sogar noch eins drauf, denn hier soll die gesamte Stadt mitziehen: Im Jahr 2025 soll spätestens das Ziel erreicht sein, sowohl Privatpersonen, als auch Gewerbe und Industrie ausschließlich mit Elektrizität aus regenerativen Ressourcen zu beliefern.

Auf-Wind für Wasser und Sonne

Dieses Ziel zu erreichen, dazu soll die Wasserkraft der die Stadt durchfließenden Isar in Anspruch genommen und von in den umliegenden Alpen gewonnener Erdwärme unterstützt werden. Insgesamt spielen bei Ökostrom allerdings auch Wind- und Solarenergie eine tragende Rolle, und durch einen kürzlich in der Solarzellenforschung erreichten Durchbruch kann hier die Kraft der Sonnenstrahlen zukünftig besonders effektiv genutzt werden.

Übersichtliche Kennzeichnung

So sehr ein Stromwechsel zu einem Ökostromversorger dazu beiträgt, sich umweltgerecht beim Energieverbrauch zu verhalten, so sehr hilft natürlich auch Energiesparen. Und was Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Mikrowelle oder Waschmaschine betrifft, wird ab Herbst dieses Jahres dank einer vom Europäischen Parlament eingeführten Richtlinie die energieeffiziente A-Klasse noch weiter aufgeteilt und der Nutzer somit genauer über den entsprechenden Stromverbrauch informiert wird.

Ausblick

Umweltschutz ist in aller Munde, und Worten folgen bekanntlich Taten. Diese könnten in einem Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter bestehen. Welches Unternehmen hier den Zuschlag erhalten sollte, hängt selbstverständlich von der individuellen Situation ab. Zahlreiche bekannte Stromversorger haben inzwischen auch Ökostrom in ihr Stromangebot mit aufgenommen, allerdings finden sich auch reine Ökostromanbieter auf dem hart umkämpften Markt. Bei einem Stromvergleich werden sämtliche in Frage kommende Stromtarife einander übersichtlich gegenübergestellt. Neben dem finanziellen Aspekt sollte allerdings auch auf Bedingungen wie Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen und Festpreisgarantien geachtet werden. Informationen zu einem eventuellen Stromwechsel können telefonisch, online oder bei einem persönlichen Gespräch in einer der nationalen Energieberatungsstellen erfolgen.

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BUND kritisiert vor Fußballweltmeisterschaft Vermarktung Strom fressender Fernsehgeräte

2. Juni 2010

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat vor vermeintlichen Schnäppchen beim Kauf von Fernsehgeräten gewarnt. Vor der Fußballweltmeisterschaft werbe der Handel verstärkt für Großbild-Geräte mit zum Teil extremem Stromverbrauch. Im Vergleich zu den sparsamsten Geräten mit quecksilberfreier LED-Technik könne dieser bis zum Vierfachen höher liegen. Über seine durchschnittliche Lebensdauer gerechnet könne ein scheinbar günstiger Fernseher über 400 Euro mehr an Stromkosten verursachen. Der BUND forderte vom Handel eine verpflichtende Kennzeichnung der Stromverbrauchskosten von Elektrogeräten sowohl in der Werbung als auch in Elektronikmärkten.

Christian Noll, BUND-Experte für Energieeffizienz: „Energiesparen und Klimaschutz stehen beim WM-Geschäft total im Abseits. Dabei sind moderne Geräte mit sparsamer LED-Technik längst auf dem Markt. Erst Ende 2011 soll es auch für Fernseher ein EU-Label wie bei Haushaltsgeräten geben. Den Preis für diese mangelhaften Informationen zum Stromverbrauch zahlen die Verbraucher.“

Obwohl sich große Elektronikfirmen wie Sony und Philips mit ihren neuen und sehr sparsamen LED-Fernsehern eigentlich nicht verstecken müssten, habe die Mehrzahl der Fernsehgeräte-Hersteller Anfragen des Umweltverbandes zum Stromverbrauch ihrer Produkte nicht beantwortet. Lediglich Sharp, Metz und Loewe hätten Auskunft gegeben, wie viel Strom ihre aktuellen Geräte verbrauchten.

Eine auf Angaben von Herstellern und Verbrauchermagazinen beruhende Beratung zum Kauf von Fernsehgeräten bietet der BUND seit heute im Internet an. Unter http://www.bund.net/tv-finder können Interessenten die sparsamsten TV-Geräte ermitteln. Rund 500 Geräte wurden erfasst, damit ist der „BUND-TV-Finder“ die umfassendste Informationsquelle für Verbrauchsangaben bei Fernsehern.

Der „BUND-TV-Finder“ gehört zur Kampagne „energieeffizienz – jetzt!“, die die intelligente Nutzung von Energie in Haushalten und Unternehmen fördert. Mit Informationen zu energieeffizienten Produkten, der Beteiligung an politischen Prozessen, der Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Regelungen bei verschiedenen Warengruppen und der Qualifizierung von Energieeffizienz-Managern in kleinen und mittleren Unternehmen machen sich namhafte Partner für eine CO2-reduzierte Zukunft stark. Gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gehören unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings dazu das Öko-Institut, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Umwelthilfe und der ökologische Unternehmensverband B.A.U.M..

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Einsparpotenziale von rund 80 Prozent bei der IT-Nutzung am Arbeitsplatz möglich

1. Juni 2010

Öffentliche Einrichtungen und Kommunen können ihre IT-bedingten Stromkosten durch den Einsatz energieeffizienter IT-Geräte um rund 80 Prozent senken. Dies belegen Fallstudien, die die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bei der Berliner Polizei und beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) durchgeführt hat.

“Angaben zu Einsparpotenzialen durch Green IT beruhen häufig auf theoretischen Berechnungen. Umso wichtiger war es uns daher, anhand von Fallstudien aus der Praxis zu zeigen, dass hohe Energieeinsparungen durch die Beschaffung energieeffizienter IT-Geräte möglich sind,” betont dena-Bereichsleiterin Annegret-Cl. Agricola.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und die Berliner Polizei nutzen die standardmäßig geplante Ersatzbeschaffung, um alte Desktop-PCs durch moderne, besonders energieeffiziente Geräte zu ersetzen. Im Rahmen der dena-Fallstudien wurden die Auswirkungen des Gerätetauschs auf den Stromverbrauch und die daraus resultierenden Einsparungen untersucht. Gemessen wurden außerdem Einsparungen, die sich aus Verhaltensänderungen der Mitarbeiter ergaben, die zu energieeffizientem Nutzungsverhalten am Arbeitsplatz geschult wurden.

Bei der Berliner Polizei wurden alte Desktop-PCs durch moderne, besonders energieeffiziente Modelle ersetzt, die mit Unterstützung des IT-Dienstleistungszentrums Berlin beschafft wurden. Allein durch den Gerätetausch konnte der Stromverbrauch um 51 Prozent pro Rechner reduziert werden. Durch ein energieeffizientes Nutzerverhalten konnte der Stromverbrauch im Rahmen der Stichprobe um weitere fünf Prozent reduziert werden. So konnte für die Berliner Polizei eine Gesamteinsparung von 56 Prozent ermittelt werden. Wenn bis 2012 alle 9.000 Computer ausgetauscht sind, ergibt sich für die Berliner Polizei dadurch eine jährliche Stromeinsparung von rund 2,5 Mio. kWh. Dies entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen um 1.580 Tonnen pro Jahr. Der Einspareffekt ist hier besonders hoch, da etwa die Hälfte der Computer in den 145 Polizeidienststellen rund um die Uhr im Einsatz ist.

Im Falle des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie konnte durch den Austausch herkömmlicher Desktop-PCs gegen energieeffiziente Laptops pro Rechner sogar eine Einsparung von 74 Prozent erreicht werden. Weitere acht Prozent Einsparung wurden hier durch ein optimiertes Nutzerverhalten erzielt. Das ergibt eine Stromeinsparung je Computer von 82 Prozent. Insgesamt werden im BMWi durch die Beschaffungsmaßnahme und ein energieeffizienteres Nutzerverhalten ab 2011 jährlich etwa 105.000 kWh Strom eingespart, wodurch 62 Tonnen CO2 pro jahr vermieden werden.

Nach dem Willen der Bundesregierung soll Energieeffizienz bei der Beschaffung im öffentlichen Sektor eine größere Rolle spielen. So treten in Kürze die aktualisierte Vergabeverordnung (VgV) und die aktualisierte Sektorenverordnung (SektVO) in Kraft. Die neuen Verordnungen sehen unter anderem vor, dass beim Kauf neuer technischer Geräte und Ausrüstungen oder bei der Nachrüstung vorhandener technischer Geräte Angaben zum Energieverbrauch in der Leistungsbeschreibung eingefordert werden müssen. Der Energieverbrauch kann außerdem als Zuschlagskriterium bei der Vergabe der Beauftragung definiert werden.

Die Initiative EnergieEffizienz der dena bietet Beschaffern in öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen hierzu einen praxisorientierten Beschaffungsleitfaden und die Gerätedatenbank Office TopTen mit den energieeffizientesten Bürogeräten, die aktuell am Markt erhältlich sind. Die Abschlussberichte der beiden Fallstudien und alle weiteren Tools und Informationen zu Green IT sind online verfügbar unter www.energieeffizienz-im-service.de.

Die Initiative EnergieEffizienz ist eine bundesweite Aktionsplattform zur effizienten Stromnutzung. Sie wird getragen von der dena und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

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