Dokumentation zur Diskussion der Photovoltaik-Förderung als ebook

Die Diskussionen um die Förderung der Photovoltaik werden vermutlich so schnell nicht enden, auch wenn es momentan etwas ruhiger geworden ist. Der Beschluss des Bundestages erfolgte bereits Ende März und die neue Einspeisevergütung ist seit 01. April 2012 gültig, aber der endgültige Beschluss erfolgt erst noch. So wird morgen, am 26.04.2012, der Umweltausschuss des Bundesrates und der Bundesrat am 11. Mai sich mit dem Gesetz befassen.

Das Thema hat die ersten drei Monate 2012 dominiert und leider andere wichtige Themen der Energiewende überlagert. Inhaltlich möchte ich in diesem Beitrag nicht weiter gehen, aber eine Anzahl von 22 Artikel zu einem einzigen Thema in drei Monaten zeigt, welchen Stellenwert dieses Thema hat.

Die Bundestagsdebatte zur Solarkürzung hat der SMA Corporate Blog gut dokumentiert. Alle weiteren Beiträge zur Diskussion, die bei energynet.de im ersten Quartal des Jahres erschienen sind, habe ich nun in einem ebook für die interessierten Leser zusammen gefasst. Als erstes ebook von energynet.de biete ich diese Dokumentation kostenlos als pdf-Datei an. Hier geht es zum Download der energynet Dokumentation PV-Förderung Q1/12.

Das ebook ist kostenlos zum Download verfügbar, ich bitte jedoch um freiwillige Unterstützung über flattr oder paypal. Bei Interesse und großer Nachfrage werde ich noch weitere Dokumentationen, z.B. zu den Themen Stromspeicher oder Energiewende, anbieten.

 

 

Das Dokument ist auch verfügbar bei scribd.com mit Bildern.

ebook, Photovoltaik , , 2 Kommentare

Energie-Kommune in Rheinland-Pfalz nutzt die Dächer der US-Armee für Sonnenstrom

Photovoltaikdachanlage im Herzen von Dardesheim, Agentur für Erneuerbare Energien

Photovoltaikdachanlage im Herzen von Dardesheim, Agentur für Erneuerbare Energien

Bruchmühlbach-Miesau setzt sich aktiv für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ein. Die Verbandsgemeinde erreichte eine Sondergenehmigung aus Washington zur regenerativen Energieversorgung auf den Dächern der US-Militäreinrichtung im Ortsteil Miesau. Für dieses Engagement ist die Gemeinde als „Energie-Kommune“ des Monats April 2012 ausgezeichnet worden. Mit dem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie ausführlich vor.

Die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau errichtet auf dem Gelände des örtlichen US-Armeedepots eine große Photovoltaik-Dachanlage. Alle zuständigen Stellen der US-Armee in Europa hatten schon zugestimmt. „Dann stellte sich plötzlich heraus, dass auch noch das amerikanische Verteidigungsministerium sein Einverständnis geben musste“, erinnert sich Bürgermeister Werner Holz. Die Gemeinde hielt jedoch an dem Vorhaben fest – mit Erfolg: Im März 2012 kam die Erlaubnis aus Washington. „Damit stimmt die US-Armee zum weltweit ersten Mal zu, dass zur Energieversorgung kommunale Solar-Anlagen auf ihrem Gelände errichtet werden“, erklärt Holz.

Der Vorteil des gemeinsam mit der Garnisonsleitung entwickelten Projekts liegt auf der Hand. „In Miesau steht das größte Versorgungslager der US-Armee außerhalb der USA. Das sind riesige Wartungshallen auf mehr als 600 Hektar Fläche. Gebäude von vergleichbarer Größe gibt es in unserer Kommune nicht“, berichtet Bürgermeister Holz. In Kaiserslautern entsteht parallel eine zweite Anlage. „Ich kümmere mich um die vertragliche Seite, während die Stadtwerke Kaiserslautern für die technische Umsetzung zuständig sind“, fasst Holz die Arbeitsteilung zusammen. So können die jeweils vorhandenen Kompetenzen optimal genutzt werden.

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Blauen-Engel gibt es auch für Photovoltaik-Wechselrichtern

Gruenspar.de

Brauchen auch Photovoltaik-Wechselrichter den Blauen-Engel als Umweltlabel? Ich bin gespannt, ob ich dazu auch Kommentare von Fachleuten bekomme. Wenn man sich die Kriterien ansieht, ist die Vergabe der Auszeichnung jedenfalls sinnvoll.

Um Sonnenenergie möglichst ohne Verluste ins Stromnetz einzuspeisen, braucht es effiziente Wechselrichter. Das Öko-Institut hat nun Kriterien entwickelt, wann diese das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ erhalten dürfen. Sie müssen dafür einen besonders hohen Wirkungsgrad von mindestens 95 Prozent aufweisen. Das bedeutet, dass maximal fünf Prozent der auf dem Dach erzeugten Energie bei der Umwandlung von Gleich- auf Wechselstrom verloren gehen darf. Dieser Umwandlungsprozess ist nötig, damit der Strom ins Netz eingespeist werden kann.

„Jede Kilowattstunde Solarstrom ist kostbar und darf nicht durch unnötige Umwandlungsverluste verschwendet werden“, erläutert Jens Gröger, Projektleiter im Projekt Top 100, die Bedeutung dieser Produktgruppe.

Sonnenstrom für die Energiewende

Solare Energie spielt eine wichtige Rolle, wenn die Pläne der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 35 Prozent der in Deutschland benötigten Energie aus erneuerbaren Energien bereitzustellen, Wirklichkeit werden sollen. Photovoltaik (PV)-Wechselrichter, die den Blauen Engel erhalten wollen, müssen deshalb besonders energieeffizient aber auch schadstoffarm und recyclingfähig sein. So dürfen sie selbst nur sehr wenig Energie für den Eigenbetrieb verbrauchen und müssen dazu beitragen, das Stromnetz zu stabilisieren. Da die Produktion der Solarenergie jahres- und tageszeitbedingt schwankt, müssen Blaue Engel-Wechselrichter Aufgaben im Bereich des Netzmanagements übernehmen.

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Kürzung der Solarvergütungen vom Bundestag beschlossen

Proteste vor dem Umweltausschuss am 21.03.2012

Proteste vor dem Umweltausschuss am 21.03.2012, Quelle: BSW

Trotz massiven Widerstands aus der Solarbranche, der Wissenschaft, der Umweltbewegung, den Gewerkschaften und von vielen Spitzenpolitikern sowie gegen den klaren Willen der Bevölkerungsmehrheit hat der Deutsche Bundestag eine Reihe von harten Einschnitten bei der Solarstrom-Förderung beschlossen. Die zahlreichen Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zielen darauf ab, den zukünftigen Ausbau der Solarstrom-Nutzung in Deutschland mindestens zu halbieren. Nur der Bundesrat kann das Gesetzesvorhaben nun noch aufhalten. Selbst bei einigen Unions-regierten Bundesländern zeichnet sich inzwischen deutliche Kritik ab, nachdem der Bundestag in den letzten Tagen die Gesetzesvorlage an zentralen Punkten nicht nachgebessert hat.

„Diese politische Fehlentscheidung gefährdet Deutschlands Spitzenstellung bei der Photovoltaik, die Existenz zahlreicher Solarunternehmen und vieler tausend Solarjobs. Das ist ein schwarzer Tag für die Energiewende“, so Günther Cramer, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Die Solarbranche befürchtet eine Insolvenzwelle in der deutschen Solarbranche und den Verlust zehntausender Arbeitsplätze.

Statt zu beschleunigen, bremst die Regierung bei der Energiewende. Ohne nachvollziehbaren Grund. Zahlreiche Gutachten belegen: Die technischen Herausforderungen für einen weiteren kraftvollen Ausbau der Solarstrom-Nutzung sind lösbar, die weiteren Anschubkosten halten sich durch den Preisverfall von Solarmodulen im Rahmen und zahlen sich für die Gesellschaft gesamtwirtschaftlich aus. Die Stromrechnung eines deutschen Durchschnittshaushalts werde durch die nun beschlossenen Förderkürzungen monatlich gerade einmal um rund 50 Cent entlastet. Nach übereinstimmender Einschätzung der Solarbranche und vieler Umweltverbände stehe dies in keinem Verhältnis zum nun befürchteten Schaden für die Energiewende und den Klimaschutz. Die von der Bundesregierung selbst gesteckten Ziele zum Umstieg auf Erneuerbare Energien drohten verfehlt zu werden, da mit der Solarenergie nun ausgerechnet die am schnellsten ausbaubare und verbrauchsnah verfügbare, saubere Stromquelle ausgebremst werde.

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Weiteres Wachstum der Solarzellenproduktion und mehr Verlagerung nach China

Solarzellenproduktion von Suntech in China, Quelle: Suntech Power Holdings Co. Ltd.

Solarzellenproduktion von Suntech in China, Quelle: Suntech Power Holdings Co. Ltd.

Die jährliche Erhebung der weltweiten Solarzellenproduktion von PHOTON International zeigt für das Jahr 2011 einen beeindruckenden Zuwachs von 36 Prozent auf 37,2 Gigawatt gegenüber dem Vorjahr mit einem Produktionsvolumen von 27,4 Gigawatt (GW). Allerdings zeigt die jährliche Erhebung auch einen dramatischen Rückgang der Produktion im Jahresverlauf:

Verglichen mit dem 120-Prozent-Sprung 2010 wies 2011 die niedrigste Wachstumsrate der Photovoltaikindustrie seit 2003 auf (34 Prozent). Die Top Ten der Zellhersteller zeigen mit sechs chinesischen Firmen – darunter zum zweiten Mal in Folge der Sieger Suntech Power – und zwei Unternehmen aus Taiwan eine Fortsetzung der asiatischen Dominanz. Seit Beginn der PHOTON-Erhebung der Solarzellenproduktion ist zum ersten Mal kein Unternehmen aus Europa oder Japan unter den zehn Besten vertreten.

»Die Tage der Zellproduktion in westlichen Ländern sind gezählt«, sagt Michael Schmela, Chefredakteur von PHOTON International. »Analog zu anderen Bereichen wird auch die Verlagerung von Solarzellenproduktionen in asiatische Niedriglohnländer fortgesetzt, insbesondere nach China.« Noch 2008 wurden lediglich 33 Prozent der Solarzellen in China hergestellt – ein Anteil, der 2011 auf beachtliche 57 Prozent anstieg.

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Neue Solartechnologien der dritten Generation am Start

Es gibt viele interessante Neugründungen im Bereich grüner Technologien. Die internationale Konferenz für Smart Green Business Ecosummit 2012, vom 22. – 23. März 2012 in Berlin, prämiert mit dem Ecosummit Award die besten intelligenten grünen Unternehmen in Europa.

Einige Unternehmen habe ich schon vorgestellt, bei der großen Anzahl – insgesamt treten 52 Unternehmen an –  werde ich kaum alle Unternehmen vorstellen können  in der verbleibenden Zeit. Aber die interessanten Startups aus dem Energiesektor möchte ich noch den Lesern vorstellen.

Ein Unternehmen habe ich schon mehrfach vorgestellt, denn Heliatek, der junge Hersteller von organischen Photovoltaik-Modulen hat im Dezember 2011 den deutschen Zukunftspreis gewonnen. Damit hat das Unternehmen innerhalb eines Jahres drei große Schritte gemacht. Im Mai 2011 hat das Wirtschaftsmagazin CleanThinking.de von einem neuen Rekord-Wirkungsgrad von 9,8% bei organischen Solarzellen berichtet. Und am Montag dieser Woche konnte Heliatek feierlich die neue und weltweit einzigartige Produktionsstätte für die Herstellung von organischen Solarfolien einweihen und den Schritt von der Entwicklung zur Herstellung eines marktfähigen Produktes vollenden.

Organische Solarzellen haben, im Gegensatz zur herkömmlichen Photovoltaik auf der Basis von Silizium, vielfältige Einsatzmöglichkeiten und könnten künftig die Silizium-Solarzellen in einigen Anwendungsbereich sogar ersetzen. Forscher erwarten eine Steigerung des Wirkungsgrades bis zum Jahr 2020 auf 30%, das wäre höher als bei herkömmlicher Photovoltaik.

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Photovoltaik-Unternehmen erklärt der FDP die Sorgen der Branche

Offener Brief des geschäftsführenden Gesellschafters der relatio Unternehmensgruppe, Bernd Bodmer, an die FDP zu den Kürzungen der Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen. Ich stehe in keinerlei Kontakt zu dem Unternehmen relatio, denke aber, dass die Argumente die gesamte Branche betreffen und daher für meine Leser interessant sind.

Sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister Rösler,
sehr geehrte Damen und Herren der FDP-Bundesgeschäftsstelle,

stellen Sie sich folgendes Bild vor: Berlin-Marathon. Zieleinlauf. Alle jubeln dem ersten Läufer zu. Gleich wird er die Ziellinie passieren. Der Erfolg, zum Greifen nah. Doch plötzlich, mitten im Finalsprint, kehrt der Sportler ermattet auf dem Absatz um. Und läuft zurück. Dem Publikum bleibt der Jubel im Halse stecken. Was ist passiert? Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen hat Energiewende und Atomausstieg unlängst mit diesem Bild versehen: „Das ist ein Marathon, aber Deutschland läuft los. Und wir haben auch ein klares Ziel.“ Unsere Frage ist: Haben CDU und FDP tatsächlich dieses große Ziel vor Augen? Denn was Sie mit der Einspeisekürzung für Solarstrom vorhaben, kommt dem Bild vom auf dem Absatz kehrt machenden Läufer sehr nahe.

Ich möchte Ihnen in diesem Zuge herzlich für ihre umgehende Antwort auf mein Schreiben vom 3. März danken. Wie mir allerdings scheint, haben Sie meinen Brief nicht genau gelesen, sondern eine standardisierte Email gesandt. Schade – das war nicht Sinn und Zweck meines Schreibens. Ein paar Anmerkungen habe ich dennoch zu Ihren – standardisierten – Ausführungen.

Mich würde beispielsweise brennend interessieren, in welcher Form die von Ihnen beschriebenen sechs Milliarden Euro an staatlichen Subventionen in die Photovoltaik geflossen sein sollen. Ich räume es ehrlich ein, mich erstaunt diese Zahl, zumal ich bisher davon ausgegangen bin, dass Solarstrom – wie Teile des Atom- oder Kohlestroms auch – über Umlagen an die Verbraucher weitergegeben und in keiner Weise Steuergelder kosten, sondern bescheren. Aber ein Blick in den Bundeshaushalt 2011 von Deutschland dürfte hier leicht Abhilfe schaffen – das Wirtschaftsministerium obliegt schließlich Ihrem Refugium, und Sie können mir in diesem Punkt sicherlich weiterhelfen.  weiterlesen ›

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Über die Auswirkungen der Vergütungskürzung auf den Photovoltaik-Markt

Quelle: Uwe Steinbrich / pixelio.de, http://www.pixelio.de/media/513303

Noch weiß keiner, wie sich die neuen Einspeisevergütungen für Photovolatik-Anlagen ab dem 01. April auf den Markt auswirken werden. Alle Aussagen, wie sich die Solarbranche ändern wird, sind bis jetzt reine Spekulation – genauso wie die Aussagen der Regierungsfraktionen letzte Woche im Bundestag, dass die positive Entwicklung der Solarbranche weiter gehen wird. Fakt sind bis jetzt allerdings zahlreiche Stornierungen von Aufträgen und die Verunsicherung der gesamten Wirtschaft in den Erneuerbaren Energien, wie der NDR, die Mitteldeutsche Zeitung oder das Unternehmen relatio PV berichten.

Was sich langfristig ändern wird, kann man heute noch nicht abschätzen. Die Aussagen reichen von einem völligen Zusammenbruch des Marktes bis hin zu einer realistischen Halbierung des deutschen Photovoltaikmarktes (Einschätzung im SMA-Blogbeitrag “Energiewende ohne Photovoltaik”).

Die Aussage von SMA könnte realistisch sein, aus zweierlei Gründen:

Zum einen haben die chinesischen Hersteller wenig Sorgen mit den reduzierten Vergütungssätzen und heizen den Preiskampf auf dem deutschen Markt noch weiter an, trotz eigener roter Zahlen. Sie sollen auch noch volle Lager haben, um Spielraum für weitere Preissenkungen zu haben.

Über den anderen Punkt habe ich auch schön öfters nachgedacht. Die Vergütungssätze liegen künftig unter dem Haushaltsstrompreis, der Strom aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage ist somit günstiger als Strom aus der Steckdose. Das wird Photovoltaik wieder attraktiv machen für die Besitzer eines Eigenheimes. Auch Batterie-Speicher werden dadurch interessant, dass nicht die volle eingespeiste Strommenge vergütet wird.

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Mit Sonnenschein für mehr Sonnenenergie und gegen den Solar-Ausstieg

Bei schönstem Sonnenschein haben heute Mittag in Berlin 11.000 Menschen vor dem Brandenburger Tor gegen den “Solar-Ausstieg” protestiert. Das ist ein eindrucksvolles Signal an die Bundesregierung, auf radikale Kürzungen beim Ausbau der Solarenergie und der Solarförderung zu verzichten.

Zu der Großkundgebung am Brandenburger Tor hatten der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der IG Metall, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) geladen. Auf der Demonstration bekundeten Spitzenpolitiker wie Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin und Gregor Gysi ihre Solidarität mit den Mitarbeitern der Solarbranche.

Die Veranstalter appellierten an die Mitglieder des Deutschen Bundestages und die Bundeskanzlerin, auf zusätzliche Kürzungen der ohnehin stark rückläufigen Solarförderung weitestgehend zu verzichten. Die Solarbranche befürchtet einen Markteinbruch von bis zu 75 Prozent für den Fall, dass die Gesetzesinitiative nicht gestoppt oder erheblich nachgebessert wird. Der Betrieb neuer Solarstromanlagen sei ansonsten überwiegend nicht mehr rentabel, eine Insolvenzwelle unvermeidbar und 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Energiewende sei ohne einen weiteren kraftvollen Ausbau der Solarstrom-Nutzung nicht zu schaffen.

“Statt zu beschleunigen bremst die Regierung bei der Energiewende. Es ist absurd, dass der Photovoltaik-Ausbau ausgerechnet in dem Moment massiv eingeschränkt werden soll, in dem die Kosten für neue Solarstrom-Anlagen deutlich sinken und die Förderung der Solarenergie kaum noch nennenswerte Effekte auf die Stromtarife hat”, sagt Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.

Prof. Dr. Eicke Weber, Direktor des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, teilt wie viele andere Wissenschaftler diese Auffassung: “Diese Hau-ruck-Aktion entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Basis. Kurz vor dem Durchbruch laufen wir nun ernsthaft Gefahr, die Früchte einer jahrelangen technologischen Vorreiterrolle leichtfertig zu verspielen. Deutschland muss schnellstens zu einer berechenbaren Wirtschafts- und Energiepolitik zurückkehren. weiterlesen ›

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Photovoltaik braucht eine Charme-Offensive für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung

Google-Docs Präsentation zur Staffelsteiner ErklärungAls ich am Freitag meinen Artikel zu den sieben Thesen der Staffelsteiner Erklärung geschrieben habe, wollte ich ihn nur weiterverbreiten. Aber so ein Artikel muss noch weiter verbreitet und diskutiert werden, als nur auf ein paar Webseiten und Blogs – ohne jede Verlinkung. So habe ich aus den 7 Thesen eine Präsentation erstellt und zur Weiterverarbeitung und Weiterleitung über verschiedene Kanäle bekannt gemacht.

Eigentlich wollte ich, dass mir andere helfen, die Präsentation zu verschönern und diese auch weiterverbreiten. Es ist aber etwas ganz anderes passiert, die Präsentation wurde viel häufiger angeschaut als der dazugehörige Artikel und im Netzwerk Google+ hat sich eine lange Diskussion zum Thema Solarenergie entwickelt. Diese Diskussion hat es sogar in die angesagten Beiträge bei Google+ geschafft, vermutlich der erste Beitrag aus dem Energie-Bereich, der es soweit geschafft hat. Die Diskussion wurde auch im Online-Branchenmagazin photovoltaik-guide.de erwähnt, um weitere Mitstreiter pro Photovoltaik zu finden.

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